• Aha!

    Dann bin ich ja gar ned so Falsch mit meinen Uberlegungen gewesen!
    Hab in der Arbeit, was Pneumatik angeht eigentlich nur mit recht einfachen Dingen zu zun, Verpresseinrichtungen , Sortier und Auswerfanlagen , Druckprüfen und Türsteuerungen ( sind schon am Aussterben ).

    Als Gag an der ganzen Geschichte könnte man noch ein Magnetventil dazwischen geben mit dem man die Anlage für Zwangsbremsen bei zb. überfahren eines Halt Signales oder einer Notbremsung, Schnellentlüften könnte.
    Nur so ein Hirngespinnst von mir an das ich mal so im Groben gedacht habe.

    MFG Michael

  • Warum sich Probleme schaffen, wie Kompressor braucht wieder eine Batterie diese wieder eim Ladegerät.


    Warum kompliziert wenn es einfach auch geht. Auf jedem Gartenbahngelände befindet sich Druckluft.

    Eine ausrangierte Tauchflasche diese gibt es um ein Kaffeegeld
    bei Tauchschulen - diese mit Druckluft an der Anlage befüllen mit
    Manometer den Flaschendruck überwachen. Schon hat man genügend Luft für
    die Bremsen. Wenn erforderlich dann beim nächsten Halt wieder
    nachfüllen. Die Erfahrung zeigt, dass man mit so einer
    Tauch/Gas-flasche fast den ganzen Tag fahren kann, wenn diese mit ca.
    10 Bar gefüllt und das Bremssystem dicht ist.

    Tauchflaschen sind besser unterzubringen als die bauchigen Gasflaschen.

    Auch bei den Feuerwehren werden die Atemflaschen von Zeit zu Zeit getauscht.

    Mein Beitrag bezieht sich auf Personenbefördernde Gartenbahnen und
    nicht auf Modellzüge mit abgezählten Nieten. Hier kann man die Flaschen
    unter den Sitzen locker unterbringen.

    Einmal editiert, zuletzt von ERWIN (15. Oktober 2010 um 08:59)

  • Man braucht nicht zwangsläufig Strom, um Druckluft auf dem Zug zu erzeugen (wie vielleicht dem einen oder anderen bekannt ist), nicht nur bei meinem 1:1- Beispiel. Abgesehen davon stellt es im Modellbereich m.E. eine relativ unaufwändige Möglichkeit dar, Technik originalgetreuer zu bauen, wenn man einen Druckerzeuger spazieren fährt statt bloß einen Druckspeicher. Ansonsten kann man auch gleich Vitrinenmodelle aus Streichhölzern bauen, oder?

    @logi:
    Auf jedem Bremerstand ist ein Ablaßhahn vorhanden. Zugbeeinflussung von der Strecke her gibt es dieses Jahr dort noch nicht ;)
    Die Pneumatik dieser Bremse ist übrigens auch ganz ganz einfach ;)
    Alles zusammen hat es interessant gemacht, nicht einzelne Faktoren. Die Wagen waren bereits konstruktiv festgelegt, als die Bremse entwickelt wurde, und zwar leider ganz sicher nicht auf gute Einbaubarkeit einer Bremsmechanik hin. Und das Fahrpersonal ist z.T. so schlicht gestrickt, daß es (trotz Zylinderstellungsanzeige) z.T. schon mit der Umstellung auf Durckluftbetrieb überfordert ist (das ist halt keine Museumsbahn). Das war alles bei der Entwicklung zu berücksichtigen. Bei der Bedienung wäre jede Abweichung von einer regulären Handbremse im Handbremsbetrieb zu einem unvertretbaren Risiko geworden.

    Wie heist jemanndt mitt ein Stöckchen in Popöchen? "Darm-Pflock-Führer"!

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    3 Mal editiert, zuletzt von Stephan_A (14. Oktober 2010 um 21:04)

  • Hallo zusammen,

    Ich habe mir da einige überlegungen gemacht, wie der schon einfache Bremsaufbau vom Weichenschlosser (Matthias) noch einfacher und sicherer gemacht werden kann.

    Durch das einstellen des Druckreduzierventils kann es, wie Matthias erwähnt hat, zu ungleichen Ansprechen der Bremse kommen.

    Jetzt das Geniale: Mann vertausche einfach die Anschlüsse am Bremszylinder, lasse das Druckreduzierventil weg und der Rest geht automatisch mit den unterschiedlichen Kolbenflächen.

    Einziger Nachteil: Der Zylinder fährt jetzt nicht mehr aus zum bremsen, sondern zieht zum bremsen zusammen. Wer sich aber mit dem Hebelgesetz auskennt und etwas Phantasie hat, kriegt auch das in den Griff.

    Ich denke, ich werde mein Güterzug so ausrüsten. Ausserdem werde ich noch ein zusätzliches Ventil einbauen, dass es ermöglicht die Bremsen auf einfache direkte Bremse umzuschalten.

    Dazu wird von der HL der direkte weg zum Zylinder unterbrochen und die Leitung vom VL mit der HL verbunden.

    Grüsse René

  • An die einfache Version habe ich auch schon gedacht. Es gibt aber zwei Hacken. Der eine Hacken wurde angesprochen, der Zylinder muss zum bremsen. Man benötigt eine vielleicht umständlichere Mechanik. Zweitens müssen die Flächen überall im selben Verhältnis stehen. Man kann nicht einfach die Bremskraft erhöhen.

    Bei einem besseren Steuerventil kann man zB einen zweiten Zylinder zuschalten, um die Kraft zu erhöhen. durch die Druckwaagen stellt sich trotzdem der selbe Druck ein, weil er ja gemessen bzw eingeglichen wird.

    Übrigens, in der Hydraulik wird das öfters gemacht, beide Zylinderseiten mit Druck zu beaufschlagen. Das nennt man Differentialschaltung. Ziel ist es, den Zylinder in beiden Richtungen gleich schnell fahren zu lassen.

    Schöne Grüße
    Andreas

  • Hallo,

    mein Steuerventil für Waggons lasse ich gerade von einen Freund herstellen. Dann habe ich noch ein Führerbremsventil konstruiert. Es ist ein Zwischending zwischen einem Knorr 8 und einem Regler. Beim Knorr 8 leert die Ausgleicheinrichtung nur die HLL. Ich habe eine Lösung gefunden, bei der die HLL bei jeder Bremsstufe auch gefüllt werden kann. Somit werden auch Druckverluste ausgeglichen. Bedient wird es wie ein Knorr 8.

    Der schwarze Kasten ist ein käuflicher Druckregler mit Manometer. Der regelt den Grunddruck von fünf Atm in der Fahrstellung. Mit dem Ventil kann man auch den HLL Druck angleichen. Der Lf steuert einen Ausgleichsbehälter. Die HLL wird dem Behälter angeglichen. Dadurch ist die Länge der HLL unabhängig von der Bremszeit.

    Die Maße sind 55 x 55 und 85 hoch. Der Regler ist zusätzlich noch einmal 15mm breit. Unten am Ventil sind fünf Schlauchanschlüsse für HLB, HLL, 2 x Regler und Ausgleichbehälter.

    Schöne Grüße
    Andreas

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  • Es ist ewig lange her. Ich war auch schon lange nicht mehr hier. Ich hatte in letzter Zeit viel Zeit gehabt und alte Projekte wieder aufgelegt. Ich wollte mal die Ergebnisse zeigen.

    Mein Steuerventil. Es funktioniert wie ein KE-Ventil bei der Eisenbahn. Es ist nur nicht so feinfühlig:

    https://youtu.be/S1N62uDj_Ks

    Im letzten Beitrag hier habe ich mein Führerbremsventil gezeigt. Damals hatte ich alle konventionell hergestellten Teile zusammen gehabt. Nun habe ich doch Geld in die Hand genommen und mir die CNC-Teile machen lassen:

    https://youtu.be/3KGC-FLOAz0

    Hier noch ein kurzes Video wo beide gemeinsam arbeiten:

    https://youtu.be/X-MeFxcsDj4

    Ich habe es geschafft was ich vor über 10 Jahren machen wollte. Was lange währt wird endlich gut. Aber gerade das Führerbremsventil würde ich nach meiner jetztigen Erfahrung komplett anders konstruieren.

  • Ich habe noch Bilder auf meinem Server. Da sieht man meine Experimente. Vor Jahren hatte ich mal gefragt, wie ihr O-Ringe in euren Pumpen usw verbaut.

    Hier: O-Ringe verbauen

    Iich habe jetzt eine Konstruktionsfirma. so kann ich endlich auch Teile bestellen, an die man so nicht ran kommt. Ich experimentierte mit Teflonummantelten O-Ringen.

    (bekomme keine Bilderr rein, deshalb per Link): https://ksah.eu/offen/privat/Ausgleicher.jpg

    Das ist mein Ausgleicher mit Teflonringen. Es war extrem schwer die drauf zu bekommen. Ich musste das Teil sogar in kochendes Wasser werfen, damit die Ringe wieder ihrer Form bekommen. Ich versuchte dann alles leichtgängig zu pollieren. Ergebnis, leichtgängiger wurde es nicht. Dafür undicht. Jetzt war es für die normalen O-Ringe zu groß. Entweder mit Teflonband unterfüttern oder neue Idee, umwickeln:

    https://ksah.eu/offen/privat/Ringe.jpg

    Beim Steuerventil hatte ich ein teures Teflonschmiermittel von meinem Bruder benutzt. Er ist Modellflieger. Dann fand ich von Ballistol ein Teflon Spray. Es funktioniert wie das teure Schmiermittel. Es sind Teflonpartikel mit Alkohol. Letzters wird nicht gerunken, das verfliegt. Es bleibt ein Teflonfilm zurück. Ich kann jetzt den Kolben mit dem Daumen rausziehen. In dem ich mit dem Daumen auf die Kolbenwand drücke und rausziehe.

    Der Drehschieber ist mehrfach gefertigt worden. Einmal Passtifte einschlagen und dann das:

    https://ksah.eu/offen/privat/Drehschieber.jpg

    Zurückdrücken und vorsichtig glätten. Was ich nicht wusste, der andere Stift war auch zu weit. Die andere Passfläche war schon zerstört. Es fiel erst auf als ich versuchte manuell plan zu schleifen:

    https://ksah.eu/offen/privat/Schleifen.jpg

    Alles zum Werkzeugbau und professional schleifen lassen. Der Schieber ging zu schwer. Außen Rand weg, wurde es undicht. Der rand wurde gebraucht. Ich hatte es schon geahnt und damals einen O-Ring geplant. Es ging noch schwerer. Und der letzte Schieber, da wurde bei der Fertigung der Nullpunkt vermasselt. Ich konnte mich aber nicht bescherern, weil es nichts gekostet hat. Es fiel auf, weil der partou nicht rein gehen wollte. Der Rand wurde konventionell abgedreht. Es eiert leicht, aber geht.

    Drehschieberschmierung war noch ein Akt. So wie es die Bahn macht mit Vaseline, geht nicht. Drückt raus. Ein Tipp eines alten Eisenbahners. Wenn man eine Verlängerung fürs Führerbremsventil braucht, kurz am Wende BW öffnen und mit Heißdampföl schmieren. Da ist Grafit drin. Geht nicht. Geht alles nur kurz. Bremsenfett für Autobremsen geht.

    Ehrlich gesagt, ich bin froh, nur am Computer zu sitzen. Ärger hatte ich genug.

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    Überladene Bremse bei der Eisenbahn und wie kann man das Problem lösen. Hatte mal wieder mit meinen Ventilen gespielt. Das funktionierte beim Spielen und in Ruhe bestens. Beim Video natürlich nicht mehr so. Das war die Ungeduld größer.

    Ich kenne den Aufbau der Haeger Bremse. Die hat nicht so das Problem mit dem Überladen. Sie ist mehrlösig, erschöpft aber. Das Steuerventil nutzt nur einen Hilfsluftbehälter. Moderne Ventile haben eine Steuerkammer und R-Behälter. Beim Haeger- Ventil einfach mal einbremsen und alles gleicht sich an, weil durchs Bremsen der Vergelichsdruck sich senkt. Ich hatte im ersten Video mal meine beiden Kammern zusammengeschaltet. Man sieht sehr gut, wie sich die Hauptluftleitung immer weiter senken muss, um denselben Bremsdruck zu generieren.

    Gut, das Haeger-Ventil nutzt Membrane. Das ist bestimmt feinfühliger als meins.