Lok 'Amy' im Endspurt

  • Mahlzeit Winfried,

    ich bitte darum, deine handwerkliche Perfektion ist jedesmal eine Augenweide!
    Übrigens wurde das im Original mitunter aus so gemacht, bei der Restaurierung
    einer Hanomag-Feldbahndampflok, die ich konstruktiv unterstütze,
    hat der Kesselschmied einen Schornstein aus einem 200er Rohr mit 10 mm
    Wandstärke geschmiedet.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Guten Morgen,

    die letzte Woche war ich kaum daheim und somit habe ich nur am Wochenende ein wenig Zeit gehabt weiter zu bauen.
    Ich habe jetzt den Sattel für den Schornstein mit einem 10mm Radiusfräser grob vorgefräst und dann mit Flexscheibe und Feile in die endgültige Form gebracht. Das hat dann doch ganz gut geklappt. Jetzt fehlen nur noch die 4 Löcher zur Montage auf der Rauchkammer.

    Diese Woche soll nun wieder etwas mehr Baufortschritt erzielt werden. Schauen wie mal wie's klappt.

    Grüße, Gerd

  • Guten Morgen,

    so langsam wird es wirklich ernst. Gestern wurde der Bläserstock für die Rauchkammer fertig und somit die vorletzte Baugruppe. Nun fehlt nur noch die Rauchkammer selbst und dann muß alles zusammen mit dem Kessel und dieversen Rohrleitungen und Ventilen eingebaut werden. Ich bin schon sehr aufgeregt und hoffe das ich im Laufe des Septembers das erste mal anheizen kann.

    Hier noch ein paar Eindrücke von den letzten Tagen.

    Der Bläserstock ist aus einem alten Messingklotz gearbeitet den ich noch rumliegen hatte. Der Düsenstock wird aus Rundmessing eingelötet. Ebenso die Verschlußschraube die später dann wieder plangefeilt wird.

    Bläserdüse und Kontermutter sind aus 12er Sechskantmessing gefertigt und die beiden Einströmwinkel wurden aus 10er Rundmessing angefertigt. Überwurfmutter und Lötnippel sind von den Einströmventilen an den Zylindern übrig geblieben.

    Und die fertige Baugruppe. Nun wird's Zeit die Rauchkammer zu bearbeiten, damit die Baugruppen dort eingebaut werden können.

    Grüße, Gerd

  • Hallo Marco,

    danke für dein Lob. Es ehrt mich solche Worte von einem erfahrenen Lokbauer wie dir zu hören :)

    Leider gibt es durch besondere Umstände eine Verzögerung auf unbestimmte (?) Zeit. Ich hoffe daß sich die aktuellen Probleme schnell klären lassen, damit es dennoch bald zur Jungfernfahrt kommen kann.

    Grüße, Gerd

  • Hallo Gerd
    Wenn ich es richtig interpretiere, dann sind die beiden Leitungen, die seitlich zu dem Rauchkammersockel führen, die Abdampfleitungen der beiden Zylinder. In dem Foto kann man die Querschnitte dieser Leitungen schlecht abschätzen. Bevor Du Dir hier eine Restriktion einbaust würde ich Dir dringend empfehlen, den sehr informativen Thread "Querschnitt von Dampzuleitung und Abdampfleitung" im Dampfforum der Liebhaber von Stationären Dampfmaschinen zu studieren. Wenn Du die Lok später mit Expansion fahren willst (oder mußt) dann kann der Querschnitt der Abdampfleitungen zu einem wesentlichen Parameter werden.
    Wenn Du dort angemeldet sein solltest:
    http://dampfforum.org/viewtopic.php?…b88f54c1a2b571e

    Ansonsten: Das wird bestimmt eine schicke Lok.

  • Moin Johannes,

    Zu- und Abdampfleitungen haben je 5mm Durchmesser. Da die Abdampfseite je Zylinder separat nach vorne geführt wird ergibt sich so auf der Abdampfseite ein größerer Querschnitt als Zugangsseitig, wo ja beide Zylinder aus der 6x0,5er Rohrleitung gespeist werden.
    Ich habe mich bei der Auslegung bei vergleichbaren Lokomotiven orientiert und denke mal daß ich soweit ganz gut hinkommen sollte.

    PS.: In dem von dir angegebenen Forum habe ich keinen Zugang.

    Grüße, Gerd

  • Hallo Johannes,

    Danke für die Liste. Wenn ich danach gehe dürfte meine Forney ja eigentlich gar nicht fahren. An der sind die Zuleitungen 4mm und die Abdampfeitungen nur 3mm...
    Bei meiner Lok liege ich ansonsten gut in dem vorgegebenen Raster finde ich. Und da ich eine Shay-Lokomotive in dieser Größenordnung kenne und diese mit der gleichen Rohrkombination sehr gut läuft sehe ich dem ganzen Positiv entgegen.

    Ich denke die Anhaltspunkte sind gut, aber letztlich gibt es wie immer viele Wege und Auslegungen die man nutzen kann.

    Grüße, Gerd

  • Hallo Gerd,
    Du hast doch Abdampfseitig gar kein größeren Querschnitt, als Zudampfseitig!Du führst die Leitungen im Blasstock zusammen, womit du eine Drosselstelle hast.
    Außerdem arbeiten die Zylinder 90° versetzt, sonst würde die Maschine gar nicht selber anlaufen. Die Auslässe öffnen somit auch versetzt, wodurch Du kaum einen Vorteil von zwei Leitungen hast. Vor allem nicht, wenn sie im Blasstock wieder zusammengeführt werden. Sinnvoller wäre eine Leitung mit größerem Querschnitt oder zwei Leitungen mit größerem Querschnitt, als der Zudampf.

    Laufen tut deine Maschine schon, wenn die Leitungsquerschnitte nicht stimmen. Nur wird der Wirkungsgrad noch weiter nach unten gerückt. Du weißt ja nicht, wieviel die Forney mit richtig dimensionierten Leitungen an Leistung bringen würde? Du verbrätst schließlich Leistung um den Dampf durch die 3mm Leitungen zu drücken.
    So weit meine Gedanken zu dem Thema. Muss nicht der Weisheit letzter Schluss sein, aber für mich gerade die sinnvollste Erklärung zu dem Thema.
    Gruß Janosch

    Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer noch schneller als der, der ohne Ziel herumirrt (Gotthold Ephraim Lessing)

  • Hallo Janosch,

    bei den Shays dieser Bauart ist es vorbildlich zwei getrennte Abdampfleitungen zu verlegen. Von daher steht hier schon mal keine andere Wahl zur Verfügung für mich.

    In Summe habe ich für die Dampfmaschine einen Durchmesser von 5mm in der Zudampfleitung und der gesamte Abdampfdurchmesser beträgt 7mm (2x5mm), weswegen auch die gemeinsame Bohrung im Balsstock mit 7mm gebohrt wurde. Ich sehe hier irgendwie noch nicht so ganz euer Problem. Aber wir werden ja sehen.

    Grüße, Gerd

  • Moin Leuts,

    gestern ist die Rauchkammer vorbereitet worden. Das war jetzt die letzte größere Baugruppe. als nächstes wird der Kessel nun verkleidet und dann beginnt der Einbau in der Lok mit allen Rohrleitungen, Armaturen, Kleinteilen und und und und.... Das Ende ist Nahe !!

    Grüße, Gerd

  • Mahlzeit Gerd,

    das gibt der Maschine doch schon ein markantes Gesicht. Erstklassige Arbeit!
    Bin auf den Fortgang der Arbeiten schon sehr gespannt. Bekommt das Schornsteinstandrohr
    unten noch einen Petticoat?

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Guten Morgen Sven,

    das Gesicht wird noch markanter wenn ich erst die Hörner aufgesetzt habe *hehe*

    Einen Petticoat habe ich vorerst nicht vorgesehen. Da das Rohr ja gerade verläuft bildet das Rohr selbst den Einzug für die Rauchgase. Ich werde die Lok nun erstmal in dieser Konsteallation fertig bauen und dann bei Bedarf später noch Anpassungen vornehmen.

    Grüße, Gerd

  • Hallo Gerd,

    sieht schon mal sehr ansprechend aus.

    Wo wolltest Du den Hilsbläser anordnen? Bei Deiner Konstruktion des Abdampfbläsers wäre es naheliegend (aber vielleicht nicht ganz vorbildgerecht), die Leitung des Hilfsbläsers an der Verschlußschraube (die Du einlöten und bündig feile willst) anzuschließen. Damit sparst Du Dir zusätzliche Arbeit und eine Stelle, an der Fehler auftreten können.

    Ein Petticoat sollte wohl überflüssig sein, weil die Bläserdüse recht nahe an der Mündung des Schornsteinrohres liegt und der Kegel des Abdampfstrahls den Kamin doch erst "ziemlich weit oben" (könnte man zeichnerisch gut ermitteln; Kegelwinkel ca. 17°) vollständig ausfüllt. So ist genügend "Beschleunigungsstrecke" für die Rauchgase vorhanden, auf der die sich parallel zum Abdampfstrahl bewegen.

    Hier ein Foto von einem frei abblasenden Dampfstrahl - ist aus einem Sicherheitsventil.
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    Viele Grüße Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Moin Dietrich,
    jetzt muß ich doch noch mal nachfragen - Du meinst die Hilfsbläserleitung einfach in den Blasstock einleiten und die selbse Düse auch für den Hilfsbläser verwenden? Oder habe ich das jetzt falsch verstanden. Das wäre natürlich die einfachste Lösung. Würde das so funktionieren?

    Grüße, Gerd

  • Hallo Gerd,

    ja ganz genau so. Die Lösung wird aber üblicherweise an stationären Modellen oder Modellen von Dampffeuerspritzen wegen des dort oft fehlenden Einbauraumes angewendet.

    Hier ein Blick auf eine entsprechende Lösung.
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    Grüße Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Moin Leute,

    am WE ist der Kessel auf die Lok gekommen, nachdem ich ihn mit Kork und Blech ummantelt hatte.
    Zwar sieht die Lok schon fertig aus, aber noch fehlen viele Rohrleitungen, Armaturen, die vorderen Kessellager und und und... aber das Ende rückt in sehr großen Schritten näher.

    Leider hatte ich noch keine Zeit meine Webseite zu aktualisieren, somit gibts hier jetzt einfach mal ne Sneak-Preview. Die Webseite mit etwas mehr Detailbildern und Infos werde ich dann im Laufe dieser Woche noch nachreichen.

    Grüße, Gerd

  • Mahlzeit Gerd,

    ganz großes Kino und das zum Montagmorgen!
    Da geht die Woche doch gleich richtig gut los!

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D