Die Schienen "Trabis"

  • Hallo zusammen,

    mal wieder ein paar Bilder zum Orginal. Diesmal zu den Baureihen 143, 114 und 112.

    Fangen wir mal mit der Baureihe 143 an. Die Lok hat eine Höchstgeschwindigkeit von 120km/h.


    Die 114 darf 160km/h fahren. Optisch kann man die 143er und die 114er am besten am Bügel unterscheiden.

    In Stuttgart kommen auch die 112er (160 km/h) zum Einsatz. Wir fahren diese oft in Doppeltraktion um die Fahrzeiten nach Osterburken halten zu können. Äußerlich erkennt man die 112er schon von weitem an Ihrer Spitzen-und Schlußlichtanordnung.

    Der Führerstand der 143er

    und ein Blick auf das Ritzel.

    Viele Grüße
    Sven

    Meine 10er die fährt 210, schwuuuuubs das EBA hats nicht gesehn, ich geb Gas. Ich will Spaß Ich will Spaß :-))))

    Einmal editiert, zuletzt von Kasten 10er (20. April 2017 um 08:03)

  • Mahlzeit!

    Was haben diese Loks mit Schienen-"Trabis" zu tun?

    Schienentrabis waren die Gleiskrafträder Typ 1 der DR:

    schienentrabi


    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Tach Seven,

    bei vielen Eisenbahnern (auch bei mir) sind die 143ger als "Trabilok" "Schienentrabi" und als "Honeckers Rache" bekannt ...

    Das hat sich im Sprachgebrauch so eingebürgert ...

    Deinen gezeigten Schienentrabi kannte ich bis jetzt eben dagegen nicht.

    Gruß Bucki

  • Mahlzeit Bucki,

    diese Bezeichnung war mir bislang völlig fremd. Aber von mir aus...
    ;)

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Jungs,

    wer zum Thema Spitznamen was nachlesen mag....

    Spitznamen

    Grüße
    Christian

    Das Licht am Ende des Tunnels könnte auch ein Zug sein !!! :D Ich bin der Fräser Eilig, was ich nicht fräs das feil ich.... Genitiv ins Wasser weil es Dativ ist :pinch:

  • Hi,
    den Spitznamen "Trabi" haben die Lok bereits nach der Wende erhalten, als diese nach und nach in den ehmaligen Westen gekommen sind. Die 155er bekam zum Beispiel den Spitznamen "Stasicontainer" sogar mit Spaßweisungen das man die Lok am Containerterminal nicht abrüsten darf, wegen der Verwechslungsgefahr mit einem normalen Seecontainer ;)

    Bei deinen Schienentrabis geht es mir wie Bucki, war mir auch völlig unbekannt.

    Gruß Sven

    Meine 10er die fährt 210, schwuuuuubs das EBA hats nicht gesehn, ich geb Gas. Ich will Spaß Ich will Spaß :-))))

  • Hallo
    Also die 155/250 als Stasicontainer hab ich auch noch nicht gehört. Kenne sie nur als 40Fuß Container oder Wellblechcontainer, so haben wir sie in Koblenz-Lützel genannt.
    Die Weisung war vor 17 Jahren auch schon draußen, nicht in Containerbahnhöfen abstellen und abbügeln
    Trabilok ist mir auch nicht geläufig ..... anderer Geschäftsbereich :D .

    LG Andreas

    Einmal editiert, zuletzt von IVK fan (19. April 2017 um 21:03)

  • Hallo Sven!

    Bei der Kurzbeschreibung der BR 114 ist dir ein kleiner Fehler unterlaufen.
    Auch diese "Baureihe" hat eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Ursprünglich hieß lautete die BR-Bezeichnung 112.0. Die Umzeichnung in die BR 114 erfolgte aus abrechnungstechnischen Gründen, da damals die BR 112.1 beim Fernverkehr und die BR 112.0 beim Nahverkehr beheimatet waren. Außerdem gibts gewisse technische Unterschiede.
    Andererseits stimmt es, daß Loks der BR 143 auf 140 km/h umgebaut wurden. Sie sollten wohl als BR 114.3 eingereiht werden. Da aber das EBA die Zulassung des Umbaus verweigerte und es sich für DB Regio kurz danach auch nicht mehr lohnte, unterblieben weitere Umbauten und die bereits umgebauten Loks wurden wieder zurückgerüstet.

    Michael Knäbel

    Teddybärchen sei gescheit, probier´s mal mit Gemütlichkeit!

  • Ich habe auch mal eine kleine Frage dazu: Sind die Loks alle auf den Knorr D2 Selbstregler umgebaut wurden, oder auch so ausgeliefert worden?
    Ausgeliefert waren sie doch, meine ich, mit dem Dako BS4, die bis heute auf den Neubauloks verbaut sind...

    Gruß Harzbahner

    Einmal editiert, zuletzt von Harzbahner (20. April 2017 um 07:33)

  • Hallo Michael,
    ja da hast natürlich recht. Ich war gedanklich bei den umgebauten aus der 143er. Ich berichtige es gleich mal;-) Wir hatten in Stuttgart zwei ertüchigte 143. Einmal die 627 und die 655 allerdings ohne Zulassung.

    Das EBA hat allerdings den Umbau der Loks nicht verweigert. Es ging um das Abnahmeverfahren ansich. Regio wollte eine Baumusterabnahme haben. Sprich eine Lok wird abgenommen und der Rest darf identisch umgerüstet werden. Dies verweigerte das EBA aber und wollte eine Einzelabnahme von jeder einzelnen Lok. Dadurch wären die Kosten für die Zulassung der Flotte ins unermäßliche gelaufen und nicht mehr wirtschaftlich. Deshalb hat die Bahn, den Umbau der Loks gestoppt und nicht weiter verfolgt.

    Also die 143er hatten noch lange die Dako´s drauf. Bin noch selbst damit gefahren. Die Loks dürften aber inzwischen alle auf den D2 umgebaut sein. Zumindest wir fahren nur 143er und 114er mit D2

    Viele Grüße Sven

    Meine 10er die fährt 210, schwuuuuubs das EBA hats nicht gesehn, ich geb Gas. Ich will Spaß Ich will Spaß :-))))

  • Noch eine kleine Bemerkung zu diesem Nebenschauplatz: Die auf der 143 (ursprünglich nur in den alten Ländern Trabi genannt) anfangs verbauten D2-Regler waren ostliche Kopieen des 1952 entwickelten, zur KE-Bremse passenden Knorr-D2-Reglers, erkennbar an der Gussoberfläche. Dieses Führerbremsventil war allerdings für DB-Personal bekannt und auch besser bedienbar als das tschech. Produkt, dessen Hauptnachteil die seichte und schlecht spürbare Rastierung der der Bremshebelstellungen, insbesondere der Fahrtstellung war. Mal einfach gesagt. Gruß Fritzle.

  • Hallo,

    ja, der "Autovergleich" ist eben typisch für eine "Auto-Nation".
    Die Kollegen, die die 143er als Trabbilok bezeichneten, hatten oft auch so
    nicht viel mit Eisenbahn am Hut, zumindest hier in Köln, war eben nur ein Job
    und die Lok eben aus dem Osten. Und da sie offensichtlich nicht viel mehr als
    Osten = Trabbi über die DDR kannten, war es eben Trabbilok.
    Vergleicht man aus politischer Sicht, sieht man, dass die DDR-Obrigkeit an
    der 143er (eigentlich 243er) sehr viel Interesse hatte, an den Trabant eben
    nicht, war halt nur fürs gemeine Volk gedacht, selber fuhr man da besseres
    Fahrzeuge, gern auch aus dem kapitalistischen Ausland.

    Gruß,
    Dirk

    M.A. Verick:
    Die gefährlichsten Massenvernichtungswaffen sind die Massenmedien. Denn sie zerstören den Geist, die Kreativität und den Mut der Menschen, und ersetzen diese mit Angst, Misstrauen, Schuld und Selbstzweifel.

  • Hallo Michael,

    ja eine "Lady" genau das ist sie und ich freue michimmer, wenn ich mal
    wieder eine 143er fahren darf, so wie kommendeWoche,
    wenn alles so bleibt. ^^

    Gruß,
    Dirk

    M.A. Verick:
    Die gefährlichsten Massenvernichtungswaffen sind die Massenmedien. Denn sie zerstören den Geist, die Kreativität und den Mut der Menschen, und ersetzen diese mit Angst, Misstrauen, Schuld und Selbstzweifel.

  • Also mit anderen Worten: Die DB Lokführer kamen mit dem Dako Führerbremsventil nicht zurecht...
    Und das war der Grunde des Umbaus auf Knorr D2?

    MfG Harzbahner


    Noch eine kleine Bemerkung zu dieser wohl nicht allgemein interessierenden Abschweifung : Selbstverständlich kommt ein DB-Lokf. mit Dako (regionaler Spitzname Dagobertventil) zurecht, aber der D 2- Regler ist wie bereits erwähnt , handhabungsfreundlicher, obwohl er auch (zum Glück sehr selten) mal Mucken haben kann, die den Lokf. sehr kräftig ärgern können. Auch hat die DB ganz sicherlich nicht wegen irgendwelcher Befindlichkeiten von Lokf. ein ihnen gefälligeres Führerbremsventil eingebaut. Der wahre Grund wird wohl in irgendwelchen Kostenfaktoren zu suchen sein. Gruß Fritzle.

  • Hallo,

    ja, der "Autovergleich" ist eben typisch für eine "Auto-Nation".
    Die Kollegen, die die 143er als Trabbilok bezeichneten, hatten oft auch so
    nicht viel mit Eisenbahn am Hut, zumindest hier in Köln, war eben nur ein Job
    und die Lok eben aus dem Osten. Und da sie offensichtlich nicht viel mehr als
    Osten = Trabbi über die DDR kannten, war es eben Trabbilok.

    Gruß,
    Dirk

    Moin Dirk,
    kann ich so nicht sagen. Ich fahre die Loks schon lange und habe auch sonst viel mit der Eisenbahn zu tun. Selbst manche DR-Lokführer die aus dem Osten kamen, sagen heute noch Trabi zu der Lok. :) Kommt vielleicht auch ein einfach auf die jeweilige Region an wo wer fährt und wie es "weitergetragen" wurde.


    Also mit anderen Worten: Die DB Lokführer kamen mit dem Dako Führerbremsventil nicht zurecht...
    Und das war der Grunde des Umbaus auf Knorr D2?

    MfG Harzbahner

    Hi,
    das Dako war halt kein Vergeich zum gewohnten D2 Regler den man in aller Regel hatte (Bis auf ein paar Drehschieber). Man musste nur wissen was man tut und dann ging es schon. Das letze mal als ich ein Dako in der Hand hatte, war als wir Stuttgarter noch die Züge Stuttgart- Heidelberg über das Neckartal gefahren sind. Ist also schon eine Weile her. VIel schlimmer vom Bremsen sind die 114er mit der Doppelstockgarnitur und 760. Das ist fast wie Güterzug fahren. Erst hört man viel Luft und tut sich nichts und dann kommt die Bremse irgendwann ;)
    Aber wenn man weiß wie die Anlagen reagieren, dann geht das schon.

    Gruß Sven

    Meine 10er die fährt 210, schwuuuuubs das EBA hats nicht gesehn, ich geb Gas. Ich will Spaß Ich will Spaß :-))))