IRR - Rangierlok Susi

    • Offizieller Beitrag

    Hallo zusammen,

    ja ich weiß... die Heidi ist noch nicht fertig, aber ich beginne ein weiteres Projekt. Erstmal wird nur im CAD-gebaut und erstmal so lange auf Eis gelegt, bis die Heidi wirklich fertig ist. Es handelt sich hierbei um eine weitere Lok der Internationalen Rheinregulierung. Die Lok wurde von Motor Rail in England gebaut. Die Loks mit dem Namen Simplex sind reine Arbeitstiere und wurden früher für Rangierarbeiten im Steinbruch und im Betriebshof eingesetzt. Die IRR besitzt heute noch drei Simplex-Lokomotiven. Die Simplex, die ich baue trägt den Namen Susi.

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    Bild von Manfred Britz

    Natürlich baue ich wieder im im Maßstab 1:6 für die 5 Zoll Spur. Die Lok ist ein Winzling...und etwa so groß, wie einer meiner Kastenkipper. Sie soll zum Spielen dienen und als Reiselok, denn die neue Heidi ist für einen einfachen, unkomplizierten Transport zu schwer. Als kleiner Ausgleich zu meiner Masterarbeit konstruiere ich ab und an ein wenig an der Lok. Der Führerstand der Lok soll leer bleiben, so dass nur der Motorvorbau für den Akku zur Verfügung steht. Da der Platz arg beschränkt ist, werde ich eine externe Versorgung von einem Beiwagen ermöglichen. Mir ist aber auch wichtig, dass die Lok solo eingesetzt werden kann.

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    Obwohl die Lok recht klein ist, bringt sie ohne Motor und Akku schon rund 28 kg auf die Waage. Grund dafür ist eine massive Ausführung des Rahmens, wie beim Original mit schweren Balastpuffern.

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    Als Antrieb dient ein 12V Motor mit 150 Watt. Das Drehmoment wird über Ketten auf die beiden Achsen übertragen.

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    Ich werde weiter berichten!

    liebe Grüße

    Jonas

    • Offizieller Beitrag

    Hallo zusammen,

    mittlerweile ist die Konstruktion weit fortgeschritten. Die Motorhaube und das Führerhaus sind weitgehend auskonstruiert. Was nun noch fehlt ist die Fertigstellung des Kühlers, sowie der anderen Teile, welche vor der Motorhaube untergebracht sind. Anschließend wird die Nutzung des Raums in der Motorhaube geplant. Hier soll der Akku und die Steuerung Platz finden.

    Die Puffer werden, wie beim Original, aus U-Profilen mit eingelegten Holzbalken bestehen.

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    Die Motorhaube wird aufklappbar sein, um an den Akku und die Steuerung zu gelangen. Ich will außerdem den Rotor des Kühler als kleines Detail mit einem Motor versehen.

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    Die Lok an sich ist ein echter Winzling...Sie ist gerade mal so groß, wie einer meiner Kastenkipper. Durch die massive Bauweise des Originals wird sie ohne Akku aber schon etwa 40 kg auf die Waage bringen.

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    liebe Grüße

    Jonas

  • Hallo Jonas,

    schönes kleines Teil, welches Du gerade zeichnest. Wofür ist das runde loch in der Seitenwand zwischen den Rädern gedacht? Wird da die Kette geölt?:)

    Weißt Du schon, was für einen Motor Du einbauen willst? Wenn ja, würden mich mal die Kennwerte interessieren.

    Gruß Wolfgang

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Wolfgang,

    durch den Ausbruch im Rahmen wurde ursprünglich mal der Auspuff ins Freie geführt. Die Lok hat schon einige Umbauten erlebt.. Der Auspuff wird aktuell seitlich aus der Motorhaube hinausgeführt. Der Ausbruch im Rahmen hat also aktuell keine Funktion.

    Als Motor habe ich einen 12V Motor von Matcon mit 150W gewählt (Link: MY6812GR).

    Also Untersetzung habe ich ein Verhältnis von 4:1 gewählt. Mit dem Laufflächendurchmesser von 78 mm läuft die Lok dann rechnerisch bei Nenndrehzahl (2700 U/min) etwa 10 km/h. Ich denke die Leistung sollte reichen um eine Personen und meinen Lorenzug zu ziehen. Für denn Fall, dass ich doch mehr Leistung will habe ich Platz für einen zweiten Motor vorgesehen. Aber die Lok wird sowieso eher zum Spielen eingesetzt werden :)

    liebe Grüße

    Jonas

  • Hallo Jonas,

    die theoretische Zugkraft ergibt sich aus Drehmoment Motor [Nm] * Untersetzung / Radius Rad [m], in Deinem Fall 0,56*4/0,039 = 57,4 N = 5,8 kP (kg). Diese verrringert sich am Haken durch Wirkungsgrad des Getriebes, Rollwiderstand der Lok (unterschiedlich Gerade/Kurve) u.Ä. Grob gerechnet (ohne Gewähr) kannst Du damit in der Ebene insgesamt 500 kg, auf 1% Steigung 250 kg und auf 2% immer noch 180 kg bewegen. Und aus der Zugkraft und den zu erwartenden Verhältnissen auf den Gleisen - Nässe, Laub, Schmiere von Dampfloks u.Ä. - ergibt sich dann das maximal sinnvolle Lokgewicht.

    Allerdings bin ich bei China-Motoren etwas skeptisch, was die angegeben Nennleistung betrifft, genauer gesagt, wie lange sie sie aushalten, bevor sie verbrennen - dazu müssen andere ihre Erfahrungen beisteuern. Aber unsereiner fährt ja keine Geislinger Steige rauf ;)

    Gruß

    Kristian

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Kristian,

    das hatte ich auch mal überschlagen... aber die Rechnung enthält genügend Unbekannte, um nur geringe Aussagekraft zu haben. Wie die Lok performt wird sich zeigen, wenn das Fahrwerk mal geschweißt ist und die Lok das erste mal aus eigener Kraft fährt. Aber wieso viel darüber nachdenken ... erstmal muss ich die Heidi fertigstellen :)

    liebe Grüße

    Jonas

    • Offizieller Beitrag

    Moin zusammen,

    auch wenn die Lok noch auf die Fertigstellung der Heidi warten muss, waren die CAD-Daten sehr nützlich, um daraus ein t-shirt-Aufdruck zu designen. Hierfür habe ich die Zeichnung ausgedruckt, mit einem schwarten Stift auf halbdurchsichtigem Papier nachgemalt. Das Ganze dann wieder eingescannt und etwas nachbearbeitet und das auf t-shirts drucken lassen.

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    liebe Grüße

    Jonas

    • Offizieller Beitrag

    Hallo zusammen,

    ich bin gerade dabei die ersten Teile für die Lok in die Fertigung zu geben. Wahrscheinlich werden zwei der Loks gebaut. Eine für mich und eine zweite für ein Mitglied des Vereins Rheinschauen. Bevor ich nun Teile fertigen lasse, wollte ich nur kurz Fragen, ob noch jemand Interesse an einem Materialsatz hat. An Kosten fallen nur die reinen Materialkosten an! Bei Interesse einfach kurz bei mir melden!

    Es muss geschweißt, gebohrt, gebogen und geschraubt werden.

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    Viele Grüße

    Jonas

    • Offizieller Beitrag

    Naja, was soll ich sagen. Ganz direkt sind die Teile nun doch nicht ins Regal gewandert. Mindestens eine kleine Passprobe musste schon sein :)

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    so.. jetzt aber

    bis bald

    Jonas

  • Hallo Jonas,

    wenn die Teile vor einem liegen, juckt es eben doch in den Fingern etwas zu tun.

    Ich wünsche viel Spaß beim Bauen und Gutes Gelingen der Lok.

    mit elektrischem Gruß
    Arnold

    • Offizieller Beitrag

    Hallo zusammen,

    heute konnte ich die Dreh- und Frästeile von meinem Fertiger abholen. Es ist der Haus- und Hoflieferant unserer Firma und daher ging es sehr schnell und war dazu noch recht günstig.

    Die Achsen sind nach NEM-Norm gefertigt.

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    Neben den Achsen habe ich die Ballastpuffer dort aus dem vollen fräsen lassen. Die 30 mm starken Platten haben ein Gewicht von etwa 8 kg pro Ballastpuffer und machen so ihrem Namen alle Ehre.

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    Alles passt wunderbar zusammen und wandert nun erstmal in den Keller :)

    Viele Grüße

    Jonas

  • Hallo Jonas,

    Deine Pufferbohle sieht sehr gut aus. Ob man mit diesem Verfahren auch eine gesickte Seitenwand herstellen kann? Sicherlich möglich, treibt aber die Herstellungskosten in ungeahnte Höhen. Der Standardmodellbauer hat vermutlich keine CNC-Fräse mit Kugelfräser;(

    Gruß Wolfgang

  • Aber unsereiner fährt ja keine Geislinger Steige rauf

    Ich schon, bei meinen ca. 7% Dauersteigung. Wenn ich da keinen Qualitätsmotor von 1kW in meiner DL8 hätte, wäre der bei den Anhängelasten schon längst abgeraucht. Mit Steuerungen von MatCon habe ich nur schlechte Erfahrungen gemacht, da schließe ich mal auf die Motoren (Stichwort: gelötete statt punktgeschweißte Kollektoren). In der Ebene ist das alles ja kein Problem, weil da das China-Zeugs praktisch nie an seine Nennleistungen/belastungen herankommt.

    Gruß vom Heizer

    Einmal editiert, zuletzt von ateshci (27. Juni 2021 um 13:23)

  • Mit Steuerungen von MatCon habe ich nur schlechte Erfahrungen gemacht, da schließe ich mal auf die Motoren (Stichwort: gelötete statt punktgeschweißte Kollektoren). In der Ebene ist das alles ja kein Problem, weil da das China-Zeugs praktisch nie an seine Nennleistungen/belastungen herankommt.

    An Steuerungen benutze ich nur 4QD, aus Überzeugung.

    Ich hab davon noch nichts zum Abrauchen gebracht und der Service (vor allem Steve) ist genial.

    Fueled by coffee, powered by steam.

  • ...........(Stichwort: gelötete statt punktgeschweißte Kollektoren). In der Ebene ist das alles ja kein Problem, ........

    Hallo

    Das Problem der Chinamotore sind nicht die gelöteten Kollektoren, sondern die fehlende Kühlung.

    Größere Motore verlagern das Problem nur hin zu höheren Anhängelasten.

    Gestorben sind meine ersten Motore nicht durch offene Lötstellen, sondern durch geschmolzene Kupferdrähte im Anker.

    Einen auch im Hochsommer standfesten Antrieb meiner Loks habe erst mit dem aufwendigen Umbau der MY1020 Motore auf Dauerbelüftung mir einem Radiallüfter erreicht.

    Mit dem zusätzlichen Stromverbrauch von ca. 1 A pro Motor muß man halt leben.

    Lüfter die wenig Strom verbrauchen blasen auch wenig Luft. Bei gleicher Größe habe ich die Modelle mit der höchsten Drehzahl , dem höchsten Strom und dem lautesten Gräusch gewählt. Die kühlen dafür am Besten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

    • Offizieller Beitrag

    Hallo zusammen,

    da ich wegen Homeoffice und Teilemangel gerade an der Heidi nichts machen kann, habe ich mich entschlossen den Rahmen der Susi zu schweißen. Die Teile waren dank der Zapfen einfach zu positionieren und zu schweißen. Eine große Nachbearbeitung der Teile, war dank abgesprochener Toleranzen kaum nötig. Die Zapfen habe ich von außen verschweißt und mit der Flex verschliffen.

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    Viele Grüße

    Jonas

    • Offizieller Beitrag

    Hallo zusammen,

    es geht weiter... mit dem Bauende an den Heidis kann es nun hier weiter gehen. Als erstes soll der Antrieb fertig gestellt und getestet werden. Ich habe mir die Option offen gelassen zwei Motoren einzubauen, daher soll zuerst das Fahrwerk fertig gestellt werden, um zu sehen ob ein Motor für die gewünschte Antriebsleistung ausreichend ist.

    Die Bohrungen der Kettenräder wurden auf der Drehbank aufgeweitet, so dass diese nun auf die Achsen passen.

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    Als nächstes konnte der Antriebsstrang temporär montiert werden. Die Ketten kürzte ich auf die korrekten Längen. Über das Verschieben des Motor und die Spannschraube an einer der Achsen, lassen sich die Ketten einfach spannen.

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    Alles passte, wie im CAD. Daher werden nun die Radscheiben und die Kettenräder lackiert, bevor diese dann final auf der Achse mit loctite 648 fixiert werden.

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    Viele Grüße

    Jonas

    • Offizieller Beitrag

    Hallo zusammen,

    die Achsen sind mittlerweile komplett! Die Radscheiben und die Kettenräder habe ich mit Mattlack lackiert und den Lack eingebrannt.

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    Nun habe ich das Fahrwerk wieder montiert. Es soll damit in den nächsten Tagen mal auf die Anlage gehen, um zu sehen, ob die Leistung von einem Motor ausreichend ist.

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    Die kleine Kette mit der 6er-Teilung passt optisch gut zum Modell, denn auch beim Original sieht man die Kette, welche die Achsen verbindet unterhalb des Rahmens hängen.

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    Viele Grüße

    Jonas