• Happy new year, happy new gear !!!

    Nachdem das Climax Projekt vor einem Monat gestoppt wurde (Einbau der Bremsanlage) wird es nun Zeit in den nächsten Gang zu schalten.

    Das Schaltgetriebe nimmt erste Formen an und funktioniert sogar schon (händisch). Schaltklaue und Hebelwerk folgen in den nächsten Tagen. Der Einbau der Schaltstufe markiert aber wieder einen wichtigen Meilenstein in dem Projekt.

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    Die Zahnräder (Mädler Modul 1) werden gebohrt und in Form gebracht.

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    Ausdrehen der Innenpassung.

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    Wellenverlängerung mit Passfeder für den Kraftschluß und Schiebepassung.

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    Fertig eingebaut. Das lange Ende der Welle wurde mit einem RG7-Stehlager zusätzlich gelagert.

    Ob es wohl funktioniert?

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    Mehr Details wie immer im Blog.

    Grüße, Gerd

  • Guten Morgen,

    weiter geht's am Projekt. Damit man sich nicht immer die Finger im Getriebe verheddert wurde die Schaltkulisse angefertigt und verbaut. Wie beim Original wird ein Gleitstein per Schwalbenschwanz geführt und die Gabel greift in die Nut des Doppelzahnrades.

    Der Gleitstein wurde über Kopf aus dem vollen gefräst, danach abgesägt und final bearbeitet.

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    Die Führungsleiste ist aus RG7 gefertigt. Herausforderung war eine möglichst spielfreie Schwalbenschwanzfräsung.

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    Der Mitnehmer wurde aus Messing gefertigt. Später wird hier der Schalthebel angebaut, der nach oben durch den Boden reicht und das Einlegen der Gänge ermöglicht.

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    Nun war es dann Zeit sich mit dem größ(t)en Problem zu beschäftigen. Die Stuart D10 ist ca 10% kleiner als ein Climax Dampfmotor in 1:8. Es fehlen in der Höhe ca 27mm. Auch in der Länge ist der Aufbau etwas gestauchter, dafür ist das Maß über die Schieberdeckel größer. Alles in allem eben ein Kompromiss, aber im eingebauten Zustand später wenig auffallend. Mit Ausnahme der Höhe. Die Zylinder sollten schon in der richtigen Höhe über der Bodenplatte stehen um den Gesamteindruck nicht zu zerstören.

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    Hier kommt die Konstruktion der D10 zum Tragen. Zwischen dem Maschinenbett und den Kreuzkopfführungen konnte ich einfach Stempel aus Messing einsetzen, um die Zylinder 30mm weiter nach oben zu setzen.

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    Diese Stempel wurden aus Messing gefräst und mit passenden Schrägen versehen für die spätere Verkleidung. Damit es farblich zum Rest paßt wurden die Teile brüniert.

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    Wenn sich die Höhe der Dampfmaschine ändert, müssen auch die Stangen länger werden. Die Treibstangen haben einen Hauch über 6mm drm, so daß ich einfach ein 6mm Rundmessing mit M4-Gewindestiften einsetzen konnte. Anschließend wurden die Restschäfte der gegossenen Treibstange auf 6mm abgedreht und die Fügestellen sind kaum noch zu erkennen.

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    Damit konnte die Dampfmaschine in der neuen Höhe wieder montiert werden.

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    Bevor es dann an die Umsteuerung geht möchte ich als nächstes die beiden Verkleidungsbleche für den Sockel anfertigen, da an diesen unter anderem die Umsteuerwelle montiert wird. Mehr dazu im nächsten Beitrag.

    Grüße, Gerd

  • Und gleich weiter im Baufortschritt. Zwar stimmt jetzt die Höhe der Dampfmaschine, aber die Optik passte noch nicht.

    Also habe ich aus 2 und 1mm MS-Blech Teile für die seitlichen Abdeckungen gefräst.

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    Die Biegekante im oberen Bereich habe ich dabei aus Einzelteilen zusammen gesetzt und nach dem Hartlöten mit Feile und Schleifleinen herausgearbeitet. Eine Präzise Biegung in 2mm MS-Blech schien mir von vorne herein schweirig.

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    Um die Optik des Guß-Sockels vom Vorbild aufzugreifen wurde noch die umlaufende Zierleiste aufgesetzt. Diese Teile sind aus 1mm MS-Blech gefräst und 2,5mm breit. Ich habe die Teile mit 1mm MS-Nägeln aufgenietet. Hierzu senke ich die Bohrungen leicht an um den Niet zu versenken.

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    Auf der "Heizerseite" der Dampfmaschine befindet sich noch der Climax-Schriftzug auf dem Sockel. Diesen habe ich zusammen mit meinem Papa in 1mm MS-Blech geätzt und das so entstandene Schild dann in eine passend gefräste Tasche eingelötet.

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    Nach dem Sandstrahlen...

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    ... ist vor dem Lack...

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    Nun geht es mit Hochdruck an die Um- und Steuerung. Die Schwingen müssen neu angefertigt werden, da sich durch die veränderten Maße auch der Radius geändert hat. Wenn die Umsteuerung komplett ist fehlen nur noch die Entwässerungshähne und die Rohranschlüße, dann ist die Dampfmaschine fertig für den Einbau.

    Grüße, Gerd

  • Guten Morgen Zusammen

    Jetzt ist mir leider ein Missgeschick passiert 😢😢.

    Beim bewerten bin ich auf die falsche Taste gekommen und habe leider den Daumen nach unten erwischt 😤. Es sollte aber genau andersherum sein. Ich hoffe ihr könnt ihr könnt es mir verzeihen. Ich weiß nicht wie ich es korrigieren kann (dafür bin ich zu Doof). Aber vielleicht kann es jemand anderes für mich machen 😉.
    Mit traurigen Grüßen Michael

  • Guten Morgen Zusammen

    Jetzt ist mir leider ein Missgeschick passiert 😢😢.

    Beim bewerten bin ich auf die falsche Taste gekommen und habe leider den Daumen nach unten erwischt 😤. Es sollte aber genau andersherum sein. Ich hoffe ihr könnt ihr könnt es mir verzeihen. Ich weiß nicht wie ich es korrigieren kann (dafür bin ich zu Doof). Aber vielleicht kann es jemand anderes für mich machen 😉.
    Mit traurigen Grüßen Michael

    Hallo,
    das kannst Du selber machen.

    Bekanntlich gibt Minus und Minus Plus. Frei nach der Regel drücke nochmal auf die negative Reaktion und Sie ist wieder weg.

    Gruß von dem der das auch schon mal aus versehen gemacht hat.

  • Hallo,
    das kannst Du selber machen.

    Bekanntlich gibt Minus und Minus Plus. Frei nach der Regel drücke nochmal auf die negative Reaktion und Sie ist wieder weg.

    Gruß von dem der das auch schon mal aus versehen gemacht hat.

    So einfach ist das 🤔. Da sieht man dass ich kein Profi bin auf diesem Gebiet 😞.

    Danke

  • Sooo, nach einer ungeplanten Pause (Grippe) gibt's endlich neues zu berichten.

    Mit dem Umbau der Dampfmaschine hat sich natürlich auch die Geometrie der Steuerung, inbesondere der Schwinge verändert. Der Radius der Schwinge mußte von 49 auf 79mm "aufgebohrt" werden. Das geht natürlich nur mit neuen Teilen.

    Zunächst wurde im guten alten ValveGear die Steuerung konstruiert und kontrolliert. So kam ich auf die nötigen Werte um die neue Schwinge fertigen zu können. Dabei habe ich die Eigenschaften der Expansionsdampfmaschine der Stuart D10 beibehalten. Mal schauen wie sich das später im Betrieb machen wird.

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    Die Fertigung der neuen Schwingen erfolgte ebenfalls old-school mittels BNC-Technologie (brain numeric control). Eine technische Skizze ist dazu alle mal ausreichend :D

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    Die Schwingen habe ich aus einem Stück RG7 gefräst und anschließend von dem Rohling 2 Scheiben mit dem Schlitzfräser (Sägeblatt) abgetrennt. Die restliche Nachbearbeitung erfolgte dann per Feile.

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    Zuletzt wurden noch die Winkel für den Anlenkpunkt der Aufwurfhebelei gefertigt und mit 2x M1,6 montiert. Danach konnte die erste Schwinge eingebaut und geprüft werden. Die Steuerung läßt sich nun wie erwartet einstellen und macht auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck. Genaueres ist natürlich erst möglich, wenn auch der Rest der Umsteuerung gebaut ist.

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    Jedenfalls ist damit wieder ein komplexer Schritt geschafft.

    Grüße, Gerd

  • Vom Prinzip her hätte das auch funktioniert. Aber dann liegt die Schwinge 30mm weiter unten und die restliche Umsteuerung müßte dahingehend angepaßt werden, was dann nicht mehr zur der gewünschten Optik gepaßt hätte.


    Ansonsten sollte der Radius der Schwinge dem Abstand zum Treibzapfen(/Achse) entsprechen, auf der die Exzenter laufen. Das Verhalten Expansions-/ Volldruckmaschine ergibt sich dann aus dem Abstand der Anlenkpunkte. Wenn diese näher zusammen rücken geht es mehr in Richtung Volldruck, weiter auseinander bekommt die Charakeristik einer Expansionsmaschine.

    Die Exzenter entsprechen im Hub der gewünschten Schieberbewegung. Was noch bleibt ist dann die Voreilung, die zwischen 19° (Kozo bzw. meine Shay) und 30° (Stuart D10) liegen sollte. Auch die nimmt einen leichten Einfluß auf das Expansionsverhalten.

    Das wars dann im Grunde auch schon. Mit den Grundlage läßt sich eine Stephenson-Steuerung mit Geodreieck und Zirkel auf nem Bierdeckel konstruieren ;)

    Grüße, Gerd

  • Moin Daniel,

    Zitat

    ... Eigentlich hättest du ja nur die Stange vom Flachschieber velängern müssen

    im Prinzip ja, aaaaaber ... dann wäre eine zusätzliche Lagerung der Stange erforderlich gewesen, um ein Verkanten oder Verbiegen zu verhindern (zumindest machen "ordentliche" Maschinenbauer das so). ;);)

    So wie Gerd es gemacht hat, ist es außerdem die gefälligere Lösung.

    Viele Grüße
    Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Hallo zusammen,

    bevor lange gerätselt wird : Die Climax-Baustelle hat den Weg in die Sommerpause angetreten. Mit den steigenden Temperaturen wird es die nächsten Monate erstmal wieder mit Hochdruck an meiner Gartenbahn und damit verknüpften Projekten weiter gehen. Die Baugruppen der Climax wurden verpackt und haben einen schönen Regalplatz in der Werkstatt gefunden.

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    Wenn es wieder weiter geht werde ich natürlich hier wieder berichten.

    Grüße, Gerd

    Einmal editiert, zuletzt von Waldbahner (24. März 2025 um 07:53)

  • Wenn es wieder weiter geht werde ich natürlich hier wieder berichten.

    Der Winter ist da und es wird nicht weitergehen... vorerst.

    Hallo Leute,

    das Climax-Projekt hat mittlerweile seinen Regalplatz gewechselt und bleibt bis auf weiteres eingelagert.

    Mit ausreichend Abstand ist mir klar geworden, daß eine dritte Livesteam-Lok für mich keinen praktischen Sinn/Nutzen hat. Selbst die beiden vorhandenen Loks kommen viel zu selten zum Einsatz. Dazu kommt noch der limitierte Platz, denn selbst für meine Steam-Donkey fehlt ein dauerhaftes winterfestes Quartier.

    Daher schließe ich hier die Berichtserstattung offiziell ab, damit sich keiner die Frage stellen muß, was aus der Lok bzw. dem Projekt geworden ist.

    Mit besten Grüße, Gerd