Anlagenerweiterung bei der Bahn im Schütterpark in Brunsum/Limburg

  • Die Genehmigung von der Gemeinde ist nun perfekt!

    Siehe das Ende von diesem Thead: Was bei einem Fahrtag auch noch passieren kann ...
    Die Gemeinde stimmt zu, daß es nun ungefähr so aussehen wird:

    Von unsere derzeitigen Aktivitäten kann man hiereinen Eindruck bekommen.

    Unsere Weichen sind etwas kompliziert (weil mit 2 oder 3 Spurweiten), daher werden diese auf eine pfiffige Weise gebaut: link
    Im Anhang ist ein Bild einer bereits vor Jahren gebauten Weiche auf der Anlage.

    Auf einen großen Arbeitstisch wird ein 1:1 Ausdruck des Weichenplans befestigt und die Bauteile werden darauf montiert und gleich verschweißt. Die Schwellen sind U-Profile. Dabei ist der Plan zwar anschließend hinüber, das Bauen geht allerdings erstaunlich schnell vonstatten. Nach den letzten Arbeiten kann die fertige Weiche abgehoben und draußen montiert werden.

  • Glückwunsch zur Genehmigung.

    Musste gerade erstmal knoblen, in welche Richtung es weitergeht, aber nachdem ich dann die Drehscheibe gefunden hatte, wurde mir die gesamte Lage schlagartig klar.

    Wenn alles gut geht, bin ich Anfang September wieder vor Ort :D

    Hubert The Goose

  • Hallo Johannes,
    diese Art Weichen findest Du auch bei uns auf der Anlage. Thomas baut sie auch schon seit Jahren so und sie haben sich gut bewährt. Bei uns sind nur die Weichenzungen mit einer Schraube von oben durch das Profil befestigt. Warum haben Eure Weichen keine Spurkranzführungen oder wie kommt Ihr über das Weichenherz?
    Grüße
    Wolfgang

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Wolfgang und Thomas,

    die Weiche, die Johannes eingefügt hat ist durchaus befahrbar. Eine Spurkranzführung ist nicht nötig, da es durch die beweglichen Herzstücke keine "echten" Herzstücke mit Lücken gibt, an denen das Rad geführt werden muss. Beim Stellen der Weiche bewegen sich bei der Weiche nicht nur die Weichenzungen, sondern auch die Herzen und das Stückchen, mit dem die 5 Zoll Spur die 7,25 Zoll Spur kreuzen würde.

    Ein Aufschneiden der Weiche ist dadurch nicht möglich!!

    lg
    Jonas

  • Hallo,

    ich wollte mich ja nicht einmischen, da ich noch recht unerfahren bin. Meiner Meinung nach aber sollte es funktionieren.

    Das ganze ist für mich ziemlich blöd zu erklären, da ich ehrlich gesagt die Namen der einzelnen Teile von Weichen nicht kenne. Ich möchte es trotzdem versuchen zu erklären was ich mir denke und sehe: Das kleine Stück Gleis, welches angeblich zum gerade ausfahren fehlt, ist meiner Meinung nach schon da. Wenn man genau hinsieht, fällt einem auf das die eine ?Weichenzunge? nicht aus einem Stück besteht. Das eine kleine Stück dürfte sich einzeln drehen lassen.

    Ist jetzt sicherlich nicht (falls es überhaupt stimmt) die beste Erklärung, aber so sehe ich das Ganze halt.

    Gruß
    Manuel

    -

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Wolfgang,

    du hast natürlich recht, dass die Weichenzungen nur bis zu den Laschen beweglich sind, aber die beweglichen Herzstückteile sind auch nicht direkt mit der Zungenbewegung verbunden. Wenn du auf die Facebookseite des Vereins gehst siehst du, wie die beweglichen Herzstücke auf der Weichenzeichnung stehen mit dem Kommentar: "De beweegbare puntstukken liggen klaar op de tekening" (laut Google: "Die beweglichen Herzstücke liegen klar auf der Zeichnung")

    Links neben der Weiche siehst du auch die Teile, die aussehen wie längere Schwellen unter denen die Antriebe jedes einzelnen Herzstücks sitzen und auch der Antrieb für das 5Zoll/7,25Zoll Kreuzstück.

    aber warten wir einfach mal bis Johannes was dazu sagt :)

    liebe Grüße Jonas

    PS. Manuel, ich glaube du hast das schon richtig gesehen!

  • Leute
    Diese Art von Weiche funktioniert durchaus. Es handelt sich um eine Speziallösung des Problems: Weiche bei 3 oder 4 spurigen Gleis.

    Betrachten wir nochmal das Bild DSCN1052S.JPG weiter oben:
    Die Spitzen bei den "Herzstücken" können um einen Drehpunkt nahe beim stumpen Ende rotieren.
    Hierdurch liegt das bewegliche (rotierbare) Stückchen Gleis immer bei seiner Fortsetzung an.
    Die Räder rollen damit immer auf den Radreifen und niemals auf den Spurkränzen.
    Das kurze, etwas absonderlich wirkende Stückchen Gleis (Abzweigung von der unteren geraden Schiene) ist in der Mitte gelagert.
    Es rotiert zwischen Geradeaus und Abzweigung und es bewegt sich synchron mit den Weichenzungen und den beweglichen Spitzen bei den Herzstücken.
    Die Weiche hat einen zentralen pneumatischen Antrieb aller beweglichen Teile.
    Klar: Es ist hier unmöglich, die Weiche vom stumpfen Ende herkommend, aufzuschneiden.
    Dies kann man aber vermeiden, indem eine Notfunktion mit Sensor die Weiche in dieser Situation blitzartig in die ''gute" Richtung umlegt. Ansonsten entgleist der Zug.

    Die Konstruktion einer Weiche mit 3 Gleisen und klassischen Herzstücken geht natürlich.
    Bei 4 Gleisen (3.5, 5 und 7.25 Zoll) könnte es "im Prinzip" auch noch auf die klassischen Art und Weise gehen, nur wäre es dann sehr komplex, weil der Platz dann sehr eng wird.

  • Hier zeige ich nochmal wie kompliziert eine Weiche mit 3 Spurweiten wird, wenn man nur die Weichenzungen als bewegliche Teile zuläßt.

    Die notwendigen Lehren für die Radien sind natürlich schon lange vorbereitet

    Nun kommt die Biegemaschine ins Spiel

    Die Maschine sollte auf dem Boden fixiert sein

    Die Maschine zieht die Profile selbsttätig ein.
    Man muß aber die herausragenden Enden durch Haken in konstanter Höhe halten, sonst entsteht ein 'Korkenzieher'.

    Die Weiche wächst so langsam heran

    Außer der 'Wippe' ist alles im Rohbau fertig.
    Bitte beachten: Diese Konstruktion kommt ohne Radlenker aus ...