Aller Anfang ist schwer 10 1/4 Zoll

  • Heute habe ich einmal die Kupplungen gemacht, so wie ich sie haben wollte.
    War gar nicht so leicht, weil ich da sehr genau arbeiten mußte was im Hinblick
    auf das dicke Stahlblechs nicht so einfach war.
    Jetzt werden nur noch die Ecken der Kupplung (bei der Bolzenhalterung) mehr abgerundet.
    Werde sie jetzt einmal vormontieren, danach wieder abnehmen, weil ich sie ja noch lackieren muß.
    Beim Holz erwartet mich ja auch noch die gleiche Prozedur!

  • Tach zusammen,

    Reinhold: Danke für die Blumen, den Motor gibt es auch noch eine Nummer kleiner mit 3 PS.
    Der ist von den äußeren Abmessungen nur etwas kleiner. Würde in 5" evtl. für eine schöne alte
    Deutz Feldbahnlok ala Billerbahn passen. Ein Bastelkollege hatte da so einen Vorschlag, das
    Original steht im Wittener Muttental Feldbahn Museum.

    Willy: Der Diesel ist vom Klang her und von der Laufkultur einfach schöner als ein Benziner.
    Eine Feldbahn muß sich auch nach Feldbahn anhören.
    Bei uns im Ruhrpott gibt es noch viele Schrottplätze und Schrottsammler. Ebay ist nicht immer die erste Wahl.
    Es gibt einige Verkaufsplattformen mehr.
    Gerade wenn es um den Modellbau geht, sollte Zeit keine Rolle spielen. Wenn man Geduld hat, findet sich
    hier und da ein Schnäppchen.

    Die Bootswendegetriebe haben alle eine relativ gleiche Übersetzung. Nach vorne :1 bis 1,5 und im Rückwärtsgang 1,8 bis 2, ...

    Die eigentliche Übersetzung zum Fahren kannst du mit Keilriemen und Keilriemenscheiben, mit Kette und Kettenrädern einfach
    bewerkstelligen. Ketten und Kettenräder sind bei Mädler recht preiswert.

    Man muß ja nicht alles in einer Woche bauen ... das Organisieren von Teilen dauert oft etwas länger ...

    Gerade in Ländlichen Bereichen gibt es doch noch Werkstätten und Landmaschinenhändler oder Dorfschmiede ...
    einfach mal ein bisschen hier und da schauen und fragen ...

    Gruß Bucki

  • den Motor gibt es auch noch eine Nummer kleiner mit 3 PS


    Hallo Bucki,
    hättest Du von dem kleinen Diesel vielleicht einen Link oder Webseite wo ich ein bischen mehr erfahren kann?
    Er hat Blut geleckt! :evil:
    Danke und schöne Grüße
    Reinhold

    Dr.B
    ...und immer 'ne handbreit Wasser über der Feuerbüchse!

  • Mahlzeit!

    @ Willy: das geht doch gut voran. Einen Tipp noch bzgl. der Kupplungen: Ich würde die zwei freien Bohrungen im U für Maschinenschrauben verwenden, die durch den Querträger durchgehen und mit einer Mutter gesichtert werden. Evtl. muss dann noch die Pufferbohle unterfüttert werden. Alternativ kannst du auch am Seitenflansch deiner Pufferbohle eine Schraube durch die Längsträger einbringen, also in der Mitte zwischen den jetztigen Holzschrauben.
    Der Grund für die zusätzliche Befestigung ist eine einfache Grundregel des Holzbaus: Auf Zug belastete Schrauben immer Senkrecht zu Faser einbauen, das hält wesentlich mehr ab, als längs der Faser. Ich musste das auch erst lernen, bei meiner allerersten Lore hat es die Pufferbohle recht schnell zerlegt. Auch bei Lore Nr.2, die einen Rahmen aus Abfallholz besitzt und aufgeschraubte Pufferbohlen hat, musste kürzlich ein Umbau getätigt werden, nach dem sie durch etwas zu straffes Anfahren mit beladenen Loren teilweise abgerissen waren. Nun verbinden jeweils 12 Holzschrauben 6x90 die Pufferbohlen mit dem Rahmen, Man kann sich in etwa vorstellen, welche Trägheitskräfte ein mit 200 kg Erde beladener Wagen hat, wenn die Lok dann die Kuppelkette beim Anfahren straff zieht. Spätestens in diesem Maßstab muss "bahnfest" gebaut werden. Die Puffer benötigen dann auch noch einen Pufferteller zur Aufnahme der Stoßkräfte, wenn du noch nicht schweißen kannst, lässt sich sowas mit kleinen Winkeln auch anschrauben/nieten.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Willy,

    zu Svens Ausführungen hätte ich noch eine Kleinigkeit anzufügen.
    Achte darauf, das wenn du die Schrauben senkrecht zum Faserlauf einbringst, das genung Vorholz (Abstand der Schraube zum Ende des Holzteils) vorhanden ist, weil es sonst dazu kommen kann, das die Scherkräfte das Holz ausbrechen lassen.

    Weiterhin viel Erfolg.

    Martin

  • Servus miteinander!
    Nachdem ich ja fleißig bin. habe ich schon alles vorher erledigt!
    Also ich habe die beiden waagrechten Löcher etwas anders verschraubt als der Sven geschrieben hat.
    Ich habe da zwei Stockschrauben M8 dazu verwendet, welche in den Querträger geschraubt wurden und dann
    mit je einer Mutter hinter und einer vor der Platte fixiert wurden. Den Querträger habe ich zusätzlich mit zwei 8mm
    spezial Spaks, zusätzlich noch zu den Dübbel an den Längsträgern gesichert.
    Nehme an das wird halten! Werde noch ein Pufferplatte am U- anbringen. Werde aber bis ins Frühjahr warten damit ich das schweißen kann.
    Obwohl ich ja ein Kuppeleisen verwenden will und keine Kette. Das würde ja den Stoß schon vorher abfangen, außer beim Kuppeln oder am Prellbock!

    An den Staffel- Enden habe ich vorsichtshalber vorgebohrt, damit keine Sprengwirkung auf diese
    ausgeübt wird. Einfassen wollte ich die Enden vorher auch, aber hat sich durch die Platte erübrigt.
    Schaut nicht schlecht aus, bin zufrieden!!

  • Gestern und heute habe ich die Ladefläche fertig gemacht.
    D.h. ich habe alle Staffel und die darauf befindliche Bretter zusammen geschraubt.
    Damit die nicht ausreissen bzw. gesprengt werden habe ich da auch noch im Sichtbereich
    vorgebohrt. Die Holz-Senkkopfschrauben sind aus A2.
    Ich kann jetzt die Ladefläche vom Rahmen durch öffnen von 4 Schrauben jederzeit abnehmen.

  • Servus miteinander!

    Gestern habe ich endlich die Lokräder bekommen.
    Schauen sehr gut aus, wie ich so als Laie feststellen kann.
    Heute habe ich die Passfedern für die Achse/ Rad Verbindungen
    gemacht. Paßt soweit alles gut.

  • Jetzt beschäftige ich mich mit dem Thema "Bremse"
    Ich meine zwar, daß da eine normale Feststellbremse für das stehende Fahrzeug genügt,
    aber sie wird ja auch als Betriebsbremse funktionieren.

    Zwei Varianten habe ich mir so einfallen lassen.
    Die erste ist mit am Außenrahmen befestigten Flacheisen, mit einer Bohrung im unteren Drittel
    für die Gelenkschraube, eine ganz unten für die Bremsklotzbefestigung und ganz oben eine für den Bremsseilzug oder Gestänge
    zum Feststellbremshebel.

    Die zweite Variante ist in Anlehnung an einer Lorenbremse geplant. Ein in der Mitte quer angebrachtes L-Profil was an den Enden nurmehr flach waagrecht
    über den Rahmen hinaus führt und dort in die Bremsklötze eingeschoben wird( Schlitz)
    Auf der Rahmeninnenseite (sind die strichlierten Teile angeordnet) ist also das Winkeleisen
    welches bei zwei beweglichen Rundeisenstäben (oben mit Augen) eingehängt ist.
    Der Seilzug oder Gestänge wird in der Mitte am L-Eisen befestigt und führt zum Feststellbremshebel.

    Für welche Variante ich mich entscheiden werde weiß ich noch nicht, aber die Winkeleisenvariante würde mir besser gefallen.
    Allerdings weiß ich nicht, ob eine Bremse auf ein Räderpaar genügend Wirkung hat.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Willy,

    ich habe es genau so gemacht, wie du es in einer deiner Varianten beschrieben hast. Und zwar ist das die Bremse meines Bedienwagens mit Anlehnung an einen IRR Kastenkipper. Die Bremse ist sehr simpel und nicht anfällig, falls der Wagen mal entgleist.

    Ich glaube das Bild ist selbsterklärend!

    lg Jonas

  • Mahlzeit Willy,

    was hindert dich daran, die zweite Achse auch noch zu bremsen? Sie besser auch und bei der bereits diskutierten Losradproblematik ist es nicht von Nachteil.
    Mit Seilzug würde ich dir nicht empfehlen, da du dann noch ein Rückstellvorrichtung brauchst, um bei gelöster Bremse sicherzustellen, dass der Bremsklotz auch wirklich nicht am Rad schleift.
    Anbei noch ein Bild von Fahrwerk meines ersten Holzkastenkippers Nr. 1, dessen Bremseinrichtung nach dessen Zerlegung zum Großteil beim Bau des Kippers Nr. 21 wiederverwendet wurde.
    Dort lässt sich auch schön das Prinzip des Gestängeausgleichs erkennen, dass bei deinem Wagen auch notwendig sein wird.

    Gruß Sven

  • Servus Sven!
    Ja das bei einen Seilzug eine Rückstellfeder nötig wäre habe ich mir
    schon gedacht. Ich möchte es eh lieber mit einen Gestänge machen.
    Du hast das natürlich schon wieder in Präzissionsarbeit gemacht.
    Ausgleich der Bremswege von Vorder- und Hinterachse mit einer Waage!
    Hättest Du bitte vielleicht noch ein Bild von der Bremsklotzhalterung?
    Hartholz oder Weichholz, daß ist hier die Frage! Würde eher zu Buche tendieren,
    aber was weiß ich schon, vielleicht bremst das Weichholz besser?!!

    Viele Grüße
    Willy

  • Mahlzeit Willy,

    dann will ich mal nicht so sein...
    Mit Präzisionsarbeit hat das nichts zu tun, das ist ganz einfach Recherche beim Vorbild ;)

    Hartholz ist für Bremsklötze nicht geeignet, da sich Abrieb und Schmutz auf der Oberfläche mit der Zeit zu einer harten Schicht verdichten und den Reibwert herabsetzen.
    Langfaseriges Weichholz ist hier der bessere Werkstoff. Lärche und Kiefer sind am Besten geeignet, Pappel ist schon wieder zu weich. Diesen Rat habe ich seinerzeit von einem 1:1 Feldbahndampflokbesitzer bekommen, dessen Lok seit über 40 Jahren Holzbremskötze besitzt.

    Trotz regelmäßigen Einsatz in mehr als 10 Jahren musste ich bislang bei keinem Fahrzeug die Bremsklötze wechseln.

    Mit gebremstem Gruß Sven