Neues aus der Lokwerkstatt Teil 2

  • Mahlzeit!

    Wie erhofft konnte ich die Auflegedrehscheibe nun fertigstellen.

    Zunächst wurde das bislang nur geheftete Unterteil geschweißt.

    Im Anschluss daran ging es an die Fertigung des Oberteils. Der Querträger aus U-Profil bekam eine Bohrung
    für die Gewindestange des Gelenkfußes. In Ermangelung eines 22er Bohrers und einer entsprechenden
    Bohrmaschine wurde zunächst ein Lochkreis gebohrt und die Stege mit der Stichsäge durchbrochen. Der Rest wurde gefeilt.
    An der Unterseite wurde eine Mutter M20 angeschweißt und die ganze Konstuktion geheftet.

    Nachdem hier und da etwas gerichtet wurde, konnte das Oberteil fertig geschweißt werden.

    Nun konnte es an die Montage und eine erste Funktionsprobe gehen.

    Die Drehscheibe funktioniert wunderbar, der Gelenkfuß ermöglicht eine saubere Auflage auch wenn Stamm-
    und Zweiggleis nicht in einer Ebene liegen.

    Wenn die Lok mit dem Schwerpunkt über dem Gelenkfuß steht, ist das Drehen eine Leichtigkeit.

    Am Wochenende kam die Drehscheibe dann zum ersten Mal richtig zum Einsatz. Für eine Geburtstagsfeier auf
    dem Grundstück wurde eine 35 m langes fliegendes Gleis verlegt und sollte zur Bespaßung der anwesenden Kinder
    befahren werden. Vom Werkstattgleis wurden Lok und Wagen mit der Auflegedrehscheibe zunächst auf ein rechtwinklig
    angelegtes Gleisjoch durch den Seiteneingang der Werkstatt herausgeschafft.

    Zum Glück ist die Tür breit genug!

    Über die Drehscheibe ging es anschließen auf die Strecke.

    Probefahrt auf fliegendem Gleis unter den wachsamen Augen der Gäste.

    Nach dem Ankuppeln des kurzen Zuges durch den kleinen Rangierer folgten unzählige Fahrten den ganzen
    Tag lang.

    Erst im letzten Abendlicht wurden die Fahrzeuge wieder mit bewährter Methode in die Werkstatt gebracht.
    Soweit zum ersten Fahrtag auf dem neuen Gelände.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Mahlzeit Freunde,

    danke erstmal für die Glückwünsche!
    Mit dem Streckenbau wird es noch etwas dauern, da das Haus bis zur Bewohnbarkeit noch etwas Zuwendung braucht.
    Ab Ende Oktober vielleicht wird dann etwas Zeit für die Bahn sein, das fliegende Gleis bleibt jedoch erstmal liegen.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Mahlzeit!

    Heute kann ich noch einige Bilder von einem Gastbesuch Anfang Oktober nachreichen. Hinrich Block hatte sich mit zwei Bekannten bei mir angemeldet.
    Das Gleis lag ja noch vom ersten Fahrtag, nur die Fahrzeuge standen noch in der Werkstatt.

    Aufgabe erkannt: die Lok muss über ein fliegendes Gleis und die Auflegedrehscheibe auf die provisorische Strecke.

    Mit vereinten Kräften geht es problemlos.

    Die erste Fahrt mit Hinrich im Kastenwagen.

    Nach einer kurzen Einweisung fährt Hinrich selbst.

    Auch seine Bekannten genießen eine Fahrt.

    Einige Tage später wird die Bahn noch zur Ernte der Winteräpfel genutzt.

    Nun steht der Winter vor der Tür, vielleicht wird es auch ein paar Fahrten im Schnee geben.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

    Einmal editiert, zuletzt von Maschinist (26. Oktober 2012 um 20:43)

  • Mahlzeit Freunde!

    Am 26.10. hatte ich das schöne Herbstwetter nochmal genutzt, um den Rasen zu mähen. Am nächsten Morgen war dann alles weiß,
    das geplante Zusammenharken des Schnittguts fiel erstmal aus. Erst nachdem zwei Tage später alles wieder getaut war, konnte ich
    nochmal einen kleinen Garteneinsatz machen. Damit das ganze wenigstens ein bißchen Spaß macht wurde dazu die Feldbahn aus der
    Werkstatt geholt.

    Der Arbeitszug steht an der Werkstatt bereit. Im Hintergrund sind schon die Grashaufen erkennbar, die es zu verladen gilt.

    Der Zug ist zum ersten Haufen zurückgedrückt.

    Beladung. Anschließend wird zum nächsten Haufen gefahren.

    Am derzeitigen Streckenende angekommen.

    Aus verschiedenen Ecken des Grundstücks wurde noch Grünschnitt zusammengetragen und verladen.

    Am Komposthaufen wurde zum Schluss entladen. Mit der Schubkarre wäre man vielleicht schneller gewesen,
    aber mit Sicherheit hätte es nicht so viel Spaß gemacht :D

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Mahlzeit!

    Kurz vor Jahresende bin ich dank des warmen Winterwetters doch noch zu basteln an der Bahn gekommen. Da ich für die Aufstellung von Maschinen Platz in der Werkstatt brauche, mussten die beiden Loren raus.

    Unter der am Haus angebauten Terrasse ist genügen Platz für zwei Gleise zum Abstellen von Fahrzeugen. Zwei noch nicht verbaute Gleisjoche wurden verschraubt und am vorgesehenen Platz verlegt.

    Die Loren wurden mittels Auflegedrehscheibe aus der Werkstatt geholt und dann ebenfalls damit vom Streckengleis auf das Abstellgleis geschafft.

    Als wäre die Terrasse nach den Loren gebaut worden...

    Das Tor wurde für die Gleise noch ausgesägt. Die Gleisanlage ist zunächst ein Provisorium,
    aber wer weiß, wie lange das so bleiben wird...

    Blick in den "Lorenschuppen".

    Den freigewordenen Platz in der Werkstatt habe ich dann gleich für den Bau des Rahmens für eines mobilen Schweißtisches genutzt, der aus altbrauchbaren 100er Doppel-T besteht.
    Die Tischbeine werden aus 2"-Rohr gebaut und bekommen Schwerlastelenkrollen drunter, damit ich den Tisch verschieben kann. Die Tischplatte aus 8er oder 10er Blech mit den Maßen 710x1410 mm ist noch zu beschaffen.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Ach, so sieht das da also aus wenn es Tag ist :)

    Hallo Sven,

    das ist wirklich ideal mit dem neuen Lorenschuppen. Ich wünschte wirklich. ich könnte mich auch derart im Garten austoben.
    Aber sei unbesorgt, wir werden sicher im Frühjahr wieder nach Sachsen kommen und da hat mich meine Beste schon fest für einen Tag bei die verplant :)
    also heb dir ein paar Arbeiten auf für mich *hehe*

    Grüße und noch mal besten Dank für den netten Abend

    Gerd

  • Mahlzeit Gerd,

    danke für die Blumen, da seh ich mal zu, dass bis dahin die restlichen Gleise aus dem Erzgebirge hierher kommen, damit wir etwas mehr zu spielen haben :D

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Mahlzeit!

    Seit dem letzten Beitrag ist schon wieder einige Zeit ins Land gegangen. In der Zwischenzeit habe ich an meinem Schweißtisch weitergebaut, der am Ende gar keiner mehr wurde, aber der Reihe nach:

    Nachdem das Gestell für den Tisch soweit fertig geschweißt und grundiert war, bekam ich einen Anruf von einem Freund, welcher mir von der Werkstatt seines kürzlich erworbenen Hauses berichtete. Nachdem er die vielfältigen Hinterlassenschaften des Vorbesitzers nach und nach gesichtet und aussortiert hat, bot er mir einen fertigen Schweißtisch an, der mit 1240x1640 mm größer als mein begonnenes Exemplar ist und vorallem über eine 20 mm starke Stahlplatte verfügt. Für meinen Tisch hätte ich erst noch eine Tischplatte beschaffen müssen. Nebenbei wäre auch noch einiges mehr an Werkzeug, Halbzeugen und Normteilen da, für das er keine Verwendung mehr hat.

    Nachdem ich mir vor Ort ein Bild gemacht hatte, wurde ein Termin für die Beräumung vereinbart und ich musste mich mit der Frage befassen, was nun aus dem angefangenen Tisch wird.

    Aus der Vielzahl an möglichen Verwendungen wählte ich schließlich die Nutzung als Unterbau für meine Knuth LS450-Drehmaschine aus. Die Größe paßte genau zur Maschine. Da im Laufe des Jahres die Werkstatt nochmal umgebaut werden soll, habe ich an die Tischbeine noch Schwerlastrollen montiert, damit die Maschine dann auch leichter transportiert werden kann. Diese sind mit Feststeller ausgerüstet, damit die Maschine im Betrieb nicht anfängt zu wandern. Sollte sich der Tisch dennoch bewegen, werden die Rollen wieder demontiert.

    Nach mehreren Abenden war der Unterbau fertig und die Maschine konnte montiert werden.
    Mittlerweile habe ich das Untergestell des neuen Schweißtisches und rund 1t an Werk- und Halbzeugen, Schrauben, Federn und Beschlagteilen abgeholt, die Tischplatte musste ich wegen ihrer Masse von rund 320 kg erstmal zurücklassen, die muss erst in zwei Teile geschnitten werden, um sie überhaupt einladen zu können.

    Derweil bin ich schon am Konstruieren einer Schienenbiegemaschine, im Sommer möchte ich mit dem Gleisbau beginnen.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Hallo Sven,

    Danke für diesen schönen Beitrag...da sieht man erst einmal das so eine Bahn nicht nur Spielzeugs für große ist.
    Ich freue mich schon darauf noch mehr von Deinen Feldbahnerfindungen zu sehen, mach bitte weiter so alles Gute vom 5zölligen Feldbahner aus dem Rheinland.

    Gruß Karsten

  • Mahlzeit!

    Gestern Abend habe ich die Schienenbiegemaschine soweit durchkonstruiert, dass ich die ersten Teile beschaffen kann.

    Es wird eine einfache handbetriebene Maschine werden, die aus gefrästen und gelaserten Blechteilen besteht, welche miteinander verschraubt werden.
    Die Lagergehäuseeinheiten für die 50 mm starken Wellen sind aus der Bucht, die Profilwalzen lasse ich mir in der Dreherei meines Vertrauens anfertigen, da sie für meine kleine Knuth-Maschine zu groß sind. Über den Daumen wird die Maschine etwa 200€ kosten, dafür bekommt man auch keine gebrauchte, zudem müßte man die Profilrollen sowieso extra anfertigen.

    Die Rollen sind auf das bei mir verwendete Schienenprofil U40x20 abgestimmt, es lassen sich aber auch Winkel- und Flacheisen damit biegen.
    Für manchen mag die Ausführung kühn und sowjetisch (schwer ist zuverlässig!:) allerdings habe ich versucht den Achsabstand der nicht angetriebenen Rollen mit 300 mm relativ kurz zu wählen, um die nicht zu biegenden Endstücken der Schienen so kurz wie möglich zu halten.

    Hier noch ein Blick auf das Rollenprofil. Mit der Maschine lassen sich Radien bis etwa 1 m biegen. Die Maschine soll mobil bleiben, um sie beim Gleisbau auch mal direkt an der Baustelle einsetzen zu können. Ein Untergestell ist schon vorhanden. Alternativ kann sie aber auch auf den Schweißtisch oder die Werkbank gebaut werden.

    Hier noch ein Blick auf den Schweißtisch, der am kommenden Wochenende bei mir eintreffen soll. Dieser erhält noch eine schwenkbare Halterung für das Inverter-Schweißgerät,
    diese Ausführung hat den Vorteil, dass man keine Kabel nachziehen muss, die einem dann doch immer im Weg liegen.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Hy Sven

    Tolle Konstruktion.

    Allerdings würde ich dir statt der Handkurbel ein Schwungrad empfehlen.
    Da ich aus eigener Erfahrung gelernt hab, wie sich ein Totpunkt bemerkbar macht.

    Mein Gleisbieger war nicht so toll konstruiert, hat aber für meine paar meter Flacheisen gereicht.
    ( alter Schraubstock mit 3 Lagern in den Backen und eine Handkurbel)

    Alex

    Die Arbeit läuft Dir nicht weg,
    wenn Du einem Kind den Regenbogen zeigst.
    Aber der Regenbogen wartet nicht,
    bis Du mit Deiner Arbeit fertig bist.

    Spass kann man in Litern messen

  • Mahlzeit Alex,

    darüber habe ich nachgedacht, allerdings ist das bei der Baugröße etwas schwierig. Das Schwungrad hätte dann etwa einen Meter Durchmesser...
    Das Gerät wiegt jetzt schon 75kg und sollte nicht unbedingt noch schwerer werden.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Hy Sven

    Alternativ, abnehmbares Rad mit Sicherungssplint

    Alex

    Die Arbeit läuft Dir nicht weg,
    wenn Du einem Kind den Regenbogen zeigst.
    Aber der Regenbogen wartet nicht,
    bis Du mit Deiner Arbeit fertig bist.

    Spass kann man in Litern messen