Wasserstandsglas besser ablesbar machen

  • Hallo Leute

    Als altersbedingter Brillenträger stehe ich vor dem Dilemma:
    Will ich die Strecke vor mir gut sehen oder will ich die Anzeigen im Führerhaus gut ablesen können.
    Ich hab mich für die Fernbrille entschieden. Ein Personenunfall ist mir ein Albtraum ...

    Als ein neues Wasserstandsglas fällig war, da war das Glasrohr mit der farbigen Linie leider nicht sofort aufzufinden... und der Durchmesser paßte dann auch nicht perfekt.
    Man kann aber auch ein 'normales' oder altes, schon lange montiertes Wasserstandsglas noch mit einer Ablesehilfe versehen, auch OHNE eine Demontage des Wasserstandsglases.

    Und so geht es:

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    Ich stelle aus einem Stückchen VA-Rohr, welchen einen Innendurchmesser haben sollte, der eine Spur größer sein sollte als der Außendurchmesser des Glasrohres, eine Art Manschette her. Die Länge entspricht dem Abstand der beiden Ueberwurfmuttern am Wasserstandsglas im montierten Zustand. Das Röhrchen wird auf seinen halben Durchmesser abgefeilt, nur oben und unten bleiben 4 'Finger' stehen. Deren Länge wird so gestaltet, das das Bauteil ganz sanft auf das Glas schnappt.

    Das probierte ich aber nicht mit den Originalwasserstandsglas aus, sondern am Schaft eines Bohrers mit dem Außendurchmesser des Wasserstandsglases.
    Die Manchette wir nun innen poliert und entfettet. Mit einem Edding-Markierungsstift zeichne ich auf dem Grund der Rinne eine rote Linie.
    Nun schnappe ich das Bauteil um das Wasserstandsglas, Manchette ganz sachte um das Glasrohr schnappen lassen.

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    Der Höhe der Wassersäule im Wasserstandsglas ist nun gut erkennbar, auch wenn ich die Fernbrille trage.
    Andere Parameter der Lok kann man mit Erfahrung auch durch Gehör beurteilen.


    Hinweis: Vor der Herstellung der Manchette hatte ich mit einem blauen Edding-Stift hinten, außen am Glas eine Linie gezogen. Mit dem Resultat war ich aber nicht dauerhaft zufrieden. Unten am Glas ist ein Reflex durch das Blitzlicht.

    Kleiner Nebeneffekt: Die metallene Manchette wirkt wahrscheinlich auch etwas als Schutz gegen eine Beschädigung durch die Kohleschippe.

  • Hallo Johannes,

    finde deine Lösung für ein nachträgliches "aufrüsten" des Wasserstandglases sehr gut, vor allem als zusätzlichen Schutz des Glasrohres.
    Hier noch ein Bild einer ähnlichen Variante, gesehen an einer Dampflok für Spur 7 1/4 Zoll.

    Gruß Helmut
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    Manchmal braucht man ein halbes Leben, um zu begreifen, wie man es nicht machen sollte und dann kommt man in Zeitnot.

  • Kleine Bemerkung dazu: Die weiter oben ewähnte, dem Original entsprechende schwarz-weiße 45° schräge Markierung hinter dem Glas rohr hat sich bei meinen Kesseln sehr gut bewährt durch leichte Erdkennung des Wasserstandes. Wo das Wasser steht ist die Schraffierung gegenläufig durch die Brechung sichtbar, wo kein Wasser steht sieht man die Schraffierung gleichläufig wie auf dem Blech auf gezeichnet. Siehe Bilder. Gruß Fritzle. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

  • Hallo Friedrich
    Diese und andere Methoden sind mir natürlich bekannt...
    Ich habe den beschriebenen Weg gewählt, weil ich eine Methode suchte, wo ich bei einem bereits montierten Standglas diese 'Hilfe' ganz einfach und ohne Schrauben nachrüsten kann. Die Montaga und Demontage geht in Sekundenschnelle...
    NB: Im FH einer 5" Lok ist wenig Platz, Da nimmt 'einfach' eine etwas andere Bedeutung an.

  • Wir haben das ohne Schrauben realisiert. Eine komplette Haube, die auf dem Wasserstandsglas sitzt, einfach aufgesteckt. Hinten ist sie weiß/rot schraffiert. Wie beim Original. Super ablesbar, wie Fritzle schon schrieb :)