Lok 'Amy' im Endspurt

  • Potztausend Gerd,

    eine ausgesprochen schöne Maschine!! :thumbup: Ansprechende Proportionen,wunderbares Gesamtbild.100 Punkte,Herr Waldbahner!

    Schöne Grüße

    Reinhold

    Dr.B
    ...und immer 'ne handbreit Wasser über der Feuerbüchse!

  • Hallo zusammen,

    besten Dank für die netten Worte.
    Leider habe ich eine voll gepackte Woche, so daß ich nur wenig zum Basteln komme :( Voll schade wenn man das Ende schon so nah vor der Nase hat.

    Immerhin konnte ich gestern den Anschluß für die Bläserleitung noch einbauen und der Kesselstock wurden neu organisiert (ein paar Anschlüsse mußten nur platziert werden) und für den Einbau vorbereitet. Ich hoffe daß ich am WE alle ausstehenden Arbeiten am Kessel erledigt bekomme, damit ich ihn fertig einbauen kann.

    Grüße, Gerd

  • Mahlzeit Gerd,

    hast schon mal mit dem Gedanken gespielt, den Dampfentnahmestutzen noch etwas mit der Feile "aufzuhübschen"?
    Ich meine der eckige Block paßt nicht so ganz in das sonst so stimmige Gesamtbild. Gerade der Kontrast zu den formschönen
    Anstellventilen ist doch schon recht auffällig. Nur so eine Idee...

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Moin Sven,

    hm... schwierig... Hier mal ein altes Foto.

    Ich habe den Block nun gespiegelt so daß das senkrechte Loch links liegt.
    Das Pfeifenventil steht jetzt auf dem Stock zwischen den beiden rechten Ventilen und hinten rechts geht künftig die Leitung zum Manometer ab.

    Die Frage ist, wie man es nun "rundlutschen" sollte. Es gäbe da ein paar Möglichkeiten das auf der Fräse zu machen, was aber ausser viel Arbeit nur wenig Sichtbaren Erfolg bringen würde. Alternativ könnte man das ganze Teil aus Rundstäben komplett neu aufbauen, was aber auch irgendwie den Rahmen sprengen würde....

    Leider waren meine bisherigen Recherchen zum Vorbild noch nicht sehr ergiebig. Bei normalen Kesseln waren meist sternförmige Dampfverteiler verbaut. Aber bei den T-Boilern bin ich mir nicht ganz sicher.

    Grüße, Gerd

  • Moin Gerd,

    Bildergoogle gibt folgendes raus (wahrscheinlich kennst Du die Quellen schon):

    http://www.limalocomotiveworks.com/Shay_10.htm</a>
    etwas ronterscrollen. Da gibt es ein Bild vom Stehkessel.

    mit "Shay backhead" als Suchbegriff kam das:

    http://www.flickr.com/photos/walter-s-photo/572885657/

    http://ic2.pbase.com/o2/58/525658/1…DSC_2018157.jpg

    http://i.pbase.com/g1/76/788376/2/118053515.4CDU6hIq.jpg


    hier noch ein Modell:

    http://www.nelsonslocomotive.com/Shay/Plumbing/…I/PlumbingI.htm


    noch eins:
    http://www.nelsonslocomotive.com/Shay/Paint/PaintMisc/PaintMisc.htm</a>

    und ein "minimalistischer Ansatz:
    http://www.davelevy.net/images/Shay/20…eadPlumbing.JPG


    Vielleicht hilft es Dir weiter.

    Viele Grüße

    Holger

    Fueled by coffee, powered by steam.

    Einmal editiert, zuletzt von Scrat (5. September 2012 um 20:04)

  • Mahlzeit!

    Neubau steht natürlich nicht zur Debatte, das wäre auch nicht sinnvoll.
    Es würde aber der Optik schon einiges bringen, wenn du dei Kanten mit einem kleinen Radius versiehst.
    Das würde sicher mit der Feile am schnellsten gehen.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Hallo Holger,

    die Stehkessel aus deinen Links beziehen sich ausnahmslos auf die Varianten mit straight oder wagon top boiler. Die spannende Frage ist, wie sah es hier bei den T-Boiler-Shays aus. Hier ist nämlich die Oberkante deutlich höher gelegen und daher dürfte hier auch der Kesselstock anders ausgeteilt gewesen sein.

    Die einzige noch existente T-Boiler Shay die mir einfällt ist die c/n 122 (Michigan California #2 - Vorlage für Accucraft und viele andere Hersteller) allerdings hat die in ihren vielen Betriebsjahren soviele Umbauten erfahren, daß sie den Originalzustand wohl nicht mehr wieder geben dürfte.

    Ich werd mal schauen in wie weit ich den Block noch ein wenig abgelutscht bekomme. Den Rest kann dann schwarze Farbe bzw. ein Brünierbad verstecken *hehe*

    Anbei mal noch das, was ich an Details gefunden habe, bzw. wie der Kesselstock aktuell aussieht.

    Ich werd jetzt mal das HP-Update fertig machen und danach mal in meinen Unterlagen schauen ob ich noch was zum Vorbild finden kann.

    Grüße, Gerd

  • Guten Morgen,

    ich habe mal in meinen unzähligen Büchern, Heften und Plänen nachgeschaut und soweit ich das bis jetzt überblicken konnte gab es so etwas wie den klassischen Kesselstock bei diesem Loktyp gar nicht. Vielmehr wurden ein oder mehrere Rohre oben aus dem Kessel heraus geführt und dann zu den jeweiligen Verbrauchern geleitet. Die Ventile waren dann direkt in die Rohrleitungen eingesetzt.

    Genau so werde ich das wohl nicht darstellen könne, da ich dafür gerade Ventile bräuchte und nun Eckventile habe... Aber ich werd mir das ganze mal durch den Kopf gehen lassen heute und vielleicht finde ich ja eine Lösung. Notfalls eben doch ein Neubau, der im Groben an das Original heran kommt. z.B. könnte ich es mir so vorstellen. Das ist ein Dampfverteiler aus einer Baugleichen Shay, welcher dem Vorbild immerhin schon mal etwas näher kommt.

    http://wegmuller.org/v-web/gallery/…37/IMG_5451.jpg

    Grüße, Gerd

  • Hallo Gerd,
    Du kannst den Kesselstock ja achteckig machen. Sieht wie ich finde gut aus, ist mit Deiner Fräse ein leichtes und
    Du hast weiterhin plane Anzugsflächen für Deine schönen Ventile.
    Ich habe gehört das Lok Amy diesen Umbau bei Bear Creek erhalten hat weil in der Lokwerkstatt
    ein ehemaliger Büchsenmacher arbeitet der es gewohnt ist lange gerade Metallteile achteckig herzustellen.
    Genau so wie die Läufe seiner Gewehre. Hab ich gehört! :rolleyes:
    Gruß
    Frank

    Praxis ist was theoretisch nicht funktioniert.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Gerd,
    dazu kann ich nur zwei Worte sagen: einfach Spitzenklasse !!!
    Gratulation zur Fertigstellung deiner Dampfe. Das Endergebnis ist echt sehr gut gelungen und sie passt vom Äußeren ja echt gut zur Maggie. So ist deine "Bear creek railway" wieder um eine Attraktion reicher...

    nochmals alles Gute und immer eine unfallfreihe Fahrt...

    viele liebe Grüße
    Jonas

  • Mahlzeit Gerd,

    nun nochmal auch hier ganz offiziell Gratulation, Lob und Anerkennung zur Probefahrt deiner "Amy".
    Ich verneige mich vor deiner Leistung, die in Anbetracht der Widrigkeiten des Lebens nicht selbstverständlich ist.
    So ein Projekt über Jahre hinweg zu verfolgen und sich auch von technischen und den alltäglichen Problemen nicht beirren lassen,
    ist Hochachtung wert!

    Es grüßt mit stehenden Ovationen

    Sven

    P.S. Als Lokführeranwärter wünsch ich dir stets einen Schluck über NW!

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Moin Gerd

    Gratulation zu dieser Leistung! Echt klasse und Danke das du uns am Bau teilhaben lassen hast!

    Gruß Timo

    Und immer eine Handbreit Wasser auf der Feuerbüchse!

    Minibahn Emden

    Schrauben drehen Muttern drehen
    Mit ölverschmierten Flossen in der Werkstatt stehen
    Willst du ran die Trophäen
    Dann musst du erstmal richtig an den Schrauben drehen!

  • Guten Morgen,

    vielen lieben Dank für eure Glückwünsche.
    Noch ist die Lok und das Projekt nicht fertig. Es fehlen noch viele Details, Ausgestaltungsgegenstände und die eine oder andere Verbesserung.
    Aber die erste Probefahrt unter Dampf war ein großer Erfolg und entschädigt für so manchen Ärger, Probleme und andere "Widrigkeiten" wie Sven es so schön gesagt hat.

    Natürlich gibt es nach so einer Probefahrt immer auch eine Mängelliste, welcher aber zum Glück relativ kurz ist.
    - 3 Verschraubungen waren undicht (Kesselstock und Abschlammventil, Manometer)
    - Dampfbremsventil setzt sich fest (hier ist evtl. eine Neukonstruktion nötig, hat aber noch Zeit)
    - Dampfhahn muß auf Drehregler umgebaut werden um feinfühliger regeln zu können.
    - Wasserstand optimieren für besser Anzeige

    Alles in allem aber Kleinigkeiten, die man gut in den Griff bekommen kann. Dies werde ich nun in den nächsten Tagen Stück für Stück angehen, damit ich dann am Wochenende oder im Laufe der nächsten Woche zur nächsten Testfahrt anheizen kann.

    Hier habe ich nun noch ein paar Bilder für euch. Die Webseite werde ich erst in ein paar Tagen/Wochen aktualisieren wenn ich mal Zeit dazu finde.

    Der Führerstand
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    Heizerseite mit Dampfbremse und Injektor
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    Die typische Shay-Front mit versetztem Kessel
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    Die Lokführerseite mit Dampfmotor und Kardanwelle
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    Grüße, Gerd

  • Das ist eine schöne Lok geworden, Gerd! -- Glückwunsch!

    Das setzt mich natürlich unter Druck, meine eigene Shay nach dem Buch von Kozo Hiraoka fertigzustellen. Mein erster Versuch, die Kurbelwelle aus dem Vollen zu drehen wie bei KH, mit 3 Kurbeln, 6 Exzentern und 4 Lagern, alles aus einem Stück, das ist mal fürchterlich daneben gegangen. Beim letzten oder vorletzten Arbeitsschritt auf der Drehe geriet die Welle irgendwie in Resonanz und bevor ich die Maschine stoppen konnte, da flog das Bauteil aus der Maschine und mir beinahe in Auge. Danach hab ich erstmal eine lange Denkpause eingelegt. Derzeit arbeite ich an der Version 2...

    Wie groß ist Abstand zwischen dem unteren Anschluß des Wasserstandsglases und der Decke der Feuerbüchse?
    Nach der Position der Feuertüre kann man das nur schätzen. Es erscheint mir etwas knapp ...
    Wenn dem so ist, dann kann man den Anzeigebereich im Glas eingrenzen, indem man unten man Glas eine Manschette anbringt.

    "Und immer eine Handbreit Wasser auf der Feuerbüchse!"

    Ist der weiße Niederschlag unten im Glas vielleicht ein Flocken von einem Teflonband? Sowas kann die Anzeige des Wasserstandes total verfälschen, wie ich und andere schon erlebt haben. Ich nehme seitdem nur noch Hylomar UB (Universal Blue).

    Einen Hahn zum Ausblasen des Standglases wirst Du ja sicher noch nachrüsten.