Liebe Gemeinde der Dampfbahner,
wie einige festgestellt haben, fährt GeGa´s Kargl - U25 wieder. Das das so ist, ist einer recht kurzfristigen Biertisch-Idee entsprungen, nachdem ich mit einigen Aufbauhelfern im Dezember abends in einem Karlsruher Wirtshaus zusammen saß. Zu diesem Zeitpunkt war ich persönlich mit der Psyche in einem tiefen Loch, ein sehr arbeitsintensiven Jahr lag hinter mir und das verbunden mit einem großen Verlust von jemanden, den ich sehr geliebt habe. In meinem Privatleben war alles durcheinander, an Modelleisenbahn bauen war in den letzten zwei Jahren nicht zu denken. Die Prioritäten hatten sich in die wichtigen Dinge im Leben eines Menschen verschoben.
Nun, um über Weihnachten etwas zu machen, was mir in meinem Leben Freude bereitet (Modelldampfloks bauen z.B.) habe ich mit der Hilfe von zwei weiteren Gleichgesinnten in einer Nacht und Nebel - Aktion Geralds Lok fertig gemacht. Wir wollten den Mittwoch und Donnerstag vor dem EDHT nutzen, um die Lok probe zu heizen. Sie war nicht angemeldet, da im September letzten Jahres überhaupt nicht daran zu denken war, das die Lok im Januar wieder fahrbereit ist. Letztendlich haben wir es doch geschafft, das die U25 wieder fahrtüchtig ist.
Eigentlich war geplant, die Lok am Donnerstag Abend wieder nach Hause zu nehmen. Aber die Toleranz seitens Manfred Ludwig hat den verbleib auf der Anlage über die Messetage ermöglicht. Das hat insbesondere den Hintergrund, das ich in der Vergangenheit mit Arbeitsleistung zum gelingen des EDHT beigetragen habe, vielleicht nur einen kleinen Teil aber in der Regel unkompliziert und ohne Vorbehalte. Für die Möglichkeit, das die Lok auf dem EDHT 2015 verbleiben durfte, möchte ich mich bei den Verantwortungsträgern hier öffentlich und ausführlich bedanken. Das ist nicht Selbstverständlich.
Über das Verhalten und die Eskalation rund um die Person Gerald Buschan, der letztendlich der Eigentümer der Lok ist, betrachte ich mit bedauern. Es wäre nicht nötig gewesen, da ein Problem daraus zu machen. Er hat sich, wie viele andere auch, einfach nur gefreut, das seine Lok wieder fährt. Sein Verhalten aber, nun ja, man kennt ihn ja. Ich hatte diesbezüglich ein Gespräch bei Frau Griesinger. Im Resultat, viel Wirbel.... Richtig war das nicht, was am Sonntag mit Teilnehmerkarten passiert ist. Ich denke, das eine solche Veranstaltung nur einen gemeinschaftlichen Spirit erhält, wenn man Gleichgesinnte akzeptiert und toleriert. Und vor allem, wenn man sich an die Spielregeln hält. Ich hatte das erwartet, scheint aber leider nicht so ganz der Fall gewesen zu sein. Eigentlich muss ich ruhig sein, die Lok von Gerald war auch illegal auf der Veranstaltung, weshalb ich den Verbleib der Lok auf dem EDHT 2015 als großen Fehler werte.
Insgesamt gesehen hatte ich nach zwei Jahren dampfbahnloser Zeit mal wieder etwas Spaß mit einer (fast) beendeten Lokomotiv - Baustelle. Allerdings bleibt das sozialpolitische Negativerlebnis vom Wochenende in meinem Langzeitspeicher - Wie ich künftig darauf reagiere ist vollkommen klar : So wie das alle anderen Teilnehmer machen, sich für eine Veranstaltung anmelden und abwarten.
Gruß
Matthias