"Schlechte Messe"

  • Hallo

    Nach vier Tagen Standdienst auf der Messe in Köln, plus Auf und Abbau des Standes bin ich froh, das der Alltag wieder einkehrt.
    Bis in sechs Wochen wieder Karlsruhe auf dem Programm steht.

    Wenn ich dann hier beim Bericht von Besuchern lese, das es sich nicht mehr lohnt, da hin zu fahren stimmt mich das schon Nachdenklich.

    Wir haben hier durch die Messegesellschaften eine kostenlose Gelegenheit, uns zu treffen und unser Hobby zu präsentieren.
    Warum wird das nicht mehr genutzt?
    Wir können dadurch doch nur gewinnen. Spass macht es ausserdem denn der Tag dort vergeht wie im Fluge.

    Teurer Eintritt und hohe Parkgebühren trifft nur Konsumenten und die zu Recht.

    Alle Teilnehmer haben Freikarten für Eintritt, alle öffentlichen Verkehrsmittel in 50 km Umkreis und freies Parken direkt an der Halle.

    In der Halle 4.2 in Köln wäre Platz für den Vereinsauftritt aller Clubs aus Norddeutschland.


    Auch zu Beklagen, das immer mehr Händler verschwinden, liegt doch daran, das wir selbst immer weniger Wert auf solch eine Veranstaltung legen.
    Alle unsere Lieferanten sind Profis. Die kommen um Geld zu verdienen. Wenn wir auf der Messe aber nichts kaufen, so verschwinden doch auch die Händler.
    Wie viele von uns kommen denn mit einer Einkaufsliste nach Karlsruhe?

    Ich fahre jedenfalls gerne für drei Tage nach Karlsruhe und freue mich schon darauf, viele Bekannte wiederzutreffen.

    Dafür ist so ein Treffen da

    mfg

    Thomas

    • Offizieller Beitrag

    Hi Thomas und alle anderen,

    Grundsätzlich hast du vollkommen recht mit deinen Aussagen. Die Messe lebt von den Teilnehmern.
    Was die Händler betrifft kann ich dir nicht ganz zu stimmen. Wir waren mit "Einkaufsliste" dort, wir haben zwar alles bekommen aber nicht zu den
    Konditionen/Qualität die bekannte Händler liefern.
    Dennoch wäre es toll demnächst mehr ausstellende Vereine zu sehen, vielleicht kann man ja den einen oder anderen noch bekehren.
    Werde mir auch überlegen vielleicht nächstes Mal mit Lok zu kommen.
    Durfte mit einer V60 ein paar Runden drehen, die Strecke macht schon Spaß kann man nicht anders sagen.
    Es war trotzdem schön in Köln , euer Stand war erste Sahne und der Kontakt nach England den man dort
    bekommen hat war auch sehr nett und viel versprechend. Aus dieser Sicht hat Köln sich gelohnt, mal abgesehen
    von den Legohallen, fand das passte überhaupt nicht zusammen.


    Viele Grüße an alle DBC-L Mitglieder und Daumen hoch für eure Arbeit in Köln. ...


    Chris

    Das Licht am Ende des Tunnels könnte auch ein Zug sein !!! :D Ich bin der Fräser Eilig, was ich nicht fräs das feil ich.... Genitiv ins Wasser weil es Dativ ist :pinch:

    Einmal editiert, zuletzt von Steamchris (26. November 2012 um 13:53)

  • Moin,


    weiter unten der Schlussbericht der Messe. Natürlich ist das ein PR Text und dementsprechend alles eitel Sonnenschein. Aber den Anteil der Echtdampfer am Text ist vermutlich proportional zur Wertschätzung. Der Aufwand der großen Anlage ist erhablich und ob das Ganze von den Besuchern lieber gesehen wird als Lego ist fragwürdig. Das Wegbleiben der Händler ist ein eindeutiges Zeichen, dass das "Fachpublikum" trotz der 65000 Besucher nicht genug Umsatz macht. Das bedeutet auch, dass kaum jemand gezielt für Gartenbahn oder Echtdampf dorthin fährt. Den restlichen 95% der Besucher ist es völlig egal, ob da Loks, Trucks oder Lego gezeigt wird.


    Für ortsansässige Vereine kann es hilfreich sein, mit einem Stand vertreten zu sein, aber Vereine aus Norddeutschland werden den Aufwand kaum rechtfertigen können. Das Legoland wird sicher nicht zum Nulltarif an einer Messe teilnehmen. Die Gartenbahner müssen noch Standgebühr für Wohnmobile zahlen. Dem Publikum ist es he einerlei...


    MfG Peter


    Schlussbericht "Happy Family" Köln 2012


    Happy End


    Happy Family: Modellbahner und Lego-Bauer kamen voll auf ihre Kosten


    65.000 bauten,
    bastelten und staunten auf der "Happy Family"


    Nein, sie wollten
    einfach nicht nach Hause. Eltern hatten in den letzten vier Tagen so ihre
    Probleme, ihren Nachwuchs aus den Kölner Messehallen zu bekommen. Mitfahren
    auf echten Modell-Dampfzügen, nach
    Herzenslust Wühlen in unermesslichen Mengen von Legosteinen, sich ergötzen an
    hunderten ausgestellten Lego-Unikaten oder filigrane Bastelkunst üben beim Bau
    von eigenen, kleinen Modellbahn-Landschaften und Gebäuden - die Auswahl war so
    groß, man musste sich entscheiden.

    Und: der Funke sprang auf die Erwachsenen über, die sich dem Zauber des
    abwechslungsreichen Angebots selbst nicht entziehen konnten. Besser als
    "Happy Family" kann diese Mischung aus Hobby- und Spiele-Angeboten
    nicht bezeichnet werden.


    Vier Veranstaltungen
    bildeten den Rahmen der "Happy Family": Das 1. Kölner
    Truckmodell-Festival, das 7. Kölner Echtdampftreffen, die Lego FanWelt und die
    Internationale Modellbahn Ausstellung (IMA). Gerade die IMA, als traditionelle Veranstaltung in der 29.
    Auflage, war auf Grund ihrer internationalen Stellung als Leitmesse für den
    Eisenbahnmodellbau von herausragender Bedeutung. Positiv gestimmt startet die
    Branche ins Weihnachtsgeschäft, denn der Tenor hier in Köln war eindeutig: die
    Aussteller sind mit den Besucherzahlen,
    dem großen Interesse und der Kauflust der Besucher zufrieden und werten
    die positive Resonanz als möglichen Aufschwung für die Branche. Stefan Löbich,
    Geschäftsführer von Märklin, sieht positiv in die Zukunft: "Das Thema
    Modellbahn ist ein modernes Thema und so muss es präsentiert werden. Ich sehe
    unsere Aufgabe darin, die Fachhändler noch stärker in ihrer Außenwirkung zu
    unterstützen."


    Die IMA findet alle
    zwei Jahre statt. Mit 216 Ausstellern aus 13 Ländern konnte die diesjährige
    Veranstaltung nahtlos an die Zahlen von 2010 anknüpfen - und sogar leicht
    steigern. Ein ähnlich positives Ergebnis
    bei den Besucherzahlen: mit über 65.000 Besuchern schließt die "Happy
    Family" an das Ergebnis von 2010 an - sogar ohne die Durchführung der
    Kreativ-Messe "Mein Steckenpferd" wie vor zwei Jahren. "Die
    Besucherzahlen sogar ohne die Kreativmesse halten zu können, ist für uns ein
    sehr positives Ergebnis", so IMA-Veranstalter Andreas Wittur, der diesen
    Erfolg auf das starke Engagement für den Nachwuchs zurückführt. Noch nie zuvor
    war das Engagement von Verbänden, Firmen und auch von Lego selbst, die mit 45
    Mitarbeitern vor Ort waren, so groß wie in diesem Jahr.


    Die
    nächste "Happy Family" findet vom 20.11. bis zum 23.11.2014 statt.

  • Hallo Dampfbahner,

    ich habe mir auch so ein paar Gedanken zum Thema Messe gemacht. Es entstehen schon Kosten für Unterkunft, Fahrtkosten und Verpflegung wenn man die Zeit auf der Messe verbringt. Kann man verstehen wenn der eine oder andere Modellbauer hier nicht mitspielt.

    Sind wir doch auch manchmal richtige Eigenbrödler und hätten wir nicht das Problem mit den benötigten Gleisen, würden manche den Keller nie verlassen :D

    Anders sieht es bei den Händlern aus. Heute in der Zeit des Dr. Google gibt es doch nichts, was man nicht über das Internet bekommen kann,
    egal aus welchem Land der Erde. Auf der Messe muß sich der Händler, dann auch sagen lassen, das er zu teuer und man die Sachen woanders preiswerter her bekommt. Da der überwiegende Teil der Händler eh von unserem Hobby nicht leben kann, sondern es als Zweitgeschäft betreibt, ist es ihm auch nicht zu verdenken, wenn er bei den hohen Preisen für seinen Stand lieber weiter übers Internet vertreibt. Macht ja wirtschaftlich auch keinen Sinn die Einnahmen für die Standmiete auszugeben.

    Was wir brauchen ist ein anderes Messekonzept.

    Händler zahlen nur noch eine geringe Miete, mehr mit Symbolcharakter, damit sich seine Präsenz auch rechnet. Der Umsatz für die Messe muss über die Besucher erreicht werden. Diese kommen aber nur, wenn das Angebot stimmt. Eintritt 12,-€ und Parken 9,-€ liegt schon mächtig an der Schmerzgrenze. Für die Idellen Aussteller sollte es mindestens einen kleine Obolus für Benzin u.s.w. geben. Hier könnte vielleicht eine Entfernungspauschale greifen. Vielleicht dauert es einige Zeit bis sich diese neue Variante einspielt, aber es müßte sich doch machen lassen.

    Irgendwie sollte es auch gelingen mehr Modellbauer auf die Messe zu locken, um ihre Modelle auszustellen. Abgesperrte Bereiche für nur kucken nix anfassen. Dann könnte man die Modelle auch ohne große Betreuung ausstellen.

    Wir sollten vielleicht einfach mal entsprechend darauf einzuwirken.

    Grüße

    Wolfgang

    † 2017

  • Hallo, Hobbykollegen. Ich möchte mich mal vorsichtig dazu äussern. Ich bin als Besucher als erstes natürlich zum Echtedampf gegangen. Aber als aussenstehender war es gar nicht so leicht dort mal in ein anregendes Gespräch zu kommen. Die meisten aktiven waren tief innerhalb des 'Käfigs' zurückgezogen. Klar wäre ich warscheinlich auch. Leider hatten Interessenten an unserem Hobby so kaum Ansprechpartner. Mit den Leverkusenern war ja wenigstens ein Stand vertreten. Wäre mein Kumpel Gebus nicht mit seiner Lok da gewesen wäre ich warscheinlich gar nicht näher an die Objekte der Begierde gekommen. Die Sache muss offener werden. Viele Besucher wussten gar nicht was Ihr da beachtliches geboten habt, sondern die Sache wurde schnell als Kindereisenbahn abgestempelt. Klar das der Zaun da zur Sicherheit steht ist klar. Mit ein paar Ständen und Präsentationen ausserhalb der Anlage wäre das nächste mal bestimmt ein Erfolg. Gruß Björn

    • Offizieller Beitrag

    Hi Leute ,

    Um der Messe mehr Kick zu geben sollte sich jeder der "gemeckert" hat (mich einbezogen) mal an die eigene
    Nase fassen. Wenn jeder dem zu wenige Stände in der Echtdampfhalle waren, auf der nächsten Messe sein Rollmaterial
    aufstellt, wird es wohl kein gemecker mehr geben. Werde auch bei der nächsten Messe in Köln mit Lok da sein, wenn auch nicht 4 Tage.


    Zu Björn,

    ich weiß nicht ob ich die Besucher wirklich in dem abgesperrten Bereichen haben möchte.
    Ich will niemandem was unterstellen , meine Angst wäre das hinter her Sachen fehlen und oder Schäden
    an Lok oder ähnlichem hätte. Den Stress wenn was passiert und die eigene
    Lok mit im Spiel ist möchte ich auch nicht haben. Ist doch eigentlich gut gelöst so, wenn man jemanden
    dort kennt kann man doch auch in den abgesperrten Bereich. Find es schon gut so.

    Viele Grüße, Chris

  • Hallo Freunde
    Die messen sind immer von 2 Seiten zu sehen,die Aktiven Teilnehmer freuen sich an den Geleisen und Freunde ,Sie bieten der Messe eine Attraktion mit geringem aufwand.
    Die Besucher machen mit Ihrem Eintritt erst möglich so etwas zu finanzieren .Ihre Ansprüche sind anderst als bei den Aktiven Die Messe sollte alle Möglichkeiten zum einkaufen oder zur Information bieten und den Besucher auch die Möglichkeit zum unterhalten mit den aktiven zu bieten !

    Da die Messen sich immer mehr zur Wahrschauer und Familien Attraktion entwickelt haben werde ich dieses Jahr auf eine Bus Tour nach Karlsruhe Verzichten ,es fällt mir schwer
    aber es wurde in den letzten Jahren immer schwieriger genügend Mitfahrer zu finden da die Interessen der Besucher zu wenig beachtet wurden !!
    Mit den besten Grüssen Hannibal

    * 1940 † 2017

  • Von der Forderung nach "Freiem Zugang für ALLE" ... konnte ich nichts lesen !
    Die folgenden Gedankenanstösse kann ich aber VOLL-inhaltlich UNTERSTÜTZEN;
    {wir hatten das THEMA hierorts eh schon (mehr?)mal(s) ... im Zuge von "EDHT-Reminiszenzen" !!!}:

    ... Die Sache muss offener werden. Viele Besucher wussten gar nicht was Ihr da beachtliches geboten habt, sondern die Sache wurde schnell als Kindereisenbahn abgestempelt. Klar das der Zaun da zur Sicherheit steht ... Mit ein paar Ständen und Präsentationen ausserhalb der Anlage wäre das nächste mal bestimmt ein Erfolg. Gruß Björn

    Mir selbst - "unlängst in KA" - wurde sogar der Zugang "hinter den Zaun" VERBOTEN ...
    ... und erst nach Intervention bzw. "Haftungs-Übernahme" durch Carlo B. "doch noch ermöglicht" :love: !
    Um wieviel schwieriger - bis UNmöglich - ist es erst für "Normalos" - 8) ... - mit "Insidern" KONTAKTE zu knüpfen.

    Wie dem auch sei;
    ich finde auch im Beitrag von Wolfgang höchst Interessantes und BedenkensWERTes !
    Und Hannibal weist auch auf die so berücksichtigungsWÜRDigE - und nach "einer LÖSUNG schreiende" - Diskrepanz zwischen Aussteller- und Besucher-Interessen hin !

    Ein sehr wertvoller Thread is das hier;
    sofern die eingebrachten Gedanken auch nur irgendwie CHANCE auf "Berücksichtung" in der "ZUKUNFTs-Planung" haben könn(t)en :) ... .

    :love: ... Gerald "GeGa" Buschan - der DAMPF-Bahn-Freak & ZENSUR-Allergiker ... !
    Orthographie: Ned imma frei erfundn & Ähnlichkeitn mit div. Regeln daher unvameidbar!
    Ceterum censeo: Das LEBEN ist schöööön - grundsätzlich !!!

  • Man kann wenn man nur will...

    und damit nicht nur viel erreichen, sondern auch präsent sein. Doch alles ist wie immer eine mehrseitige Medallie.

    Wer einen Stand betreut kriegt vom Rest nicht viel mit. Auf den Mittelaltermärkten waren wir immer mit eigenem Zeltlager und allem drum und dran vertreten. Ende vom Lied, ausser dem eigenen Rasen hat man von der Veranstaltung kaum etwas mitbekommen da man ständig auf's Lager acht geben mußte damit nichts wegkommt. Ergo sind wir irgendwann nur noch mit dem Bollerwagen auf die Märkte gezogen und haben das toll ausgeschmückte Lager daheim gelassen... Dafür wurden wir dann kritisiert.

    Bei solchen Modellbahntreffen ist es doch nicht viel anders. Betreue ich einen Stand, so habe ich weniger Zeit um mit der Bahn selber zu fahren. Will ich nur fahren kann ich mich nicht um einen Stand kümmern.
    An dieser Stelle sei gefragt, warum all diejenigen, welche genau solche Sachen vermissen, nicht selbst Hand anlegen und diese vermeindliche Lücke in der Messevielfalt zu füllen...

    Mit unserer Waldbahnanlage haben wir für uns zumindest einen Mittelweg gefunden der uns alles ermöglicht. Wir liegen dicht an der Zuschauergrenze und sind somit gut einsehbar und für interessierte Besucher fast immer ansprechbar. Wenn ich aber eine Dampflok im Betrieb habe, so bin ich unweigerlich auch an deren Bedienzyklen gebunden und muß auch im Gespräch immer mal wieder einen Blick auf Wasser, Kohle und Dampfdruck haben. Es ist möglich, bedeutet aber unter Umständen auch mal Streß wenn alles gerade ein wenig hektisch ist.

    Aber dennoch macht es großen Spaß, auch wenn die 3 Messetage in KA nie und nimmer ausreichen alle Gespräche zu führen und Kontakte zu pflegen die im Raum schweben. So kann man doch einen großen Teil abdecken.

    2013 möchte ich den Schwerpunkt unserer Waldbahnanlage auf das Thema Waldbahn beschränken und gezielt den schweren Holztransport als Hauptaufgabe abwickeln.
    Dementsprechend arbeite ich schon seit geraumer Zeit an neuen Gleisplan-Ideen. Ich hoffe daß wir wieder so viel Spaß haben werden wie 2012, denn dieses Jahr war es für uns eine der gelungensten Veranstaltungen.

    Grüße, Gerd

  • HAllo zusammen,
    das Zauberwort der heutigen Zeit heißt:

    ENTERTAINMENT


    früher "Unterhaltungswert"

    In den sogenannten Fachmessen ist es eben so, dass sich nur diejenigen dahin "verirren" die damit was anfangen können!
    Wer kann sich denn unter der Bezeichnung Livesteam oder Echtdampf was vorstellen!?
    Große Massen in die Messen zu holen heißt die Attraktivität zu steigern, aber was und wer will noch mehr tun!?
    Wir haben vom Verein einen Messestand, er wird von unserem Karlheinz betreut; während der Messe findet er Unterstützung von Vereinsmitgliedern, die primär kein Fahreug dabei haben! werde selbst mal die eine oder andere Stunde im Stand stehen.
    Primär bin ich aber zum Spielen und quatschen dort, dazu mache ich das Jahr über genug für den Verein! Die Seite muss man auch mal sehen!
    Nur einen Stand aufstellen ist nicht alles!

    Gruß
    HD

  • Ja, so ist das wahrscheinlich in vielen Vereinen: Die mit den Fahrzeugen kommen zum fahren und tratschen, die ohne dürfen den Stand und die Organisation machen.

    Ich werde dieses Jahr wahrscheinlich wieder viele Tage draußen sein (auch Aufbau/Abbau/Vorbereitung), mal schauen ob ich dieses Jahr mehr als 5 Runden fahre (das waren es letztes Jahr). Die meiste Zeit werde ich wieder am oder vor dem Stand verbringen. Ich finde es aber auch schön dass viele zum Spielen kommen, dadurch lebt die Messe. Wir müssen nur auch die Besucher mit einbeziehen und nicht nur unter uns sein. Wobei es für einige schon ein großer Fortschritt wäre mit anderen Eisenbahnern zu reden.

    Wir müssen allerdings darauf achten dass es eine gesunde Mischung gibt und dass genug Leute auch auf den Ständen sind und mit den Besuchern reden. Nur so können wir neue Leute für unser Hobby begeistern. Die leute die kommen dürfen das nicht nur als Show sehen, sondern sollen merken, dass es sich bei diesem Hobby um eine Gemeinschaft handelt und man mit den Leuten reden kann. Nur dann haben sie einen Grund nächstes Jahr nochmal zu kommen, uns auf unseren Vereinsanlagen zu besuchen und sich villeicht sogar in einen Verein zu integrieren.

    Viele Grüße,
    Michael (der gerade Videomaterial und Software für das EDHT 2013 sichtet/schneidet/schreibt/prüft. Hat auch irgendwas mit Tablets und USB zu tun, aber mehr verrate ich nicht...)

    PS: Geheimtipp: Bei der Malubahn gibt es gutes, entkalktes Wasser, und auch genug Leute mit Flachwägen die einem die Gieskanne frei Haus liefern ;-).

  • Wie Gerd schon schrieb, ist eine aktive Beteiligung an einer Messe überwiegend purer Stress.

    Ich habe gerade letzten Monat eine Veranstaltung in Adliswil, CH hinter mir.
    Das war die 15th und letzte Convention der American Railroadfans in Switzerland, und ich war mit meinem Freund und unserer gemeinsamen On3-Modulanlage vertreten.

    An der Anlage habe ich seit September 2008 bis Mai 2012 durchgehend an einem Bahnhof gearbeitet. Juni bis August hat mein Freund dann die Landschaftsgestaltung vorgenommen, und kurz vor der Veranstaltung bin ich dann rund 100 km gefahren, um die Zoll-Abwicklung zu klären.

    Nach rund 8 Stunden Aufbauzeit haben wir uns dann beide Veranstaltungstage um die Ohren geschlagen, anschließend 2,5 Stunden Abbau und dann noch Rückfahrt bis zum Kaiserstuhl zur Zwischenübernachtung, natürlich inkl. Zollabwicklung CH + D.

    Von der ganzen Veranstaltung habe ich so gut wie nichts gesehen, da wir mit 2 Mann am untersten Level des Betriebspersonales sind.

    Ich werde dann wohl erst nach Weihnachten sehen, was so alles ausgestellt war, wenn die Veranstaltungs-DVD's mit Film und Fotos bei mir eingetroffen sind.

    Hubert The Goose

  • Hallo,

    als jemand der beim Aufbau der Gleisanlage mithilft, kann man denn ein oder andern Blick hinter die Kulissen werfen. In der Halle in der die Gleisanlage aufgebaut war konnten nicht mehr Stände stehen, weil Freiflächen für Besucher vorgeschrieben sind.

    Was mir positiv aufgefallen ist das diesmal, bis auf eine Ausnahme, keine Obstkisten unterwegs waren. Wenniger schön hingegen war das meistens erst gegen 10 Uhr die ersten Dampfloks unterwegs waren und das so manches Modell nur sehr spärlich bewegt wurde. :thumbdown:

    Gruß,

    chris69

  • Ach Ja?
    Am Donnerstag war ich als einer der Ersten auf der Strecke, aber nicht unbedingt zu meinem Vorteil...
    Auf einer der Weichen bei der Zufahrt zur Drehscheibe bin ich dann prompt entgleist und hab mir einen Schaden an der Lok eingehandelt, der sicher nicht einfach zu beheben sein wird. Bei sowas kommt natürlich keine große Freude als Teilnehmer auf, denn nun konnte ich meine Lok nicht mal mehr sparsam bewegen. ;(
    Wird die Strecke eigentlich einer richtigen Abnahmeprüfung unterworfen?

    • Offizieller Beitrag

    Hi,

    das tat uns echt leid als wir gehört haben das deine Lok kaputt gegangen ist Johannes.
    Wir hätten dir gerne die Werkstatt zur Verfügung gestellt , so wären vielleicht noch ein zwei Tage Fahrspaß möglich gewesen.
    Das nächste Mal (hoffentlich nicht) wenn du mit Lok in der Gegend bist und sowas passier meld dich.
    War ja doof so, die weite Anreise und dann sowas.....

    Viele Grüße, Chris

    Das Licht am Ende des Tunnels könnte auch ein Zug sein !!! :D Ich bin der Fräser Eilig, was ich nicht fräs das feil ich.... Genitiv ins Wasser weil es Dativ ist :pinch:

  • Hallo Johannes,

    mit dem frühen Anheizen warst du die große Ausnahmen, um so ärgerlicher das es gleich zum Anfang deine Lok zerlegt hat. Nun, auf der Anlage wird vor Messebeginn Probegefahren, sollte da etwas nicht stimmen würden mir das merken ( und natürlich beheben).

    Gruß,

    chris69

  • Hallo,

    ja, es stimmt teilweise: Die Gleisanlage von der MaLu-Bahn ist teilweise rustikal.

    ABER: Diese Wägen sind nur rausgesprungen, weil die werten Mitfahren rumgehampelt haben und mit dem Fuß gegen die Weichenkasten hängen geblieben sind. Dadurch dürften die Wägen rausgehebelt worden sein. Die Wägen sind auch nicht AN der Weiche rausgesprungen, sondern erst kurz danach.

    UND: Es war an 2 Tagen (Sa und So) maximal 5 Entgleisungen. Wenn man da von "Regelmäßig" schreibt, stimmt irgendwas nicht...

    Wenn jetzt irgendwer meint "Du kannst das nicht beurteilen", dann muss ich wiedersprechen. Ich war Samstag und Sonntag 2 Tage da und bin mit beiden Zügen gefahren.

    Aber bevor man hier auf "Schlechten Gleisanlagen, dumme Weichen oder blöde Streckenführung" rumhackt, sollte man sich eher überlegen, was das Ursprungsproblem war.

    Zu Ständen:
    Wir haben mit unseren Verein (DLF-KA) wie von Heinz-Dieter geschrieben, einen eigenen Stand. Da wir genügend Helfer haben, kann jeder mal weg und sich zumindestens einen groben Überblick über die Messe verschaffen. Und für Gespräche dürfte auch etwas Zeit bleiben. Da allerdings einige Helfer vorhanden sein sollten, muss man diese auch anwerben. Dadurch muss man sich aktiv beteiligen. Dass man neue Helfer bekommt ist nicht verständlich. Daher sollte man sich selbst mal überlegen, wie man am ehesten selbst in das Hobby einsteigen würde (oder was an einer Messe am interresantesten (muss auch machbar sein) ist). Und da wäre wahrscheinlich ein Gespräch der perfekte Einstieg.
    Ich weiß nicht, was unter "Spielen" alles zusammengefasst ist, aber ich bezweifle, dass darunter auch Mitglieder anwerben gilt. Und wenn man sagt, dass man für den Verein genug gemacht habe, kann ich nur Sagen, JEDER macht SOVIEL, wie er KANN. Da zu sagen, ich komme nur zum Spielen finde ich etwas nunja - unangebracht. Zumindestens ist das meine Ansicht unter "freiwilliger Arbeit". Es ist klar, dass das Echtdampfhallentreffen ein Spielplatz für ALLE Dampfer sein sollte - aber auch für die Zuschauer, denn sie finanzieren uns das Ganze. Das sollte man sich vllt. immer im Hinterkopf behalten.

    Und wenn ihr mit dem Geschriebenen nicht einverstanden sein. Bitte köpft mich erst nach dem EDHT. Bis dahin und auch am EDHT hab ich genug zu tun.

    Mit nachdenklichen Grüßen Johannes