Princess of Wales

  • Hier nur nochmal die Crampton-Lok Princess of Wales, speziell für Erwin Nieuwenhuis, as de beleefd.

    Die Prinzessin wurde von Klubfreund Keith gebaut, nicht ganz komplett, denn sein "Grundstock" war ein halbfertiges Fahrgestell, welches sich in einem Schrott-Container fand. Keith hat die Lok beeendet und Klubfreund Peter hat dann noch den Tender dazu gebaut.

    Die Prinzessin ist also so eine Variante mit doppelten Rahmenwangen auf jeder Seite, wo das große Treibrad in dem Sandwich gelagert ist

    Der große Treibradsatz erzwingt einen recht schmalen Kessel!

    im Profil

    Beim Modell und auch beim Original gibt es die Besonderheit, daß sich die Flachschieber des Treibwerkes UNTER den Zylindern befinden. Beim Anfahren mußte / muß der Dampf die Flachschieber erst nach oben gegen den Zylinderspiegel drücken. Dazu mußte man den Regler zügig öffnen, und prompt drehte die Treibachse durch. Das Modell hat die gleiche Eigentümlichkeit wie das Vorbild!

    Damit man den Regler noch bequem bedienen kann hat Peter einen langen Handgriff spendiert.

    Tender mit den Insignien der Midland Railway. Die kleinen Platten mit den Herstellerdaten vorne unter der Rauchkammer sind während der Schau irgendwie 'abhanden' gekommen.

  • Johannes, danke für die bilder dieses wonderschönen lokomotive.
    Die federung der haubtachse sieht sehr schön aus.
    Die lok muss ein sehr gute 'lauf' besitzen mit diese doppel ausgefuhrte lagerung.

    Ein bild der Hollandische 1700 habe ich dabei, diese lokomotive besitzt auch diese doppel rahmen.
    Es ist ein seltenes farbbild wo die lok in eine ihres letztes einsatz jahren ausgebildet ist, ohne schorstein-ringe und lackierte stahl-dampfdom.
    Das zweite bild ist ein modell der 1700, ist leider nicht fertig gebaut da die bauer leider zu fruh gestorben ist.

    Herzlichen grusse, Erwin

  • Hallo Heinrich,
    vor mir liegt ein Band der Zeitschrift "Great Trains, Sequel to History of Railways". Aus dem Artikel dort "Britisch Single Drivers" stammt das Foto der Lok mit dem 9ft Treibrad.
    Dort wird zwischen den Bauarten Patentee, Crewe, Jenny Lind, Bloomer, Ramsbottom, Stirling und Crampton kein grundsätzlicher Unterschied gemacht.
    "Princess of Wales" sollte man idT aber eher als eine Stirling Single bezeichnen, weil bei der Bauart Crampton keine Achse mehr hinter der Treibachse folgt.
    Die Bezeichnungen gehen etwas durcheinander, weil Mr. Crampton auch eine Lok ("Cornwall") konstruiert und patentiert hatte, die noch eine Achse mehr hinter der Treibachse hatte. Diese Lok wurde allerding fix aufgegeben, weil sie ein totaler Fehlschlag war, da der Kessel UNTER der Treibachse angebracht war. Sein nächster Ansatz hatte dann die Achsfolge, die man heute gemeinhin als die Bauart Crampton bezeichnet. Diese Loks wurden lange Zeit auf dem Europäischen Kontinent benutzt.

  • Moin Johannes,

    die kannte ich noch nicht. Allerdings habe ich ein Bild einer ähnlichen Lok gesehen, bei der die Treibachse DURCH den Kessel geführt wurde. Ob sie es jemals vom Reissbrett auf die Gleise geschafft hat, kann ich leider nicht sagen.
    Hast Du da mehr Info?

    Viele Grüße

    Holger

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  • Crampton hatte bei der Konstruktion dieser Longboiler-Maschinen das aus heutiger Sicht unsinnige Bestreben, den Schwerpunkt und damit die Kessellage möglichst tief zu legen. Der einzig vernünftige Weg dahin war, die Treibachse noch hinter den Stehkessel zu verlegen, deswegen gab es aus Platzgründen bei solchen Konstruktionen auch keine Kuppelachsen mehr. Je nach Gewicht gab es dann Maschinen mit zwei oder drei vor der Treibachse liegenden Achsen (KEINE Drehgestelle). Das sich daraus ergebende meist sehr elegante Bild (siehe die Crampton Nr.80 in Mülhausen) solcher Lokomotiven wird jetzt normalerweise mit dem Brgriff "Crampton" verbunden.
    Heinrich

    Der liebe Gott gab uns die Zeit
    (von der Eile hat er nichts gesagt!)