Moin zusammen,
das große Dampfloks keinen künstlichen Zug beim Anheizen brauchen stimmt auch nicht so ganz ...
Bei der IV-k wurde vorne in der Rauchkammer ein "Lagerfeuer" eingerichtet, um den Rauchgasen aus der Feuerbüchse beim
Anheizen eine beschleunigte Richtung zuzuweisen.
"Anheiz Geschwindigkeit" ... bis zum ersten Bar Druck dauert es am längsten, weil dafür die meisten Kalorien verbraucht werden.
Danach geht es etwas schneller, beim Original überschreitet man selten die Leitformel: 1° pro Minute (180° C = 10 Bar).
Zur Material Schonung.
Natürlich gibt es auch kürzere Anheizzeiten beim Original, es gibt eine "von" - "bis" Spanne in der man sich bewegen kann.
Wenn es früher mal "gedrückt" hat, wurde der Kessel auch mal schneller hochgefahren.
Je langsamer, desto besser ist das für das Material.
Wer schon mal beim Anheizen einer großen dabei war, der weiß was ich meine, das knackt und knistert ganz schön im Gebälk.
Bei Kupferkesseln habe ich immer das Gefühl, als wenn die aus Gummi wären, die kann man ziemlich gnadenlos "aufpusten" und drucklos machen.
Die sind da doch sehr gutmütig, im Vergleich zum Stahlkessel.
Gruß Bucki
