• Hallo Miteinander,

    ich baue grad weiter an meiner lok und da hab ich ein Problem ich bekomme die kette von der achse zum Motor nich straf. die lok ist gefedert und die beiden achsen sind zusammen verbunden habt ihr da eine Idee bzw Bilder danke
    Gruß Paul

  • Hallo Paul

    Die Lösung heisst Tatzlagermotor.
    Dabei ist der Motor auf einer Zwischenplatte befestigt, die sich auf einer Seite mit Lagern auf der Achse und auf der anderen Seite am Drehgestell/Rahmen abstützt.
    Der Motor macht also die Bewegung beim Einfedern zum Teil mit.
    Der Abstand zwischen Achse und Motor bleibt immer konstant, so dass sich die einmal eingestellte Kettenspannung nicht beim Einfedern ändert.
    Die Einstellung der Kettenspannung erfolgt z.B. über Langlöcher der Motorbefestigung.

    mfg

    Thomas

  • Hallo Paul

    Mit den Kettenspannern vom Mädler bin ich nicht zurechtgekommen.
    Die sind ziemlich gross, den Platz hatte ich nicht.
    Ausserdem gibt es damit Probleme, wenn der Motor nicht nur Antreibt, sondern auch Bremst. Dann wird er von der ganzen Kraft des Motors aufgezogen und kann seine Funktion nicht mehr erfüllen.

    Hier noch zwei Bilder von der Ausführung, die ich verwende:

    mfg

    Thomas

  • Hallo Paul,

    was Du suchst findest Du m. E. im Bereich des Radsports.

    Bemüh einfach mal Mr.Google... "Kettenspanner singlespeed" da findes Du
    viele Kettenspannern die nicht zu groß sind, sich auch gut mit wenig schnick
    schnack montieren lassen da sie nur über einen Arm verfügen.

    Grüße
    Andreas

    "Man kann den Wert einer Sache daran messen, wieviel Zeit man sich dafür nimmt!"

    Grüße Andreas

  • Moin Paul,

    die Kettenspanner aus dem Fahrradbereich sind aus meiner Sicht vollkommen ungeeignet, weil sie nur in einer Laufrichtung der Kette optimal wirken und der Weg der Rolle für die Erfordernisse im Modellbahnbereich viel zu groß sind. Üblicherweise werden sie in dem Teil der Kette eingebaut, auf dem keine Kraft steht.

    Die Anforderungen im Modellbahnbereich sind folgende:
    - gleich gute Spannleistung in beiden Laufrichtungen der Kette,
    - minimale Einfederwege mit stark zunehmender Kraft bei Einfederung,
    - Nachstellbarkeit des Spannelements (wichtig, weil sich die Kette teilweise deutlich längt und das durch den kurzen Federweg nicht oder schlecht ausgeglichen werden kann,
    - gute Zugänglichkeit für Wartung und Pflege.

    Eine sehr klein bauende Lösung wäre ein Spannschuh, wie er an Steuerketten im Verbrennungsmotorenbau verwendet wurde/wird. Der ist einseitig fest, aber nachstellbar zu lagern und an der anderen Seite drückt eine Gummifeder auf das bewegliche Ende.
    Eine andere Lösung bei etwas mehr verfügbaren Platz siehst Du auf den folgenden Bildern. Original war da eine Schraubenfeder drin (gelagert auf dem Messingteller), die bei Rückwärtsfahrt derart nachgab, dass das Spannrad in den oberen Kettentrum eingriff und das ganze blockierte.

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    Mechanikus hat letzthin an seinem Triebwagenmodell auch eine schöne Lösung verwirklicht.

    Grüße Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Dampfspieler (31. August 2013 um 09:22)

  • Hallo Dietrich, 

    der normale Fahrradkettenspanner, in dem die Kette S-Förmig geführt wird, ist für diesen 
    Zweck wirklich nicht geeignet. 

    Worauf es ankommt hast Du in Deinen Modellbauanforderung sehr detailliert ausgeführt. :thumbup:

    Die einarmigen Kettenspanner die ich meinte sehen denen in Deinen angehängten Bildern 
    sehr ähnlich, daher kann ich mir gut vorstellen, dass ein solcher sich mit wenig Aufwand 
    zweckmäßig um- und einbauen lässt. 

    Grüße 
    Andreas

    "Man kann den Wert einer Sache daran messen, wieviel Zeit man sich dafür nimmt!"

    Grüße Andreas

    Einmal editiert, zuletzt von Bockerlbahner (31. August 2013 um 06:45)

  • Hallo Paul,
    du hast ja jetzt schon diverse Lösungsvarianten aufgezeigt bekommen. Hilfreich für eine optimale Lösung wäre natürlich ein Bild(er) deiner Einbausituation gewesen.
    Generell sollte dein Kettenspanner folgende Eigenschaften besitzen:
    Funktion in beiden Laufrichtungen der Kette, sollte dies nicht möglich sein, so sollte in der Vorzugsfahrtrichtung der obenliegende Kettenteil unter Zugspannung liegen.
    Ausgleich einer Kettenlängendifferenz von bis zu einem 1/2 Kettenglied.) Hat sich die Kette um mehr als ein 1/2 Kettenglied gelängt, muss die Kette gekürzt werden und ein 1/2-Kettenglied eingebaut werden.)
    Übertreibe es nicht mit der Kettenspannung, du belastetst nur unnötig die Lager und die Kette.
    Hast du eine vorgereckte Kette verwendet? Betreibe die Kette nur mit maximal 1/6 der rechnerischen Bruchkraft.
    Du solltest mal Bilder deiner Lösung hier zeigen.

    Volker

  • Mahlzeit Paul,

    wenn du eine vernünftige Lösung erarbeiten willst, musst du wohl oder übel mal ein paar Bilder einstellen, damit man sich unter deinem Projekt mal etwas mehr vorstellen kann. So auf den blauen Dunst wird dir keiner so richtig weiterhelfen können. Aber das ist ja nix neues bei dir!

    Zur Not kannst du immer noch beim Vorbild schauen, bei Feldbahnloks wurden fast immer die Achsen zum Spannen verschoben.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D