Spur 5 Wagen - einfach hergestellt

  • Hallo Wagenbauer, 
    mit den folgenden Abschnitten soll kurz dargestellt werden, wie ohne große Mühen und vor allem ohne Schweißarbeiten solide Spur 5 Wagen hergestellt werden können. Der Grund dieser Initiative: Nicht jeder verfügt über eine Schweißanlage und Auftragsarbeiten beim lokalen Metaller können schnell ins Geld gehen. Also wurde nach einer sinnvollen Alternative gesucht.Insgesamt wurden in einem Schwung gleich drei Wagen gebaut: Ein Rungenwagen, ein Niederbordwagen und ein Kastenwagen mit höheren Bordwänden. Damit hat man für seine Lok (britische SIMPLEX) neben des obligatorischen Bedienwagens zumindest einen ersten kleinen Fuhrpark.


    Die Bodenplatten der Wagen (900 mm x 215 mm) wurden aus 32 mm Sperrholz gefertigt, wobei jede sauber verleimte Sperrholzart (Gabun, Pappel, etc.) in Frage kommt; es muss hierbei nicht unbedingt Flugzeugsperrholz sein; aber absolut plan! Die Belastung durch die Transportgüter wird durch die außen angeschraubten 30 mm x 15 mm U-Profile aufgenommen. Da die Radkränze für einige mm in diese Bodenplatten hineinragen, wurden an deren Unterseiten entsprechende Aussparungen herausgesägt.


    Es sei an dieser Stelle angeregt, die 32 mm Bodenplatten durch miteinander verleimte Schichten geringerer Dicke zu realisieren. Auf diese Weise können diese Aussparungen in der untersten Lage bequem mit einer Stichsäge herausgenommen werden (die oberen Schichten benötigen diese Aussparungen nicht).


    Wie bereits angemerkt, werden die Traglasten primär von seitlich mit 6 mm Schrauben angesetzten U-Stählen (30 mm x 15 mm x 4 mm) aufgenommen. Die Stirnseiten sind mit 5 mm Flachstahl verstärkt (Pufferbohlen) und ebenfalls mit 6 mm Schrauben befestigt.


    Die Achslager bestehen aus einem 10 mm Sandwich mit 2 x 1 mm Alu als Außenwände und 8 mm Sperrholz als Kern. 
    Die Kugellager der Achsen sind lediglich in die 28 mm Bohrungen der Achslager eingesetzt und werden achsmittig durch ein Kupferband (bzw. Messing) gegen Herausfallen gesichert.



    Die Puffer stammen von Knupfer (Junior-Serie) und die Räder samt Achsen von einem Spur 5 Kollegen.Da der Erbauer kein „Pufferküsser“ ist, wurden lediglich einfache Hakenkupplungen angesetzt, welche die Wagen mit einer kurzen Kette verbinden. Puristen mögen hier originale Kupplungen verwenden. Hier stand jedoch die praktische Handhabung im Vordergrund (man kann ja später immer noch „aufrüsten“).Die Seiten- und Stirnwände der Wagen bestehen aus 5 mm Kieferleisten (Baumarkt), welche an einer der Außenseiten mit einer Fase versehen wurden und somit das Vorhandensein mehrerer Lagen von Seitenbrettern unterstreichen. Höhe beim Niederbordwagen: 60 mm.Die Ecken der Seiten- und Stirnwände wurden mit Aluwinkeln verstärkt und die Befestigung der Seitenteile auf dem Wagenboden wurde durch dreieckige Kieferleisten (10 mm x 10 mm) verstärkt.


    Die Rungen des Niederbordwagens wurden aus Alu U-Profilen (10 mm x 10 mm) realisiert und mit je 2 M3 Schrauben an die Seitenwände geschraubt.

    mg]

    Dies ist es im Prinzip; mehr gibt es zu dieser kostengünstigen Realisierung von Spur 5 Wagen nicht zu berichten. Zugegeben, zum Personentransport eignen sie sich nicht, aber zur Mitnahme von Werkzeug bzw. Speisewasser oder Kohle auf jeden Fall. Den Rest erklären die Bilder.


    Kosten pro Wagen: ca. € 80, also recht moderat.Interessierte Bastler können gerne kostenfreie Bauzeichnungen von mir beziehen, um sich auf diese Weise rasch und unkompliziert eigene Spur 5 Wagen zu bauen:

    Email an vkgroebi at aol.com

    Wie anfangs angemerkt: Es muss nicht immer geschweißt werden, um sich den kleinen Traum eines Fuhrparks mit praktikablen Wagen zu realisieren.

    12 Mal editiert, zuletzt von Bigboy (19. August 2012 um 02:13)

  • Potzblitz,da schau einer hin.So geht´s also auch.Was werkel ich stundenlang rum?Einfach logisch überlegt und einfach ausgeführt!

    Glückwunsch!

    Gruß

    Reinhold

    Dr.B
    ...und immer 'ne handbreit Wasser über der Feuerbüchse!