GWR Loriot nach eigener Nase...

  • Hallo zusammen,


    für einen Freund baue ich einen 5-Zoll-Flachwagen der Bauart "GWR Loriot", wie er in England fährt.

    Code
    http://www.jimmcgeown.com/Wagon%20Kit%20Pages/GWR%20Loriot%20M%20Lowmac.html
    Code
    http://www.17d-miniatures.co.uk/5-GWR-Loriot-M-Low-Machine.html


    Dieser Wagen-Typ dient allerdings nur als Leitbild, im Design bekommt die Konstruktion meine persönliche Note aufgebrummt, ob er will oder nicht! :D
    50 Milli-Tonnen ;) soll er später einmal problemlos tragen können.


    Eine kleine Übersicht, was bisher geschah:


    20.07.2011

    Die Holzplatten hatte ich vor langer Zeit in meinem Holzmarkt anfertigen lassen.

    Die Winkel wurden gemacht. Das Material fühlte sich komisch an... Für Pappe ließ sich das irgendwie komisch verarbeiten, es ist so kalt und man kann sich daran schneiden :huh:


    Danach gingen die fertigen Teile in Modellbahnkies. Eine ganze Zeit geschüttelt (Gleitschleif-Verfahren), um die Kanten etwas abzurunden.



    Mittlerweile sieht es so aus:

    Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken!


    23.07.2011


    Zunächst wurden Winkel gebogen, gebohrt und gesägt.



    Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken!

    Hier die Winkel an den Seitenteilen, diese sind später unter der Bodenplatte.


    So sieht das Mittelteil vormontiert aus.


    Die Rahmenwangen (Seitenteile) wurden komplettiert


    Nun kommt mal Pappe ins Spiel :whistling:


    So stell ich mir die Winkel vor:


    Am 07.08.2011


    wurde aufgeachst.


  • Irgendwann um den

    28.08.2011


    wurden die Bodenplatten besorgt (die Holz-Industrie Dresden ist zum Glück gleich um die Ecke).



    Dieser werden NUR an den Winkeln befestigt.


    Langsam bekommt der kleine Wagen Gewicht... äh Gesicht.


    05.09.2011


    Der Wagen trägt bereits 75 kg, allerdings noch etwas instabil...


    Mit dem Trennschleifer wurden die Schrauben gekürzt, die Bodenplatten wieder nur an den Winkeln festgeschraubt.


    Dann war über fast ein halbes Jahr Ruhe!

    Und wie es weitergeht, das erzähl ich euch später! ;)


    Viele Grüße
    Tommy

  • Hallo ihr,

    nun der aktuelle Stand...


    Unter Anwendung der neuesten Technologien in meinen Werken
    und dem wilden Getöse der Busch-Männer erhielt der Wagen neue Rahmenwangen!



    Er ist auch etwas gedrungener geworden! 8|

    Statt 1004 mm Länge (ohne Bufferbohle) sind es nur noch 984 mm.
    Der Achsstand ~ 700 mm (statt 714 mm)
    Soweit fällt das nicht weiter ins Gewicht...

    Dafür sind die Schrägen jetzt steiler! :D


    Beim 1,25fachen zulässigen Beladungsgewicht biegt er sich
    bei zentraler Belastung der Ladefläche (also in der Mitte)
    um 5 mm durch.


    Geht noch 8o.


    Und warum das alles...?

    Das alte Gestell musste mit Streben zusammengehalten werden, es bestand pro Seite aus 3 Teilen.
    Diese waren leider so gesägt, dass die Schrauben gerade in den Bereich der Radscheiben fielen und
    die Streben den Lauf der Achsen behinderten...
    Aber dafür ist es jetzt am stabilsten! :)


    Viele Grüße
    Tommy

  • Hallo Tommy

    Die ganz alten Ausführungen hatten Radscheiben aus HOLZ!

    Hier im Forum gibt es auch jemanden, der mir mal einen kompletten Zeichnungssatz zum Loriot-Wagen überlassen hat, den kann ich aber nicht weitergeben. Da der Author hier bestimmt mitliest, besteht die Chance, daß er sich "outet" und Dir den Zeichnungssatz überläßt.

  • Hallo Hartmuth,

    die Achsen laufen in Kugellagenr (je zwei pro Achszapfen), diese sind in das Holz gepresst.


    Hallo Johannes,

    vielen Dank für die Bilder! :)


    Den Zeichnungssatz zum Loriot brauche ich gar nicht, ich habe doch meine eigenen Ideen und deine Bilder! ;)


    Viele Grüße
    Tommy

  • Hallo Tommy,

    Zitat

    ... die Achsen laufen in Kugellagenr ..., diese sind in das Holz gepresst.


    aber aber, "alter Holzwurm", das ist etwas unstandesgemäß ;) ;) ;) . Wenn schon Holz, dann gehören Achslager aus Pockholz (siehe hier unter Holzbau) hinein ;) ;) ;) . Einen Händler findest Du hier.

    Spaß beiseite, ich finde die Idee und die Umsetzung ansprechend und da es wohl ziemlich viele Ausführungen gab, kannst Du Dir ja auch einige "künstlerische Freiheiten" nehmen. Den gesamten Rahmen solltest Du aber ordentlich "aussteifen", so dass er sich einseitiger Belastung (Kurvenfahrt, unterschiedliches Federverhalten der Puffer) gut gewachsen zeigt.

    Grüße Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Hallo Dietrich,

    "Mindestens 20 Tonnen Holz werden in Deutschland jährlich als Aromaessenz für die Zubereitung von Kräuterlikören verbraucht. "

    "als Mittel gegen Syphilis (als Tee), hartnäckige chronische Exantheme, Rheuma und Gicht verwendet. "
    Quelle: Dietrichs Link Nr. 1


    Na dann Mahlzeit! :D

    Danke und Grüße
    Tommy