noch ein Bedienwagen

  • Moin zusammen
    Zur Bedienung einer geplanten preuß. E-Lok, EG504, habe ich einen Bedienwagen mit integrierter Fernsteuerung gebaut. Als Vorbild hab ich den preuß. Personenzuggepäckwagen nach Blatt IIa12 gebaut, da Dieser durchgehende untere Trittbretter hat, die etwas verbreitert als Fußablage eignen, was sich beim AT1 bereits bewährt hat. Der Zugführeraufsatz kann als Bedienpult genutzt werden. Und so sieht der fertige Wagen aus:
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    Lackiert ist der Wagen in RAL 8013, der als preuß. rotbraun auch für Lokfahrwerke und Güterwagen, letztere bei der DRG bis 1935 verwendet wurde. Leider wurde dieser Farbton um 1951 gelöscht und ist somit in keiner RAL Fabkarte mehr enthalten. Während einige Farbhersteller "seltsame" Varianten vom RAL 8013 heraus bringen hab ich Hier RAL 8013 Farbe bekommen, wie Sie dieser Wagen aus dem Berliner Technikmuseum in der Originalfarbe hat. Die Beschriftung hat mir wieder Hartmann Original angefertigt.
    Von einem ehem. Motordrehzahlmesser hab ich das 270° Drehspulmeßwerk für einen Tacho verwendet, welches im Endbühnendach Platz gefunden hat.
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    Als Tachogeber dient ein 24V Maxon Glockenankermotor, den ich als Zuglichtachsgenerator eingebaut habe:
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    Einen geeigneten Antriebsriemen habe ich Hier im Phonobereich gefunden.
    Für die Lokbedienung kann statt des Zugführerdach´s ein Bedienpult mit Funkfernsteuerung eingesetzt werden:
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    Und so sieht der "Führerstand" aus:
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    Links das "Fahrschalterhandrad" (Poti) darüber der Fahrtrichtungswender und Fahrspannungsanzeige, die über die Zugbremsleitung von der Lokomotive gespeist wird. in der Mitte Schalter für Pantographen, Licht und Taster für Luftpfeife. Rechts ein angedeutetes K8 Bremsventil zur vorbildgerechteren Bremsbedienung. Darüber die Anzeigen für Hauptluftleitung und Bremszylinder.
    Unter dem Klappsitz ist ein Pult mit Schaltern für die Wahl zwischen DC-Wandler oder Batterie für Bremse und Fernsteuerung, Umschalter für Fernsteuerung oder Handbetrieb der Bremse und Sound (Zischgeräusche in den Bremsstellungen).
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    Oben auf dem Pult sind Steckanschlüsse für das Fahrpult und Batterieladegerät. Unter der aufgeständerten Ebene befinden sich u.A. der DC-Wandler von 12/24V (Bremse) auf 6V und die Servobremse mit Linearmotor. Rechts ein Fach mit Deckel u.A. für Bremsleitungen. Die Leitung über die Wagoklappklemmen zum Sitz ist für den Sitzkontakt (Gurtwarner) für den Lastwechsel der Bremse. Im hinteren Teil des Wagens ist Stauraum für das Fahrpult oder das Steckdach.
    Unter dem Fahrpult/Steckdach hat ein Kleinverbandskasten Platz gefunden.
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    Darunter der 6V Akkusatz. An der Stirnwand die Anpassung für den Tacho.
    Zum Mitteldampfen in Klein Vollbüttel werde ich den Wagen mitbringen.
    Gruß Gerd

    V20, pr. AT1, würt. Kittel DTW, (Ur-) galloping Goose

  • Moin
    Nun ein Beitrag für Spezialisten, mit der Umsetzung des K8 Führerbremsventil´s auf eine Funkfernsteuerung.
    Verwendet habe ich eine 6 Kanal fernsteuerung von Carson, welche relativ einafch ist. Die Elektronik wurde 1:1 übernommen und die Steckanschlüsse zu den Bedienelementen wurden neu "konfiguriert".
    Hier nu die Anschaltung zum Bremskanal:
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    Als Führerbremsventil dient nun ein Drehschalter mit 5 Stellungen. Nach Brevo 1 1934 sind es:
    I Füll-oder Lösestellung
    II Fahrtstellung
    III Mittelstellung
    IV Abschlußstellung
    V Betriebsbremsstellung
    VI Schnellbremsstellung
    Für unsere Simulation sind die Stellungen III und IV funktionsmäßig zusammengefaßt. Die Hauptluftleitung übernimmt hier ein 2200uF Elko welcher über Widerstände, wie im original mit Luft, hier elektrisch ge- oder entladen wird. Um die "Undichtigkeiten" der Hauptluftleitung zu minimieren ist ein Germaniumtransistor stromverstärkend den anschließenden Verbrauchern, wie der "Hauptluftleitungsanzeige" vorgeschaltet. Über ein Optokoppler wird die Fernsteuerung statt eines Knüppelpotis angesteuert. Mit dem Trimmpoti wird bei 5V "Hauptluftleitung" die Lösestellung eingestellt. Bei gerigerer Spannung wird Bremsleistung eingestellt, wobei bei der Abschaltung des Optokopplers die voll Bremsleistung anliegt. Da Dieses bei unter 3V bereits eintritt, ist nicht schlimm, da im Original bei 3,5Bar bereits die volle Bremsleistung anliegt.
    Der Abgriff 1 dient der Soundsteuerung, wenn keine Luft zum Zischen mehr da ist.
    Wie läuft nun eine Betriebsbremsung ab. Man senkt den Leintungdruck um 0,5Bar, also auf 4,5Bar mit der Betriebsbremsstellung (V) ab und geht dann in die Abschlußstellung (IV). Weitere Änderungen der Hautluftleitung erfolgen in den Stellungen I, II und V . bei erreichen des Wunschdrucks verbleibt man in der Abschlusstellung V. Ist die Bremse gelöst und soll so bleiben verbleibt man in der Fahrtstellung II.
    Gruß Gerd

    V20, pr. AT1, würt. Kittel DTW, (Ur-) galloping Goose

  • Hallo Gerd,

    was soll ich sagen? Einfach nur klasse Arbeit. Die Idee mit dem Tacho find ich super. Da werde ich ein paar Fragen dazu haben.

    Der Generator ist super gelöst und ja, der Wagen sieht Spitze aus.


    Gruß

    Stephan