Sicherheit und Fahrpraxis

  • Hallo Freunde
    Heute möchte ich ein Thema ansprechen wo nicht immer beachtet wird.Es ist unbedingt nötig Strecken Kenntnisse zu haben und die Lok wirklich zu kennen .Es gibt aber immer Dampffreunde die mit einer fremden Lok fahren möchten ,wer übernimmt die Verantwortung ??? Es ist immer besser nein zu sagen als dieses Risiko einzugehen
    Wenn jemanden Fährt immer mit Begleitperson im Original lotse, der jederzeit eingreifen kann .Kinder möglichst nur nach langer Einschulung und 100% zuverlässig .Ein Tag reicht nicht 1 Jahr zeigt mehr .
    Dieses sollte unbedingt eingehalten werden wenn Fremde Personen auf der Anlage sind und wenn Passagiere Transportiert werden.Bei einen reinen Vereinsanlass ist es nicht so streng zu sehen !
    Wir hatten am Dampftreffen schon Personen ,uns unbekannt ,die sich bei den Gastfahrer als Lokführer ausgegeben hatten mit der Lok abfuhren und von uns nur durch Zufall
    bemerkt wurden und auch angehalten .Der Unfall in U S A bei Parkbahn hat genug Aufregung bewirkt 1 Todes Kind Ursache in Abklärung aber Tempo gehört dazu
    Bitte schaut genau wer Ihr auf die Lok last dass Auto gebt Ihr auch nicht allen und ein Personenzug ist wie ein Lastwagen oder Reisecar und als Betreiber Besitzer sind Ihr immer in Verantwortung!!Es werden jetzt einige den Hammer heraus hohlen und mich als Blöd bezeichnen ,aber es sind immer die selben die mit Fremden Lok fahren möchten und ich möchte diese Verantwortung nicht übernehmen!!!
    Mit den besten Grüssen Hannibal der dass seit 25 Jahren beobachtet !!!!

    * 1940 † 2017

  • Hallo Hannibal

    Ich muss Dir vollkommen recht geben! Ich selber habe einige Erfahrungen mit grossen Loks und schweren Publikums-Zügen (Bouveret, Münsingen) und ich weiss was es braucht ein Zug sicher über die Strecke zu führen! Ich "Kämpfe" auch immer dafür das unser Hobby kein "Kinderspielzeug" ist! Mit den Fremdfahrern handhabe ich es so, nur wer ich kenne und weis wie er (oder Sie) mit Loks umgeht hatt die Chanche auf meinen Loks zu fahren! Schliesslich ist es ja nicht nur das Problem von unfällen mit Dritpersonen sondern auch die Loks die Kaput gehen können!

    Was mir aber auch auf dem Magen liegt sind teilweise die Dampfbahner selber, die haben teilweise knapp Ahnung wie Ihre Lok funktioniert, aber absolut keine was in gewissen notfällen zu machen ist! Da besteht von mir aus gesehen noch viel Informations und Schulungsbedarf!

    Ich stelle mich auf alle fälle auf die Seite von Hannibal.... Dann könnt ihr gegen uns beide Stimmung machen ;)

    Dampfadi

  • Tach zusammen,

    aus Erfahrung gilt für mich nur noch grundsätzlich: "Ich fahre meins, Du fährst Deins !!"

    Ausnahmen nur zum Einweisen in die Bedienung der Materie in einer kleinen Runde oder zu zweit.

    Gruß Bucki

    • Offizieller Beitrag

    Moin zusammen

    Ich glaube Hannibal muss hier keine Angst haben zu sehr geprügelt zu werden.
    Ich zumindest sehe es ebenso. Meine Lok lasse ich nicht aus den Augen, egal wer fährt. Ich habe zwar auch schon Leute fahren lassen, die gar keine Ahnung hatten, bin aber entweder mitgefahren oder nebenher gelaufen.
    Ich selbst fahre schon ungern mit anderer Leute Autos, da lass ich erst recht die Finger von mir unbekannten Loks.

    Gruß Eric

    Sämtliche verwendeten Rechtschreibfehler gehören allein mir! :D

  • HAllo zusammen,

    ich muss Hannibal auch Rechtgeben. Viele Neulinge denken, wenn ich eine beherrsche , dann beherrsche ich alle. Das dem nicht so ist musste ich auch schon erfahren, obwohl beide Maschinen baugleich sind, hatte jede seine Macken; vor allem in der Kesselspeisung.
    Ich freue mich zwar wenn man mir anbietet mal mit einer anderen Maschine zu fahren, aber dann nur wenn einer mitfährt und ich vorher gründlich eingewiesen wurde. Und eine Einweisung geht nicht nur 5 Minuten!
    Bei unseren Fahrtagen hört mann immer wieder die Sprüche, ha das kann ja nicht schwer sein, das kann ich auch!
    Tatsächlcih hat ein Obermufti mich mal gefragt ob er es mal probieren darf, und spätestens als ich nach seinem Autoschlüssel fagte und er hörte was so eine Lok kostet; da hat er das Weite gesucht!
    War echt lustig auf einmal!

    Gruß
    HD

  • Hallo,

    auch gebe Hannibal weitestgehend recht.

    Allerdings zähle ich zu den jehnigen Lokbesitzern, dessen Lok meistens nicht in meinen Händen unterwegs ist. Bei mir fahren fast ausschließlich Jugendliche zwischen 12 und 18. Ich persönlich bin eher der Schrauber und habe den Spaß am Bau von Modellen.

    Hier hat sich in den letzten Jahren ein kleiner "jugendlicher Freundeskreis" gebildet, die ich an das Modelldampflokfahren, pflegen UND auch an die mechanischen Grundkenntnisse zum Bau solcher Dampfmodelle herangeführt habe. Dazu gehört Mut und manchmal Überwindung, der Schaden bei mangelhafter Aufsicht kann erheblich sein. Aber wie sollen interessierte Jugendliche an das Dampfhobby herangeführt werden, wenn man sie nicht einfach mitmachen und fahren lässt ?

    Daher habe ich viel Zeit und Geduld investiert, ihnen das Handwerk zu vermitteln. So wie es ehemals ein Herr Deuschle bei mir praktiziert hat.
    Allgemein muß man sich von vorne herein im klaren sein, das Jugendliche nicht immer 100%ig zuverlässig sind. Das erreichen der Zuverlässigkeit und damit die sichere Gewissheit, das einer die Lok "im Griff" hat, dauert seine Zeit. Und in dieser Zeit muß man da sein, aufpassen, jede gefahrene Runde Feuer, Wasser und Lok kontrollieren und je nach Zustand Tips geben, wie es besser geht - bzw. einfach mitfahren. Interessanterweise werden die Fähigkeiten "im Team" gegenseitig besser, weil man sich miteinander austauscht. Am allerwichtigsten ist aber, das wenn was nicht so funktioniert wie es soll (sprich einfach kaputt geht) keine Angst davor existiert, das einfach rechtzeitig zu melden.

    Was natürlich ebenfals sehr positive Lerneffekte hinterlassen hat, ist die Möglichkeit bei einem Bekannten auf dem Grundstück mit einer Feldbahndampflok (600mm) trainieren zu können - das waren sehr "prägende" Wochenenden und auch da unter sach- und fachkundiger Anleitung.

    In der Zwischenzeit sind alle richtig gute Lokführer geworden, ich vertraue ihnen (und nicht nur ich) fast blind meine Lokomotive an. Am EDHT hat z.B. Steffen, Jona und Johannes bereits Malu-Züge befördert und das zu 100% zuverlässig. Der pflegliche Umgang mit fremden Lokomotiven hinterlässt den Eindruck bei den Eigentümern, den man sich wünscht - Denn man möchte ja vieleicht mal wieder damit fahren dürfen ;) .

    Es ist auch vollkommen klar, das junge interessierte Leute weder solch eine Lok besitzen, noch das Geld dafür haben. (Es sei den, die Eltern haben es). Aber die jungen interessierten Leute sind die Modellbauer von morgen !

    Also einfach mal jemand fremden fahren lassen - NEIN, aber unter Aufsicht gezielt bei bestehendem Interesse an den Betrieb heranführen - JA!

    Ich denke, das ich da recht gute Erfolge erziehlt habe. Vieleicht schreibt der eine oder andere von Ihnen einmal seine Meinung darüber. Einige von Ihnen sind bereits auf dem Weg zur Kesselwärter-Prüfung auf der Karlsruher Schlossgartenbahn (600mm).

    Gruß Matthias

    Der Antrieb ist der Urtrieb des Menschen -
    Das Spiel mit dem Feuer !

  • Hallo Matthias
    Auch wir haben Junge Lokführer ,aber wir Zeigen und Lernen auch gründlich den Umgang mit den Loks .Erst wenn wir wirklich Vertrauen haben wird mit Zügen gefahren .
    ich halte es als unsere Pflicht den Nachwuchs gründlich Auszubilden ,jeder Alte sorgt für ein jungen Nachwuchs im Hobby.
    Aber es braucht auch Durchhalte Vermögen der Jungen .
    Gruss Hannibal

    * 1940 † 2017

  • Was mich echt interessieren würde ist, den "Auslöser" zu erfahren, der den Hannibal motiviert hat, so ein "heisses Eisen" anzufassen;
    gar einen Thread dazu zu starten :) - meinetwegen auch per Mail [PN geht nicht, weil Postfach voll ;-)].

    Ich vermute, daß es Erfahrungen mit "Beinahe-Gschichtln" gibt;
    von nix kommt nix.

    Daß etwa während des Festls beim Ysebähnli - und dem entsprechenden Publikumsansturm auf dem gesamten Gelände der Anlage - nicht "Unerfahrene rumdösen" dürfen ... ist absolut logisch.
    Überhaupt ist gerade unter solchen Bedingungen nur den "absolut Geübten" das Fahren zu erlauben, WEIL ...
    ... allein schon die Steigung und das Gefälle "vom Allerfeinsten" (für wirklich Geübte ;) !) bzw. ein echter Horror (für die Lok und/oder den Zug [vor allem auch "bremstechnisch"!!!] nicht wirklich 100,0%ig "im GRIFF Habende" sind .. !!!

    Weiß man eigentlich, welche "Befähigungs-Nachweise" der amerikanische Unglückslokführer hatte ?!?
    War das ein "Bahner" oder ein "Zufalls-("Fahr-")Fuzzi" ?!?
    Letzteres wohl kaum - hoffe ich zumindest .....

    Was das "Fremd Fahren" betrifft, schließe ich mich imgrunde den Ausführungen vom "KOLLEGEN(!) (Auch:)Eisenbahner" {"Weichenschlosser" gehören "bei uns" wohl "zum SiDi [SicherungsDienst]" :thumbup: , oder ?} an.
    Auch ich fahre nur mehr - relativ - selten mit "meinen(!)" Lokomotiven.
    Die "P4" wird ja von Jan&Kai betreut - und zumeist auch "bewegt";
    und auf mehr als einer Lok kann ich eh nicht gleichzeitig "Dienst machen".
    Mein "Plan-Lokführer" bei "Fahrten in Österreich" ist der Enkel eines Eisenbahner-Kollegen von mir, der seinerzeit als Fahrdienstleiter noch den DAMPF-Betrieb im Gesäuse und auf der Erzbergbahn (und auch den in "Dampfbahnerkreisen" wohlbekannten "Walter Schörkmayer" noch "Live als Zugführer" (bei der Bahn - NICHT beim Heer :rolleyes: ) erlebt hat.
    Sein Enkerl hat - über seine Mama - offenbar "Opas Eisenbahner-Gene" geerbt - und ist wohl auch "der bessere Lokführer" als sein Opa [der immerhin "nur Fdl" (betriebsdienstlich) war ;) {Jedenfalls hat er mal mit einem schweren Zug am Haken der 56.3115 - "Made by Kargl" - auf einer Steigung Opas Zuruf - "Aufmachen, Mach auf ! " negiert - völlig zurecht übrigens :thumbup: :thumbup: 8) ... !!!}].
    Er - "Thomas der Lokomotivführer" - ist seit seinem ~3 Lebensjahr komplett "eisenbahn-verrückt".
    Und seit einiger Zeit fährt er nun auch meine "kleine DAMPF-Eisenbahn" ... - absolut verlässlich (sowohl "maschinen- als auch Geschwindigkeits-technisch" ... !) !
    Beweis-Foto: Damals als "junger Eisenbahn-FAN" und einige Jahre später am selben Ort {der "Zugbegleiter" im 2.Bild ist der Papa des "jungen Lokführers" .....

    MEINE ersten "Fahr-Erlebnisse" verdanke ich zum einen dem Herrn OSTRA (dem ich zu diesem Zwecke auch mal bis BASEL nachgereist(!) bin ... .) UND - was mich besonders freut, weil (D)ER mich ÜBERHAUPT nicht(!) kannte damals: Dem Charles (jun.!) "Charly" BALL ...
    ... dereinst Anfang der 1980er-Jahre beim DBC-Treffen im Deutschen MUSEUM in MÜNCHEN ... !!!!
    {Der Österreicher Walter Sch. hat mich übrigens NIE - mit seiner heute in "Kd" "gelandeten" "59er" fahren lassen. Der "Meister Wolfgang K." allerdings durchaus :) ... !}

    Der langen Rede kurzer Sinn - wie auch schon der Matthias gesagt hat:
    Für die NACHWUCHS-Förderung ist es total WICHTIG, daß man auch mal "junge INTERESSIERTE Menschen" "an den Regler läßt".
    DASS man - als Lokbesitzer - damit aber auch die Verantwortung trägt ist klar;
    und die kann einem auch niemand nehmen. Daher wird es naturgemäss SINN machen ...
    ... die "AUFSICHTs-Pflichten" keinesfalls(!!!) "zu vernachlässigen" ... !

    Übrigens:
    Vor ein paar Jahren in "Kd" (Interessierte schauen im "Verzeichnis der Betriebsstellen" nach ;( ... .):
    Ich bin mit der "U" unterwegs ... und vor mir am Bedienwagen sitzt meine bisher jüngste "LokführerIN(!!!)".
    Sie geht sogar schon "in die Schule" - das Mädchen.
    Sie macht ihre Sache - selbstverständlich unter Aufsicht - praktisch "mit mir im Rücken" - absolut(!) SEHR(!) gut !
    Zur GLEICHEN Zeit - am selben Ort ... :
    "Meister K." hat einen männlichen Akademiker(!) an den Regler der damals noch ihm gehörenden "P4" gelassen.
    Fazit: Die Zuschauer haben sich ... ob der Bedienung der Maschine "auf der Schnellzugslok" ... schier an den Kopf gegriffen ... !
    {Die Treibräder der Lok haben bestimmt ~20mal soviele "Meter gemacht" ... als dem Fahrweg des Tenders ... MIT DEM AKADEMIKER(!) DRAUF :cursing: ... entsprochen hat !!!!!!!!!!!!!!!
    Fazit:
    Das ALTER des fahrenden Personals ist NICHT "das Kriterium" (und der "akademische Grad" und das Geschlecht auch nicht ... ) !

    Der langen Rede kurzer Sinn:
    Lasst durchaus auch mal INTERESSIERTE "Neulinge" "ran" ...
    ... UND übernehmt die VERANTWORTUNG dafür !
    Und: Schaut euch natürlich diese "Aspiranten" gut an zuvor ;) !
    Ein (junger) Teenager ["19" - und Führerscheinbesitzer - wär ja auch noch einer :P !] männlichen Geschlechts der frug:
    "Wie schnell geht denn die ?"
    und
    "Wo ist denn da das Gas (oder "die Hupe") ?"
    HATTE -und HAT(!!!!) - "bei MIR" ...
    ... exakt genau "KEINE(!) Chance" "dran zu Kommen" :love: .....

    PS.:
    HD's Ansatz find ich auch süss :D :
    "Heh Mann, gibste mir denn auch gleich Deinen Auto-Schlüssel ?!?
    Dein Schlitten hat bestimmt kaum mehr gekostet als meine "ZIMMERMANN"
    "! :rolleyes: :thumbup: :thumbup: .....

    :love: ... Gerald "GeGa" Buschan - der DAMPF-Bahn-Freak & ZENSUR-Allergiker ... !
    Orthographie: Ned imma frei erfundn & Ähnlichkeitn mit div. Regeln daher unvameidbar!
    Ceterum censeo: Das LEBEN ist schöööön - grundsätzlich !!!

    4 Mal editiert, zuletzt von GeGa_DampfBahnFreak (29. April 2011 um 19:27) aus folgendem Grund: tipppvella .....