Hallo an alle,
für mein aktuelles selbstbauprojekt stellt sich mir die Frage des richtigen Bodenbelages.
Ich meine hier nicht ob Parkett oder Marmor. Auch Teppichboden ist meines Wisses ungeeignet.
Im Ernst.
Ich baue zur Zeit an einen Niederbord und einen Hochbordwagen.
Ich vermute einmal das diese Art Wagons im Original Holzböden haben.
Meine Frage an Euch ist wie sehen diese aus und wie sind sie befestigt? Hat jemand von Euch vielleicht Bilder?
Gruß
Frank
Bodenbeläge
-
-
Hallo Frank,
hiergibt es Böden zu sehen. Ich glaube, die Dielen waren nur in die L-Eisen eingelegt.
Für Hochbordwagen gab es aber auch Blechböden. Jedenfall sind nach UIC 571-1 (Einheitsgüterwagen) beide Varianten zugelassen.Gruss
Peter -
Hallo Frank,
in kleiner Ergänzung zu dem, was Peter schon schrieb:
Es gab und gibt Holz und Stahl, wobei irgendwie gilt: Je flacher, desto Holz. Der Grund liegt auch darin, dass auf Flachwagen mehr Ladegut zu verzurren, verspannen, und damit auch zu verschrauben und vernageln ist.
Aber selbst bei den grossen vierachsigen O-Wagen laufen noch welche mit Holzdielen rum. Selbige sind für "Lebendtransporte" sehr beliebt, denn Kartoffeln oder Zuckerrüben schätzen die leichte Belüftung und Drainage von unten.....(zumindest ausserhalb Deutschlands, wo ja im Gegensatz zur DB noch Rübenverkehr stattfindet).
Bei Obsttransporten im O-Wagen wird mitunter noch ein extra Holzgitter eingelegt. Nicht lachen, das gabs zumindest noch bis vor kurzem, das Belegbild ist von 2009. Die Äpfel fanden übrigens ihr leckeres Ende in der Schnapsbrennerei Morand in Martigny.......Grüsse von Toni
-
Ach ja, um von den Äpfeln und Spirituosen wieder weg zu kommen:
Die Bohlen werden immer quer zur Fahrtrichtung verlegt. Bei den Flachwagen sind sie normalerweise 70x180 im Profil. Ausnahmen bestätigen die Regel......und du wirst immer ein passendes Beispiel finden. Seitlich liegen sie meist in einem Rahmen (auch mit Überstand der Bohlen), offen seitlich überstehende sind mittlerweile rar, weil sie dann arbeits- (und rost-)intensiv am Rahmen verschraubt sein müssen.Grüsse von Toni
-
Hallo Frank,
meines Wissens waren die Bohlen stets verschraubt. Bei den ehem. preuß. Schienenwagen (später SSk Köln, da habe ich den Plan noch einigermaßen im Kopf) sogar mittels Schrauben im Stoß und Blechlaschen, mit denen beidseitig die Bohlen niedergehalten wurden. Und einen umlaufenden Rahmen (L-Profil) gab es auch noch.
Im Modell habe ich bei meinen bisherigen Wagen eine (wasserfest verleimte) Sperrholzplatte im Baumarkt zuschneiden lassen.
Dann die Bretterfugen eingeschnitten und mittels Senkkopfschrauben (so ca. in jedem 3. Brett) am Rahmen befestigt. Den Schaubenschlitz in die Richtung der Holzmaserung gedreht oder sogar in der Bretterfuge angeordnet und mit gestrichen/lackiert.
Dann fällt die Schraube kaum noch auf.Viele Grüße,
Winfried -
Hallo Frank,
ich habe an meinen Wagen Eichenholzleisten auf eine dünne MDF-Platte geleimt, nach dem trocknen geschliffen, mit Beize behandelt, geschliffen und anschließend matt - klarlackiert.
Muß natürlich Wasserfester Leim sein. Aber das Ergebnis ist sehr schön geworden.
Die MDF Platte ist von unten in den Wagenrahmen geschraubt.
Gruß Matthias
-
Hallo zusammen,
vielen Dank für die vielen Antworten. Auf einen Holzfußboden hatte ich mich schon festgelegt.
Interessant war die Frage der Befestigung und die Maße der Planken/Bohlen/Bretter/Dielen.
Ich habe nun für den Boden Multiplex genommen. Die Dielen habe ich durch einritzen angedeutet.
Ich habe ein Holzsägeblatt von der kleinen Proxon Kreissäge mit einer selbstgemachten Aufnahme
in die kleine Bohmaschine eingespannt und die vorgezeichneten Linie eingefräst.
Ich war erstaunt wie leicht und präzise sich das Maschinchen führen lässt.
Hier ein Bild.
http://forum.dampfbahner.eu/wbb3/wcf/image…17-5c0438b3.jpg
Ich werde die Platte noch wie Matthias schreibt beizen und vielleicht etwas altern.
Danach Klarlack und fertig sind die Böden.
Ich bin ja versucht mit kleinen Ziernägeln die Befestigungsschrauben, wie Winfried sie bei
dem SSK Köln beschreibt, nachzubilden. Könnte vielleicht schön aussehen. Was meint Ihr?
Gruß
Frank -
Hallo Frank,
nachdem ich dir jetzt doch das Teppichklebeband nicht empfehlen kann
, gibts einen Schraubentipp:
Schau dir mal die Gleisbefestigungsschrauben Spur N von Fleischmann (6410 ) und Minitrix (66548 ) an. Sind zwar im Verhältnis zu Ziernägeln schon eine ziemliche Investition, aber machen sich an manchem Fahrzeug gar nicht unhübsch.....Und wenn du fragst, ob man es überhaupt machen sollte: Unbedingt der Versuchung erliegen, das sind doch die netten Hingucker!Grüsse von Toni
-
Hallo Toni,
die kleinen Schrauben kenne ich. Ich habe von den Trix Schrauben noch einen kleinen
Restbestand aus H0 Zeiten. Die sehen schön aus, sind aber wie Du schreibst ziemlich teuer.
Ich müßte bei beiden Wagons zusammen za. 90 nachgebildete Dielen mit sagen wir mal 3 Reihen
Schrauben "befestigen". das sind dan schon einmal 2 Pakete Schrauben.
Da sind die kleinen Ziernägel im Preis konkurenzlos. Ich glaube 100g 2,49€.
Ich werde berichten.
Viele Grüße
Frank -
Hallo Frank,
sie zu, daß man bei dem fertigen Boden die Maserung deines Brettchens nicht sieht, die geht nämlich nach der falschen Richtung!
Heinrich
-
- Offizieller Beitrag
Moin zusammen,
Zitatsie zu, daß man bei dem fertigen Boden die Maserung deines Brettchens nicht sieht, die geht nämlich nach der falschen Richtung!
Alter Pennschieter....

-
!
Alter Pennschieter....
;)[/quote]ja ja, nachher ist das Geschrei riesengroß. Du da unten bist ja auch nie schuld!
der von oben




-
Hallo,
die Maserung ist richtig nur die Fugen sind falsch ;o) oder liegt das Brett falsch herum, ganz schön verwirrend.
Grüße
Wolfgang -
Hallo zusammen,
wie Wolfgang schreibt sind die Fugen falsch herum.
Das ist der Holzhändler meines Vertrauens Schuld.
Die sind leider zu gut. Beim Zuschnitt liegt die Maserung immer in Richtung der längsten Seite.
Als mir dies einfiel waren die Bodenbretter leider schon geschnitten.
Ich habe jetzt erst einmal diese verwendet um zu sehen wie stark es auffällt
und wie die Gravur der Fugen aussieht. Wenn es gar nicht geht werde ich die Böden nur grau
grundieren und und ein wenig altern. Unabhängig davon gehen mir die Ziernägel nicht aus dem Kopf.Ich würde auch gerne einen oder alle beide in grün lackieren.
Und schoooon kommt die nächste Frage an Euch.
Welche RAL Nummer ist hier die Richtige?Gruß
Frank -
Hallo Frank,
wieso grün?
Die Güterwagen waren innen grau, der RAL-Ton war bei DRG, DR, DB allerdings unterschiedlich....
Bei Niederbordwagen konnte ich leider nichts verbindliches finden, bei meinem X 05 habe ich mich an einem alten Märklin-Spur-O-Blechwagen orientiert: der war innen auch grau. Inkl. Boden. Und so wurde meiner auch.
Bei Plattformwagen würde/werde ich allerdings einen Eiche-Farbton verwenden.
Und für meine geplante Rübenlore versuchen, mittels Draht- oder Kunststoffbürste die Maserung etwas "herauszuholen".Viele Grüße
Winfried -
Hallo,
wenn es mit der Drahtbürste nicht so richtig funktioniert, hilft nur vorsichtig sandstrahlen. Das holt die Maserung so richtig schön heraus.
Grüße
Wolfgang -
Hallo Winfried und Wolfgang, hallo alle zusammen,
grün sollen nur die Bordwände werden.
Ich finde alle Güterwagen im Zugverband in braun sieht irgendwie langweilig aus.
Die Böden in grau zu halten sieht glaube ich richtig gut aus.
Ich habe einen Güterwagen von Trix in H0 der so lackiert ist.
Dieser hat mir schon immer gut gefallen.
Der graue Boden gibt einen schönen Kontrast zum restlichen Wagon.
Die Maserung mit der Drahtbürste herausarbeiten werde ich an den Seitenwänden mal versuchen.
Hier läuft sie in die richtige Richtung.
Ob für die grüne Farbe der RAL Ton wichtig ist weiß ich nicht.
Die Wagons sind freelance und haben kein konkretes Vorbild.
Aber wenn es eine "vorschriftsmäßige" RAL-Farbe gibt kann ich diese ja verwenden.
Wenn nicht suche ich mir einen schönen Farbton aus.
Wie wäre "british racing green"?
Gruß
Frank -
Hallo Frank,
"british racing green" ?


Wie wäre es mit RAL 6007, Flaschengrün?
Hier siehst Du, welche RAL Töne die DB verwendet hat:
Zumindest für Post- und Gepäckwagen wäre es die richtige Farbe gewesen.
Viele Grüße,
Mathias
P.S. Deinen neuen Baubericht zu den Wagen verfolge ich auch.
Möchte "demnächst" selbst einen Niederbordwagen bauen.