• Ich bin mir nur (leider) ziemlich sicher, dass es solch eine Weiche im großen doch nicht gegeben hat. Aber wer weiss, ....
    Einzungenweichen, hier mal ein Modell ( die Originalfotos sind in einem Forum vergraben, wo ich sie auf die Schnelle nicht finde ) gab es dagegen öfter. Sogar eine einer öffentlichen Straßenbahn, also nicht deren übliche Rillen-Einzungenweiche.

    Gruß vom Heizer

  • Im Gartenbahnbereich könnte man es ja mal mit so einer Weiche ausprobieren.
    Ich persönlich sträube mich allerdings gegen Weichen, welche prinzipiell nicht "aufgefahren" werden können ;)

    Der Weg ist das Ziel ;)

  • Jetzt habe ich die Weichen schon mal ausgelegt, um die Einbaulage optimieren zu können. Einlaufen 'spitz' in eine auf Abzweig stehende Weiche aus einer Steigugn heraus ist schon ganz schön knifflig auszulegen, damit man kein Aufklettern durch Kreuzschlag bekommt- was bei der Dampflok auch beim Eingleisen ganz schön auf's Kreuz ginge. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Hier sieht man, wie steil (7%) die Kurve liegt..

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    Im Abzweig darf kein Kreuzschlag sein..

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    Und hier noch ein Blick von oben auf die Primitiv-Stelleinrichtung - ein Tritt und die Weiche liegt!

    Gruß vom Heizer

  • @Rudiratzrutz

    Ich habe mir das mal in Vergrößerung angesehen. Die Zungenlage ans Stammgleis in Stellung 'rund' ist bei dieser Weiche abenteuerlich. Ich verwette meinen A... , dass beim spitzen Einfahren aus einer Kurve jeder Radsatz aufklettert.
    Bei meiner Weiche werde ich's mal mit einem kurveninneren Radlenker vor der Weiche probieren, um das Anlaufen besser in den Griff zu bekommen. Im Augenblick gibt es nämlich bei der Dampflok ein hörbares Knackgeräusch, wenn der erste Radsatz an der Zunge entlangschrappt - eindeutig Aufsteigen und Zurückfallen. Das kann sich mit der Zeit wieder zum Problem auswachsen.

    Gruß vom Heizer

  • @ arteshci

    Die Zungenlage ist ja abhängig von dem Radius des abzweigenden Stranges - egal welcher Weichentyp. Es geht hier ja lediglich darum, das Herzstück und die dazugehörigen Radlenker einzusparen.

    Das Knackgeräusch könnte mit der Schrägung am Spurkranz zusammenhängen. Eventuell hängt das betreffende Rad auch etwas in der Luft(wegen der vorherigen Steigung) - oder besser gesagt: die Gewichtsbelastung reicht in dem Moment nicht aus, um das Rad unten in der Spur zu halten - vielleicht gibt die Zunge beim Befahren auch etwas nach(wird nach unten gedrückt).

    Gruß Rudi

    Der Weg ist das Ziel ;)

  • @Rudiratzrutz

    Ja, der Kreuzschlag ist da ein sehr großes Problem. Das an die Zunge anlaufende Rad darf nicht entlastet sein, denn sonst wird das Fahrwerk nicht in den Bogen gelenkt. Jetzt ist zwar alles gefedert, aber Ausgleichshebel sind nicht eingebaut. Vielleicht muss ich aber nur in der Kurve vor der Weiche den Außenbogen etwas anheben, dann legt sich die Lok auf das Rad und versucht nicht mehr zu klettern.

    Gruß vom Heizer

  • Man könnte auch noch testen, ob das Aufklettern nur bei angehängten (Bedien-)Wagen passiert - dann spielt die Höhe Kupplung eine Rolle. Bei einem höheren Anhängepunkt gegenüber den Wagen neigt das Zugfahrzeug zum Aufbäumen. Der eventuelle Höhenunterschied kann ebenfalls an der vorherigen Steigung liegen.

    Der Weg ist das Ziel ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Rudiratzrutz (23. Mai 2016 um 16:22)

  • Ich trau mich's ja garnicht zu sagen - aber die Weichenprobleme sind gelöst und als Nebeneffekt haben sich noch ein paar Erkenntnisse für die Weichenkonstruktion bei U-Profilgleis ergeben.
    Der Auslöser ( ich berichtete doch über ein Knackgeräusch ) war schlicht und einfach der für ein aus der Kurve spitz in die Weiche einlaufendes Rad zu geringe Spalt zwischen der Backenschiene und der abliegenden Zunge! Die 16mm sind bei einer Spurerweiterung um 5mm wegen der Kurve dann einfach zu wenig gewesen. Das kurveninnere Rad kletterte mit dem Spurkranz auf die abliegende Zunge auf, so einfach war's. Jetzt ist alles geändert und ich kann mit Höchstgeschwindigkeit ( ca 6km/h bergauf ) aus der Kurve in den Abzweig fahren. Das funktioniert auch mit einem geschobenen Flachwagen, der sehr leicht ist, selbst wenn er selbst noch den Kipper schiebt.

    Gruß vom Heizer

  • Hallo Heizer,
    ich habe gerade Deinen Baubericht zu den Weichen gelesen. Und wie ich sehe, hast Du die Weiche 1 nun doch in die Steigung verlegt. Als ich mit WeiMi die Weiche eingebaut habe, hatten wir gerade wegen der Steigung die Weiche etwas höher eingebaut und wollten den Gleisabstand erst nach der Weiche vergrößern. Aber gut, es scheint ja nun zu funktionieren.
    Betreffs des Kreuzschlages noch ein Hinweis. Bis jetzt liegt die Weiche ja nur auf der unteren Schotterschicht. Wenn die Weiche dann eingeschottert wird, musst Du die Lage unbedingt nochmals genau überprüfen. Durch das unvermeidliche Stopfen bewegt sich das Teil nämlich nochmals. Und selbst nach dem Stopfen liegt die Weiche nicht endgültig. Da ist immer Bewegung drinne.
    Baust Du eigentlich jetzt die anderen Weichen auch noch um?
    Schade, dass ich an diesem Wochenende nicht zu Besuch kommen kann. Es ist so viel Arbeit liegeggeblieben bei unserem letzten Einsatz und anscheinend konnte sich Hilmi nicht durchringen, den restlichen Kalkschotter für den Damm am Anschluß Kompost umzulagern. Schade! Andererseits - bleibe mehr Arbeit und Transportauftrag für mich :)

    Viele Grüße vom Joschi
    (... der jetzt mal wieder zum Arzt muss.)

    Mit "eigentlich" fängt eine Lüge an!

  • Lieber Joschi,
    na wenigstens kriegt man von Dir im Forum ein Lebenszeichen - oder ist Dein Handy kaputt?
    Der liebe Hilmi schreibt im Augenblick alle zwei Tage eine oder zwei Arbeiten am Tag und den Rest der Zeit verbringt er mit Lernen dafür. Wenn er um ca. 16:30..17:00h aus der Schule kommt ist dann die Motivation für außerschulische Arbeiten nicht mehr so dolle. Doch hat er schon mal nach weiteren Arbeiten an der Bahn gefragt - nur dieses Wochenende ist vor Samstag nachmittag aus den bekannten Gründen nichts machbar. Jedenfalls soll das Kompostgleis in Angriff genommen werden. An der Dampflok stehen auch ein paar dringende Arbeiten an - das Wasserstandsglas ist schwarz und dann habe ich mir ein Zylinderentwässerungsventil durch Aufsetzen gehimmelt. Das beeinträchtigt zwar nicht das Fahren, aber macht die Schienen tropfnass, was bergauf dann nicht das Pralle ist.

    Gruß vom Heizer

  • Lieber Heizer,
    dass der kleine Mann im Moment einigen Stress mit der Schuel hat, ist mir schon klar. Das er allerdings erst zwischen 16:00 und 17:00 Uhr nach hause kommt, klingt in meinen Ohren eher nicht wie Schule. Zu meiner Zeit war 14:00 Uhr Feierabend und da war das schon spät!
    Betreffs des Kompostgleises, eventuell solltest Du da noch ein paar Borde setzen, damit der Kalkschotter nicht abrutscht. Andererseites, wenn der aufgeschüttete Schotter abrutscht, ist immer noch Zeit genug, die Borde zu setzen.
    Ich habe es inzwischen geschafft, die Hemmschuhe fertig zu bekommen. Die für 240 mm sind gelb, die für 260 mm orange. Jetzt muss ich nur dem Christian noch eibn wenig in den Ohren liegen, dass wir endlich noch zwei Kastenwagen mit Handbremse brauchen. Allerdings ist Christian auch gerade in den Abschlussprüfungen. Also spreche ich mal lieber etwas leisen ;)
    Viele Grüße
    Joschi

    Mit "eigentlich" fängt eine Lüge an!

  • @Joschi
    Er hat immer alternierend um 15:10 oder 16:10h Schulschluss, dann noch ca. 30..40min S-Bahn.

    @alle
    heute nachmittag entschloss ich mich, die unbedingt nötigen Reparaturen/Verbesserungen an der Dampflok anzugehen. Ich hatte mich schon lange über die schlechte Erkennbarkeit des Kesselwasserstands geärgert: Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.
    Das ist jetzt beleuchtet, sonst ist das noch schlechter zu erkennen. Außerdem war das Glas im Anlieferzustand mit schwarzer Farbe bekleckert und entsprechend finster sah's aus.
    Als von der Physik Beleckter hat man ja mal was von Doppelbrechung und so'nem Zeug gehört und da eine hellere Umgebung nie schadet, wurde mal eben schnell aus einem Alu-Winkel das hier gezaubert:
    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.
    Das Schraffierte ist mittels Zeichenprogramm ausgedruckt und dann mit Tesafilm 'auflaminiert' worden. Sieht doch cool aus, oder?
    Aufgeschraubt an den Schauglashalter sieht es so aus:
    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.
    bzw. von vorne so:
    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Man sieht sehr schön, dass durch die Mehrfachbrechung die Streifen dick horizontal laufend durch die Wassersäule und dünn , fast senkrecht, durch das Glas erscheinen. Damit kann man den Wasserstand deutlich erkennen. Das Alu reflektiert auch ausreichend gut und so hat sich die Bastelei von 45min doch gelohnt.

    Gruß vom Heizer

    Einmal editiert, zuletzt von ateshci (11. Juni 2016 um 00:30)

  • Moin Heizer,
    das ist ja ein echtes Husarenstück. Da sieht man wieder den Unterschied zwischen dem Ingenieu und dem Gleisbauer. Das nenne ich mal angewandte Physik.
    Mal dazu noch einen gedanklichen Verbesserungsvorschlag von mir. Prinzipiell sollte es doch möglich sein, das Streifenmuster in ein Stück Plexiglas zu gravieren. Die Streifen könnte man dann mit schwarzer Farbe auslegen. Und dann könnte man die Plexiglasscheibe, entsprechende Dicke vorausgesetzt, von der Schmalseite her mit LEDs beleuchten.
    Ok, dass ist dann nicht in 45 Minuten erledigt, aber ich denke, damit ist das Beleuchtungsproblem geklärt.

    Viele Grüße
    Joschi

    Mit "eigentlich" fängt eine Lüge an!

  • Hallo allerseits,
    ich will ja endlich den Personenwagen in Angriff nehmen und da es eine Drehgestellausführung werden soll, treibt mich die Konstruktion der Bremsanlage um. Erste Idee: Es soll eine Federspeicherbremse sein, die durch eine durchgehende Leitung gelüftet werden und durch entsprechendes Absenken des Drucks (hoffentlich!) einigermaßen dosierbares Bremsen erlauben soll. So wie das mit der TriStop-Bremse bei LKws gemacht wird (Wenn ich's denn richtig verstanden habe ). Ein Original-TriStop Zylinder ist aber aus Preisgründen total außer Diskussion. Es könnte ja nun ein zentraler Zylinder und ein Gestänge wie in den USA sein -allerdings bei einem maximalen Schwenkwinkel der Drehgestelle von 20° zu jeder Seite erscheint mir das recht kompliziert zu sein. Die andere Lösung wären Drehgestellzylinder und flexible Luftanschlüsse der Drehgestelle. Ich bin für sachdienliche Hinweise und Richtungsweisungen dankbar.

    Gruß vom Heizer

  • Moin Heizer,

    falls du Originale Federspeicher Bremszylinder vom LKW verbauen willst ... die Dinger sind echt groß ...

    Für meine Drehgestelle habe ich jetzt "Festo Luftzylinder" aus China verbaut. Sind billiger Stk. ca. 7 - 10 €.

    Die Bremskraft und Stellgeschwindigkeit regel ich mit Federkraft.

    Der Bremsdruck liegt bei mir zwischen 1 - 3 Bar.

    Bedenke, ein Rad bremst nur wenn es rollt, wenn es blockiert und über die Schiene gleitet, bremst es nicht wirklich.

    Das Gefühlvolle Bremsen mit Luft benötigt einige Tricks, weil die Luft sehr sehr schnell am Ziel angelangt.

    Bei Riegler gibt es "Fein Drossel-Ventile mit Rückschlag-Ventil" die sind für solche Einsätze sehr brauchbar und mit ca. 10 € auch erschwinglich.

    Da ich zur Zeit meine Betriebsbremse für die Drehgestelle neu aufbaue, habe ich mir eine "Prüf-und Test Station" gebaut.

    Hier mit kann man gut die Schnelligkeit und die Bremskraft austesten.

    So wie es aussieht, werde ich wohl ein Drosselventil als "Bremsregelventil" nehmen (Zug: leer-halb voll-voll).

    Den Bremsvorgang werde ich (wie gewohnt bei mir) mit einem 3/2 Wege Kugelhahn ausführen (Bremse: einleiten-halten-lösen).

    Gruß Bucki

  • Hallo Bucki,

    kannst Du uns Deine "Prüf-und Test Station" näher erläutern? Wie sieht die aus?

    Ich kann mir vorstellen, daß es viele interessieren wird.

    Vielen Dank im Voraus

    Gruß

    Uwe

    Man hat niemals Zeit, es richtig zu machen, aber immer Zeit, es nocheinmal zu machen. [ . . . Murphys Gesetze].

  • Bucki
    Bitte beschreibe Deine Testeinrichtung, ich brauche so etwas ja auch.

    Das grundsätzliche Problem bei Drehgestellen und am Wagenboden befestigtem Bremszylinder ist doch, dass die Wirkrichtung der Kraft mit zunehmendem Schwenkwinkel immer schräger zur Bremse am Drehgestell wirkt. Die 'Foundation'-Ausführung in USA ist am Wagenboden befestigt und erlaubt doch nur relativ kleine Schwenkwinkel, wie sie beim Vorbild ja auch gang und gäbe sind. Bei den geringen Feldbahnradien ist diese Lösung aber m.E. nicht umsetzbar. Ich habe mir deshalb eine Konstruktion mit einem Hilfsrahmen überlegt, der die Drehpunkte des Bremsgestänges entsprechend der Drehgestellverschwenkung verlegt, so dass sich die Bremse nicht von alleine anlegt und der Stellweg zwischen 'Gelöst' und 'Angelegt' in etwa gleichbleibt. Siehe die Skizzen:

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    So sieht es bei Geradeausfahrt aus.

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    Und so bei maximalem Schwenkwinkel.

    Ihr seht einen Hilfsrahmen, der die Drehpunkte für die Übertragung der Bremskräfte trägt und selbst vom Drehgestell entsprechend seinem Kurvenstand verstellt wird. Federbremse und Lüftzylinder greifen im Drehpunkt des Hilfsrahmens(schwarz) am Wagenboden auf einen um die Mitte des Hilfsrahmens drehbaren Bremshebel(blau) an. Am Drehgestell sitzt ein Umlenkhebel, der auf die Bremstraversen wirkt. Die vollständige Aufhängung und Ausführung davon ist nicht gezeichnet. Das wird wie bei der 'Foundation'-Ausführung, nur dass der Festpunkt auf dem Drehgestellrahmen und nicht am Wagenboden sitzt. Ausgehend von einem Nennmaß von 520mm in Neutralstellung verändert sich die Lösestellung der Backen um +/-1mm bei Kurvenfahrt. Damit meine ich, kann man leben.

    Gruß vom Heizer

  • Hallo,

    meiner Meinung nach würde genügen, den Angriffspunkt, der jetzt oberhalb des Drehpunkts gezeichnet ist, in die Wagenachse kurz vor den Drehpunkt des Drehgstells zu legen:

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    Die Längsverschiebung dieses Punktes ist beim Ausschwenken minimal. Der rechte Umlenkhebel trägt die Bewegung der Brensstange aus der Fahrzeugachse raus, der linke wieder zurück, um die Bremstraversten symmetrisch zu belasten.

    Selbstverständlich verändern sich die Bremsstellungen "gelöst" und "angezogen" verschieden, da sich beim Anziehen der Bremse die Entfernung des Angriffspunkts vom Drehpunkt verändert. Das dürfte jedoch kein Problem darstellen, wichtig ist ja die erstere Stellung, damit die Bremse beim Ausschwenken nicht von selber anzieht. Beim Anziehen der Bremse ist es nicht so schlimm, wenn man etwas weiter ziehen/kurbeln muss ;)

    Gruß

    Kristian