Vorstellung: Meine Neue...

  • ... schon
    lange bin ich Leser in diesem oftmals interessanten Forum, jetzt wird es
    langsam Zeit etwas zurück zu geben und einen guten Grund
    dazu habe ich
    schließlich auch...

    Dank neuzeitlicher Möglichkeiten wie der solidenKonstruktion mittels CAD, der Möglichkeiten der Steuerungssimulationen am PC sowie des Wasserstrahlschneidens, ist sie nach nur 2-jähriger Bauzeit nun fertig geworden -meine Neue-

  • Herzlich Willkommen!

    Ein sehr schönes Modell hast du gebaut.

    Interessant finde ich, wie du die Räder gebaut hast.
    Ausschneiden und die Kanten der Speichen abrunden - fertig!

    Könntest du uns bitte noch mehr Bilder vom Bau der Lok zeigen? (falls vorhanden)

    Viele Grüße
    Dirk

    M.A. Verick:
    Die gefährlichsten Massenvernichtungswaffen sind die Massenmedien. Denn sie zerstören den Geist, die Kreativität und den Mut der Menschen, und ersetzen diese mit Angst, Misstrauen, Schuld und Selbstzweifel.

  • Hallo Gerhard,

    Herzlich willkommen.
    Also ich bin absolut begeistert von Deiner Länderbahnlok. Sehr schöne und saubere Arbeit. Ich hatte vor ein Paar Tagen erst ein Foto des Vorbildes gesehen. Spitze umgesetzt.

    Beste Grüße,

    Marco

  • Herzlich Willkommen!

    Ein sehr schönes Modell hast du gebaut.

    Interessant finde ich, wie du die Räder gebaut hast.
    Ausschneiden und die Kanten der Speichen abrunden - fertig!

    Könntest du uns bitte noch mehr Bilder vom Bau der Lok zeigen? (falls vorhanden)

    Viele Grüße
    Dirk

    ...also gar so flott geht's doch nicht von der Hand. Nach dem Abrunden der Speichen (mit dem Geradschleifer, das ist der mit den 30 000 Touren) wird mal genau auf Aussen-Ø gedeht, danach die Radreifen im Innen-Ø 1/10mm kleiner und dann warn mit ca 220°C aufgeschrumpft -so wie sich das gehört. Danach die Bohrungen für Kuppelzapfen mittels Vorrichtung, daß sie absolut gleich werden eingebracht, anschließend werden die Gegengewichtsicheln mit zwei Senknieten fixiert. Kuppelzapfen gedreht und eingepasst. -Fertig!

    Herzlich Willkommen!

    Ein sehr schönes Modell hast du gebaut.

    Interessant finde ich, wie du die Räder gebaut hast.
    Ausschneiden und die Kanten der Speichen abrunden - fertig!

    Könntest du uns bitte noch mehr Bilder vom Bau der Lok zeigen? (falls vorhanden)

    Viele Grüße
    Dirk

  • Hallo Gerhard,

    Danke für die Bilder!
    Das "Fertig" bezog sich mehr auf den Radstern selber, da die Herstellung eines
    gegossenen Radsterns sicher aufwendiger ist, so ist der Wasserstrahl geschnittene
    Radstern sicher eine Alternative.

    Viele Grüße
    Dirk

    M.A. Verick:
    Die gefährlichsten Massenvernichtungswaffen sind die Massenmedien. Denn sie zerstören den Geist, die Kreativität und den Mut der Menschen, und ersetzen diese mit Angst, Misstrauen, Schuld und Selbstzweifel.

  • Hallo Gerhard,

    herzlichen Glückwunsch zu deiner Lok.

    Ich habe eine Frage zu deiner Bildergeschichte "Herstellung der Räder".
    Im mittleren Bild liegt das Rad zum Bohren in deiner Vorrichtung. Der Abstand Mittelpunkt Radstern zum Kuppelzapfen ist durch die Position des Fräsers vorgegeben. Aber wie hast du die Position am Umfang bestimmt und bei allen Rädern gleich bekommen?

    Gruß Matthias

  • Hallo Matthias,
    ...die (Vor)-Bohrung mache zum Schluss mit dem Fräser fertig. Ein Bohrer kann u.U. verlaufen, ein Fräser ist stabiler. Der Durchmesser spielt keine große Rolle, werden doch die Kuppelzapfen erst danach mit leichtem Schiebesitz, gerade so daß auch noch etwas loctite mit Platz findet, angefertigt. Wo genau, -das geht Faust mal Phi eben so in der Mitte der Verstärkung zwischen den Speichen. Wichtig ist der Abstand zum Achsmittelpunkt, nämlich 1/2 Hub der Dampfmaschine und alle gleich, deshalb die Lehre.
    Jetzt kommt der Punkt den du wahrscheinlich meinst, die beiden Treibzapfen der Achse 90° zueinander versetzen. Ein Rad wird schon mal festgeklebt, nach dem Aushärten nehme ich einen Dorn mit dem gleichen Durchmesser wie der Treibzapfen hat, spanne diesen in's Backenfutter, im Reitstock das selbe nochmal. An der Backenfutterseite einen Winkel stellen, und jetzt mit Gefühl auf Anschlag drehen, beide Zapfen stehen dann senkrecht übereinander. Auf der Gegenseite wird ein Distanzstück das der Spitzenhöhe des Reitstock's minus 1/2 Kuppelzapfen-Ø entspricht, gestellt. Jetz auch diesen mit Gefühl drehen bis er aufsitzt. -beide Zapfen waagrecht. Das Distanzstück ist unbedingt beidseitig mit dem Zentierbohrer anzubohten damit auf keinen Fall ein "Butzen" stehen bleibt. Der genaue
    Winkel von 90° ist dabei überhaupt nicht sooo wichtig, nur alle Achsen müssen gleich sein! "Bei Vorwärtsgang der Maschine läuft die rechte Maschinenseite der Linken um 90° voraus"! So sagt das Lehrbuch.
    Gruß Gerhard

  • Hallo Mathias und alle Anderen

    die Methode zur Bohrung der Hubzapfen Aufnahme mittels Lehre und Fräser ist nicht sehr exakt.
    Die Toleranz ist ausserdem nicht nur der Abstand zur Mitte, sondern auch das die Bohrung nicht rund und etwas in Richtung Langloch gerät, abhängig von der Stabilität und Präzision der Maschine.
    Dabei kommt natürlich die meist einfache Ausstattung unserer Keller mit eher unterdimensionierten Fräsmaschinen erschwerend hinzu.

    Wir reden hier über Fehler im Bereich von bis zu einigen Zehntel mm.
    Das macht beim B-Kuppler nichts aus. Bei C-gekuppelten Maschinen gibt es damit aber schon Probleme:
    Ist die Bohrlehre beim sechsten Rad noch genau so exakt wie beim Ersten?
    Habe ich alle Räder perfekt rechtwinklig und gleich eingespannt?
    Die Fehler multiplitzieren sich mit jedem Rad !

    Bei eine D-gekuppelten Maschine ist der Unterschied zwischen Minimum und Maximalwert des Hubs bei dieser Methode so gross, das das Triebwerk klemmt. Es lässt sich bei eingehängten Kuppelstangen nicht mehr durchdrehen.
    Das kann natürlich auch schon bei weniger gekuppelten Antriebsachsen passieren, wenn die Maschine beim Fräsen ausweicht, eigenes Spiel hat oder der Bediener einmal nicht aufpasst!
    Der Fehler, der sich dann einstellt ist entweder ein ausgeschlagenes Gestänge, das während der Fahrt klappert oder ein lockeres Rad auf der Achse, weil sich Fehler im Hubzapfen und im Auswinkeln addieren können.
    Beides sind Fehler, die uns bekannt vorkommen weil bei den grossen Veranstaltungen mehr als eine Lok durch laute mechanische Geräusche während der Fahrt auffällt.

    Die Methode, die viel genauer ist, geht so:

    Auf der Planscheibe der Drehbank wird eine Aufnahme für die Achsbohrung der Räder spielfrei im Abstand des Hubs von der Mitte aufgeschraubt.
    Die Räder dürfen sich nur schwer aufschieben lassen!!! und werden mit Spannschrauben so fixiert, das die Bohrung für den Hubzapfen leicht mit Bohrer und Innendrehstahl im Drehzentrum der Drehmaschine auzuführen ist. Auch eine geriebene Bohrung ist kein Problem, da sich mit dem Drehstahl jeder beliebige Lochdurchmesser anfertigen lässt, perfekt und exakt Rund.
    Ein weiterer Vorteil ist, das sich dabei auch noch Jahre später ein exakt passendes Rad leicht und zuverlässig anfertigen lässt.

    Die Präzision des Abstandes von der Achsbohrung mit dieser Methode ist im Bereich des Rundlaufs der Drehmaschine, meist etwa wenige Hundertstel und damit etwa eine Zehnerpotenz genauer als auf der Fräsmaschine.

    mfg

    Thomas

  • Hallo Thomas und weitere Interessierte,

    viele Wege führen nach Rom, oder ...es gibt viele Möglichkeiten die Kuppelzapfenlöcher präzise zu verbohren. Sicherlich ist deine auch eine Akzeptable und sehr Genaue. Der Grund warum ich mich für die mit der Fräsmaschine entschieden habe ist der, daß meine Drehbank zu klein ist und ich befürchte daß die Unwucht zu groß wird. Meine Fräsmaschine ist da stabiler und ich hatte mit zwei früheren Loks (3-Kuppler) auch keine Probleme. Man darf nicht unterschätzen daß Ungenauigkeiten von wenigen Hundersteln schon zum Klemmen des Triebwerkes führen, wenn, und das ist Vorraussetung die Achslger und deren Ausschnitte im Rahmen auch mit hoher Präzision gefertigt wurden.

    Gruß Gerhard

  • Hallo Gerhard,

    zunächst meine Hochachtung vor Deiner Arbeit!!

    Zufällig habe ich die gleiche Drehbank wie Du und auch die Kurbelbohrungen meiner Lokräder (Laufkreis-Durchmesser 170 mm) auf dieser gebohrt.

    Aus meiner vor-Fräsen-Zeit habe ich noch einen Frästisch, der auf den Support montiert wird. Auf diesen habe ich eine mit Deiner vergleichbare Spannvorrichtung geschraubt, die Höhe ausgerichtet und alle Achsen bis auf den Längsvorschub geklemmt. Dadurch konnte ich zum bohren den automatischen Längsvorschub der Drehe nutzen. Die Kurbelbohrungen habe ich dann zunächst stufenweise aufgebohrt, mit dem Dreh- und Ausbohrkopf der Fräse auf 1/10 Untermaß gebracht und dann gerieben.

    Der Beweis der Genauigkeit steht allerdings noch aus, da die Kuppelstangen noch der Herstellung harren…..

    Etwas anderes würde mich noch interessieren: wie hast Du die Abdichtung der Zylinder-Einzelteile vorgenommen? Gelötet?

    Viele Grüße vom Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn

  • Hallo Winfried und andere Interessierte,

    ...war da mal ein paar Tage weg, deshalb die späte Antwort!
    Ich habe meine Zylinder hartgelötet und das schon zum zweiten mal, nein nicht die Selben sonder weil es sich bewährt hat auch die für die neue Lok. Zu meinem Erstaunen ging das recht gut, nein problemlos. Hartlot mit einem Schmelzpunkt von 710°C, alle Teile zusammengesteckt und mittels Gewindestange fixiert, gut in Schamottsteine eigebettet und das Ganze mit mittlerem Brenner, einen Großen habe ich nämlich nicht.
    Wichtig in diesem Zusammenhang die Gewindeanschlüsse unbedingt aus Sechskantmaterial damit man beim Verschrauben der Rohre einen Konterschlüssel ansetzen kann und diese ordentlich dicht bekommt.
    Gruß Gerhard