Modernes Dampfschiff

  • Hallo,

    zwar kein Schienenfahrzeug, aber auch mit Dampf (die Rubrik war genauso wenig passend wie andere, daher hier nun):

    https://www.dampfbahner.net/www.dlm-ag.ch/…um%20Dialog.pdf

    Nach dem Dampfschiff "Montreux", das vor einigen Jahren mit einer modernen Dampfmaschine ausgestattet wurde und seitdem erfolgreich betrieben wird, wachsen nun die Hoffnungen und der Einsatz Ehrenamtlicher für ein komplett neu gebautes Dampfschiff mit ebenfalls moderner Kolbendampfmaschine, das im Jahr 2020 in Betrieb gehen soll. Der eigens dazu gegründete Verein hat innerhalb weniger Tage bereits über 300 Mitglieder verzeichnen können. Die im Aufbau befndliche Webseite dazu findet sich unter https://www.dampfbahner.net/www.prodampfer.ch

    Das Faltblatt mit Infos zum Vereinsbeitritt (Scan) findet sich unter
    https://www.dampfbahner.net/www.dlm-ag.ch/…altprospekt.pdf

    Aufgrund des günstigen Beitrags wäre sicher ein Beitritt auch für viele hier überlegenswert!

    Grüße
    Stephan

    Wie heist jemanndt mitt ein Stöckchen in Popöchen? "Darm-Pflock-Führer"!

    ValveGear Constructor - Dampflokomotivgestänge halbautomatisch auslegen lassen und/oder auf weitere Zielwerte optimieren - in Sekunden, nicht in Tagen!

    Niederstrasser, "Leitfaden für den Dampflokomotivdienst" - Download
    Garbe, "Die zeitgemässe Heissdampflokomotive" - Download
    "Theoretisches Lehrbuch des Lokomotivbaues" - Download

  • Naja daß die Gesellschaft nicht gerade unternehmerisch agiert, wurde da auch schonmal bemängelt.

    Ich denke, nach allem was ich bisher aus als Selbständiger von diverse Firmen in Deutschland mitbekommen habe, daß einfach in der Schweiz das Risiko aus der Technologie- und Umsetzungsbeherrschung kleiner ist. Hier in Deutschland gibt es unendlich viele Firmen, die "halt mal was machen", aber wenn das jeweilige Projekt außerhalb ihres Standardangebots ist, müssen sie gleich danach erstmal hinterherspringen und nachbessern (und sehr viele halten das hierzulande für völlig normal, auch aufgrund der oftmals ziemlich kaputten Preise und der blinden Konzentration der "Einkäufer" auf die reinen Anfangskosten). Und eine durchschnittliche deutsche Firma, die eine riesige Dampfmaschinenanlage in ein Schiff einbaut und dann hinterherspringen muß, ist schnell mal pleite und damit als Lieferant, Servicepartner und Ersatzteilversorger ausgefallen.
    Wenn man dagegen die Arbeiten der DLM ansieht, ist das genaue Gegenteil der Fall: Bei den 7 Zahnraddampfloks war außer von erforderlichen Nachbesserungen am Kesselboden nichts zu hören. Und das bei einem Gerät, das nicht nur hochgradig innovativ ist und viel Grundlagenentwicklung erfordert hat (allein der Ölbrenner hatte meines Wissens eine Entwicklungszeit von einem 3/4 Jahr), sondern auch in Bezug auf Leichtbau weitaus höhere Anforderungen zu erfüllen hat als im klassischen Maschinenbau. Wer mal was von Flugzeugbau mitbekommen hat, der weiß, daß dort sehr viel mehr Aufwand für vergleichbare Funktionsstrukturen getrieben werden muß, als wenn es auf das Gewicht nicht so sehr drauf ankommt.
    Und von der Dampfmaschine der Montreux habe ich rein gar keine Abweichung von den Zielvorgaben erfahren - außer daß sie bei deutlich unter Vollast schon wesentlich mehr Leistung hatte, als vertraglich zugesichert war.

    Nach meinen wenigen eigenen Erfahrungen mit Firmen des schweizer Maschinenbaus würde ich auf jeden Fall selbst auch eher dort als in Deutschland eine solche Maschine kaufen. In Deutschland käme für mich nur eine sehr große und dann vertraglich absolut festgenagelte Firma in Frage, die dann aber möglicherweise nicht mehr zu einer solchen Leistungszusage bereit wäre.

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