Erfahrungen mit Polly oder Maxitrak

  • Tja, auch mich hat das Echtdampf-Fieber gepackt, allerdings steigt nicht im gleichen Maße der Kontostand zu meinen Fieberschüben.

    Bei der Recherche nach etwas günstigeren Anbietern, bin ich auch auf die englischen Firmen Polly und Maxitrak gestoßen.

    Meine Fragen:
    - hat jemand Langzeiterfahrung mit diesen Anbietern?
    - Wie ist die Qualität der Kits? (Paßgenauigkeit etc.)
    - Muss man nach dem Kauf viel ersetzen/repaieren, oder funktionieren die Modelle einigermaßen?
    - Wie ist der Support nach dem Kauf?

    vielen Dank für die Infos..

    Gr.
    Stefan

  • Hallo Stefan,

    schön das Dich das 5Zoll-Fieber auch gepackt hat und zu Fragen über dies und das bist Du hier im Forum genau richtig.

    Aaaaaaber,ohne Vorstellung und ein bischen mehr über Deinen Werdegang wirst Du hier nicht viel erfahren.Ist bei uns halt so!Erster Beitrag und gleich was wünschen kommt schlecht an.Also,auf geht´s!

    schöne Grüße

    Reinhold

    Dr.B
    ...und immer 'ne handbreit Wasser über der Feuerbüchse!

  • Moin Stefan,

    da Du gefragt hast - schau mal in diesem Fred - Von der Polly zur Feldbahnlok. Jonas kann Dir bezüglich der Polly sehr gut weiter helfen.

    MAXITRAK - ist so eine Sache, da gibt es widerstreitende Aussagen. In den mir vorliegenden Plänen habe ich einige konzeptionelle Mängel gefunden.

    Wesentlicher Stolperstein ist, dass Erzeugnisse von der Insel noch sehr oft mit imperialen Maßen kommen und man dann den entsprechenden Werkzeugsatz braucht.

    Wäre übrigens schön, wenn Du in der Vorstellungsecke etwas mehr zu Dir sagen könntest.

    Grüße Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

    Einmal editiert, zuletzt von Dampfspieler (30. Januar 2013 um 17:06)

    • Offizieller Beitrag

    Hallo,
    ich habe seit Dezember 2009 eine Polly I. Die Lok war gebraucht und stand wohl jahrelang irgendwo herum. Anfangs hatte ich einige Probleme, weil der Lack nicht hitzebeständig und noch ein par andere Sachen. Allerdings lag das ja nicht an der Firma, sondern am "Zusammenbauer", den ich aber nicht kenne.
    Nach zirka einem halben Jahr waren die Probleme behoben und seit da läuft die Lok eigentlich recht zuverlässig. Wie das aber mit der Passgenauigkeit und so weiter aussieht weiß ich nicht, weil ich nicht weiß, was mein Vorbesitzer gemacht hat.

    Also für den Preis eine ganz passable Lokomotive...

    liebe Grüße
    Jonas

    PS. Viel von der Lok findest du auch auf meiner persönlichen Webseite: https://www.dampfbahner.net/www.5-Zollseite.npage.de

  • Danke für die Infos.

    Die Frage nach der Paßgenauigkeit bezog sich auf Erfahrungen im technischen Modellbau. Manchmal passen die einzelnen Teile nicht "ganz zusammen" und man muss z.T. nachfeilen oder Bohrungen stimmen nicht überein etc.

    Grüße
    Stefan

  • Hallo Stefan,
    hatte vor Jahren den Fehler begangen, einem Vereinkameraden zuzusichen, einen Maxitrak Dixie Bausatz zusammenzubauen. Hier meine Erfahrungen, ob es heute noch genau so ist, kann ich nicht sagen.
    Ohne Werkstatt meiner Ansicht nach unmöglich. Der Leichtmetallgussrahmen musste nachgefräßt werden, da die Traverse zur Aufnahme der Treibachse im Rahmen schief war (Formfehler). Eine Montage gemäß Bauanleitung scheiterte kläglich. Ähnlich verhielt es sich mit der vorderen "Pendel-"Achse. In den Zylindern sollte die Kolbenabdichtung mit einer in Öl eingelegten verbleiten Schnur erfolgen. Entweder war der Kolben undicht oder schwergängig = Kolbenringe eingebaut. Zylinderentwässerung erst nach Änderung funktionsfähig. Der Kupferkessel war top, nur hatte der Hersteller die Bolzen für die Feuerlochtür vergessen. Somit musste der Kessel im druckbelasteten Bereich angebohrt werden um Kupferstehbolzen für die Tür einzulöten. Die Einspeisung des kalten Wassers sollte nach Plan seitlich neben der Feuerbüchse erfolgen. Auch war nur ein Sicherheitsventil vorgesehen, für mich persönlich, nicht zu verantworten. Die Handförderpumpe passte nicht am vorgesehenen Ort im Satteltank. Einen Kesselstock gibt es nicht, sondern auf dem, von oben mit Kurbel bedienbarem Regler, im Lieferzustand undicht, waren seitlich Abgänge für Pfeife, Hilfsbläser und Manometer vorgesehen. Die Befestigung der Rauchkammertür ist sehr ungewöhnlich, keine Tür sondern ein Deckel, der mit seitlichen Schrauben am Kesselrohr befestigt wird. Steuerung war Slip-Excentric. Und,alle Schrauben waren Imperial. Nach Jahren konnte daraus trotzdem eine funktionierende Dampflok gebaut werden.
    Volker

  • Vielen Dank für die Infos.
    Auf solche Abenteuer habe ich natürlich keine Lust. So zeigt sich, dass billig eben nicht selten auch schlecht bedeutet.

    Ich habe die Fa. Polly Eng. angeschrieben, wieviel der Transport nach Deutschland kosten würde. Bisher habe ich keine Rückmeldung erhalten. Evtl. schicken sie ja gar nicht außerhalb von England.

    Ebenso habe ich die Fa. Toysteam bzgl. Transport nach D angeschrieben und die Antwort erhalten, dass sie NICHT nach D schicken mit der Begründung, auf dem Transport könne der Kessel von den Zuleitungen abgerissen werden und es in der Vergangenheit deswegen mit der Versicherung etc. Ärger gab. Ich weiß nicht, ob man die Lok nicht so transportfähig machen kann, dass man sie doch verschicken könnte. Aber egal, wer nicht will, hat schon.

    Gr.
    Stefan

  • Polly Eng. wird die Mail nach Frankreich weiterleiten, da dort der Vertrieb für Kontinental-Europa ist.

    Das habe ich damals erfahren, als die Feldbahnlok frisch auf den Markt gekommen war.
    Ich hatte überlegt, mir einen Bausatz aus England zu beschaffen, da der durch den guten Umrechnungskurs des Euro zum britishen Pfund doch wesentlich günstiger gekommen wäre.

    Eine Antword habe ich dann aus Frankreich erhalten.

    Laut Webseite von Polly ist der Europäische Vertrieb http://www.vapeurmecanique.com . Schon witzig, dass GB nicht zu Europa gehört ^^

    Hubert The Goose

  • Der DampfBahnClub Rhein-Main beheimatet seit 2009 eine Maxitrak OPAL als vereinseigene Dampf-Lokomotive der dortigen Jugendabteilung.

    Nachdem man anfänglich einige, eher geringfügige, Umbauten und Verbesserungen an der bereits schön und sauber gebaut erworbenen Lokomotive vorgenommen hatte, läuft sie tapfer, unermüdlich und weitestgehend problemlos im regelmäßigen Vereinsbetrieb mit.

    IMHO ist eine solche Lokomotive gerade für Anfänger und zur Ausbildung bestens geeignet. Das einfache und simple Design lässt sich nicht nur einfach erklären und verstehen, sondern auch recht anspruchslos fahren, pflegen und warten.

    Ersatzteile, so sie denn nötig werden, gibt es zuverlässig per Post aus England und, weil oft Norm- und Industrieteil, ggf. auch im deutschen Handel nach Tips von Kollegen und Foren-Mitgliedern.

    Echtdampf-Einsteigern sei aber immer der vorherige, eingehende persönliche Kontakt zu umliegenden Gleichgesinnten und Vereinen empfohlen, wo (über-)lebenswichtiges Live-Steam Know-How und oft sogar eine entsprechende Vereinslokomotive für den gemeinsamen, erfolgreichen Start in ein schönes Hobby zur Verfügung steht.



    Aller Anfang ist leicht (wenn man es richtig anfängt ) ...

    Claus

    --------------------------------------------------------------------------
    Machen ist wie wollen, nur irgendwie krasser!

  • Hast Du eine Feldbahn gekauft? Wenn nein, warum nicht?

    Nein, ich habe die O&K Lok nicht gekauft, auch wenn sie mir immer noch gefällt.

    Grund war aber nicht das Modell, sondern einfach andere Gründe. Ich habe nun einmal noch ein paar mehr Hobbys, und aufgrund der Tatsache, dass aufgrund meiner Erfahrungen auf Train Mountain für die meisten europäischen Anlagen verdorben bin, habe ich auf diese Investition verzichtet.
    Dazu kommt, dass ich seit Sommer 2008 intensiv in On3 (1:48 amerikanische Schmalspur baue) und damit eigentlich eh kaum noch Zeit für anderes ist.

    Hubert The Goose

  • Hallo Stefan,
    auch die Opal des DBCRh-M hatte anfangs so ihre Macken. Richtig ist, sie war vom Vorbesitzer schön gebaut. Nur leider gab es auch an dieser Lok Probleme, unter anderem mit dem Fahrwerk und die Kolben waren undicht (Bleischnur). Ich habe damals die Mängelliste mit aufgestellt. Ob das Demontieren und Bearbeiten der Kolben zwecks Einbau von Kolbenringen als Geringfügig zu bewerten sei, soll jeder selbst entscheiden. Die orginal Achslagerung und Steuerung waren auch instabil und mussten überarbeitet werden. Aber nach dem dies alles erfolgt war, ist sie eine robuste Dampflok, die der Vereinsjugend viel Freude bereitet.
    Allgemein kann man sagen: Maxitrak preiswert, wenn man den Bausatz eher als Teilesatz betrachtet, der Nacharbeiten in der Werkstatt erfordert. Zimmermann, teuer aber der Bausatz ist wirklich ein Bausatz, der keine Probleme bereitet.
    Mein Rat, werde Mitglied in einem Verein in deiner Umgebung. Besuche Fahrtage der Vereine, die Saison geht ja bald los. Vielleicht steht ja auch dort etwas zum Verkauf. Frag die Aktiven nach ihren Erfahrungen, und dann entscheide.
    Volker

  • Hallo Stefan,

    ich besitze die Maxitrak Lok "Jack", eine unkomplizierte und kraftvolle Lok in 7 1/4 Zoll die es mit geändertem Rahmen auch in 5 Zoll gibt. Ich habe die Lok als lackiertes Fertigmodell gekauft und bin sehr zufrieden mit der Fahrleistung, der Lackierung und der unkomplizierten Wartung. Als Bausatz wurde mir abgeraten (von kompetenter Stelle) und zurecht denn viele Maße sind Britisch (Imperial) und einige Details sind amateurhaft, was schade ist und so unnötig. Habe einige Teile wie Handpumpe, Bedienelemente und Dampfölpumpe gegen solche von OS ausgetauscht und das war besser so. Du kannst Dir Bilder und ein kleines Video auf der Internetseite der "Parkbahner Neuötting" ansehen.

    Apropos OS, diese Firma bietet einen preiswerten C-Kuppler als lackierten Bausatz an der in Qualität und Preis Leistung sehr überzeugt und sicher was das Handling anbelangt unereicht ist. Guckst Du mal auf der Internetseite von Dorrington, die Deutsche Vertretung von OS. Eben ganz Made in Japan.

    Gruß Diethard

  • Hallo,

    die Seite von Dorrington (und nicht nur diese..) kenne ich mittlerweile auswendig. Als Einstiegsmodelle wäre sicher die OS Dorte oder OS Forte interessant. Es gibt dazu aber fast keine Infos im Netz. Gibt es davon in Europa so wenige Nutzer?

    Grüße
    Stefan

  • Hallo Stefan,

    möglich das Du die Seite der "Akubi Lightweight Railway" schon kennst, wenn nicht, dort ist ein Baubericht der Dorte und auch zwei Filmchen. Bei Youtube gibts einige Filme darüber, aber ich vermute die kennst Du auch schon.

  • Hallo Leute,

    mittlerweile hat sich der franz. Vertreiber bei mir gemeldet. Es hat den Anschein, dass sie für Deutschland evtl. einen weiteren Vertreiber suchen.

    Meine Frage aber zur O&K Suzanne: Der Überhang hinten von der letzten Achse zur Wagen-Kupplung scheint recht weit. Wenn man auf den Bildern die Gesamtlänge ins Verhältnis zum hinteren Überhang abschätzt könnten da fast 30% Überhangslänge rauskommen. Könnte es hier nicht Stabilitätsprobleme geben? Also dass die Lok sich an der hinteren Achse leicht aufhebelt und die vorderen Achsen entlastet? Oder ist sie vorn so schwer, dass das nichts ausmacht?

    Grüße
    Stefan

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Stefan,

    ich denke nicht, dass der Überhang ein Problem darstellt. Das schwerste an der Dampflok sind der Kessel und die Zylinder (vom Rahmen abgesehen, das dieser Hinten minimiert wurde). Der Kessel ist Hinten etwas länger als Vorne, aber das sollten die Zylinder wieder ausgleichen. Daher würde ich mir über die Gewichtsverteilung keine Sorgen machen. Man sollte nur beachten, dass die Lok bei kleinen Radien relativ weit Ausschwenken wird...

    Schau dir mal das Filmchen von der Schneeräumung an... Es ist schon sehr beachtlich, wie gut die Lok mit den Schneemassen zurecht kommt.

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    lg Jonas

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    Hier finde ich vor allem die Stafford interessant. Versand nach D laut deren Aussage rund 250Pfund.

    Die haben auch 5 Zoll im Angebot, zudem auch viel gebrauchtes.
    Melden sich auf Mails zügig und sind sehr nett.

  • Hallo,

    die englischen Firmen bieten ja oft eine Reihe von schönen, großen 5inch Loks an. Meine Frage: sind das in der Regel Eigenbauten nach einheitlichen Plänen? Irgendwie findet man ja keine kommerziellen Anbieter, die solchen großen Loks serienmäßig verkaufen. Die LMS Jubilee finde ich im aktuellen Sortiment recht ansehnlich, scheue mich aber, als Anfänger, davor zurück, so eine Loks gebraucht aus England zu kaufen, wo man nach dem Kauf eher schwieriger Unterstützung bekommt. Aber vielleicht ist die Angst auch unbegründet.

    Grüße

    Stefan