- Offizieller Beitrag
Thema: Fragen an die Signalmeister
vmeier
Datum:19.12.03 16:16 Antworten Zitieren Empfehlen
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Für meinen transportablen 7 1/4" Rundkurs würde ich gerne einen "Rundenzähler", gekoppelt mit einem einfachen Licht- oder Formsignal bauen.
Beispiel : Signal wird auf Fahrt gestellt, und nach einer einstellbaren Zahl von Runden (3 bis 9) geht das Signal auf Halt.
Das ganz sollte auf 12 Volt basieren und am besten mit handelsüblichen Kfz-Komponenten, einfachen Conrad-Bausätzen oder Modulen aus dem LGB-Sektor funktionieren. Und halbwegs Wetterfest sein.
Eine Zugbeeinflussung ist nicht vorgesehen, halten muss der Lokführer schon selbst.
Das Signal selbst ist kein (technisches) Problem.
Allerdings habe ich noch keine zündende Idee für den elektrischen Teil. Ich wollte mit Gleissstromkreisen (Masseschluss über den Radsatz) experimentieren. Aber dann weiss ich nicht weiter : woher das Zählermodul nehmen? Und wie ansteuern, ohne dass ein aufeinanderfolgender Masseschluss durch mehrere Achsen als mehrere Runden ausgelegt würden?
Hat jemand Erfahrung, und/oder Ideen?
Gruss Volkmar
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Homepage: http://perso.wanadoo.fr/m
viehdokter
Datum:19.12.03 17:06 Antworten Zitieren Empfehlen (viehdokter@t-online.de)
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Hallo Volkmar,
>>Allerdings habe ich noch keine zündende Idee für den elektrischen Teil. Ich wollte mit Gleissstromkreisen (Masseschluss über den Radsatz) experimentieren. Aber dann weiss ich nicht weiter : woher das Zählermodul nehmen? Und wie ansteuern, ohne dass ein aufeinanderfolgender Masseschluss durch mehrere Achsen als mehrere Runden ausgelegt würden?<<
Ist doch eigentlich keine schlechte Idee.
Nur zählst Du die Anzahl der Achsen des gesamten Zuges und legst die Zahl als
als Gesamtzahl der Impulse pro Runde ein.
Ein Vielfaches davon stellt dann das Signal wieder um.
Magnetkontakte fest am Fahrzeug scheiden aus,
da die Entfernung zwischen Magnet und Kontakt
aufgrund sicherlich vorhandener Kinderfüße und -hände zu groß sein wird.
Vorschlag per "Zeitschaltung"
oder
komfortabler per Fernsteuerung vom Lokführer von der Lok aus (Funk oder Infrarot)schalten,
da gerade auf transportablen Anlagen der Lokführer gleichzeitig Fahrdienstleiter und Schaffner in einer Person ist.
Gruß
Viehdokter
Mitglied im mini-Truck-club Osthessen
und bei den Emder Modelldampf-Freunden
derzeit aber in Günzburg/Schwaben beruflich tätig
Zweiwegeunimog 1:12, Cargosprinter 5 Zoll, diverse LKW und Güterwaggons
siehe unter http://www.mtc-osthessen.de.vu
vmeier
Datum:19.12.03 22:59 Antworten Zitieren Empfehlen
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viehdokter:
Nur zählst Du die Anzahl der Achsen des gesamten Zuges und legst die Zahl als
als Gesamtzahl der Impulse pro Runde ein.
Ein Vielfaches davon stellt dann das Signal wieder um.
Hallo
Das ist das Prinzip Achszähler, das wollte ich eigentlich nicht. Achsen zählen mit Gleisstromkreisen ist nicht zuverlässig. Es reicht, dass einmal wegen Schmutz oder sonstwas falsch gezählt wird, und schon ist der Wurm drin.
viehdokter:
Magnetkontakte fest am Fahrzeug scheiden aus
Völlig einverstanden. Keine fahrzeugseitigen Einrichtungen.
viehdokter:
Vorschlag per "Zeitschaltung"
Daran dachte ich auch. Das ist recht einfach.
So langsam reift die Idee. Vielleicht finde ich auch eine altbackene elektromechanische Lösung, das passt halt besser zum Umfeld als solch neumodische programmierbare Computermodule, auch wenn diese näher an meinem Berufsumfeld liegen als Relais und Servomotoren.
N'Abend Volkmar
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joerg
Datum:22.12.03 17:55 Antworten Zitieren Empfehlen
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Hallo Volkmar
wie wär es denn mit einer Infrarotlichtschranke?
Die ist von der Sache her nicht sehr schwer zu bauen und einen Zähler kann man auch direkt anschließen.
Passende Bausätze kann ich Dir beim Conrad raussuchen. Kann sie Dir auch zusammenlöten und testen.
Jetzt braucht es nur noch ein stabiles Gehäuse
Wie wär es mit einem Gemeinschaftsprojekt?
Ich könnte auch so ein Signal gebrauchen.
bis bald
jörg
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vmeier
Datum:23.12.03 18:15 Antworten Zitieren Empfehlen
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Danke, das löten schaffe ich schon (ohne echte Begeisterung ;-)), aber für Hilfe beim konzipieren und bei der Materialauswahl wäre ich echt sehr dankbar.
Das mit dem Gemeinschaftsprojekt klingt gut. Vielleicht können wir hier im Forum das Projekt fertig konzipieren, und dann Baupläne, Skizzen und Materiallisten ins Netz stellen.
Also, weiter im Gedankenspiel : Infrarot klingt gut, zumal besondere isolierte Gleise dann nicht notwendig sind und Schmutz oder gar isolierte Radsätze problemlos durchgehen. Allerdings bleibt auch dann das Problem, dass nicht einzelne Räder oder Fahrzeuge, sondern der Zug als ganzes nur einmal gezählt werden darf.
Ich denke, dass dies durch zwei oder drei aufeinanderfolgende IR-Schranken möglich wäre: Die 1. schaltet die 2. Schranke frei. Die 2. gibt den eigentlichen Zählimpuls beim ersten durchtrennen der Schranke. Die 3. Schranke setzt das ganze wieder zurück, damit Schranke 1 wieder ordentlich freischalten kann. Damit wäre eigentlich auch Richtungsbetrieb möglich, ein in Gegenrichtung fahrender Zug schaltet gar nix.
Die Impulsgeber wären auch für BÜ-Anlagen oder gar ein Blockystem verwendbar, denke ich.
Zum Lieferanten : Conrad ist ok, weil ich das Zeugs auch hier in Frankreich beziehen kann. Als Gehäuse kann man handelsübliche Feuchtraum-Elektrokästen nehmen.
Falls mehrere von uns sowas bauen wollen, wären einheitliche Schnittstellen nicht schlecht. Es gilt, das sowohl Licht als auch (elektromechanische) Formsignale schaltbar sein müssten.
Soweit, später mehr
mit glühweingeschwängerten Weihnachstgrüssen
Volkmar
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Steffen
Datum:23.12.03 18:59 Antworten Zitieren Empfehlen (Reimer.S@t-online.de)
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...ggf. ließe sich der Kontakt als einfacher
Schalter (Türkontakt o.ä.) auf der Schienen-
innenseite gestalten. Der Spurkranz betätigt
dann den Kontakt. (Mit etwas Hebelarm/Blech ist
durchaus 1 cm Schaltweg drin.)
Nun hat man zunächst einen Achsenzähler.
Wenn diese Achsenimpulse über einen "Zeitbaustein"
integriert werden, so entsteht aus beliebig
vielen Achenimpulsen ein einziger langer
Zugimpuls. Dieser Zeitbaustein (Monoflop) wird
vom ersten Achsenimpuls (und jedem weiteren)
"eingeschaltet" und schaltet z.B. nach 2 Sec.
wieder aus. Da anzunehmen ist, dass bei der
Durchfahrt spätestens nach 2 Sec. die nächste
Achse, aber nicht der nächste Zug, kommt, hat
man nun ein sicheres "Zugsignal" welches einen
Rundenzähler ansteuern kann.
Dieser Monoflop ist im einfachsten Fall ein
kleines (! wenig Strom) Relais, welches mit
einem möglichst großem Elko (Kondensator)
parallel geschaltet ist. (Mindestens 5000 uF)
Frohes Fest
Steffen
5" BR 89 (Bay. DII) fast fertig
3 Flachwagen 2achs.
Dampfbondzio
Datum:23.12.03 19:20 Antworten Zitieren Empfehlen (dampflokkessel@t-online.de)
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Hallo Steffen,
Deine Idee hört sich gut und einfach an.
Nur würde ich vorschlagen, statt des Endschalter(Sehr empfindlich) einen Induktivimpulsgeber( die Dinger sind fast unkaputtbar und meistens wasserdicht vergossen mit Anschlusskabel) so im Gleis zu montieren, das er gegen den Spurkranz zeigt. Rest wie von Dir vorgeschlagen.
Nochmal frohes Fest und guten Rutsch.
MfG
Andree Bondzio
https://www.dampfbahner.net/www.Dampfbahn-Bondzio.de
Editiert am: 23.12.03 19:23 von Dampfbondzio
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Homepage: http://www.dampfbahn-bond
vmeier
Datum:23.12.03 19:31 Antworten Zitieren Empfehlen
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Für Induktivimpulsgeber oder Infrarotschranken sprechen, dass die Bauteile gleichermassen für Spur 5 oder 7 verwendbar wären. Bie Kontaktgabe über Spurkranzabtastung müsste hingegen die ganze Bandbreite der Spurkranzhöhen berücksichtigt und ggf. einjustiert werden.
Das mit dem "Monoflop" klingt auch gut, aber etwas mehr als 2 Sek wären schon gut, da sonst bei Schleichfahrt eine Mehrfachzählung erfolgt.
Gruss Volkmar
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Homepage: http://perso.wanadoo.fr/m
Thomas
Datum: 23.12.03 21:09 Antworten Zitieren Empfehlen (dl4kcl@darc.de)
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Hallo Volkmar
Ich würde das Problem mit einer Reflexlichtschranke lösen. Dabei sind Sender und Empfänger in einer Dose und die Messung ist berührungslos.
So was gibt es bei ELV oder Conrad.
Der Zähler ist Standart TTL Technik (z.B. 4522, 4526 o. ä.) Dabei lässt sich die Anzahl der Runden bis zum Signal durch einen BCD-Schalter leicht einstellen.
Viele Grüße
Thomas
BR 80 und Preussische T3 in 7 1/4 im Bau
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