Neues aus der Lokwerkstatt Teil 2

  • Mahlzeit Kristian,

    das Modell ist kompliziert genug, dass ich es selber nicht herstellen kann.

    Hier mal das Rad im Schnitt. Die Grundform ließe sich mit einigem Aufwand uns zwei Schablonen sicherlich drechseln, aber die Rippen mit konischem Querschnitt und die verstärkten Ränder der 4 Löcher sind dann schon eine Herausforderung. Meine Werkstattausstattung reicht dafür zumindest nicht aus.

    Zur Verdeutlichung der Dimensionen noch eine teilbemaßte Zeichnung des kompletten Radsatzes.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

    2 Mal editiert, zuletzt von Maschinist (4. Januar 2016 um 14:49)

  • Moin,
    also bei gegossenen Bauteilen ist es auf jeden Fall besser das gnze auch zum Rundlaufen zubekommen.

    Es gibt Gussverfahren da ist eine Überarbeitung nicht ganz so aufwändig, doch bei Grauguss sollte man schon darauf achten das die Radscheiben sauber rundlaufen, oder man möchte einen Tender bauen wo durch das unrunde Laufen die schwarzen Steine automatisch nach vorne kullern lässt!


    Gruß
    Karsten

    20JahreBwRanzel002.png

    http://www.bwranzel.de.tl

    manche Leute müssen aber auch zu jedem Thema einen dummen Fragensturm auslösen dislike, ekilsid-süchtige Leute nein DANKE :D

  • Mahlzeit!

    Das fertig bearbeitete Rad wird 2,6 kg wiegen. Es wurden 2 mm Bearbeitungszugabe auf das Modell aufgerechnet, sowie eine Zugabe für die Schwindung.
    Bearbeitet wird das Rad an Spurkranz und Lauffläche sowie die Stirnseiten von Lauffläche und Nabe, sowie die Bohrung.
    Nur so ist ein ordentlicher Rundlauf zu gewährleisten.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Mahlzeit Hanno,

    950 m² Grundstück stehe mir zur Verfügung, auf denen mal 230 m Gleis liegen sollen.
    Aktuell sind es 140 m

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Mahlzeit Andreas,

    beides kann man sich in gewissen Grenzen ja aussuchen ;)

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Der 3D-Druck hat insgesamt 14 Stunden gedauert.

    Hallo Sven,

    noch zwei Fragen:

    • Woraus ist das Modell? Sieht nach Metall aus...
    • Die Kante der Lochwülste ist "parallel" zur konischen Fläche? Auf dem Foto sieht es fast so aus, als ob die Wülste außen höher wären als innen, was eigentlich unlogisch ist: Man würde es umgekehrt erwarten, d.h. dass sie einfachhalber als Zylinder gemacht werden, mit Kanten parallel zur Radebene.

    Dank und Gruß...Kristian

  • Mahlzeit Kristian,

    das Modell ist aus Kunststoff-Filament. Die genaue Werkstoffbezeichnung müsste ich erst erfragen.

    Die Löcher sind zwecks besserer Ausformbarkeit genau wie beim Vorbild konisch gestaltet. Die Wülste am Rand haben ein festes Abstandsmaß von der Oberfläche, durch den beginnenden Radius an der Nabe sieht es da etwas niedriger aus.

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    Hier nochmal im Detail.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Hallo Sven,

    aha, jetzt sehe ich, von unten (im obigen Schnitt) ist kein Wulst, d.h. die Unterkante des Lochs bestimmt die Ebene zwischen den Formhälften - darüber hatte ich gegrübelt.

    Nur so interessehalber: 3D-Druck ohne Sponsoring wäre immer noch billiger gewesen als ein Holzmodell? Schließlich hat nicht jeder solche Möglichkeiten ;)

    Dank und Gruß...
    Kristian

  • Mahlzeit Kristian,

    richtig gesehen, die Rückseite ist die Teilungsebene.

    Ein Holzmodell hätte mich zwischen 600 und 700€ gekostet, der Druck um die 300€

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Mahlzeit!

    Wie jedes Jahr findet auch 2016 im Februar die Erlebnis Modellbahn in Dresden statt.
    Nachdem ich letztes Jahr bei meinem Besuch die Einladung erhalten habe, meine Feldbahnfahrzeuge dort auszustellen und spontan zusagte,
    galt es nun eine angemessene Art der Präsentation zu finden. Für einen Kreis in 10 1/4" ist der Platz zu klein und das Gleismaterial nicht vorhanden,
    ein einfaches Gleisjoch war mir dann zu wenig. Nach einigem Überlegen kam ich dann auf die spontane Eingebung, die ich bei der Einladung vor einem Jahr schon hatte: eine Pfahljochbrücke.

    Nach intensivem Studium von Bildmaterial und Zeichnungen in der einschlägigen Literatur nahm das Projekt dann schnell Formen im CAD an.

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    Die 4 m lange Brücke besteht aus 5 Pfahljochen aus sägerauhen Nadelbaum-Kanthölzern, die durch je 4 diagonale Streben ausgesteift sind. Die Wahl des Holzes macht den Bau recht preiswert, die komplette Brücke kostet keine 100€. Rund 150 kg wird die fertige Brücke wiegen und eine Tragfähikeit von 2t haben. Auf dem Überbau sind Gleisjoche mit Schienenprofil S5 (5kg/m) verlegt. Die Höhe beträgt 1 m.
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    Wie üblich sind die einzelnen Teile miteinander durch lange Gewindebolzen verbunden. Da ich die Brücke in Einzelteilen transportieren muss, müssen auch die Holzverbindungen so gestaltet werden, dass man sie öfter lösen und festziehen kann. Schnell zusammenspaxen würde nicht meinem Anspruch genügen, auch die Brücke ist ein Modell.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Hallo Sven,
    ein tolles Projekt :) . Der Platz für dieses Teil ist reserviert so das die Besucher es genau bestaunen können. Ist die Gesamthöhe, also mit Lok und Wagen, 1m oder nur die Brücke?
    Wir stehen schon in den Startlöchern, der Aufbau beginnt am 09. Februar es reicht wenn du am Donnerstag Nachmittag anlieferst je nach dem wie lange du für den Aufbau brauchst.

    Gruß Wolfgang

    Gruß Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,

    die Brücke allein ist 1 m hoch, mit Lok 1,72m.

    Die Pfahljochbrücke ist eine der ältesten Bauformen von Brücken. Bei Feldbahnen kamen sie besonders bei den Heeresfeldbahnen beider Weltkriege und auf Baustellen mit großen Höhenunterschieden und Erdbewegungen zum Einsatz. Auch beim Eisenbahnbau, besonders bei Dammschüttungen und dem Hinterkippen von Brückenwiderlagern waren sie weit verbreitet. Bei letzteren verblieben sie als einfache Schüttgerüste oftmals sogar im Damm.

    Üblicherweise wurden beim Bau dieser Art von Brücken die Pfähle in den Baugrund gerammt, abgebunden und dann mit dem aufgesetzten Jochholz versehen. War der Baugrund zu hart zum Rammen wurde ein Schwellholz untergelegt und die Jochständer samt Jochholz zum sog. Schwelljoch verbunden. Für den Boden einer Austellungshalle sind demnach Schwelljoche zu verwenden. Eine verwandte Bauform ist die Gerüstpfeilerbrücke, in Nordamerika als Trestle bezeichnen.

    Ich habe mich also für Schwelljoche mit einer Jochschwelle von 990 mm Breite und 60x60 mm Querschnitt entschieden, auf der zwei gerade und zwei geneigte Jochpfähle stehen, die dann mit einem Jochholz gleichen Querschnittes abgedeckt werden. Als zusätzliche Stabilisierung dient ein Windverband aus Dachlatten 24x48. Alles wird mit langen M8-Schrauben verbunden, die ich in großer Menge aus einer Werkstattauflösung noch herumliegen hatte, ohne dass sie für irgendwas sinnvoll verwendet werden konnten.

    Ich habe vorletzte Woche mit dem Bau begonnen.

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    Da viele Teile in Serie angefertigt werden müssen habe ich auf meine Fräsmaschine zurückgegriffen um die Holzverbindungen herzustellen. Das geht bei der leistungsfähigen Maschine recht flott von der Hand, wenn da nur die Sauerrei mit den Spänen nicht wäre :D Im Bild die ersten beiden Jochschwellen.

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    Nach zwei Stunden war dann das erste Pfahljoch fertig. Die braunen Flasche dient natürlich nur als Größenvergleich ;)

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    Bei den nächsten Jochen hatte ich dann hilfreiche Unterstützung bekommen.

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    Zu zwei macht das bauen doppelt so viel Spaß. Arthur hat dann in der Kita auch ganz stolz berichtet: Ich habe mit meinem Papa eine große
    Holzbrücke gebaut...

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    Am späten Sonntagabend waren dann schon alle 5 Joche fertig. Leider waren mir dann die Holzbauscheiben ausgegangen,
    somit musste der Weiterbau bis zum Öffnen des Baumarktes um die Ecke warten.


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    Die Hölzer für die Auflager der Träger des Überbaus wurden dann wieder auf der Fräsmaschine bearbeitet. Auf dem großen Tisch war die Aufspannung kein Problem, die 650 mm Verfahrweg wurden voll ausgereizt. Immer wieder bin ich froh, dass ich mir keine "Spielzeugfräse" zugelegt habe ;)

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    Die Auflager beim Einpassen. Bei den groben Toleranzen des Holzes ist hier und da natürlich noch etwas Nacharbeit erforderlich.

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    Die Auflager wurden dann mit eigens angefertigten Winkeln aus Flacheisen 30x5 mit dem Jochholz verschraubt.

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    Dann ging es an den Zusammenbau der ersten Brückenhälfte. Die Längsträger 60x80 wurden aufgelegt und mit den Auflagern verschraubt.

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    Diesmal kamen Schlossschrauben zum Einsatz, deren Köpfe für die spätere Auflage der Querschwellen versenkt wurden.
    Mal schauen, wann ich zum Weiterbau komme.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Sven,

    man da hast du aber rein gehauen.
    Schöne Idee super ausgeführt, es freut mich, dass wir etwas Unterstützung bei den "Standmodellen" bekommen.


    Gruß
    Christian