Frage zu Dampfstrahlpumpen (Injektoren)

  • Meiner Meinung nach müssten die allgemein erhältlichen Modell Injektoren rein Theoretisch eine Saugwirkung haben (Saugender Injektor) Kann das sein?
    Hatt jemand erfahrung damitt?

    Gruss Dampfadi

  • Moin Adi,

    es gibt sowohl als auch.

    Den "nicht saugenden" muss das Wasser zulaufen können, sie sind deshalb unterhalb der Wassertanks anzuordnen.
    Die "saugenden" holen sich das Wasser, sie können also oberhalb der Speisewassertanks angeordnet werden. Manchmal sind die aber "unlustig" was das Ansaugen betrifft und dann muss ihnen geholfen werden. Wulf-Dieter Heinrich, manchem besser als Ölheinrich bekannt, hat in einer der letzten Gartenbahnen einen Vorschlag für einen Zusatz-Ejektor (Wasserheber) in der Schlabber-Leitung gemacht.

    Ich habe mir eine derartige Verbesserung Anfang des Jahres in Dresden angesehen - funktioniert wirklich sehr gut und sämtliche Unsicherheiten "er saugt - er saugt nicht - er saugt - ..." sind von Stund an Geschichte (lt. Eigentümer der Lok).

    Grüße Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Moin Adi,

    du hast recht, die typischen Injektoren, die überall an den Loks hängen sind theoretisch betrachtet saugende Injektoren. Bei versuchen war so ein kleiner Injektor in der lage Wasser aus 1m Tiefe hoch zu heben. Das entspricht also einem Unterdruck von >0,1bar. Das Problem ist aber, dass das Wasser nur sehr langsam bis zum Injektor steigt. Im schlimmsten Fall ist der Injektor kochend heiß, bis das Wasser ankommt. Dass er dann nur schwer anspringt ist wohl bekannt.

    Bei den Saughöhen auf einer Modell-Dampflok (wohl kaum mehr als 10cm) lässt sich so ein Injektor mit kaltem Wasser auch ohne Zusatzejektor betreiben. Der Ejektor stellt eben eine zusätzliche Sicherheit dar.

    MfG Peter

  • Ich krame einmal diesen Beitrag hoch...
    Gibt es (selbst gebaut oder noch besser vl. zu kaufen) saugende Injektoren für einen Betriebsdruck von ca.8,5bar und eine Kesselgröße von nicht ganz 24 Liter welche zuverlässig funktionieren?

    Da die Lok mit der ich mich derzeit beschäftige im Vorbild zwei saugende Injektoren im Führerstand hat, wäre es schön hier im Modell den selben Weg zu gehen.
    Alternativ wird es ein "Dummy" welcher als Anlassventil funktioniert, und zwei nicht saugende Injektoren.
    Nur muss ich dafür und für die entsprechenden Leitungen wo einen Platz vorsehen.

    Viele Grüße Florian

  • Hallo Florian,

    hier gibt es ebenfalls selbstansaugende Injektoren: https://www.eccentricengineer.com/ee-injectors

    Die Verfügbarkeit kann man hier nachschauen. https://www.eccentricengineer.com/production-schedule

    Der Standard Injektor ist ab November wieder verfügbar.

    Und hier sieht man so einen Injektor bei der Arbeit.

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    Auch die anderen Videos vom Eccentric Engineer sind interessant.

    Herzliche Grüße

    Christoph

  • Nimm doch den Nathan-Injektor. Um von den imperialen Preisen auf metrische Preise zu kommen, teile den Dollarpreis durch 25,4, dann hast du den Preis in Euro.

    Wie heist jemanndt mitt ein Stöckchen in Popöchen? "Darm-Pflock-Führer"!

    ValveGear Constructor - Dampflokomotivgestänge halbautomatisch auslegen lassen und/oder auf weitere Zielwerte optimieren - in Sekunden, nicht in Tagen!

    Niederstrasser, "Leitfaden für den Dampflokomotivdienst" - Download
    Garbe, "Die zeitgemässe Heissdampflokomotive" - Download
    "Theoretisches Lehrbuch des Lokomotivbaues" - Download

  • Nimm doch den Nathan-Injektor. Um von den imperialen Preisen auf metrische Preise zu kommen, teile den Dollarpreis durch 25,4, dann hast du den Preis in Euro.

    Moin Stepahn!
    Wie kommst Du denn auf die Rechnung? Ein Euro kostet z.Zt. 0,91$.
    Damit kommt. z.B. der 1.6" Nathan 1918A Non-Lifting Injector für 975§ auf 887,25€ + Versand und Zoll (19% Einfuhrumsatzsteuer + Zollabgabe nach Warenart).
    Gruß Gerd

    V20, pr. AT1, würt. Kittel DTW, (Ur-) galloping Goose

  • Ein Euro kostet z.Zt. 0,91$.

    Da freuen sich die Amis aber über ihre Kaufkraft!

    25,4 ist der Umrechnungsfaktor zwischen gewissen metrischen und imperialen Grössen.

    Der Simplex z. B. soll das gleiche Düsendesign wie die einfachen Injektoren haben.

    1" & 1.6" Scale Nathan Simplex Type R — Eccentric Engineer
    Live Steam 1” small scale Nathan Simplex No. 11 Type R
    www.eccentricengineer.com

    Sicher dass er dann nicht auch ansaugt?

    Wie heist jemanndt mitt ein Stöckchen in Popöchen? "Darm-Pflock-Führer"!

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    Einmal editiert, zuletzt von Stephan_A (13. Oktober 2024 um 17:26)

  • Also Stephan,
    dein Humor ist mir echt zu hoch.

    25,4 ist der Umrechnungsfaktor zwischen gewissen metrischen und imperialen Grössen.



    Das ein Inch 25,4mm sind lernt man schon in der Volksschule.
    Aber für die Umrechnung von 1" Scale oder 1.6" Scale auf das europäische Maßstabssystem ist das überhaupt nicht von Bedeutung. Den da geht es um Verhältnisse.
    Bei 1" Scale wird 1 Fuß vom Original in 1 Zoll am Modell abgebildet. Sprich 1:12.
    Umrechnungsfaktor 25,4 kommt da nirgendwo vor...
    Bei so einem, für Europäer, eher seltsamen System, was von den Zahlengrößen "gegenläufig" ist, darf man schon einmal kurz überlegen...

    Und der Preis ist zwar schon heftig, aber die Injektoren sind halt auch extrem schön verarbeitet und funktionieren scheinbar extrem gut. (was ich jetzt so lesen konnte) Das gerade von dir da eine Preisdiskussion kommt finde ich etwas befremdlich, da du ja derjenige bist der predigt warum und weshalb deine Dienstleistung etwas kostet, und kosten muss... (zumindest habe ich auch davon schon reichlich gelesen)

    Und da ist meine Meinung... wenn ich die Steuerung einer Dampfmaschine als Maschinenschlosser nicht mit dem Wissen und Mitteln aus der Zeit konstruieren, überprüfen und warten kann, gebe ich meinen Lehrbrief ab. Den das ist die Pflicht, und nicht die Kür.
    Einen gut funktionierend saugenden Injektor in der Qualität herzustellen... phuu... Anthony hat da meinen tiefsten Respekt für sein handwerkliches können.
    Der  Nathan simplex No.11 in 1” Scale ist schon ziemlich heftig.
    Vor allem wenn ich daran denke welche Denkaufgaben die Dinger in 1:1 einem schon geben.

    @ Volker
    Der 2.5” Scale Nathan “Monitor” No. 8 Injektor hat sogar eine Ansaugfunktion.
    Prinzipiell sind alle Injektoren von Eccentric Engineer ansaugend, wenn ich das richtig gesehen habe. Wenn das Gehäuse nicht einen Nathan Injektor abbilden würde, sondern einen Friedmann, und ich nicht zwei brauchen würde, könnte ich da selbst zu dem Preis schwach werden.

    Mal schauen, wenn ich einmal Pläne vom Vorbild Injektor habe. Um einen gut funktionierenden Düsenstock von Eccentric Engineer ein passendes Gehäuse zu konstruieren, wäre jetzt mein Weg. Fürs erste werde ich aber einmal den Platz für zwei nicht saugende Injektoren "von der Stange" vorsehen. Mit einem Injektor "Dummy" als Anlassventil.

  • Hallo

    Die Gelegenheit, frachtfrei an einen saugenden Injektor zu kommen, habe ich mir nicht entgehen lassen. Der Anthony hat mir einen seiner „Standard“ Injektoren aus USA mitgebracht.

    Der brannte schon während der Messe in der Hosentasche, kaum wieder zu Hause habe ich das Führerhaus demontiert und die neue Verrohrung hergestellt.

    Entfallen ist der alte Injektor britischer Bauart, der nur einen sehr schmalen Druckbereich zuverlässiger Förderung hatte und ausserdem beim Spitzendruckvon 8 Bar nicht mehr ansprang.:(

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    Die Verlängerung des Schlabberrohrs darf am Injektor nicht Luftdicht sein, weil sonst dadurch das Wasser des Wassertanks ausläuft, da das Wasserventil bei dieser Montage ja ständig offen ist.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

  • Thomas , auf Deine Erfahrungen mit diesem Injektor bin ich seeehr gespannt - und im übrigen höchst zuversichtlich!

    :love: ... Gerald "GeGa" Buschan - der DAMPF-Bahn-Freak & ZENSUR-Allergiker ... !
    Orthographie: Ned imma frei erfundn & Ähnlichkeitn mit div. Regeln daher unvameidbar!
    Ceterum censeo: Das LEBEN ist schöööön - grundsätzlich !!!

  • Thomas,

    Eine sehr schöne Installation!

    Besonders gut gefällt mir der Splint durch dem Schlabberrohr. Hilft, wie Sie sagten, ein Absaugen zu verhindern, und lässt sich auch sehr leicht zu entfernen, um den Injektor zu säubern.

    Anthony

  • Hallo

    Heute ist mein neuer Injektor vom Anthony/EE, dessen Einbausituation ich weiter oben gezeigt habe, das erst Mal in Betrieb gewesen.

    Es ist die Größe „Standard“ mit 4 L Fördermenge in der Minute.

    Zuerst hat er ein wenig pulsiert, bis die Luft aus der langen Speiseleitung zwischen Führerhaus und Rückschlagventil, ca 55 cm, ausgetrieben war.

    Danach war es nur noch ein Handgriff am Kugelhahn der Dampfzuleitung und er sprang sofort an. Der Hahn in der Wasserleitung bleibt den ganzen Fahrtag in der Stellung, in der der Injektor trocken läuft.

    Dabei macht er beim Fördern fast keine Geräusche! Er ist im Betrieb so leise, das ich promt vergessen habe, ihn wieder ab zu stellen und erst beim Blick auf den Wasserstand festgestellt habe, das der Kessel voll ist.

    Abends beim Putzen haben wir dann auch noch probiert, bei welchem Mindestdruck er noch anspringt.

    Bei 4 Bar speiste er noch in einem weiten Regelbereich der Wasserzuleitung. Bei 3 Bar gab es nur noch eine Stellung des Wasserhahns, in der er förderte, ohne das Wasser aus dem Schlabberrohr lief. Das ist der niedrigste sinnvolle Betriebsdruck.

    Der maximale Betriebsdruck bei mir ist 8,5 Bar gewesen. Bei diesem Druck kann ich die Fördermenge am Wasserhahn in einem relativ weiten Bereich regeln.

    Verglichen mit meinem zweiten 4 Liter Injektor, der vom Thomas Krämer stammt, ist er mechanisch kleiner und die Zuleitungen haben mit 8mm einen geringeren Durchmesser als die 10 mm vom Thomas. Das hat keinen Einfluss auf die Fördermenge. Gefühlt würde ich eher sagen, das die Fördermenge vom Krämer Injektor ein wenig geringer ist.

    Der größte Unterschied ist, das der EE injektor auch bei 8,5 Bar noch in einem weiten Bereich fördert, ohne das Wasser aus dem Schlabberrohr läuft. Das schafft der Injektor vom Thomas nicht. Bei ihm bekomme ich keine vollständig „trockene“ Speisung am Wasserhahn eingestellt. Allerdings ist der Krämer Injektor bei mir in nicht saugender Position montiert, so das der Vergleich etwas hinkt.

    Nachdem ich jetzt aber einen funktionierenden, saugenden Injektor habe, wird der Zweite über den Winter ebenfalls nach oben ins Führerhaus wandern.

    Der automatische, selbst ansaugende Betrieb ist unvergleichlich Komfortabel und auch während der Fahrt mit einem Handgriff zu betätigen, ohne das die Aufmerksamkeit von der Strecke abgelenkt wird.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

  • Thomas,

    Vielen Dank, dass du deine Erfahrungen mit deinem neuen Injektor geteilt hast! Ein Teil deines Erfolgs ist natürlich die Qualität der Installation.

    Allerdings muss ich sagen, dass der „Standard“ Injektor eine Fördermenge von 2,4 liter pro Minute hat. Der „Large“ Injektor, der 3/8" rohr oder 1/4" NPT Gewinde verwendet, leistet 4 liter pro Minute.

    Anthony