Geared

  • Review_33. Ölpumpen Ventile (Lubricator Valves)

    HeissDampf Ölleitungen sind üblicherweise (meist) mit 2 Ventilen ausgestattet.

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    Mal angenommen, die Ventile sind federbelastet und dichten einwandfrei, so ist kein Grund offensichtlich,
    welcher das zweite Ventil rechtfertigt. Mit Ausnahme vage bei
    Kozo "... in addition to the check valve in each lubricator pump, a second
    check valve is provided for higher relaiability" (Kozo, Building the New Shay).

    Mit dieser Begründung - grössere Zuverlässigkeit - könnte man fragen, wieviel weitere Ventile wären ... usw., deshalb:

    1.Frage: Gibt es einen plausiblen Grund für das zweite Ventil?
    2.Frage: Falls zwei Ventile, welche unterschiedliche Wirkung ergibt die Anordnung der Ventile (links im Bild, Ventile je Rohrende, rechts Ventile zusammengefasst)?

    Antworten verdanke ich.
    Gruss. Ted

  • Moin Ted,

    Deine Annahmen a)federbelastet und b) einwandfrei dichtend sind schon die ersten Einschränkungen.
    Bei meinen englischen Loks sind auch durchweg zwei Ventile verbaut.

    Die Frage, wieviele Ventile nocht lässt sich beantworten, wenn man bedenkt, dass jedes Bauteil auch eine Ausfallrate (HR) mitbringt.
    Ab einer bestimmten Anzahl Ventile hast Du so viele Bauteile, dass ein Ausfall eines Ventils wieder wahrscheinlicher wird.
    Der Effekt wird natürlich von den in Reihe liegenden funktionierenden Ventilen abgefangen, aber der Fehler bleibt ohne Offenbarung.
    Du stellst den Ausfall erst dann fest, wenn die ganze Kette versagt.

    Meine Theorie:

    Genau aus diesem Grund sind 2 Ventile verbaut:
    Eines versagt, aber da das andere noch funktioniert, bekommt man es nicht mit. Das andere Ventil hält die Funktion aufrecht, bis die Lok ohnehin zur Wartung kommt und beide Ventile gereinigt und geprüft werden. (Inspektionsintervall). Somit kommt man über die übliche Zeit zwischen zwei Ausfällen (MTBF) hinaus. Erst ein Doppelfehler (Ausfall beider Rückschlagventile) bringt die Funktion zum Erliegen.

    Viele Grüße

    Holger

    Fueled by coffee, powered by steam.

  • Moin Ted,

    nach meinen Erfahrungen ist "Deine linke Anordnung" vorzuziehen.

    Warum zwei Rückschlagventile verbaut werden hat aus meiner Sicht einen einfachen Grund, das Ventil am Einspeisepunkt entlastet das Ventil in der Ölpumpe/-Presse, indem es verhindert, dass der pulsierende Druck im Schieberkasten "von hinten" auf das Einspeiseventil der Pumpe wirkt und das "irritiert". Da Öl inkompressibel ist würden die entsprechenden Druckschwankungen immer in vollem Umfang am Ventil ankommen.
    Das Pulsieren des Schieberkastendrucks ist übrigens um so schwächer, je besser die Querschnitte der Dampfleitungen und Kanäle aufeinander abgestimmt sind.

    Wenn Du am EInspeiseventil noch eine Möglichkeit vorsiehst, die Ölförderung der Pumpe zu kontrollieren, bist Du vollkommen auf der sicheren Seite.

    Wie ich das am MARTIN gelöst habe, kannst Du auf diesem Bild sehen. Es ist die kleine Sechskantschraube auf dem T-Stück vor dem Zylinderblock.

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    Während des Anheizens des Kessels schaue ich da nach. Wenn Öl direkt unter der Schraube ansteht, ist das darunter liegende Ventil auch in Ordnung anschließend pumpe ich Öl mit der Hand vor (drei Drehungen am Handrad der Pumpe reichen) und weiß so auch, dass die Pumpe funktioniert.

    Dann wird die Schraube wieder eingedreht und noch mal vier Hübe vorgepumpt, damit ich lange Freude an der Maschine habe.

    Grüße Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Holger, Dietrich,

    Holger: Deine Begründung für 2 Ventile - Motto 'doppelt genäht hält besser' - kann
    einleuchten. Anders als bei anderen Ventilen ist das korrekte Funktionieren schwieriger zu überwachen
    (Anmerkung ".. wieviel weitere Ventile .." war ironisch gemeint).

    @Dietrich: "pulsierenden Druck .." abfangen, den Nutzen kann ich nicht einschätzen, glaube aber
    deiner Erfahrung. Deine Kontrollschraube entspricht dem Kontrollhahn bei 1:1 Loks, mit dem bei
    Arbeitsbeginn nach Drehen der Handkurbel die Ölförderung kontrolliert wird.

    Ich bedanke mich für eure Antworten.
    Gruss. Ted

  • Martin,

    verstehe die Überlegung, auf die gefüllte Leitung ist aber nicht ohne weiteres Verlass.
    Zuverlässiger ist wohl eher ein kurzer Handbetrieb der Ölpumpe - wie erwähnt - vor Inbetriebnahme
    der Lok.

    Gruss. Ted

  • Review_34. Start Painting

    Sieht aus wie Einbiegen auf die Zielgerade - falls nicht alles täuscht.
    Kann aber trotzdem noch dauern - bekanntlich. Die langen letzten 5% bis
    zum ersten 'Firing up'.

    Am Beispiel eines der 3 Trucks (Drehgestelle) ein kurzer Rückblick auf
    Stationen beim Fertigen einer Baugruppe der 7 1/4" Shay #10.

    Konstruieren
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    Spanen
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    Löten
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    Zusammensetzen, testen
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    Zerlegen, entfetten
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    Lackieren
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    Zusammensetzen, Testen
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    Montieren
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    Gruss. Ted

  • Review_34.2. Painting Tender Frame

    Gereinigt, verschraubt (Hunderte!), geschweisst und lackiert.
    Viel Aufwand für eine Baugruppe die im späteren Betrieb kaum mehr
    Beachtung findet.


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    Gruss. Ted

  • Review_35.1 Inspection

    Das Lackieren macht zwar einigen Fortschritt. In der Fertigung
    sind vor Bauabschluss aber noch zwei Hürden zu nehmen: Zylinderentwässerung
    und Kesselverkleidung. Beides, wie auch das abschliessende Lackieren,
    setzt ein Zerlegen der Lok voraus.

    Damit nichts vergessen geht und als Bilderhilfe für den Wieder-Zusammenbau
    soll eine vorgängige Inspection dienen.

    Davon ein Auszug:

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    Gruss. Ted

  • Review_35.2 Inspection (Cont.)

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    Gruss. Ted

  • Review_36 Cylinder Cocks

    So sollen die 6 ZylinderVentile werden

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    Mit Kegelspindel 1:10. Stahl einstellen bis das Tragbild
    einwandfrei ist.

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    Kegelspindel und Ventil Ausgang hartlöten

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    Ventil Durchgang bohren. In Jig eingespannt gibt Gewähr, dass alle 6 Ventile im
    gleichen Winkel öffnen

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    Geprüft, einbaufertige 6 ZylinderVentile

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    Gruss. Ted

  • Stef, Christian.

    @Stef. Je te remercie pour l'eloge. J'aimerais bien redere la pareille
    pour ta 'Belle'.

    Christian. Danke für den freundlichen Kommentar. Kommt zur richtigen Zeit.
    Die Shay ist zerlegt, gibt Erfreulicheres. Erinnert mich an die Bilder aus der Y6b Manufaktur damals.

    Gruss. Walter

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    • Offizieller Beitrag

    Hi Ted,
    schönes Puzzel, mit dem Unterschied das der richtige Spaß erst im zusammen gebauten Zustand kommt.
    Da hast du dir ein Denkmal gesetzt, ich wünschte ich hätte etwas von der Ordnung weg......die Ordnung und Sauberkeit spiegelt sich ja auch im Modell wieder.....ein Meisterwerk!!!

    Meinen größten Respekt!!!!


    Viele Grüße
    Christian

  • Joachim,

    Frage ist ok, wer nicht fragt weiss es schon - oder vielleicht nie.

    Kegelgeometrie eignet sich bekanntlich zum formschlüssigen Dichten. Steile Kegel neigen aber zum
    'Festsitzen' (Absicht, Werkzeugaufnahme), flachere Kegel tragen event. nur an einem Umfangskreis
    (Ventilkugel). Der Norm-Kegel 1:10 bietet sich an als 'erprobte Mitte' (s. auch Kegelgewinde).

    Könner bauen sich Kanonenbohrer +/- 1:10 (dazu Netz fragen). Wenigerkönnende (ich) leihen/kaufen
    sich eine 1:10 Reibahle, eingesetzt nach gestuftem Vorbohren. Egal ob Eigenbau oder Normbohrer,
    nicht das genaue Verhältnis 1:10, sondern das Tragbild ist entscheidend .

    Für eine erste Näherung stelle ich den Drehstahl an einem 1:10 gefrästen Rundling ein .

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    Anschliessend zählt nur noch das einwandfreie Tragbild (Touchierpaste) und
    letztlich der Ventiltest, zB. im Wasser.

    Gruss. Ted

  • Review_36. 1st Firing Up, coming soon

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    Gruss. Ted

  • Guten Tag Ted,

    schön, daß du die letzten 5% nun auch so erfolgreich geschafft hast. Mit dieser Lokomotive ist dir wieder eine Meisterarbeit gelungen. In jedem Detail, von der Konstruktionsarbeit beginnend bis hin zur Bauteilfertigung, zeigt sich welch hohes Können du hier präsentierst. Modellbau in der Meisterklasse :thumbup:

    Für mich bemerkenswert, da du nicht nach einem Modellbauplan, sondern auch von den originalen Plänen deine Lokomotive entwickelst.

    Danke für deinen Baubericht von Anfang an und vielleicht ergibt sich ja einmal die Gelegenheit, deine Lokomotive im Fahrbetrieb zu bewundern.

    Grüße Helmut

    Manchmal braucht man ein halbes Leben, um zu begreifen, wie man es nicht machen sollte und dann kommt man in Zeitnot.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Master Ted,

    wundern tuts ja nicht , dass die Lok so aussieht, ein tolles Modell hast du da gebaut. Wirklich erstklassige Arbeit.

    Danke für die schönen Minuten beim lesen des Berichts, macht immer Spaß.

    Ich hoffe sehr man sieht dich dann mal auf den einschlägigen US Treffen wie z.B. im Huserland, würde mich sehr freuen, nicht nur wegen der Lok auch wegen dem Erbauer 8o.


    See you...

    Chris