Einsteigerfragen zum Bau einer kleinen Lok(Riehlein)

  • Moin Patrick,

    die Ratschläge sind ja recht vielfältig, ob sie Dir aber helfen - ich wage das zu bezweifeln, zumal Du wohl mal erwähnt hast, dass andere Leute deutlich ruhigere Hände haben.
    Da Peter seine Hilfe angeboten hat, solltest Du die annehmen - dadurch könntest Du Fehlschläge vermeiden und wüsstest für die nächste Unternehmung, wie es erfolgreich zu erledigen ist.

    Die am wenigsten stressige Variante ist ein guter Schiebesitz der Bauteile und das anschließende Verkleben mit LOCKTITE. Richtig gemacht ist das dann nur mit roher Gewalt und Zerstörung wieder zu trennen.

    Grüße Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Hallo Leute,

    danke für die Infos.

    Ich frage mal in unseren Werkstätten vor Ort,ob die die Radscheiben aufpressen können
    was laut Heinz-Dieter ebenfalls möglich sein soll.

    Ansonsten plane ich den Ablauf damit es fix geht und dann probiere ich es einfach mal aus,
    denn "Versuch macht kluch (Klug)"

    Aber vorher nehme ich das Gesprächsangebot von Peter Wanschura an.

    Gruß

    Patrick

  • Hallo Patrick,

    wenn Dir das mit dem aufpressen im wahrsten Sinn des Wortes zu heiss ist:
    in letzter Zeit habe ich die Bohrungen so weit gemacht, dass sie sich per Hand gerade noch ca. 1/3 aufschieben lassen. Dann mit Metallkleber versehen und aufpressen (ggf. mit Rohrstück/Stecknuss und Holzhammer). Bis jetzt hat sich noch kein Rad gelöst....

    Vorher habe ich es auch warm gemacht und mit Eigenbau-12,5-to-Hydraulikpresse gepresst. War die Passung nicht 100%ig oder ich zu langsam, gab es schon mal krumme Achsen....

    Viele Grüße,
    Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn

  • Hallo Patrick,
    ich habe die Achsen für meine beiden Wagons auch von Hans-Dieter. Die Achse/Rad Passung war bei mir sehr genau.
    Ich weiß nicht ob ich zu blauäugig war oder keine Ahnung habe wie man Achsen fachgerecht zusammenfügt.
    Aber ich habe die Radscheiben einfach im Schraubstock unter zuhilfenahme einer passenden Stecknuß wie Winfried schreibt aufgepresst.
    Ich gebe zu das mein Schraubstock 200mm das Maul aufreißen kann und von der etwas stabileren Sorte ist.
    Es ging aber butterweich und hält auch ohne Metallkleber. Meine Achsen sind natürlich auch nicht zum Antrieb gedacht.
    Viele Grüße
    Frank

    Praxis ist was theoretisch nicht funktioniert.

  • Hallo Patrick
     Mach es so wie es Dietrich, Winfried oder wie es Frank beschrieben hat.
     Wenn beide Teile, Achse und Rad von Hans-Dieter sind, würde ich Franks Aussage vertrauen.
     Ich würde jetzt folgendermaßen vorgehen.
     Das Ritzel an der richtigen Stelle platzieren und mit einem Ø 3 – 5 mm harten Stift fixieren.
     Bitte auch beim Stift (harter geschliffener Passungs Stift) die Toleranz beachten. Siehe Tabellenbuch Metall, egal welches Alter. (Flohmarkt)
     Das Ritzel sollte, wenn möglich, nur mit Mühe, “geringstes Spiel“ geringste Gleitpassung
     auf die Welle /Achse aufgeschoben werden können.
     Bitte beide Teile, absolut sauber mit einem Tuch reinigen.!!! (gilt auch für die weiteren Vorgänge)
     Wenn sich beide Teile unterwegs „Fressen“ hasst Du die Arschkarte.
     Bitte beide Teile mit Fett einschmieren.“(gilt natürlich nur für das Zahnrad, NICHT für die Radscheibe)“
     Räder, Achse:
     Mach es so wie Frank.
     Wenn es in der Praxis, im harten Fahrbetrieb Mängel an den Achsen gibt, (ständige Kontrolle)
     Auf den Praxis Hinweis von Dietrich, und Winfried zurückgreifen.
     Hättest Du mich heute Nachmittag angerufen, hätte ich Dir das kleben empfohlen.
     Aber der Kommentar von Frank macht Sinn.
     Ich würde Dir von der Backofen / Tiefkühltruhe Methode abraten.
     Du brauchst mich nicht mehr wegen dem Schrumpf Thema anrufen.
     Würde mich aber trotzdem über Deinen Anruf freuen.
     Liebe Grüße Peter

    † 21.11.2017

  • Hallo zusammen,

    danke nochmal für die zahleichen Infos und Tipps, die helfen mir wirklich weiter.

    Ich plane schon am Bedienwagen bist ich alle Teile für die Antriebsachsen zusammenenhabe,
    also der Bedienwagen soll eine Feldbahnlore bzw. Disconnect ala Waldbahner werden, der
    mir freundlicherweise seine Pläne zur Verfügung gestellt hatte.

    Der Fahrregler der Lok hat zwar eine elektronische Bremsfunktion, aber mit einer zusätzlichen
    Bremse am Bedienwagen würde ich mich sicherer fühlen.

    Ich habe mir hier im Forum schon einiges angesehen und für meinen Bedienwagen hätte ich gerne eine
    Spindelbremse, allerdings ist mir der Übergang zwischen senkrechter Bremsspindel und waagerechten
    Bremsgestänge noch schleierhaft und ein passendes Bild habe ich auch bei längerer Suche nicht gefunden.

    Wäre jemand so nett und könnte mein fehlendes Wissen ergänzen, evtl. mit einer Prinzipskizze?

    Gruß

    Patrick

  • Hallo Patrick
    Spindelbremse ,die Betätigung dauert halt ihre Zeit,als Feststellbremse sicherlich in Ordnung .
    Für Schnellbremser denk mal an eine Fahradbremse mit Drahtseilbetätigung ,als "Bremshebel " alter Kettenschaltungshebel.
    Einfache effe Felgenbremsklötzchen von innen an die Radscheiben ( habe ich bei mir an zwei Wägen an jeweils einer Achse realisiert )
    Ausführung kannst Du hier in diversen Projekten finden.

    Grüße
    Bärni

    Ich lebe zum ersten Mal ; wie soll da alles auf Anhieb klappen ???

  • Moin Patrick,

    da Bilder mehr sagen, als noch so viele gute Beschreibungen hier mal eine Skizze, wie so etwas im Prinzip aussieht (nach Hinrich).
    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Die Spindel wird übrigens oben und unten in Lagern geführt und von der Spindelmutter geht dann die meist geteilteZugstange zum Umlenkhebel (gleichseitiges Dreieck).

    Wie so etwas am Modell ausgeführt wird, kannst Du unter anderen in dem Baubericht von Jonas zu seinen HoKaKi nachlesen und nachschauen, auch im MERCEDES-Wagen-Trööt ist eine Beschreibung samt Bildern drin.

    Wie von den Vorrednern bereits geschrieben, ist die als Betriebsbremse eher weniger geeignet. Da solltest Du eine andere Lösung mit einem möglichst langen Handhebel wählen. Dadurch ist der Betätigungsweg länger und Du kannst die Bremswirkung besser dosieren - Du hast es besser "in der Hand". Ganz wichtig - bei Bremsen geht Funktionalität über Maßstabstreue, weil - wenn Du wegen Unaufmerksamkeit, weil Du "fummeln" musst oder aus irgend einem anderen Grund irgendwo "rauframmelst" ist das zumindest ärgerlich und kann auch schnell mal Schäden im k€-Bereich und böse Personenschäden verursachen.

    Man kann es auch noch drastischer formulieren "Keine Betriebsbremse - kein Fahren auf Anlagen" - das gilt für alle Triebfahrzeuge.

    Grüße Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Dampfspieler (24. April 2012 um 16:46)

  • Hallo miteinander,

    danke für die tollen Tipps!

    Also der Reihe nach: Peter, sorry das ich noch nicht auf deine Mail geantwortet habe (Asche auf mein Haupt) hole ich aber nach.

    @ Bärni und Dietrich: Ihr habt natürlich Recht was die Betriebsbremse angeht, kann ich die vereinfacht ausgedrückt so bauen wie früher
    an meinem Kettcar? Also Hebel ziehen, Bremsklötze bremsen Achse und der Bock steht. Ich will keinesfalls einen Hobbykollegen schädigen,
    einen Dackel überfahren oder der schlimmste aller Fälle einem Menschen Schaden zufügen.

    Die Spindelbremse kann ich immer noch bauen, als Feststellbremse beim abgestellten Zug.

    Heute habe ich die ersten beiden Achsen für den Bedienwagen zusammengebaut und die Schrumpfmethode mit Backofen und Froster
    auszuprobieren, Stecknuss und Hammer bereitgelegt und Achse winklig in den Schraubstock gespannt und was soll ich sagen, es
    ging besser als erwartet, aber seht selbst.

    Gruß

    Patrick

  • Moin Patrick,

    wie iich das sehe, willst Du die Bremsschuhe "direkt" betätigen, oder? Da brauchst Du aber ein super feinfühliges Händchen.

    Beim Radstand gebe ich zu bedenken, dass der doch "arg kurz" ist, was modelltechnisch wohl vorbildgerecht, fahrtechnisch aber etwas anspruchsvoll ist, weil Du wirklich und immer in der Mitte sitzen musst und das Vorbeugen des Oberkörpers beispielsweise durch das Zurückschieben eines anderen ;) ;) ;) ausgleichen musst.
    Das "blöde Spiel" mit der Biergartenbank und dem ganz außen Sitzenden kennst Du doch, oder?

    Wenn Du den Achsstand auf 30 oder 35 cm vergrößerst, wirst Du kaum Probleme mit der Längsstabilität des Bedienwagens haben, es wird aber etwas weniger "vorbildgerecht" aussehen. Wobei im Falle der Sicherheit und Zuverlässigkeit Funktionalität vor Vorbildtreue gehen sollte.

    Grüße Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Patrik und Dietrich,

    ich habe bei meinen Plateauwagen, die ich auch als Sitzwagen verwende, ebenfalls einen Achstand von 170mm. Es ist ganz klar so, wie Dietrich gesagt hat, dass man immer brav in der Mitte Sitzen muss. Will man nur auf einem solchen Wagen sitzen ist es gar nicht so leicht Po und Beine unterzugringen, ohne dabei erstmal zu entgleisen. Wenn du zwei solcher Wagen baust ( Einer für Po und einer für Füße) ist das Ganze schon einfacher.

    Ich kann mich also nur Dietrich anschließen, dass eine Achsstand von 170mm etwas klein ist. Aber bei einer Wagenlänge von 470mm reicht auch schon ein Achsstand von 250mm, um "unfallfrei zu sitzen" :thumbup:

    Teste es doch einfach mal mit einem entsprechem Brett und Holzleisten drunter, ab welchem Abstand die Gefahr des Kippens entfällt.

    liebe Grüße
    Jonas

  • Hallo Dietrich, hallo Jonas,

    danke für die Unterstützung.

    Okay, dann zurück ans Zeichenbrett, allerdings spiele ich mit dem Gedanken das Gerät zweimal zu bauen und das Ganze wie einen Feldbahn Vierachser zu bauen.
    Wäre dann der Achstand o.k.?

    Was die Bremse angeht, so herrscht in meinem Oberstübchen gähnende Leere!!!

    Gruß

    Patrick

    • Offizieller Beitrag

    Hi,
    also wenn du zwei machst und diese als ""Drehgestelle"" nutzt sieht das natürlich wieder ganz anders aus. Ich habe meine zwei alten Loren auch so verwendet. "Einfach" Brett drüber und fertig ist der Sitzwagen.
    Ich hab hier auch grad noch ein Bild davon...

    ((Ist zwar schon etwas älter aber der Wagen is drauf))

    lg Jonas

  • Hallo Patrick
    Wir beide haben das gleiche Bremsproblem.!!!
    Ich habe mich für folgendes entschieden.
    Ich möchte einerseits Vorbildgenrecht meine Lok mit Spindelbremse bauen, aber auch keinen Dackel überfahren.
    Modelltreue ist eine Sache. Sicherheit eine andere.
    Ich werde die Lok Vorbildgerecht erstellen, mich aber „Nicht“ auf die Spindelbremse ( Spielzeug Bremse) vertrauen.
    Fuß Bremse scheidet auch aus.!!!
    Eine Mechanische Bremse, des Bedienwagens, die auf die Räder wirkt, scheidet auch aus.!!! "das Ggeteil von Schleudern"

    Zu geringe Bremswirkung der Auflage Fläche Rad Schiene
    Mein Bedienwagen wird eine direkte Hand oder Fußbremse zum Gleis bekommen, welcher Bauart auch immer bekommen. Emergency
    Die Krorrsche Luftdruck Länderbahn Bremse ist sinnvoll aber noch in weiter Ferne.
    Grüße Peter

    † 21.11.2017

  • Hallo Freunde und Bremser,

    wenn ihr noch ein klein wenig Geduld habt (so ca. zwei Wochen - bin die nächsten anderthalb Wochen mehr unterwegs als zu Hause) liefere ich euch (m)einen ausführlichen Baubericht der Feldbahn-Spindelbremse auf beide Achsen inkl. zugehörigem Bedienwagen.
    Will ich alternativ auch als Fußbremse verwenden, hier dauert die Umsetzung aber noch einige Tage länger.
    Erfahrungsbericht von meinem Kesselwagen: mit 2-3 Kurbelumdrehungen blockieren die Räder. Bei der Feldbahnlore sieht es von der Übersetzung her vergleichbar aus. Mir fehlt derzeit nur noch das Material für die Bremsbacken (wird aber erst übernächste Woche bestellt).

    Viele Grüße
    Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn

  • Hallo zusammen,

    ich war mal wieder am Zeichenbrett und habe den Achstand auf 240mm vergrößert.
    Damit müsste der Bedienwagen sicherer auf den Gleisen stehen.

    Dem Bremsenproblem rücke ich an einem der nächsten Fahrtage in Bischofsheim oder Gustavsburg
    mit Fragen bei den Kollegen und meinem Fotoapparat zu Leibe.

    Vielleicht finde ich dabei die für mich passende Lösung.


    Gruß

    Patrick