CU-Kessel aus gerollten Blech?

  • Hallo,

    ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit der Theorie zum Cu-Kesselbau. Dabei bin ich auf die Baumethode von Kozo Hiaroka für seine US-Waldbahnloks im M 1:16 gestoßen. Diese Loks haben ja recht ungewöhnliche Kesselformen, die es nötig machen Blech zu einem Rohr zu rollen und zu verlöten. Hierzu wird ein Streifen Cu-Blechs über denn Stoß genietet und hartverlötet. Ist diese Methode auch für Loks im M 1:11 oder größer möglich? Oder stößt man auf Grund der größeren Oberfläche und damit größeren Kräfte an die Grenze des Machbaren?

    Gruß,

    chris69

  • Hallo Christian,
    das ist eigentlich eine gängige Methode. Man bekommt nicht immer das passende Kupferrohr und da kann man es so machen. Die aufgelegten Streifen werden oftmals auch noch zusätzlich genietet. Der Schnitt kommt auf die Unterseite vom Langkessel, er ist da am kürzesten (klingt blöd). Wenn Du Kupferrohr benötigst schreib doch mal was zu den Maßen, vielleicht fliegt da bei mir noch was rum.
    Grüße
    Wolfgang

    † 2017

  • Hallo Wolfgang,

    danke für das Angebot, dauer bestimmt noch ein Jahr bis es soweit ist. Suche aber heute Abend mal die genaue Maße raus und schick dir eine Email. Was man hat, das hat man.

    Gruß,

    chris69

  • Hallo Chris

    Bei der Naht von solchen Kesseln gibt 2 konkurrierende Methoden:
    A: überlappende Ränder, die sowohl durch ein Band vernieted und auch noch verlötet werden.
    B: überlappende Ränder, die eine versetzte Form wie bei den Zinnen einer mittelalterlichen Stadtmauer haben. Eine 'Zinne' ragt in die Lücke der Gegenseite und wird dort verlötet.

    Variante B wird in dem Buch von Alec F. Farmer "Model Locomotive Boilermaking" beschrieben.
    B ist etwas schwieriger in der Herstellung, aber erheblich positiver in der Haltbarkeit, weil die große Fläche bei A beim Verlöten etwas tricky ist.

    Es könnte sein, daß Dir denmächst ein Hinweis über eine Datei über den Weg läuft.