Hallo Zusammen
Ich schreibe auch wieder mal etwas, endlich mal zu meiner neuen Lok welche bereits zu 95% fertig ist.
Alles begann damit dass ich 2018 im Frühling eine Woche im Swiss Vapeur Parc war,
die Loks im Massstab 1:4 zum rein sitzen haben so ihre Reiz. ![]()
Ich habe bis diesen August eine Lehre als Polymechaniker EFZ absolviert.
Im letzen August mussten wir dann in der Berufsfachschule eine Vertiefungsarbeit schreiben,
dabei geht es darum sich ein Thema auszusuchen und sich 3 Monate sich darin intensiv zu Vertiefen.
Am Ende soll eine Schriftliche Arbeit mit ca 40 Seiten rauskommen.
Man müsste sein Produkt Physisch nicht produzieren, aber mir ist das zu langweilig nur über etwas zu schreiben aber nichts Handfestes zu machen.
Also begann ich mit der Vorbild suche, da ich Zeitlich sehr eingeschränkt war (3 Monate standen zur Verfügung).
Es sollte schon etwas relativ einfaches zu bauen sein, aber trotzdem eine kleine Herausforderung.
Somit entschied ich mich für eine He 2/2 der Schynige Platte-Bahn für 7 1/4" im Massstab 1:4 mit Zahnrad, zum rein sitzen mit Elektro Motoren.
Gewählt habe ich die Nummer 20:
Quelle : https://farm8.static.flickr.com/7572/28902816424_32e84ce854_b.jpg
Mir gefällt die Farbgebung und der einfache aufbau.
Jetzt ging es ans suchen von diversen Fotos und 2-3 Massen zum Runterrechnen.
Ich habe das meiste aus Bilder rausgemessen.
Weiterhin habe ich mir noch die Broschüre "Zug um Zug mit Nostalgie Schynige Platte-Bahn"
und das Buch "Schnyige Platte-Bahn" beides von Hansruedi Brawand gekauft.
In beiden sind diverse gute Bilder und auch viele Infos die Bahn, die Loks und die Wagen.
Die ersten Skizzen entstanden auf Papier, die Aussenmasse waren gegeben, aber es gab viel zu klären bezüglich der Sitz Position.
Es gibt Loks und Bedienwagen da kriegt man nach nicht mal einer runde schon rücken schmerzen etc. vor allem auf holprigen Schienen.
Ich habe die Lok so gebaut das ich dadrin Stundenlang sitzen kann,
da die Lok direkt auf mich zugeschnitten ist, können andere welche grösser sind als ich ned wirklich damit Fahren. Gelbefeldbahnlok![]()
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Aber da man nicht unendlich Platz hat und die Lok sowieso Hauptsächlich von mir gefahren wird ist das halt einfach so. (Nein ich werde nicht mehr grösser und sonst gibt`s halt nochmal eine neue Lok
)
Die wichtigsten masse standen fest, somit begann ich die Konstruktion im CAD.
Gezeichnet wird mit Autodesk Inventor 2019, jedes Kabel, Winkel etc wird nicht gezeichnet ( Für sowas bin ich zufaul
)
Die ganzen Blechteile welche Wasserstrahl geschnitten wurden hab ich gezeichnet
und alle Teile welche ich angefertigt habe.
Stück für Stück wuchs das CAD modell, leider lernen wir in der heutigen Zeit immer noch kein CAD in der Schule... (Das Mittelalter grüsst
)
Jetzt wurde es langsam Zeit die Komponenten auszuwählen und zu bestellen.
Verbaut wurden 2 Stück 24V 750W Motoren, eine 150A 4QD Steuerung aus England und ein 24V Kompressor von Jaro.
Natürlich noch diverse Kleinigkeiten wie Sicherungen, Amperemeter, Km/h Anzeige, Batterie Spannung, diverse Knöpfe und Batterien.
Hier ein Teil der Einbauteile im Überblick:
Die Achsen sind selbst gedreht, die Kettenräder mit Spannsätzen montiert und das Zahnrad für die Zahnstange ist eingeflogen aus den USA.
Dem genauen Leser wird auffallen das es eine Achse zuviel hat... das ist ganz einfach der Bequemlichkeit geschuldet.
Das Zahnrad muss 16 mm Höhen versetzt zu der Schienenoberkante sein,
somit war es das einfachste die Lok einfach mit einer 3. Achse auszustatten welche einfach 16 mm weiter oben ist und genau gleich mit Gummipuffern gefedert ist.
Wasserstrahlschneiden ist genauer und die Kanten verhärten sich nicht wie beim Lasern und die Kanten kriegen keinen Grat, jedoch Wasser....
Man sieht hier die Einzelteile für das Bedienpult und die beiden Motorhalterungen, noch vor den "Fladdern" und Abkanten:
Mit dem "Fladder" lies sich der Rost einfach entfernen und die kanten werden auch leicht abgerundet.
Erstes Probestellen des Rahmens mit den Achsen, die Achslager Führungen wurden direkt auf Mass geschnitten. Erspart sehr viel arbeit, das Wasserstrahlschneiden war genauer als die Guss Normteile welche an den Gleitflächen gefräst sind....
Dann hab ich die 67 Kg schwere Grundplatte aus 12mm Stahl auf den Rahmen geschoben, der Sitz wurde mal mit einem Holz provisorisch platziert:
Dann konnte ich endlich das erste mal Probesitzen und schauen ob das was ich am Computer gezeichnet hatte auch mit mir drin passt und ob das Bequem ist so zu sitzen.
Es passte alles wie geplant![]()
Jetzt wurde der ganze Rahmen mit Winkeln verschraubt, und Achsen montiert, dann konnte die erste Front mal drauf gestellt werden.
Mir gefällt es schon mal, dann ging es jetzt ans Schweissen des Lokkasten.
Der Lokkasten ist aus einem Stück, das Dach ist nicht Abnehmbar, es gibt keine Türe und auch keine Wartungsöffnungen.
mit 10 Schrauben ist der Lokkasten von unten durch die Grundplatte mit Winkeln angeschraubt.
Wenn man etwas machen will muss jedes mal der ganze Lokkasten abgehoben werden.
Das höhrt sich jetzt mühsam an, aber 10 Schrauben lösen und dann zu zweit rasch wegheben und man hat zu allem rundherum genügend Zugang.
Geht gleich weiter