Höchstgeschwindigkeit bei Publikumsbetrieb

  • Hallo

    Jetzt baue ich schon so lange Eisenbahn, und weiss immer noch nicht, wie schnell ich tatsächlich Fahre. Einer von euch hat doch bestimmt einen Tacho an der Lok und kann mir sagen, wie die gefahrenen Geschwindigkeiten im Publikumsbetrieb tasächlich sind. Unterhalb welcher Geschwindigkeit bin ich ein Verkehrshindernis?

    Fahren wir tatsächlich im Alltag schneller als 6 Km/h ?

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Thomas,

    ich habe an meinen E-Loks und am Bedienwagen Tachos verbaut. An den Loks vor allem zum Messen der Laufleistung.

    Die Geschwindigkeit im Personenbetrieb variiert natürlich je nach Lokführer und Anlage. Auf den meisten Anlagen, wo ich bisher war kommt man auf eine Geschwindkeit von etwa 8km/h. Im Swiss vapeur Parc in Bouveret ist 8km/h die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit für den Personenbetrieb.

    Ich habe meine Loks bisher immer auf etwa 9 km/h bei Nenndrehzahl des Motors ausgelegt.

    Mit 6km/h als Maximalgeschwindigkeit wärst du also auf den meisten Strecken eine kleine Bremse :)

    Lg Jonas

  • Hallo Thomas

    Beim unserem letzen Fahrtag war der Dampfzug mit 7 bis 9 Km unterwegs.

    Gemessen mit Handy App ueber das GPS Signal. Die Messung ist ziemlich genau.

    Die 2095 hat auf der Waldgerade schon 10 km mit Publikum und je nach Lokführer geschafft.

    Gruss Ralph

  • Hallo Thomas,

    da ich im Publikumsbetrieb nur auf fliegend oder teilweise fliegend verlegter Anlage gefahren bin,
    waren 6km/h meist das Höchste der Gefühle. Und so steht es auch in meiner Versicherungspolice.


    Die Loks würden mehr hergeben, meine Ns3 läuft gut 20km/h, und die BR 70 fühlt sich bei etwa 15km/h sehr wohl. Auch die Knupfersche R3/3 erreicht diesen Wert. Aber bitte nur ohne Publikum, oder Publikum hinter nem Zaun.

    Grüsse von Toni

  • Eine hoffentlich nicht vorkommende Entgleisung ist bei 6 Km/h deutlich "angenehmer " als bei 10 oder 15 Km/h. Wenn der Publikumszug noch schiebt ist es eine Katastrophe.

    Meine Versicherung deckt nur 6 Km/h ab.

    Gruß

    Werner

  • Moin,

    ich bin wirklich fasziniert, wie unmaßstäblich schnell denn manche Modelle zur Freude ihrer Erbauer und/oder Betreiber unterwegs sind. Schmalspurvorbilder sind meist kaum über 30 km/h hinaus gekommen.

    Abhängig vom Modellmaßstab sind da die oben offenbarten Geschwindigkeiten kaum modellgerecht und vermitteln so leider ein "etwas verzerrtes" Bild vom Vorbild. Daneben besteht die Problematik, "die Fuhre" auch wieder zum Stehen zu bringen - da mag jeder mit sich selbst ins Reine kommen, aber mit Publikum ist im Zweifel kaum mehr "wenig mit sich selbst abzumachen".

    Ich habe für meinen 1:5 Modell-Dampf-Lkw MARTIN "gute Fußgängergeschwindigkeit" (4,5 km/h) als Zielgeschwindigkeit festgelegt, was verglichen mit der Geschwindigkeit der Vorbilder (18 km/h mit gummibereiften Rädern) auch schon etwas schnell ist.
    Und wenn ich gefragt werde, ob es denn nicht auch schneller ginge, nutze ich die Chance, ein wenig in die Geschichte einzutauchen und Wissen zu vermitteln. Das finde ich das Schöne an einem Hobby, das deutlich exclusiver ist, als mit einem PORSCHE Cayenne unterwegs zu sein.(nach meinem vollkommen unmaßgeblichen persönlichen Dafürhalten) ;);)

    Viele Grüße Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Moin in die Runde,

    bei uns geht es auch gemütlicher zu unter dem Motto,“ sehen und gesehen werden“!
    Und gerade beim Personenverkehr sollte man es gemütlicher angehen. Da ist es schon ein Unterschied, ob man mit 5 oder 10 km/h entgleist, zumal die Verletzungsgefahr weit aus höher ist. Auf den Ärger habe ich keine Lust!
    Und wollen wir doch mal ehrlich sein, es schaut doch besser aus in einer maßstabsgerechten Geschwindigkeit über eine Anlage zu fahren als zu „fliegen“!

    Schöne Grüße

    Thomas

  • Ich habe für meinen 1:5 Modell-Dampf-Lkw MARTIN "gute Fußgängergeschwindigkeit" (4,5 km/h) als Zielgeschwindigkeit festgelegt, was verglichen mit der Geschwindigkeit der Vorbilder (18 km/h mit gummibereiften Rädern) auch schon etwas schnell ist.

    Keine Sorge, auch das ist noch nicht wirklich schnell. Dynamisch vorbildähnlich wären 8,0 km/h, denn dann müsstest Du die Geschwindigkeit mit der Wurzel des Längenmaßstabes skalieren (siehe in Modellgesetze und Skalierungsfaktoren: Warum Dampfmodellbau überhaupt möglich ist in Posting #3 unter "Dynamische Kräfte).

    Moritz

  • Hallo zusammen,

    was die Geschwindigkeiten angeht, ist das eigentlich ganz einfach.
    Bis zur einer Außenkantengeschwindigkeit von 1,7 m/s (6-km/h) liegt ihr im
    einfachen Betrieb. Ab 6-km/h spricht man unter anderen von fliegende Bauten,
    hier sind die Erfüllungen mit verschieden Baubedingungen der
    Fahrzeuge und Anlage verbunden.

    Ich sage immer, PASST euere Geschwindigkeiten der Gegebenheiten (Fahrzeuge und
    Anlage) an. Lieber etwas zu langsamer im Personenbetrieb und der Hobbybetrieb muss
    mal etwas hinterher fahren, bevor es Ärger gibt den es nicht bräuchte. Eine normale
    Haftpflicht ist nicht immer ausreichend. Hier kommt eine Betriebshaftpflicht ins Spiel.
    Die auf Spendenbasis fahren haben es da etwas leichter als die den kommerziellen
    Weg gehen. Vereine haben es hier etwas leichter, die Geschwindigkeiten liegt zwischen
    6-km/h bis 9-km/h je nach Anlage und Fahrzeuggestaltung.
    Der schnelle wird eh an der nächsten Weiche wieder ausgebremst.
    Ich bin auch einer der es schon mal laufen lässt, aber im Personenbetrieb ist die
    Sicherheit immer in allen Klassenabteilen die Nummer 1!

    Ich hoffe, dass ich hier etwas helfen konnte.


    Dank mit Gruß und Pfiff
    Wurzl

  • Hallo Thomas,

    in der Regel ist man so zwischen 6 km/h und 8 km/h unterwegs. Ist der Zug gebremst gerne auch schneller.

    Aber Wurzl (Robert) hat es auf den Punkt gebracht, es geht auch um Haftung. Knallt es, wird es schnell sehr teuer, nicht nur bei der eigenen Lok sondern auch dem Gegenüber. Nicht jede private Haftpflicht haftet bei 5 Zoll oder 7 1/4 Zoll Bahnen. Deshalb immer nachfragen, ob es mit drin ist.

    Fahrspass und Sicherheit müssen immer gegeben sein, dass zweite etwas mehr. Denn auf jeder Anlage stehen irgendwo auch Leute herum und ein Wagen oder eine Lok kann da durchaus weh tun, wenn der Weg neben dem Gleis genommen wird.

    Ich selbst hatte auch schon so ein unschönes Erlebnis, Gott sei Dank war da niemand in der Nähe. Hätte aber auch anders ausgehen können. Und nein, du wirst es nicht schaffen einen Zug hinterher zu rennen nach einem ungewollten Abstieg.

    Meine Bahn, auch beide mobile Anlagen sind mittlerweile mit einer Gewerbehaftpflicht versichert. Da ich eben seit dem Frühjahr auch Veranstaltungen fahre mit mittlerweile allen 3 Loks. Sprich Schaustellergewerbe und die passende Schausteller Versicherung. Jetzt könnte man denken sowas ist sehr teuer. Ist es aber nicht. Ich liege im Jahr bei 205 Euro und bin bei allem immer mit 5 Mio. versichert. Auch das Modell und die Lok ist da mit drin, sollten beim Transport oder beim fahren Schäden entstehen sind diese zu 100% abgedeckt.

    Eine Gewerbehaftpflicht haftet eben immer, egal ob selbst verschuldet oder nicht. Knallt es mal als Gastbahner oder auf einer Veranstaltung wie dem EDHT kann die private Versicherung auch ablehnen, wenn wie Wurzl es sagt zu schnell gefahren wird. Und da reicht die Aussage von 2 Leuten die gesehen haben "wollen" , dass man zügiger unterwegs war als andere.

    Deshalb, normal fahren dann passiert nichts und 6 bis 8 km/h hören sich wenig an, je nach Modell kann das durchaus schnell sein und das ganze muss man auch wenn es eng wird auf den Punkt zum stehen bringen. Bei Elektro kein Thema, bei Dampf je nach Lok und Gewicht kann das lustig werden.

    Beste rollende Grüße in diesem Sinn

    Stephan

    Einmal editiert, zuletzt von 99211er (23. Januar 2026 um 21:51)

  • Dem Hinweis von Stephan bezüglich der Privathaftpflicht kann ich nur zustimmen.

    Ich war Anfang des Jahrtausends bei der HUK versichert und auf Nachfrage bekam ich die Info, dass mein privater Einsatz von 7.25" Fahrzeugen nicht versichert sei.

    Die DEVK (Eisenbahnerversicherung) lehnte auch ab, bei der Provinzial bekam ich ein utopisches Angebot (von mir als Abwehrangebot deklariert).

    Ganz anders die Allianz, überhaupt kein Problem, ist mitversichert.

    Ich habe dann fristlos bei der HUK mit der Begründung, das man eben nicht alles versichert, gekündigt und bekam dann innerhalb weniger Tage zu meiner Überraschung die Aufhebung.

    Da musste ich dann zusehen, dass ich die neue Versicherung bei der Allianz abgeschlossen bekam.

    Hubert The Goose

  • Hallo Hubert,

    da weiß bei der HUK offenbar die rechte Hand nicht, was die linke tut:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Kostet 45,62€ im Jahr (HDI vorher > 130€). Tarif nennt sich "Privat-Haftpflichtversicherung (PH) Classic.

    Grüße

    Andreas

  • Interessant, bei mir war es Anfang der 2000er und da ging es damals nicht.

    Nachdem ich seit der Einstellung des Hallentreffens in Sinsheim nicht mehr aktiv unterwegs bin, bin ich inzwischen aus Kostengründen auch wieder bei der HUK gelandet.

    Hubert The Goose

  • Hi, ich habe eine Erweiterung zu meiner Haftpflicht abgeschlossen, diese kostet 25€/Jährlich, allerdings darf ich nur unendgeldlich unterwegs sein, aber das sowieso. Ich bin in Luxemburg versichert.

    LG. Marc

  • Meine Haftpflichtversicherung will mich nicht mehr kostenfrei mitversichern.


    Ich hoffe, Ihr sitzt und es haut Euch nicht vom Stuhl.


    Ich soll eine Mofa/Mopedversicherung abschließen UND das Versicherungskennzeichen an meiner 216 anbringen. Meine Wagen (die Anhänger!) sind dann kostenlos mitversichert.


    Alternativ könne ich die Fuhre auch als "selbstfahrende Baumaschine" versichern.


    Ich werde die Versicherung wechseln, so sich nicht noch eine vernünftige Lösung findet. Dies ist bereits in Arbeit.

    Grüße aus Unterfranken sendet Ludwig aka Mad Max.


    Qualität aus Unterfranken - garantiert NICHT aus Bayern
    Ich pfeif auf die KI, ich bevorzuge die NI und die NK - die natürliche Intelligenz und die natürliche Kompetenz!

  • Ich soll eine Mofa/Mopedversicherung abschließen UND das Versicherungskennzeichen an meiner 216 anbringen. Meine Wagen (die Anhänger!) sind dann kostenlos mitversichert.

    :D:D Ok, das Gras rauchen erlaubt wurde ist ja bekannt. Aber mal ehrlich. Dieser Sachbearbeiter sollte seinen Dealer lieber wechseln:D:D:D

    Da würde ich an deiner Stelle die Gegenfrage stellen, ob du dann auch einen Helm beim fahren tragen musst :D.

    Weil Mofa´s oder Moped´s haben ja Helmpflicht. Musst du dann den Hubraum 1/8 umrechnen? :D

    Sorry aber das ist echt Genial.

  • Da kann man mal sehen was es für Intelligenzler gibt und das ist so eine selbsternannte Fachkraft bei der Versicherung. Ein Versicherungskennzeichen kann man nur bekommen wenn man ein bauartgenehmigtes Fahrzeug hat mit entsprechenden Papieren. Diese Bauartabnahme , falls sie denn eine offizielle Stelle durchführt, kostet mehr als das Fahrzeug Wert ist, bei einer Einzelabnahme. Man kann sich nur noch wundern was da auf die Kunden los gelassen wird.

    Gruß

    Werner

  • Offenbar gibt es in DE den Fachkräftemangel doch nicht nur in der Politik.

    Aber frag den Sachbearbeiter mal, ob er auch der Meinung ist, dass bei Verknappung des Angebots der Preis sinkt, und dass Firmen nicht pleite gehen können, sondern einfach nur aufhören zu arbeiten. Bin sehr gespannt auf die Antwort. Vielleicht hat er vor der Anstellung bei der Versicherung ja Kinderbücher geschrieben oder Steine auf Polizisten geworfen.

    Noch gespannter bin ich aber auf den Namen der Versicherung.

    Wie heist jemanndt mitt ein Stöckchen in Popöchen? "Darm-Pflock-Führer"!

    ValveGear Constructor - Dampflokomotivgestänge halbautomatisch auslegen lassen und/oder auf weitere Zielwerte optimieren - in Sekunden, nicht in Tagen!

    Niederstrasser, "Leitfaden für den Dampflokomotivdienst" - Download
    Garbe, "Die zeitgemässe Heissdampflokomotive" - Download
    "Theoretisches Lehrbuch des Lokomotivbaues" - Download

  • Aber statt zu jammern könnte man (viele zusammen) ja auch eine Statistik zusammentragen, die die Versicherungsfälle pro Gartenbahner für die letzten 10 oder 20 Jahre enthält. Vielleicht verlangen danach ja auch andere Versicherungen nur noch 2-stellige Beiträge.

    Anderswo nehmen gute Versicherungen sogar Modellflug bis 5 kg kostenlos mit auf.

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