Das sieht aber schon gut aus da freuen wir uns schon auf den nächsten Besuch
Heizers Feldbahn
-
-
Hallo allerseits,
es geht langsam voran, aber immerhin...Wegen anderer dringender Arbeiten, Uralub u. ä. habe ich es nur geschafft, die Gleisjoche für die Rampe fertigzustellen und provisorisch zu verlegen. Sie werden alle eingepflastert und deshalb muss vor dem Herstellen des Pflasterbetts die Gleislage fest sein. Auch muss der obere Steigungsübergang von ca. 5..6% in die Ebene wegen der Brücke vor dem Zugang zum oberen Gartenteil genau stimmen. Das Gleis ist jetzt fast ausgerichtet und es kann der Grobschotter zum Stopfen unter den Jochen mit dem Flachwagen hochgeschafft werden, wenn noch die letzten Meter im Vorgarten von der Zufahrt ( und dem Materiallager ) zur Eingangskurve der Rampe im Rasen ausgekoffert und verlegt sind. Wenigstens kann man das Teilstück schon mal gebrauchen, um den anfallenden Rasenschnitt aus dem Vorgarten zum Komposter im Hintergarten zu schaffen. Ebenso erweist sich das als brauchbar, wenn Einkäufe auf die Terrasse an den Kücheneingang zuschaffen sind. Es ist zwar wegen der wackligen Gleislage nur Handverschub möglich, aber besser als nichts und die Nützlichkeit wurde unter Beweis gestellt. -
Was macht man, wenn
1. die eigene Gleisanlage immer noch nicht so weit gediehen ist, dass man seine Lok fahren kann
2. die Lok aber endlich mit ordentlichem Akkusatz und Mat-Con-Steuerung ausgerüstet ist
3. man den Göpel endlich mal bewegen möchte?
- Man fährt mal eben schnell nach Dresden, sind ja nur 520 km. So geschehen an diesem Wochenende, eingefädelt von einem unter dem Namen V75Christian bekannten Foriker.
Das ging dann so:
Die vergangenen 10 Tage wie ein Wilder Akkugehäuse gebaut, Schaltbild gemacht, Bauteile wie einen Notausschalter, Metall-Schaltkasten usw. besorgt. Akkus verdrahtet, über die Sch..Kabelschuhe und Flachsteckhülsen sowie Lüsterklemmen geflucht, da der Draht gerne trotz aller Quetschbemühingen wieder rausrutschte. Wilde Suche nach Hochlastrelais 1xUM 80A 12V, kein Anbieter scheint was zu haben. Zufällig wegen andrer Bauteile im Elektronikladen im Nachbarort, und als die Rede auf solche Relais kam, zog der Inhaber mal eben eine Schublade auf...
So, zwei Tage vor der Abreise bewegt sie sich unter elektronischer Kontrolle mit 48V.
Jetzt sind Zimmermannsfähigkeiten gefragt, denn in den Einachsanhänger ( Stahl- und Walzwerk Brandenburg seligen Angedenkens) muss noch ein Transportgestell mit Schienen rein, um die Lok sicher zu halten. Hätte ich doch bloß keinen Lehrgang über Ladungssicherung mitgemacht, dann würde das alles nach dem Motto " Hält schon" ruck-zuck provisorisch schneller gehen. Aber so sind eben doch die Bilder von "Wenn's nicht hält" im Kopf...
Transportgestell um 14:00h fertig, Lok um 15:00h verladen und gesichert, eigen Übernachtungsutensilien, Frau und Kind eingepackt 16:00h, Abfahrt erste Etappe Erfurt. Eigentlich recht spät dran. 10km davor auf der A4 überholt mich doch im Dunkeln so'n blöder VW-Bus, der so komische blaue Lichter auf dem Dach hat und einem eine schriftliche Auffoerderung zum Halten im Rückfenster zeigt. Lotst einen runter von der Autobahn, wo erst nach 2km eine Tankstelle ist, zur Kontrolle-weil sich der Anhängerstecker einen Wackelkontakt geleistet hatte und nur ein Rücklicht an ist. Die Geschwindigkeitsfrage ( 80km/h ) wurde, da Tacho des Dienstfahrzeuges nicht geeicht, nicht weiter vertieft. Nette Unterhaltung, durch kräftiges Wackeln am Stecker ging das Licht wieder an " bis Erfurt können'Se ja dann doch noch fahren und ein Tipp - mit dem nicht schneller als 90 ", aber 45min waren halt doch weg. Das Umladen in Christians VW-Bus ging mit von mir zum Glück vorgesehenen Klappschienen recht flott- das Ganze dauerte keine 15min und die Lok fuhr mit eigener Kraft vom Anhänger in den Bus. Die zweite Etappe nach Dresden am anderen Morgen sollte nicht durch den Anhänger ausgebremst werden. Kurz und gut - Christian schaffte noch den Baustellenstau bei Nossen in 20min, dann kamen aber die dort Aktiven auf die Idee, zum Abbau alle Spuren bis auf eine zu sperren und ich brauchte 1,5h um durchzukommen. In Dresden war derweil der erste Grilldurchgang für Mittag durch, aber die Lok auch schon von 240 auf 260mm umgespurt. Dann allerdings die bemerkung: "Ach so, Deine Lok fährt nicht" Ich drücke nochamls alle in Frage kommenden Taster, alles OK, Not-Aus entriegelt und ...Sch-öne Bescherung. Da hatte sich ein Draht aus der Hülse heruasgemacht und war so unglücklich auf das darunterliegende Relais gefallen, dass er sich in dessen Kontakten verklemmte und einen Masseschluss hervorrief, der aber nur nach Aufdrehen des Fahrreglers wirksam wurde und diesen ins Nirwana schickte - sprich die Endstufen MOSFETs und die Leiterbahn überlebten es nicht. Zur Freude von Mat-Con, können die doch jetzt noch zwei Steller verkaufen!
Sohnemann war total traurig und sauer, weil sich von einer Maschinisten-Diesellok durch den Garten schleppen lassen ist nicht so das Wahre. Mir ging's aber auch nicht besser. Die Herren Maschinenbauingenieure machten dann auch noch so ein paar passende Bemerkungen wie " Guck mal, hier im Motorraum kein einziges Stück Draht" usw. Nach einer Stunde Frustschieben und vergeblichem Reparaturversuch wurde die Verdahtung radikal umgeklemmt, so dass wenigstens mit 12V gefahren und Umpolen mit Hilfe schnellen Tauschens der Akkuanschlüsse bewirkt werden konnte, eine Aufgabe, die der 11-jährige mit zwei Schraubenschlüsseln nach kurzer Zeit innerhalb 30sec. absolvierte. An Sonntag konnte da selbst der Herrscher aller Hatz-Diesel nicht widerstehen ( und er konnte ja seine Lok wegen der Sonntagsruhe nicht fahren ) und so könnt Ihr ihn mit der DL8 bewundern. -
Für die Interessierten eine Ansicht des Bedienfeldes der Lok. Links der Umpolschalter, der nur wegen der Haptik so groß ist, in der Mitte die eigentlichen Bedienelemente - Schlüsselschalter Ein/Aus, Drehzahlsteller und Starttaste. Das wurde deshalb so gewählt, damit beim Einschalten und nicht auf Null gestellter Drehzahl ein selbsttätiges Losfahren der Lok verhindert wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass erst einer im Führerstand sitzt, sich den Steller anguckt und dann bei Null auf die Taste drückt, ist einfach höher. Rechts ist ein Notaus-Schlagtaster.
Das zweite Bild zeigt das Original - schon ein bisschen verschieden.... -
Ja gefahren ist die DIEMA ja nun doch. Und beim nächstenmal wird der Regler mit Sicherheit durchhalten ich vertraue da auf Heizers Fähigkeiten die kleinen Stromtierchen zu beherrschen. Die Haupsache ist ja das die Kinder ihren Spaß hatten und das sieht man ja auf den Bildern.
War auf jeden Fall ein schöner Ausflug
-
Nachdem ich mir den ersten MatCon 48V-Steller zerschossen hatte, habe ich den zweiten bestellt und eingebaut. Es scheint mir, als ob für 48V außer in den USA, und da eher für Haupt- und Nebenschluss-, aber nicht für Permanentmagnetmotoren, recht wenig für Golfcarts u. ä. angeboten wird. Das Innenleben des Stellers ist, na ja, chinamäßig. Aber solange es funktioniert...Eines jedenfalls ist klar: Es gibt keinen Kurzsschlußschutz! Die 50A-Schmelzsicherung, die man einbauen muss, dient nur dazu, bei einem Motorstrom, der 50A 'langsam' überschreitet, die Leiterbahnen und die Halbleiter vor dem Wärmetod zu schützen. Bei einem 'harten' Kurzen brennt hier alles ab ( So wie bei mir geschehen ) Insofern muss man die Aufschrift '60A' nicht ernst nehmen- das geht allenfalls kurzzeitig.
Der Steller hat einen Umpoleingang, der mit einem Schalter geschlossen werden kann und dann die Richtung wechselt. Man sollte tunlichst vorher den Motorausgang auf Null bringen. Die Umpolung erfolgt mit einem eingebauten Relais. Das bedeutet aber nicht, dass der Ausgang für beide Richtungen symmetrisch ist! Bei geschlossenem Schalter ist der 'Rückwärtsgang eingeschaltet, bei dem bis zum Ansprechen des Motors das Poti weiter ( >50% ) als beim 'Vorwärtsgang' gedreht werden muss. Die erreichbare Ausgangsspannung ist etwa 3/4 des Vorwärtsgangs.
Im Vorwärtsgang spricht der Motor bei ca. 40% Potiweg an und bei ca. 90% schaltet der Motorausgang mit einem kleinen Tastgradsprung voll durch. Die Auflösung innerhalb des nutzbaren Potibereichs ist m.E. ausreichend. Ich habe die Umpolung mittels zweier Kfz-Hochlastrelais 12V 1xUM 80A nach außen verlegt, weil ich in beiden Richtungen gleiche Geschwindigkeit brauche. Der im Bild #24 gezeigte Fahrschalter hat 3 Stellungen, so dass auch noch eine Kurzschlußbremse ( beide Relais abgefallen ) in der mittleren Stellung vorhanden ist.
Ich konnte bisher Testfahrten nur in der Ebene durchführen, nächste Woche hoffentlich bei 5% Steigung und angehängter Last. -
Ich hoffe doch das es nächste Woche möglich ist vom Parkplatz auf die obere Terrasse zu fahren . Das Schweissgerät liegt schon im Auto

Christian
-
Hallo allerseits,
das Wochenende ist rum und ich bin um eine Erfahrung reicher. Kurz und bündig: Der 48V/ 50A -Steller von Mat-Con ist für den eingesetzten 48V/800W-Motor meiner Lok absolut ungeeignet- sobald dieser bei geschlossenem Sollwert wegen der Steigung spannungsmäßig 'verkehrt herum' in den abgeschalteten(!) Ausgang speiste, da die Lok etwas rückwärts rollte, zerlegte es diesen. Das Ding ist m. E. Spielzeug und absolut nicht bahnfest. -
Hallo allerseits,
an diesem Wochenende gab es nicht nur Frust. es wurden auch 11m Strecke verlegt und die vorhandenen Gleise ordentlich verlascht und ausgerichtet, damit unter der Woche die ersten 5to Grobschotter bis auf Schwellenhöhe an der Steigung angefüllt werden können, sie dienen als Unterlage für das Planum, auf dem die Gleise dann eingepflastert werden.
So sieht man denn den armen Fronarbeiter V75Christian beim Auskoffern der Trasse im Vorgarten,
Die erste Ladunge fertig zum Hochschieben in den oberen Gartenteil,
den Heizer auf der Rampe,
das fertige Schotterbett,
und weil's im Dunkeln so schön aussieht, die letzten Arbeiten am Übergang zum Rillengleis der Hauseinfahrt. Man beachte die 'achtlos' am Rande stehende Bierflasche- bei 4°C schmeckte uns der Tee besser als Hopfenkaltschale. -
Ein paar hab' ich noch:
Aufnehmen der beladenen Karre
wegen 5,5% Steigung und Grünzeugsschmier auf den Schienenköpfen war Sanden angesagt
Leerfahrt zurück zum Schotterladen.
Eine Karre mit Schotter wog so ca. 90..100kg. Die Lok samt Führer bringt 300kg auf Waage. Aber auf der Geraden bergauf schleuderte sie ohne Sand. -
Mahlzeit Heizer,
es freut mich zu sehen, dass es auf deiner Bahn weitergeht. Bei dem ganzen Ärger mit der empfindlichen Elektronik wäre es da nicht besser mal über einen mechanischen Fahrschalter nachzudenken?
Haben sich die neuen Federn bewährt?Eine Handbremse wäre vielleicht auch noch eine sinnvolle Ergänzung.
Dass die Lok schleudert würde ich dem "Leichtbau" in Verbindung mit dem recht leistungsstarken Antrieb zuschreiben. Meine Diesellok wiegt betriebsbereit eben 200 kg mehr...
Gruß Sven
-
@Sven
V75Christian wüsste ja einen, der dafür eine robuste eelktronische Steuerung wie für seine V75 bauen könnte - aber wenn ich in den Spiegel schaue, habe ich so gar keine Lust dazu
Es gibt was ordentliches zu kaufen und das habe ich jetzt bestellt. 4QD aus GB oder Curtis, ich habe mir bei 4QD einen Steller bestellt. Alles andere ist rausgeschmissenes Geld.
Bremse: Ja, da muss noch eine Scheibenbremse rein. Die wird mittig in der Achse angeordnet wegen der Spurverstellbarkeit.
Federn: Haben sich bewährt, evtl. muss es noch eine Windung weniger wegen des höheren Weges sein.
Gewicht: Da wird es wieder mit den Federn kritisch. An sich glaube ich noch eher daran, dass der Schmier auf den Köpfen Schuld war. In der Kurve bei 5,5% Steigung zog sie einwandfrei durch, erst auf der Geraden schleuderte sie nach ein paar Metern. -
Hallo Heizer
Tip vom Typ
schau Dir mal den 4Q_FAG Steller an.
Bin mit dem Hersteller weder verwand noch verwulft.Grüße
Bärni -
Dös wann i's gwusst hätt - der Preis ist natürlich topp. Aber der andere Regler ist bezahlt.
-
Ach Heizer ich bin mir ziemlich sicher das du noch mal rann must und nen Regler bauen wirst du kannst das ja aber Bau erst mal den 4qd ein der brennt bestimmt auch gut

-
Hallo Helmut,
Du machst Deinem Namen alle Ehre, aber bei solchen Leistungen gehören anständige Regler dazu, die Preise sind halt saftig.
Grüße
Wolfgang -
Dies hier ist sehr hilfreich, wenn man seinen eigenen Steller/Regler bauen will. Die Leute erwähnen auch öfter den Begriff 'Zug', sie scheinen aus der Parkbahnszene zu kommen. Mein neuer Steller ist übrigens auch von ihnen - ein 4QD-200 mit sehr vielen nützlichen Eigenschaften. Wer's nachlesen mag...
-
So, das Wochenende ist rum und ~10to Schotter da, wo sie hingehören. Der Nikolaus von der Post brachte mir auch noch den 4QD-Steller und was will man mehr? Erstes Bild zeigt die Steilstrecke von doch nun ca. 6% in 'vollem Schotter'. Die Steigung ist schon derbe, aber bei trockenem Gleis problemlos zu bewältigen- was mich zu Punkt 2 bringt, der neue Steller.
Dieser Steller ist eine Wucht! So problemlos und sauber arbeitend können es wirklich nur Profis bauen. Die beste Eigenschaft ist die Regenerativbremse, denn selbst bergab bei ca. 200 kg Last auf dem angehängten Flachwagen hielt die Lok die eingestellte Geschwindigkeit sauber ein. Ich brauchte die Kurzschlußbremse wirklich nur beim Abstellen. Die Bremskraft aus allen Geschwindigkeiten ist vollkommen ausreichend, um die Fuhre dahin zu stellen, wo man es will. Die mechanische Bremse braucht man dabei nur als Feststell- und Sicherheitsbremse ( falls es die Elektronik zerlegt). Ich war überrascht von den vielen Vorkehrungen gegen mögliche Fehler. Das Ding scheint wirklich unkaputtbar zu sein, selbst gegen Falschpolung der Batterie kann man sich durch den Anschluß eines Trennrelais wirklich schützen.
Im zweiten Bild das Road-Rail-System zum Hochschaffen des Schotters und Lok ohne Haube, weil der Lader noch nicht festgeschraubt war. Die eingesetzten 12V/100Ah-Startebatterien von Exide zeigten selbst nach 2,5 Std Dauerbetrieb keine wirklich weitgehende Entladung - nach 45min Ladezeit waren sie wieder voll! -
Sehr gut das freut mich ja das es nun klappt mit der Lok.
-
Mahlzeit Heizer,
Glückwunsch zum erfolgreichen Streckenbau und zum neuen Regler.
Gruß Sven
-