Einstiegsprojekt: Riehlein-Lok

  • Hallo!

    nachdem mit unsrer Gmeinder an dem letzten Fahrtag in Karlsruhe alles super geklappt hat (auch mit Matthias' Steuerung), und es mir so viel Spaß machte, entschloss ich mich dazu, meine eigene Lok zu bauen. Ich denke das die Riehlein-Lok für den Anfang, ohne viel Wekzeug- und Maschienen zu besitzen, ein guter Anfang ist. So ging ich gleich am Tag darauf in den Baumarkt und besorgte mir das Holz für den Rahmen . Da ich schon länger überlege diese Lok zu bauen, bekam ich schon vor ca. 1 Jahr die Bleche für die Aufbauten von einem Bekannten geschenkt. Leider hatte ich damals nie wirklich "die Kurve" gegrigt um mehr zu machen als die Bohrungen an dem Blech (was mir jetzt die Arbeit erschwehrt da ich es damals wohl nicht so genau mit der genauichkeit nahm :whistling: ) aber auch das funktioniert einigermaßen. Den Antrieb werde ich der einfachheit halber in einen Wagen einbauen (vieleicht in den nächsten Ferien). Im moment habe ich die 4 Rahmenteile zusammengeschraubt und das Führerhaus zusammengeschraubt, für die Ausschnitte besorge ich mir noch einen größeren Bohrer und ich denke ich werde die Ausschnitte mit der Laubsäge sägen. Das hat mit der Dachwölbung auch sehr gut funktioniert. Was haltet ihr davon wenn ich anstatt der Winkel für die Dachbefestigung zu Löten, ich sie einfach aus Kunststoff nehme, einschneide und dann mit einem Heißluftföhn zusammenschmelze?


    Als Puffer haben wir noch 2 Stück von unsrer Gmeinder übrig, diese werde ich warscheinlich dann für meine Lok verwenden.
    Den Rahmen habe ich aus 18mm starkem Sperrholz gemacht, ich denke das ist stabil genug.
    Mit den Lagern muss ich mir noch etwas überlegen da im Plan der Achsendurchmesser 8mm beträgt und alle zum Kaufen 12m haben oder habe ich das falsch verstanden?

    Hier habe ich noch ein paar Bilder gemacht:

    Ich freue mich auf Tipps, Tricks, Kritik...

    Grüße Marvin.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Marvin, ich finde dein Projekt echt spitze...

    Ich finde es gut, dass du dich mit 14 Jahren schon an den Bau einer solchen Lok wagst. Teile der Motorhaube nicht verschrauben, sonder verdübeln und verleimen. So sieht man von außen keinerlei störene Schrauben. Außerdem kannst du kleine Macken oder Unebenheiten mit Holzspachtel überspachteln. Ich habe mich nicht gewagt meine Achsen an den Holzrahmen festzuschrauben, da man bedenken muss welche enormen Kräfte beim überfahren einer Weiche entstehen, über die Kräfte bei einer Entgleisung muss man da gar nicht sprechen. Ich würde auf jeden Fall die vordere und hintere Pufferplatten unten mit Metallschienen, als Entgleisungsschutz, versehen. Beim lackieren musst du wahrscheinlich noch viel Gedult haben, da ich aus eigenen Vesuchen feststellen musste, dass man minimum 4 Schichten auftrgen muss, um eine einigermaßen glänsende/metallische Oberfläche hinzubekommen. Nur noch so ein kleiner Ansporn was man aus Holz alles machen kann:->

    Viel Spaß beim Weiterbau

    Gruß Jonas

  • Hallo Jonas,
    ich dachte eigentlich das ich wie in dem Plan die Motorhaube mit Winkeln auf das große Blech schraube, das ich vorhatte mir Rampe Muffen zu befestigen. Angst wegen der Lager hatte ich eigentlich nicht, da 1,8cm doch sehr stabil ist und mann oft Wagen sieht bei denen auch nur alles an dem Holz befestigt ist. Ich wärde mir deinen Vorschlag aber auf jeden Fall überlegen. Die Schrauben an dem Ramen werden noch gegen 6kant ausgetauscht,der Baumarkt hatte nur gerade keine.

    Gruß Marvin

  • Hallo Marvin,

    freut mich, wieder mal von Dir zu hören bzw. lesen!! Und dann gleich mit einer eigenen Lok. Toll!!
    Bei unseren 5-Zoll-Modellen (inkl. der Gmeinder) haben wir Kugellager für Achsdurchmesser 8 mm verwendet. Die gibt es für Rollerblades etc. für wenige EURONEN in der großen Bucht in der Großpackung (ab 10 Stück).
    Und zum Thema Holz verschrauben: wir haben die Bohrungen großzügig angesenkt und dann Spanplattenschrauben verwendet. Wenn innen Metallteile anzuschrauben waren: Senkkopf-Gewindeschrauben. Danach mit Feinspachtel aus dem Kfz-Zubehör im Baumarkt darüber, geschliffen, teilweise nachgespachtelt, nochmals geschliffen, mit dem Pinsel mehrfach grundiert (bis die Grundierung nicht mehr eingesaugt wurde), nochmal (zuletzt immer feiner) geschliffen und dann mit der Spritzpistole lackiert.

    Das mit dem Heißluftföhn würde ich auch lassen. so was habe ich schon mal probiert. Ich teile daher die Erfahrungen vom Chris.
    Kunststoff lässt sich zwar kleben, aber gescheiter Kleber ist relativ teuer. Dann lieber alles aus Holz und leimen/schrauben. Bei gebogenen Teilen habe ich auch schon mal z.B. 2 Schichten 2mm-Sperrholz aufeinander geleimt. Das lässt sich dann gut biegen u n d wird stabil.

    Viele Grüße, weiter so!!
    Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn

  • Hallo,
    danke für die vielen Tipps. Die Aufbauten werde ich aus Kupferblech machen da ich das von einem Bekannten geschenkt bekam und es sich gut verarbeiten lässt. Heute habe ich mit dem Kanten der Motorhaube angefangen, Bohren, Sägen... . Später war dann wegen eines fehlenden Teiles Baustopp. Lager würde ich auch gerne welche für Achsdurchmesser 8mm verwenden, aber woher bekomme ich Achsen mit 8mm Durchmesser? Wenn ich das richtig verstanden habe sind alle käuflich zu erwerbenden mit Durchmesser 12mm? Da ich den Antrieb in einen Wagen bauen werde, ist es dann nötig die Lok zu federn, weil sie ja nur als "Waggon" dient? Sorry für die vielen Fragen =)

    Bilder kommen demnächst wenn man ieder einen Vortschritt sieht.

    Gruß Marvin

    • Offizieller Beitrag

    Solly Marvin,

    ich hatte drei Jahre lang zwei Wagen mit massivem Holzrahmen. Als Achsen habe ich Lorenachsen der Firma Ball benutzt. Die Wagen waren komplett ungefedert. ich hatte nie Probleme mit diesen Wagen. Auch nicht wenn sich die Gleise stark verwunden haben. Nach diesen drei Jahren habe ich zwischen die Achslager und den Holzrahmen 5 mm dicke Filsplatten geklemmt. So fährt der Wagen (in deinem Fall die Lok) deutlich leiser und auch das Fahrgefühl ist nicht ganz so ruckelig wie ohne diese Filsplatten. Aber da du auch deine Lok ja nicht draufsitzen willst (nehme ich zu mindest an ;)) brauchst du nicht zwanghaft eine Federung. Ich würde dir aber solche Filsplatten als "Schalldämpfer" empfehlen. Die bekommt man in jedem Baumarkt....

    Schon gespannt auf Bilder..Gruß Jonas

  • Hallo,

    Das mit dem Flies ist eine gute Idee, ich denke ich werde das so machen.

    @ Patrick: Welche Radsätze hast du verwendet, da die in dem Link Raddurchmesser 90mm haben aber man 72mm verwenden soll?

    Gruß Marvin

  • Ich habe bei meiner Feldbahn/Loorenräder vom Westerwälder genommen und die Achsen von einen Vereinskollegen drehen lassen ( mit 8 mm Achsstummel für Inlineskatelager) da auch dioe Achse j auch die Kettenräder drauf müssen, wirst du ums selber drehen eh nicht rumkommen.

  • Hallo Marvin,

    die Westerwälder-Räder sind traumhaft schön aber auch entsprechend teuer. Muss hier m.E. nicht sein, da die Räder ohnehin hinter den Rahmen kommen. Hier kannst Du vom Durchmesser passende Räder eines günstigen Anbieters verwenden.
    Um günstig an die passenden Achsen zu kommen wirst Du wohl um eine Drehbank nicht herumkommen. Aber in Deiner näheren Umgebung gibt es ja einige Dampfmodellbauer, das dürfte also nicht das Problem sein...
    Achsmaterial besorge ich mir inzwischen gerne in der großen Bucht. Da werden immer mal wieder Reststücke angeboten, für mich sogar in rostfreiem Stahl :whistling:
    Braucht nur teilweise etwas Geduld, bis das richtige Angebot da ist und man dann auch noch zum Schnäppchenpreis den Zuschlag erhält....

    Das mit dem Filz ist eine gute Idee, hier würde auch ein Stück Gummi o.ä. gehen (alte Schuhsole, Fußbodenbelag,....?) Ich suche da zunächt irgend etwas, das sowieso da ist und möglichst wenig kostet....

    Viele Grüße
    Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn

  • Hallo,

    Heute habe ich mit der Motorhaube weitergemacht. Bis auf das Dach der Motorhaube, das Führerhausdach und alles auf dem Umlaufblech zu befestigen ist der Aufbau relativ fertig von den "Metallarbeiten". Um das Dach der Motorhaube zu befestigen: Kann ich von innen an die Motorhaube ein dickeres Stück Metal schrauben und da Gewinde reinschneiden? Mit Schraube und Mutter lässt es sich nicht befestigen da Sie ja komplett zu ist.

    Ich denke ich werde jemaden finden der mir bei den Achsen hilft, das dürfte kein Problem sein.

  • Hallo Marvin,

    bei dem Link ging es mir in erster Linie um die 8mm Achsdurchmesser.

    Aber du könntest mal den Hersteller fragen, ob er auch 72mm Radscheiben im Angebot hat.

    Gruß
    Patrick

  • Hallo Marvin,

    zur Motorhauben-Befestigung: der Möglichkeiten sind gar viele....
    oder einen Metallwinkel und da Bohrung/Gewinde. Oder ein Stück Holzleiste und Spanplattenschraube oder Bohrung und Einschlagmutter.

    Viele Grüße,
    Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn

  • Hallo Marvin,

    ich war heute leider doch nicht in Karlsruhe, also habe ich auch deine Räder nicht. Vielleicht nächstes Wochenende nach Bad Schönborn? Sollen wir uns anmelden?

    Erinnerst Du dich noch an die Fachsimpeleien beim letzten Fahrtag in Ka? Mir ist da eine Idee zum Dreh- und Fräsmaschinen freien Aufbau einer Achslagerung gekommen ( wir können natürlich auch eine Lagerung konstruieren bei der wir Späne machen können)

    Die Materialien sollten alle im Baumarkt zu finden sein. Anstelle von dem Vierkant Material kann man auch einen kleinen Stahlwinkel verwenden.
    Der Vorteil von der Führung ist, dass die Achse etwas Spiel in der Höhe haben kann und so Unebenheiten im Gleis kompensiert. Eine gefederte Variante ist auch leicht zu realisieren. Besser aber mit 2 Federn und Führungsschrauben um den Druckstück besseren halt zu geben. Zwischen den Führungswinkeln und dem Holzrahmen würde ich aber noch ein Blech montieren, da durch die Axialverschiebung der Achse das Holz verschleissen kann.

    Den Achsaufbau kann man auch recht Einfach gestalten. Auf ein gezogenes 12er Rundmaterial ( glatte, graue Oberfläche !! - nicht das schwarze warmgewalztes Material, das ist absolut nicht Maßhaltig und ziemlich unrund) kann man die Räder einfach mit z.B Loctite 603 ( Fügen Welle Nabe ) oder Industrie -Wettbewerbsprodukten verkleben. Auf metallisch blanke Oberflächen achten. Die Festigkeit bei diesen guten Klebern sollte ausreichen. Als Distanzen kann man entweder Stellringe nehmen oder Abstandsstücke aus relativ passgenauen Rohr fertigen, eventuell kann man noch Klebeand um die Achse wickeln damit das Rohr nicht Klappert. Rohr lässt sich relativ winklig mit einen Rohrschneider ( wie Installateure ihn benutzen) schneiden. Sägen und feilen geht natürlich auch. Alurohr kann man auch mit einer Holzkappsäge mit Hartmetallblatt sägen. Das Rohr aber unbedingt gegen Verdrehung sichern und Schutzbrille tragen!
    Als Lager würde sich z.B ein 6001 2Z oder 2RS ( abgedichtetes Lager)anbieten. Meine Lager kaufe ich meistens hier: http://www.grafe-shop.de/ Qualität, Preis und Versandkosten passen, mit irgendwelchen Billigheimer aus der Bucht habe ich Qualitativ schlechte Erfahrungen gemacht.

    Mit eingeschränkter Werkstattausrüstung sollte die Achs(-lager) Konstruktion ein machbarer, kostengünstiger Weg sein.
    Als Material auf den Fotos habe ich einfach das genommen was gerade so rumlag, also absolut Massstabsfrei.


    Gruß Ralph

    Ps: 12er Rund sollte ich noch etwas auftreiben können.