Versatz Kurbelzapfen

  • Hmm,

    Kettenantrieb kann auch heissen, dass nur 1 dieser Achsen nit Motor bzw Getriebe mittels Kette verbunden ist.

    Was sollte denn bitte das Motiv für den Konstrukteur sein, neben der schon vorhandenen Verbindung durch Rollenkette noch einen Stangenantrieb vorzusehen?
    Zusätzlicher Aufwand je 2 Kuppelstangen, Gegengewichte, Excenterzapfen und Bohrungen für Zapfen. Der ganze Aufwand für nichts? :rolleyes:

  • Mahlzeit!

    Man hat bei der Lok die Treibstangen von der Blindwelle entfernt und dann Kettenräder aufgezogen, die dann nicht mehr die zweite sondern die erste Achse antreiben. Die Umbauten sehen allerdings eher grobschlechtig aus, ob da ein richtiger Konstrukteur beteiligt war, darf bezweifelt werden.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • @Johannes
    so wie Du es formuliert hast, konnte man nur eine Kopplung der Achsen durch die Stangen allein annehmen. Dir wollte ich sicher nicht auf die Füße treten, aber unsachgemäß zusammen gestoppelte Exponate in Museen habe ich leider schon zu oft gesehen. Da ich die Baldwin im Original von der FR sehr gut kenne ( habe sie oft genug gefahren ), konnte diese Kurbelzapfenstellung für eine Kraftübertragung durch die Stangen nicht stimmen. Es ist unstrittig und in jedem Lehrbuch der technischen Mechanik nachzulesen, dass eine solche Anordnung keine Kräfte in jeder beliebigen Winkelstellung übertragen kann.

    Gruß vom Heizer

  • D'accord, Alain, si vous me demandez si bien, je vais présenter le reste des photos.

    Natürlich ist unbestritten, daß bei Loks mit Stangenantrieb nur ein Versatz der Kuppelstangen von 90° in Frage kommt.

    Im ursprüglichen Beitrag fragte Mike jedoch:
    Wie sieht das bei Dieselloks (Elloks) aus, soweit die Kuppelstangen haben?
    Ist da ein Versatz um 90°/180° üblich? Nötig? Sinnvoll?
    Und wenn ja, warum, Massenausgleich, weniger Unwucht?

    Bei dieser Lok wird nur die erste Achse angetrieben:
    Motor - Schaltgetriebe - kleines Ritzel - Rollenkette - großes Ritzel nur auf der 1. Achse. Die hintere Achse wurd ausschließlich durch die Kuppelstangen angetrieben. Der Versatz ist hier 180°. Man beachte auch die Gegengewichte...
    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Ich selbst vermute, daß diese Lok (oder ein ähnlicher Typ) von der Fa. John Fowler (ursprünglich The Steam Plough Works at Leathley Road) in Leeds bei der Konstruktion irgendwie beteiligt war. Kupplung und Puffer sind eindeutig britischen Ursprungs.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Dieser Typ wurde von Fowler in einer großen Serie in mehreren Varianten für die Britische Regierung und deren Royal Ordnance Factories und Armee Depots gebaut

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Nach der Invasion 1944 wurden viele Loks aller Bauarten, sogar einige, die in USA gebaut worden waren, nach Frankreich verbracht.

    Es handelt sich hier idT um das Museum Maurice Dufresne (ausgesprochen "Düfrän") in Azay-Le-Rideau.

    Maurice Dufresne war ein Schmied, der als ein "Journey-Man" zwischen den Bauernhöfen in der Gegend herumreiste und sich dann bei 'Klammer Kundschaft' manchmal auch in Schrott bezahlen ließ - wenn der Schrott ihm erhaltenswert erschien. Dabei fand sich 1960 sogar eine fahrbare Guillotine aus dem Jahre 1794. Auch Maurice erkannte nicht sogleich, was dies für ein 'Ding' war und nahm es mit...
    So oder ähnlich kamen ca 3000 Exponate in dem Museum zusammen.

    Alles Gute
    Johannes (aka Der Yorkshireman in Limburg)

  • Nachtrag

    Stammvater gefunden!

    P5070008.jpg

    P5070006.jpg


    Auch hier der Ursprung des Kettenantriebes...


    baldwin.jpg


    Hier wurde von der Antriebswelle offensichtlich die 2. Achse angetrieben und es existierte eine Kuppelstange zwischen den Achsen.

    In Festiniog gibt es auch noch ein Exemplar.
    Centenaire du P'tit train de la Haute Somme. (Partie1) Les matériels invités. - Rails vagabonds

    Moelwyn.jpg





    Diese Lok bei Festiniog wurde auf die 1 ft 11 1⁄2 in (597 mm) Spurweite umgebaut.

    Alles Gute
    Johannes (aka Der Yorkshireman in Limburg)

    2 Mal editiert, zuletzt von Johannes Grabsch (8. Oktober 2017 um 12:36)

  • Hallo in die Runde,

    seht euch mal diese Fotos der beiden Fahrzeugseiten an:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Auf dem ersten liegt das zum Fahrzeugende weisende Gegengewicht oben, auf dem anderen unten. Das ist doch Versatz 90 und nicht 180 Grad!

    Vielleicht wäre es besser, diesen ganzen Thread ersatzlos zu löschen, damit sich die Beteiligten vor künftigen Generationen nicht unnötig lächerlich machen!

    Gruß
    Kristian

  • Oha - Kristian hat Recht!
    Wenn man um die Lok herum geht, muß man natürlich das Spiegelbild der Gegenseite betrachten!

    Was ein Glück, wenn ich mich da selbst zitieren kann.

    Natürlich ist unbestritten, daß bei Loks mit Stangenantrieb nur ein Versatz der Kuppelstangen von 90° in Frage kommt.

    Alles Gute
    Johannes (aka Der Yorkshireman in Limburg)

  • Ja. bis auf die Fotos der Baldwin wäre das Löschen der Beiträge dieses Threads sicher nicht schlecht. Sonst glaubt noch wirklich einer, dass die Erde eine Scheibe ist...

    Gruß vom Heizer

  • Hallo in die Runde,

    seht euch mal diese Fotos der beiden Fahrzeugseiten an:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Auf dem ersten liegt das zum Fahrzeugende weisende Gegengewicht oben, auf dem anderen unten. Das ist doch Versatz 90 und nicht 180 Grad!

    Hallo Kristian und die vielen Anderen hier im Thread,

    also ich meine mal gehört zu haben, dass in einem Kreis ziemlich genau gegenüber etwa 180 Grad sind.

    @Johannes
    Widersprichst Du Di da nicht, wenn Du erstens sagst
    Natürlich ist unbestritten, daß bei Loks mit Stangenantrieb nur ein Versatz der Kuppelstangen von 90° in Frage kommt.
    und dann diese Diesellok in Frankreich für fahrfähig hältst? Oder verstehe ich Dich da falsch?

    Um nochmal meine Position und Fragestellung zu erklären:
    Mir ist klar, dass bei einer Dampflok, wo die Antriebskraft eine horizontale Druckkraft ist, nur ein 90° Versatz geht.
    Wo ich mir unsicher war, und immer noch bin, wie ist das wenn der Antrieb von einer rotierenden Welle aus erfolgt.

    Mike

  • also ich meine mal gehört zu haben, dass in einem Kreis ziemlich genau gegenüber etwa 180 Grad sind.


    Hallo Mike,

    da hast Du natürlich Recht, aber unter Versatz versteht man nicht über die Lage des Gegengewichts gegenüber dem Kurbelzapfen am selben Rad, sondern die gegenseitige Lage der Kurbeln auf der linken und rechten Fahrzeugseite! Da gilt das Obige. Dass bei Dampfloks das Gegengewicht am (selben) Rad nicht 180 Grad gegenüber dem Kurbelzapfen steht, sondern um ein paar Grad (natürlich keine 90) versetzt ist, ist ein anderes Kapitel!

    Gruß
    Kristian

  • .. .. .. ..

    Wie heist jemanndt mitt ein Stöckchen in Popöchen? "Darm-Pflock-Führer"!

    ValveGear Constructor - Dampflokomotivgestänge halbautomatisch auslegen lassen und/oder auf weitere Zielwerte optimieren - in Sekunden, nicht in Tagen!

    Niederstrasser, "Leitfaden für den Dampflokomotivdienst" - Download
    Garbe, "Die zeitgemässe Heissdampflokomotive" - Download
    "Theoretisches Lehrbuch des Lokomotivbaues" - Download

    Einmal editiert, zuletzt von Stephan_A (16. August 2020 um 21:00)