• Hallo Zusammen
    Ich habe am Wochenende meinen selbst hergestellten Kessel zu Vrenli mit Wasser abgepresst und dabei Risse bei den Stegen zwischen 3 Rauchrohren festgestellt. Die Rauchrohre sind eingelötet und der Rest geschweisst. Ich sehe nicht allzuviele Möglichkeiten für eine Reparatur. Löten bringt nichts weil es unter den thermischen Spannungen gleich wieder reisst, schweissen repariert die Stege macht aber das Lot um die Rauchrohe kaputt. Dann bleibt noch die Rohre herausnehmen und die Stege schwiessen. Wie ich dann wieder runde Löcher für Rauchrohre fertige ist mir nicht klar.
    Lösungen währen gesucht und danke für Ratschläge Vik

  • Hallo Vik

    Bevor du anfängst, Risse am Kessel zu schweissen solltest du dich Fragen:

    Aus welchem Stahl ist die Rohrwand? Aus welchem Stahl ist der Rest des Kessels?

    Die Schrottkiste ist sicher nicht die optimale Quelle für so ein Bauteil.

    Wenn es da keine befriedigende Antwort gibt, würde ich zur Beschaffung von Kesselblech ( P 265 GH/H2) raten.

    Das bekommst du im Laserzuschnitt.

    Damit dann die ganze Rohrwand ersetzen und bei der Gelegenheit auch nicht mehr löten, sondern die Rohre kalt einwalzen.
    Das geht zwar nur mit einer professionellen Rohrwalze, Die ist aber bezahlbar (ca 100 Euro) und hilft dann über Jahrzehnte dem ganzen Verein.

    Wie immer an dieser Stelle der Verweis auf das Kesselhandbuch des DBC-D, das allen Mitgliedern kostenlos zur Verfügung steht.
    Wer sich danach richtet hat mit solchen Problemen nicht zu kämpfen.

    frohe Weihnachten wünscht

    Thomas

  • Danke für die Bemekungen. Es lösst allerdings mein Problem nicht. Gesetz den Fall dass ich die Röhren herausnehme dann muss ich die Rohrwand in der Feuerbüchse reparieren (sprich schweissen). Die Löcher müssen dann in einer Tiefe von ca 300mm wieder aufbohren werden um Rohre einzuwalzen.
    Ich habe den Kessel nach Wittmann gebaut. Ich glaube schon dass man die Probleme nicht hat wenn man die Rohre einwalzt. Man(n) wird auch schlauer mit der Zeit und mit Foren!

  • Hallo Vik,
    wenn deine Feuerbüchse undicht ist, da hast wirklich ein Problem. Wenn du Rohre einwalzen willst, dann müssen beide Rohrwände getauscht werden, da man fürs Einwalzen üblicherweise 10mm starke Wände benötigt. Wenn deine Feuerbüchsrohrwand Risse zwischen Rohren zeigt spricht das für Auszehrung. Dann müsste eigentlich die komplette Feuerbüchse erneuert werden, was nicht möglich ist, wenn der Kessel nach Wittmann gebaut ist. Einzige Möglichkeit wäre, reinige die Feuerbüchse mit Sandstrahlen, entferne alle Heiz- und Rauchrohre sowie die Stehbolzen zur Siefelknechtplatte. Fertige eine Feuerbüchsrohrwand an. Lege diese auf die alte Wand, schiebe zur Kontrolle Cu-Rohre durch alle Bohrungen. GGfs. Bohrungen der alten Wand nacharbeiten. Schweiße die neue Wand ein incl. der Stehbolzen. Anschließend Cu-Heiz- und Rauchrohre hart einlöten. Natürlich kommte es zu einer erhöhten Spaltkorrosion zwischen den beiden Rauchrohrplatten. Besser wäre ein Ausfräsen der alten Platte. Geht vielleicht mit einer biegsamen Welle durch die Feuerbüchstür. Das Beste wäre aber ein neuer Kessel.
    Volker

  • HAllo zusammen,

    ich hatte so ein ähnliches Problem am Kessel meiner Virginia!
    Ein Bekannter mit den entsprechenden Kenntnissen hat die Reparatur durchgeführt, aber gleich gesagt das es nicht lange heben wird, da die Rohrwand eben verschleiß aufweist!
    Nach 1 Jahr Betrieb war wieder das Gleiche aufgeteretn. Neuer Kessel war die endgüldige Entscheidung!


    Gruß
    HD

  • Hallo zusammen
    Besten Dank für Eure nicht gerade ermutigende Aussagen. Ich werde mich wohl mit einer Neukonstruktion befassen müssen und 10 mm Platten einbauen.

  • Hallo Vik,
    ja, unsere Worte waren nicht ermutigend. Aber ehrlich. Wenn du dich mit einem neuen Kessel befaßt, dann beachte, dass zwischen Kesseln mit gelöteteten und eingewalzten Rauchrohren beim Vrenli sich der Kessel nicht nur in den Wandstärken unterscheidet. Alle erforderlichen Infos hat Wittmann in den Plänen und der Bauanleitung dokumentiert. Das Kesselhandbuch des DBC-D empfehle ich dir auch. Wenn du noch Fragen hast, PN.
    Volker

    • Offizieller Beitrag

    Hallo liebe Dampfbahner,
    da ich gerade am Bilder sortieren bin und nun auf diesen Thread stieß, mal ein paar Bilder zum Ausziehen von Kupferrohrern ( an unserr Lok "österr. U".
    Wir haben auch die Virginian (Zimmermann) mit solchen Rohren ausgerüstet. (Sie hat ja schon den 3. Kessel, diesen nun mit eingewalzten Kupferrohren).
    Man sieht gut, dass die Kupferrohre nur an den Einwalzstellen abgezehrt waren, in der Mitte war noch der volle Nenndurchmesser.
    Die Undichtigkeit entstanden in der Feuerbüchse, wo das Kupferrohr bei neuen Rohren fast 3 mm überstand und zum Schluß eher wie ein Henkellocheisen aussah.
    Die Lok hatte zu diesem Zeitpunkt aber auch schon über 15.000 km auf dem Laufwerk.
    Ich schau mal, ob ich die Bilder vom einwalzen auch noch finde.
    Herzliche Grüße
    panki

  • Schönen Abend allerseits
    Ich habe mit der Neukonstruktion des Kessels in Stahl mit eingewalzten Kupferrohren begonnen. Es sind so einige Punkte aufgetaucht wo ich Rat brauche.
    - In den Zeichnungen resp. Fotos von Kesseln sind die Rohre in Reihen angeordnet. Ich habe mehr darauf geschaut dass die Stege konstante Breite von ca. 3.8mm aufwiesen. Ist das ausreichend?
    - Wie ist das mit dem Abstand von der untersten Reihe zum Kesselboden resp. was ist da minimal einzuhalten.
    - Sind für die Kupferrohre spezielle Legierungen notwendig und hat ev. jemand eine Anschrift. Was für Wandstärken sind notwendig (Wittmann schreibt 22x1.5-2mm). Meine D sind 22mm und 12mm.
    - Auf den Fotos sieht man die Einwalzwerkzeuge. Was passiert da. Wird da der Durchmesser geweitet und am Rand gestaucht?

    Würde mich über Reaktionen freuen.

  • Hallo Zusammen

    In den oberen Beiträgen wurde mehrmals das Kesselbuch des DBC-D erwähnt, hatt mann zu diesem auch als nichtmitglied Zugriff?

    Mich würde das sehr Interessieren...

    Gruss Dampfadi