Pulverbeschichtung

  • Hallo,

    ich würde gerne meine Knupfer 89er Pulverbeschichten lassen.

    Aber, laut Beschichter hält die Beschichtung nur bis 120 C. Reicht das für die Kesselverkleidung und die Rauchkammer aus? Hat jemand damit Erfahrung?

    Viele Grüße
    Manne

    Gruß aus dem Allgäu

  • Hallo Manne,
    bei der Rauchkammer könnte es kritisch werden. Bei der Kesselverkleidung hängt es von der Isolation ab.
    Warum lackierts du nicht mit Hochtemperaturlack? Alternativ die Kesselverkleidung aus Blaublech oder schwarz eloxiertem Alu herstellen.
    Volker

  • Hallo Manne

    Das mit dem Pulverbeschichten würde ich lassen.
    Neben der mangelnden Temperaturbeständigkeit hat das auch den Nachteil, das feine Details schneller zugekleistert werden als beim lackieren.

    Wenn die Vorbehandlung nicht perfekt ist - alles muss gestrahlt sein - kriecht ausserdem das Wasser unter die Beschichtung und sie löst sich in Streifen ab.

    mfg

    Thomas

  • Hallo Volker,

    der Kessel ist VA. Rauchkammer aus Stahl. Isolierung hat 2mm. Kesselverkleidung ist in sehr gutem Zustand vorhanden.
    Ich denke, Pulverbeschichtung ist sehr robust und für die Ewigkeit

    Gruß
    Manne

    Gruß aus dem Allgäu

  • Moin Manne,

    von der Pulverbeschichtung würde ich die Finger lassen.
    Erstens wegen der magelnden Temperaturbeständigkeit und zweitens kann es Dir passieren, dass sämtliche Details verloren gehen, wenn der Pulverer es besonders 'gut' mit dir meint.

    Aus eigener Erfahrung kann ich Dir, besonders für Bereiche mit hohen Temperaturen, den Supterterm 800 C black von Dupli Color nur 'wärmstens' empfehlen.
    Voraussetzung ist, dass Deine Lok ein schwarzes Farbkleid bekommen soll. :)

    Lässt sich sehr gut selbst verarbeiten, haftet super, auch auf VA.

    Wenn Du dann die lackierten Teile noch bei 170 bis 200 Grad eine Stunde in den Backofen packst, ( gut lüften!!!) ,solltest Du keine Probleme mit dem Lack an Deiner Lok haben.

    Gruß Matthias

    Meine Posts sind automatisch erstellt und werden nicht unterschrieben.

  • Moin Manne,

    von der Pulverbeschichtung würde ich die Finger lassen.
    Erstens wegen der magelnden Temperaturbeständigkeit und zweitens kann es Dir passieren, dass sämtliche Details verloren gehen, wenn der Pulverer es besonders 'gut' mit dir meint.

    Aus eigener Erfahrung kann ich Dir, besonders für Bereiche mit hohen Temperaturen, den Supterterm 800 C black von Dupli Color nur 'wärmstens' empfehlen.
    Voraussetzung ist, dass Deine Lok ein schwarzes Farbkleid bekommen soll. :)

    Lässt sich sehr gut selbst verarbeiten, haftet super, auch auf VA.

    Wenn Du dann die lackierten Teile noch bei 170 bis 200 Grad eine Stunde in den Backofen packst, ( gut lüften!!!) ,solltest Du keine Probleme mit dem Lack an Deiner Lok haben.

    Gruß Matthias

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  • Moin Thomas,

    Zitat

    Neben der mangelnden Temperaturbeständigkeit hat das auch den Nachteil, das feine Details schneller zugekleistert werden als beim lackieren.


    leider falsch, man muss es nur die richtigen Leute machen lassen und man muss die Dicke, die die fertige Schicht haben soll festlegen. Das kostet aber neben der Bereitschaft es zu besprechen einen entsprechenden Betrag und den muss man eben ausgeben wollen. Wenn man das macht, ist das Ergebnis über jeden Zweifel erhaben und im Anschluss sollte man "den Chef" schon mal an den Regler lassen ... selbst wenn er sich erst ziert, wirkt das zukünftig Wunder.

    Als Beispiel mal zwei Bilder von den 1,6 mm Kreuzschlitzschräubchen, die ich mir für eine Kesselverkleidung habe puvern lassen.

    Die Schräubchen versammelt auf einem Messingblechstreifen.

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    Die fertigen Sachen, die Schraubenköpfe haben einen Durchmesser von 2,5 mm.

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    Die Kesselverkleidung sollte die eintretende Wärme schnell und großflächig verteilen - wofür dünnes Aluminiumbech (0,5 - 1 mm) gut geeignet ist und zwischen Kessel und Verkleidung sollte eine 3 mm Korkisolation eingebaut sein. Die Naht der Kesselverkleidung ist sinnvollerweise unten. An der Stoßstelle sollte ein Abstand von 1 mm bleiben, damit "Zeugs", was oben an den Domen möglicherweise eintritt unten auch wieder heraus kann.

    Die Rauchkammer kann im Betrieb deutlich höhere Temperaturen als 200 °C erreichen und von daher ist, wenn sie denn lackiert werden soll, dort sinnvoll nur mit Hochtemperatur-Auspufflack zu arbeiten.

    Dass der Kessel einer Lok komplett verkleidet wird, ist aus Gründen der Unfallverhütung und des Gesundheitsschutzes angesichts der Temperaturen von 150 °C und mehr eine Selbstverständlichkeit.

    Grüße Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

    Einmal editiert, zuletzt von Dampfspieler (3. März 2015 um 11:55)

  • Hallo zusammen,
    habe heute mit einem anderen Lackier und Pulverbeschichtungs Betrieb telefoniert. Ich darf am Freitag mit meinen Teilen vorbeikommen um eine Lösung zu finden.
    Vielen Dank für die bisherigen Antworten.

    Viele Grüße
    Manne

    Gruß aus dem Allgäu

  • Hallo Manne,

    es gibt nichts, was es nicht gibt.

    Auf der HP (http://www.protechpowder.com/GE/heliocoatproductlist.html) von einem unserer Pulverlieferanten findest Du bestimmt für dich geeignetes Pulver. Das Datenblatt kannst Du deinem Beschichter ja mitnehmen und mit ihm das geeignete Pulver für hohe Temperaturen bei geringer Unterwanderung im Salzwasser-Sprühtest aussuchen.

    Gruß
    Udo

  • Moin Udo,

    danke für die Info - wieder etwas gelernt und ein bisschen schlauer. Ich habe meinen Wissensspeicher ergänzt.
    Derartige Pulver, wie Du sie meinst, brauchen aber auch etwas andere Anlagen, oder?

    Grüße Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Hallo Dietrich,

    ein Sprühsystem mit Korona-Aufladung (bis 80 kV möglich) kann alle Sorten Pulver verarbeiten. Dieses System gibt es in automatischen Pistolen sowie in handgeführten mit Pulverzufuhr über Becher.
    Die Alternative dazu ist das „Tribo“-Sprühsystem mit reibungselektrischer Aufladung, welche aber nicht unbedingt mit einem Serienpulver funktionieren muss.

    Nach dem Pulverauftrag schmilzt die Pulverschicht bzw. vernetzt zur fertigen Beschichtung durch Erhitzen des Werkstücks in einem Ofen. Laut Datenblatt des Pulverbeispiels beträgt die Objekttemperatur zwischen 221 und 246 °C, welche der Ofen erreichen muss.

    Für einen Lohnbeschichter ist das Standard.
    Wir haben für unsere Großserie den Ofen zur Energieeinsparung mit einem bestimmten Durchsatz und einer definierten Temperatur ausgelegt und könnten die hohe Temperatur nicht erreichen.

    Gruß
    Udo

  • Hallo zusammen,

    ich habe bei meiner Virginia am Anfang auch das Kesselblech und die Rauchkammer Pulverbeschichten lassen. Hat sich nicht bewährt; wurde weich und dann Spröde.
    Der Rahmen, Führerhaus und Umlaufblech ist auch Pulverbeschichtet; würde ich immer wieder machen!
    DA wir gerade um die Ecke einen betrieb haben war es nicht weit und auch nicht teuer. Er hat mr mitgeteilt das die Beschichtung bis 300 Grad heben sollte; war wohl nix.
    Jetzt wird das Kesselblech und die Rauchkammer alle 2 Jahre frisch lackiert und gut ist!

    Gruß
    HD