Bedien- und Personenwagen

  • Hallo,

    da sich der Bau meines Bedien- und Personenwagens doch etwas ausdehnen wird, fange ich ein neuen Beitrag an.

    Bevor alle 4 Drehgestelle in Angriff genommen werden, wird einer zur Probe gebaut. Die Rohlinge für die Räder und

    die Seitenwangen sind ja schon fertig. Jetzt wurden die Lager für die Aufnahme der Kugellager mit Gummipufferung

    gedreht. Das gab einen Haufen Späne, auch wenn es nur vier Stück waren:


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    Und hier noch eine andere Ansicht:

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    Als nächstes kommt das Gewindeschneiden.

    Saludos

    Jorge

    Einmal editiert, zuletzt von jorge (18. September 2018 um 20:49)

  • Hallo Harald,

    bis jetzt plane ich keine Verschraubung. Der Querverbinder wird beide Seitenteile zusammenhalten. Das sieht man auch gut in dem o.g. Video. Da ist aber das letzte Wort noch nicht gesprochen.

    Jorge

  • Hallo Georg,

    schau Dir mal die aktuellen 7 1/4"-Drehgestelle des im Video genannten Anbieters an. Bei denen sind einige Änderungen vorgenommen worden.

    Das betrifft insbesondere den oberen Querträger, der nun aus einem Kastenprofil mit vier großflächigen angeschweißten Führungsblechen für die Seitenteile besteht. Außerdem sind die Gummifedern durch vier Druckfedern je Seite ersetzt. Die werden durch ein Blech mit entsprechenden Ausschnitten an ihrem Platz gehalten.


    Viele Grüße Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Ich bin überrascht, Deine Umsetzung ist dann doch anders als bei meinen Drehgestellen.

    Ich hätte dann aber den Radius der Seiteteile dem der Achslagerhalter angepasst!

    Sieht irgendwie aus als wenn es nicht zusammengehört.

    Hier mal ein Bild wie ich das meine.

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    Mich wundert auch warum Du so große Achslagerhalter brauchst?

    Ich behaupte mal die Gummipuffer um die Lager sind nach zwei Jahren Brei.

    Meine Lager sitzen Metall in Metall, das elastische Moment im Drehgestell sind die Federn.

    meine Seitenwangen sind auch untereinander unten mit einer Traverse verschraubt.

    Auch um die Bremse zu tragen und die Drehmomente aufzunehmen.

    Die obere Traverse sitzt dann frei auf den Federn und trägt den Wagenkasten an drei Aufnahmepunkten kippsicher.

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    Praxis ist was theoretisch nicht funktioniert.

    Einmal editiert, zuletzt von Frank (19. September 2018 um 21:40)

  • Hallo Frank,

    da muss ich aber widersprechen, meine Gummipuffer um die Lager sind nach

    inzwischen 15 Jahren immer noch aus Gummi und kein Brei.

    Ich habe Kugellager von Polin für 50 Cent verbaut und die laufen auch noch einwandfrei.

    In den Vereinssitzwagen haben wir dieses System auch schon seit über 10 Jahren.

    mit elektrischem Gruß
    Arnold

  • Hallo Arnold,

    Das ist interessant, ich hätte gedacht die Belastung wäre für Gummi zu hoch.

    Aber es gibt ja Gummi und Gummi. Ich lerne ja gerne dazu.

    Im Bedienwagen brauche ich die Gummilager nicht. Den Komfort bringen die Federn.

    Bei unseren Sitzwagen im Verein würde ich die aber begrüßen!

    Viele Grüße

    Frank

    Praxis ist was theoretisch nicht funktioniert.

  • Hallo Frank,

    es ist schon ein kleiner Unterschied ob man mit oder ohne Gummi fährt.

    Es kommt einem im Po/A.... schon etwas angenehmer vor.

    Und das Fahrgeräusch ist etwas leiser.

    mit elektrischem Gruß
    Arnold

  • Guten Morgen Frank,

    die Seitenteile sind nach Deinen Vorgaben zuerst erstellt worden. Erst danach habe ich mich mit dem Thema Lager beschäftigt. Das kommt daher, wenn man zuerst baut und dann plant. Die Fa. Knupfer setzt diese Gummipuffer mit Erfolg bei ihrem Wagenpark ein. Deswegen habe ich da keine Probleme. Vom optischen Eindruck habe ich auch keine Probleme, da es sich um einen Bedienwagen handelt. Wahrscheinlich kommen noch seitliche Trittbretter dran und dann sieht man die Räder sowieso nicht mehr. Wie weiter oben bereits erwähnt ist dieses Drehgestell eine Pilotanwendung, um Erfahrung mit Drehgestellen zu bekommen.

    Gruß

    Jorge

  • Guten Abend,

    mit meinem Rohmaterial von 100mm im Durchmesser aus 1.4305 habe ich mir einen Bärendienst angedient. Soviel Späne habe ich mein Lebtag nicht produziert. Außerdem ist meine Klippfeld Drehbank ziemlich an ihrer Leistungsgrenze. Anfangs habe ich mit einem selbsgeschliffenen Meisel hantiert. Nachdem 10ten Nachschleifen wurde auf eine Wendeplatte zurückgegriffen:

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    Nach fast einer Woche liegen alle sechszehn Rohlinge auf Maß zur weiteren Verarbeitung auf der Werkbank:

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    Morgen geht es ans Radprofil.

    Saludos

    Jorge

  • mit meinem Rohmaterial von 100mm im Durchmesser aus 1.4305 habe ich mir einen Bärendienst angedient

    Hallo Jorge,

    mal ehrlich: wie viel hast Du dadurch - im Vergleich zu anderen Varianten - an Geld gespart? Genügt in Prozenten ;)

    Eigentlich ist die Frage immer die selbe: Wovon habe ich mehr / was kann ich eher verschmerzen: Geld oder Zeit? Natürlich abgesehen von der Variante "Ich mache es selber, weil es mir Spaß macht, weil ich es besser mache, weil ..." ;)

    Gruß

    Kristian

  • Hallo,

    die Räder müssen noch lackiert werden:

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    Geschafft:

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    Saludos

    Jorge

  • Hallo,

    da ich gerade den Beitrag über die Herstellung bzw. Kauf von Rädern im August 2018 gelesen habe, hier noch ein Nachtrag:

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    Das sind die Reste meiner Aktion. 5" Räder 90mm aus 100mm C45 Material.

    Das Problem war, daß meine Drehbank im unteren Drehbereich zu schwach ist. Ich mußte also eine relativ hohe Drehzahl wählen, die lange Späne zur Folge hatte. Die Werkstatt sah danach aus wie S... Abgesehen von dem Gestank des Schneidöls.

    Trotzdem würde ich es wieder so machen.

    Gruß

    Jorge

    P.S. Meine Klippfeld Drehbank hat Riemenantrieb, d.h. sie ist leise, aber die Riemen rutschen auch mal durch.

  • Hallo Jorge,

    schöne Radsätze hast Du da, gratuliere zum geschafften Werk. Wenn ich fragen darf:

    1. Erst schreibst Du 1.4305, dann C45 - was nun?

    2. Ich nehme an, die Räder sind auf die Achsen kalt aufgepresst. Wie viel Übermaß bei welchem Durchmesser? Löcher gerieben oder nur auf Maß gedreht?

    Und noch zum Thema Geld: Natürlich kostet Hobby Geld, das ist nicht die Frage. Mir ging es eher um einzelne Situationen - mache ich es selber und billiger, sitze dann aber ein ganze Woche an immer der gleichen Arbeit, oder kaufe ich es teurer fertig und spare mir die Zeit für etwas, was ich nicht kaufen kann, oder überhaupt, um mich etwas schneller dem Ende zu nähern. Deshalb wollte ich wissen, wie Du in diesem Fall zu Deiner Entscheidung gelangt bist, die Räder selber zu drehen, zumal Du letztendlich nicht sehr begeistert über den Arbeitsaufwand zu sein scheinst.

    Dank und Gruß

    Kristian