Umbaukonzept Akku- auf V-Lok

  • Hallo,

    durch die diversen Beiträge hier im Forum bin ich auf den Geschmack gekommen und plane, meine Akkulok auf V-Antrieb umzubauen.
    Der derzeitige Ausrüstungsstand ist folgender:
    2x 12V Akku, elektronische Fahrsteuerung, 24 V / 300 W E-Scooter-Motor, Kettenübertragung auf die Radsätze

    Um die Komponenten möglichst wiederzuverwenden, denke ich über dieses Antriebskonzept nach:
    4-Takt-Stromerzeuger 850W / 220 V, Trafo 220 V /24 V / 400 VA und dann weiter wie oben mit der Fahrsteuerung.

    Da ich eher der Mechaniker bin und mit diesem Thema Neuland betrete, bitte ich Euch um Erfahrungen und Hinweise, falls dieses Konzept Fehler beinhaltet.

    Danke.

    Viele Grüße, Steffen

  • Hallo Steffen

    Du brauchst immer einen Zwischenspeicher, der die Spitzenleistung liefern kann, das ist der Akku.
    Das funktionierende Konzept sieht also folgendermassen aus:
    Stromerzeuger - Ladegerät - Batterie - Fahrregler - Elektromotor.

    Der von dir geplante Transformator ist im Ladegerät bereits enthalten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

  • Du brauchst zusätzlich noch einen entsprechenden Gleichrichter und Glättungskondensatoren, die in der Lage sind, bei dieser Leistung die Ausgangsspannung zu glätten. Die Elektronik mag nämlich keine ungefilterte Gleichspannung. Vom Platz her wird das ziemlich aufwändig. An sich würde ein drehzahlregelbarer Waschmaschinenmotor und eine Phasenanschnittsteuerung dafür ( alles 240V~ ) m.E. die bessere Lösung darstellen.
    Nachtrag: Falls Du einen 'Wissenden' der Elektrotechnik kennst, der Dir hilft, dann kannst Du ihm mal das hier zeigen.

    Gruß vom Heizer

    Einmal editiert, zuletzt von ateshci (21. August 2015 um 17:09)

  • Kann der Motor mit dieser Steuerung auch die Drehrichtung ändern? Auch würde ich keinen Motor mit 220V einbauen, und mit einer 220V Steuerung arbeiten. Wäre mir zu gefählich, das da mal jemand unachtsam reingreift. Die von Thomas vorgeschlgene Kombination funktioniert einwandfrei. Die 220V des Stromgenerators werden über eine normale 3fach Steckleiste nur für die 3 Ladegeräte benötigt die jedes einen der 3 in Reihe geschalteten 12V Accu aufladen. Die 36 V Fahrmotoren werden dann über die Steuerung aus den Accu mit der Fahrspannung versorgt. Wie gesagt, das funktioniert einwandfrei und die Lok lässt sich prima fahren. (Da sind auch keine zusätzlichen Gleichrichter und Glättungskondensatoren drin)

    2 Mal editiert, zuletzt von SoundBoss (21. August 2015 um 21:03)

  • Hallo,

    erst einmal danke für die Infos.
    Die Lösung von Thomas klingt gut, wird aber wohl ziemlich raumgreifend...
    Wenn man mit 220 V arbeitet, könnte man ja auch die hier bereits erwähnte "Rührwerk"-Methode anwenden, das wären dann nur zwei Komponenten. Ob nun 220V mit 2 A gefährlicher sind als 15 A bei 24 V , sei dahingestellt. Letztlich gehören beide Varianten gut "verpackt" sprich isoliert.

    Viele Grüße, Steffen

  • Hallo Steffen,
    es ist ein gewaltiger Unterschied, ob du etwas mit 230V AC oder 24V DC betreibst.
    230V können bei Berührung tödlich sein. 24V dagegen nicht. Diese Spannung liegt
    z.B. an den Schienen von Modelleisenbahnen an.
    24V verlangen umgekehrt Leitungen, die den 10-fachen Strom, bei gleicher Leistung wie bei 230V,
    übertragen können.
    Unter einer V-Lok verstehe ich allerdings etwas ganz anderes:
    Verbrennermotor und Hydrostat oder Verbrennermotor mit geregeltem E-Generator (LiMa).
    Volker

  • @Soundboss
    Natürlich läuft jeder Waschmaschinenmotor vorwärts wie rückwärts. (Aus der Frage entnehme ich, dass Du noch nie Deine Wäsche selbst gewaschen zu haben scheinst :D ) So eine 240V-Elektrik ist unter der Voraussetzung, dass die Bedingungen für Installationen in Fahrzeugen eingehalten werden, keineswegs gefährlicher als eine 24V-Gleichstromanlage , denn gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen und wenn einer einen Gleichstromkreis unter Last öffnet, um sich dann vom Lichtbogen eine Verbrennung zu holen.....dumm gelaufen.
    Sicher handelt es sich bei einer solchen Realisierung um eine benzinelektrische Lokomotive, ganz stilrein könnte man ja einen Generator mit Dieselmotor benutzen.
    Natürlich gibt es auch 24V-Generatoren. Sogar für kleines Geld bei ebay

    Gruß vom Heizer

  • Moin steffen,

    ohne jetzt den Oberlehrer machen zu wollen:

    Schaff Dir erstmal ein solides Grundwissen in Richtung Elektrik an.

    So vermeidest Du die gängigen Anfängerfehler und bekommst auch ein Gefühl für elektrische Sicherheit.
    Darüber hinaus bist Du dann nicht völlig hilflos, wenn die Lok mal nicht will und kannst die elementare Fehlersuche selbst machen.

    Viele Grüße

    Holger

    Fueled by coffee, powered by steam.

  • Hallo zusammen
    Wie der ein oder andere weiß fahr ja mit stromaggregat. Ich komme mit keiner einzigen Batterie aus. Steuerung übernimmt bei mir eine 220 volt Steuerung von Conrad für 30€. Und fahre ohne Probleme. Als Motor ist ein 36 volt Industriemotor verbaut. Runter transformiert wird mit einem 220 volt auf 36 volt. Für vorwärts rückwärts habe ich ein reaile von matcon genommen. Für die Lüfter und Licht habe ich noch ein Netzteil verbaut.
    grüße Ingo

    Egal was du bei der Feldbahn baust es gab es bestimmt im Orignal.

  • Wenn man das Stromgeneratorkonzept mal zusammenrechnet, dann ist der Preis der ganzen Angelegenheit schon faszinierend und es scheint mir durchaus wert, die Sicherheitsanforderungen einer 230V~-Anlage zu erfüllen:
    Drehzahlsteller von Conrad : 22,96
    Kühlkörper, falls erforderlich, wenn man nicht auf Metallteile der Lok befestigen kann: 10,-
    Generator: 341,-
    Universalmotor 800W: ~140,-
    Umpolschütz 230V : ~ 20,-
    Der Generator kostet ungefähr so viel wie zwei Fahrbatterien der schwächeren Sorte.

    Gruß vom Heizer

  • Hallo Helmut

    Wie bist du denn auf diesen Stromerzeuger gekommen?
    Ist der besonders klein oder leise?
    Diese Bauform ist mir völlig unbekannt.

    Wenn du bereit bist, so viel Geld auszugeben, empfehle ich dir ein Auge auf die gekapselten Generatoren der Marktführer Honda und Yamaha zu werfen. Die sind gebraucht immer noch besser und vor allem leiser als neue Chinakracher.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

  • Wenn man ausdauernd googelt, findet man natürlich noch billigere Stromerzeuger. Ich wollte auch mit dem Beispiel nur zeigen, in welchen Preisbereichen diese Lösung sich bewegt. Nur, Hondas oder Yamahas sind neu in der ~1kVA-Klasse nicht unter ca. 900,- zu haben.
    Unter dem Strich kostet bei gleichen Leistungsdaten die Antriebsanlage ( selbst in meinem Beispiel ) trotzdem höchstens das Gleiche, wenn nicht weniger, als eine 24V-Ausführung mit Akkus.

    Gruß vom Heizer

  • Hallo Dampfbahner,
    der chinesiche NoNa (no Name) Generator kann ganz schön teuer werden. Wenn der Zoll ein Auge darauf hat fällt auch noch die Mehrwertsteuer und Gebühren an. Im Garantiefall wird es noch schlimmer. Warum nicht mit einem Kettensägenmotor (Stihl ab 200€) und Lichtmaschine aus dem PKW probieren. Erhöht den Bastelspaß und eas selbst gebaut hat, kann man auch selbst reparieren. Wenn es schon was ganz preiswertes sein soll hilft vielleicht noch Blick in den Baumarkt. Hier kann man die Teile zur Not noch durch die Schaufensterscheibe schmeissen :P wenn sie hinterher nichts taugen.
    Grüße
    Wolfgang

    † 2017

  • Hallo zusammen
    Meine lok fährt mit dem 2 taktet stromaggregat für 100€ die eigentlich bekannt dafür sind das sie sehr laut sind. Bei meinem stromaggregat ist der auspuf ungebaut. Dadurch wird das stromaggregat sehr leise. Das man selbst sonntags fahren kann und keiner beschwert sich in der nachbarschaft.

    @Wolfgang
    Mit kettensägen Motor weiß ich nicht so richtig. Letztes Jahr ist in graz einer mit so einem Antriebskobzept glaube ich gefahren. Und hat die lok wegen eines defekte wieder eingepackt.

    Grüße Ingo

    Egal was du bei der Feldbahn baust es gab es bestimmt im Orignal.

  • Moin zusammen,

    danke für die vielen Antworten.

    @Skimble / Holger: Elektro-technisches Grundlagenwissen ist durchaus vorhanden, mach Dir keine Sorgen ;)

    Mein Ausgangspunkt für die ganze Frage der Konzeption war, die vorhandenen elektrischen Komponenten (ohne Akkus) möglichst wiederzuverwenden.
    Und da erschien die Lösung mit Stromaggregat + Trafo als die gangbarste. Dass dies ganz gut funktioniert, sehen wir an Ingos Maschine.

    Vorteil: kompakte Bauweise, geringes Gewicht der Lok, wenn Stromaggregat entnehmbar ist, Stromaggregat lässt sich auch für andere Anwendungen nutzen
    Nachteil: keine Drehzahlregelung des V-Motors

    Die Kosten erscheinen mir noch moderat: Ein passendes 4-Takt-Aggregat kostet 150€, einen passenden Trafo habe ich für 60@ gesehen. In Summe müsste der Antrieb also für ca. 250€ machbar sein.

    Viele Grüße, Steffen

  • Hallo Ingo,
    war mehr so als Beispiel für einen soliden Motor gedacht. Hat aber durch den Antrieb für die Kette eine Fliehkraftkupplung,die vielleicht ganz nützlich sein könnte.
    Ich hatte auch schon mal die Idee ein Notstromagregat in einen Güterwagen zu bauen und von dort den Akku in der Lok zu laden. Hätte so die Möglichkeit den Aufwand je nach Fahrtag zu varieren. Die Lok bliebe wie sie ist und die Abgase vom Agregat hätte ich auch hinter mir. Aber eigentlich wird lieber gedampft.
    Grüße
    Wolfgang

    † 2017

  • Hallo zusammen
    Das mit der fliegkraftkupplung baut im Moment mein Onkel. Die Idee man nehme eine kleine rüttelplatte aus dem baumarkt. Nehme diesen Motor nehme einen Wagen Rahmen und nimmt ein 3 Gang Getriebe von einem rasenmähertraktor. Das Fazit es funktioniert. Im Moment baut mein Onkel an dem Gehäuse.
    Grüße Ingo

    Egal was du bei der Feldbahn baust es gab es bestimmt im Orignal.

  • Hallo Ingo,
    die hohe Drehzahl ist bei den kleinen Verbrennern immer das gleiche Problem.
    Ein hohes Drehmoment bekommst Du erst mit steigendem Hubraum. Die hohen Drehzahlen bekommst Du nur mit anständigen Untersetzungen in den Griff.
    Ein Verbrennungsmotor aus einem Moped mit 3 Gangetriebe (oder mehr) birgt auch Potential. Was wir brauchen wäre ein Motor mit niedriger Drehzahl und viel Kraft, die sich gleichmäß auf die Räder übertragen läßt.
    Gibt es leider nicht so einfach, für kleines Geld.
    Grüße
    Wolfgang

    † 2017

  • Hallo zusammen,

    warum nicht einen echten 6 Zylinder, den Motor gibt es inzwischen auch als 3 Zylinder- Bild in der Bildergalerie

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    Grüße Wolfgang

    Gruß Wolfgang