Frage zu Dampfstrahlpumpen (Injektoren)

  • Hallo

    Im Dezember war Zeit in den Keller zu gehen und meinen zweiten Injektor ebenfalls im Führerhaus in saugender Position zu montieren.

    Es ist ein Injektor vom Thomas Krämer mit 4L Förderleistung/min. Beim Betrieb verhält er sich wie ein EE Injektor, er kann also auch in saugender Position montiert werden. Leider sind die Injektoren vom Thomas z.Z. nicht lieferbar und er antwortet nicht auf E-Mails. Vom Preis her sind seine Injektoren etwas billiger als die von EE. Dafür bekommt man aber auch nur einen Düsensatz aus Messing. Beim Anthony sind die Düsen aus Edelstahl V4A.

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    Der Einbau auf der Heizerseite war natürlich einfacher als auf der Lokführerseite, weil keine Umsteuerung umgangen werden muss. Dafür sind die 10mm Rohre etwas weniger flexibel, als die mit 8mm Durchmesser.

    Einen Bericht über die Funktion gibt es aber erst nach dem Fahrtag am ersten April Sonntag.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

  • Düsen aus VA sollten eigentlich - und zwar ganz erheblich - langlebiger sein ...

    ... als Solche aus Messing;

    sagen mein "Bauchgefühl" ... - und die Erinnerungen an "Mechanik & Festigkeitslehre" ... .

    :love: ... Gerald "GeGa" Buschan - der DAMPF-Bahn-Freak & ZENSUR-Allergiker ... !
    Orthographie: Ned imma frei erfundn & Ähnlichkeitn mit div. Regeln daher unvameidbar!
    Ceterum censeo: Das LEBEN ist schöööön - grundsätzlich !!!

  • Festigkeit hat nur wenig mit Verschleissfestigkeit zu tun.

    Von Messing bin ich allerdings bzgl. Verschleissfestigkeit lange nicht so überzeugt wie von Rotguss oder Bronze. Hochwertige Wasserturbinenlaufräder werden oder wurden m. W. aus aluminiumhaltiger Bronze hergestellt.

    Bei Messing halten die Bearbeitungswerkzeuge halt am längsten...

    Wie heist jemanndt mitt ein Stöckchen in Popöchen? "Darm-Pflock-Führer"!

    ValveGear Constructor - Dampflokomotivgestänge halbautomatisch auslegen lassen und/oder auf weitere Zielwerte optimieren - in Sekunden, nicht in Tagen!

    Niederstrasser, "Leitfaden für den Dampflokomotivdienst" - Download
    Garbe, "Die zeitgemässe Heissdampflokomotive" - Download
    "Theoretisches Lehrbuch des Lokomotivbaues" - Download

  • Festigkeit hat nur wenig mit Verschleissfestigkeit zu tun.

    Von Messing bin ich allerdings bzgl. Verschleissfestigkeit lange nicht so überzeugt wie von Rotguss oder Bronze. Hochwertige Wasserturbinenlaufräder werden oder wurden m. W. aus aluminiumhaltiger Bronze hergestellt.

    Bei Messing halten die Bearbeitungswerkzeuge halt am längsten...

    Aber Injektor Düsen aus VA ...

    ... sollten deutlich länger halten, also Solche aus Messing - oder wie siehst Du das

    "Alu minium haltige Bronce-Legierung" ... ... klingt gut!

    :love: ... Gerald "GeGa" Buschan - der DAMPF-Bahn-Freak & ZENSUR-Allergiker ... !
    Orthographie: Ned imma frei erfundn & Ähnlichkeitn mit div. Regeln daher unvameidbar!
    Ceterum censeo: Das LEBEN ist schöööön - grundsätzlich !!!

    Einmal editiert, zuletzt von GeGa_DampfBahnFreak (19. Dezember 2024 um 14:40)

  • Jonas Sommer 19. Dezember 2024 um 06:09

    Hat den Titel des Themas von „Frage zu Dapfstrahlpumpen (Injektoren)“ zu „Frage zu Dampfstrahlpumpen (Injektoren)“ geändert.
  • Bei Düsen hängt die Verschleißfestigkeit von der Härte und der Korrosionsbeständigkeit ab. Die Härte ist wichtig, um der Erosion standzuhalten. Korrosionsbeständigkeit ist wichtig, um die Oberfläche in gutem Zustand zu halten, was auch gegen Erosion hilft.

    Für EE-Injektoren ist Edelstahl am besten, da sich die kleine Scheibe mit nur 0,04 mm Spiel frei bewegen muss. Bei Messing/Bronzedüsen verhindern Ablagerungen aus dem Wasser schließlich die Bewegung der Scheibe. Nach meiner Erfahrung passiert dies bei Edelstahl selten.

    Edelstahl und Aluminium-Nickel-Bronze sind hinsichtlich der Düsenverschleißfestigkeit wahrscheinlich gleichwertig. Gehärteter Edelstahl (z. B. 17-4PH) hält praktisch ewig.

  • In dem Zusammenhang eine Frage an den/die praxiserfahrenen (z.B. Thomas) Injektor-Benutzer:

    Da das Thema in absehbarer Zeit auch auf mich zukommt habe ich mich bezüglich Einbauort bereits mit einigen Hobbykollegen unterhalten. Fazit: der vorbildgerechte Einbauort im Führerhaus seitlich neben/über dem Stehkessel soll den Nachteil mit sich bringen, dass sich der Injektor zu stark erwärmt und dann nicht mehr (richtig) funkionieren würde. Ist das tatsächlich so? Erfahrungen damit?

    Viele Grüße, Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn

  • Hallo

    Da der vergangene Sommer keine besonderen Temperaturen beschert hat, kann ich zum Thema Temperaturabhängigkeit der Injektoren an meiner Lok bisher nichts negatives sagen.

    Allerdings hat mein englische Injektor an der 699 von Anfang an schlecht Funktioniert. Trotz der schriftlichen Zusicherung, das er bis 125 PSI (8,6 Bar) garantiert speist, konnte ich ihn oberhalb von ca 6,5 Bar nicht zum Anspringen überreden. Selbst bei diesem Druck war es ein mühsames Gefummel am Dampf- und Wasserhahn bis er funktionierte.

    Das die Installation oder die Ventile nicht die Ursache der Probleme waren, wusste ich durch den klaglos funktionierenden Krämer Injektor auf der anderen Lokseite, der an identischen Ventilen und Installationen hing, die mit den gleichen Radien gebogen waren.

    Nach dem Austausch und Ersatz durch den Standard Injektor vom Anthony der sofort auch bei abblasenden Sicherheitsventilen an der gleichen Verrohrung speiste, ist klar, das ich mich nie wieder auf so ein gebasteltes englisches billig Teil zur Speisung einer meiner Loks verlasse.

    Meiner Ansicht nach, sollte die Versorgung mit Speisewasser nichts mit Glück zu tun haben. Auch der Preis der garantiert funktionierenden Injektoren relativiert sich vor dem Hintergrund einer langen Anreise zu einem Dampftreffen und deren Kosten, bei dem ich dann wegen einem billigen Teil nicht fahren kann, weil es herumzickt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

  • Der Inhaber heisst Anthony Duarte.

    Wie heist jemanndt mitt ein Stöckchen in Popöchen? "Darm-Pflock-Führer"!

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  • Hallo

    Wer so einen Injektor haben will, der sollte ein wenig im Voraus planen. Nicht alle Injektoren sind immer verfügbar.

    Dazu kommen die hohen Fracht und Einfuhr Kosten. Wer die sparen will, lässt sich so ein Teil aus den USA mitbringen.

    Ich treffen den Anthony wahrscheinlich im Juni in Oregon, vielleicht kommt er dieses Jahr auch wieder im November zum Echtdampf Hallentreffen nach Friedrichshafen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

  • Hallo

    Beim Andampfen am Sonntag durften wir unsere Fahrgäste bei strahlendem Sonnenschein aber moderaten Temperaturen befördert.

    Getestet wurden natürlich die veränderten Injektoren. Beide lassen sich jetzt fast blind Bedienen. Der Wasserhan wurde nur ein Mal in die richtige Stellung gebracht. Danach reicht die Öffnung des Kugelhahns und die Förderung beginnt, fast ohne das Wasser aus dem Schlabberrohr austritt. Beim Abstellen fließt etwas ein Schnapsgls Wasser aus der Leitung.

    Auch der Injektor vom Thomas Krämer fördert jetzt nahezu Geräuschlos. Seine Fördermenge ist in dieser Einbausituation etwa doppelt so hoch, wie die des kleineren Standard Injektors von EE.

    Die Geschwindigkeit der Öffnung des Kugelhahns in der Dampfzuleitung hat keinen Einfluss auf die Funktion der Injektoren. Schnelle Öffnung führt zu schnellem Anspringen der Förderung.

    So gibt es keine langen Fahrten mit abblasendem Sicherheitsventil mehr, auch während der Fahrt reich ein blinder Hangriff zur Kesselspeisung aus. Genau so, wie es sein soll.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

  • Fazit: der vorbildgerechte Einbauort im Führerhaus seitlich neben/über dem Stehkessel soll den Nachteil mit sich bringen, dass sich der Injektor zu stark erwärmt und dann nicht mehr (richtig) funkionieren würde. Ist das tatsächlich so? Erfahrungen damit?

    Viele Grüße, Winfried

    Hallo

    Ob sich der Injektor bei einem Einbau im Führerhaus erwärmt hängt natürlich von den Temperaturen im Führerhaus ab.

    Wenn ich dann im Führerhaus unisolierte Kesseloberflächen sehe, dann ist es kein Wunder, das der Injektor mit gekocht wird.

    Wer sich die Fotos des Führerstandes meiner Lok ansieht, schaut überall auf Kesselverkleidung. Da gibt es keine großen unisolierten Heizflächen, an denen ich mir die Finger verbrennen kann.

    Die Kesselverkleidung ist bei mir aus 0,8 mm VA Blech, das ohne weitere Zwischenlagen auf die Abstandshalter geschraubt ist, die auf wenigen kleinen Stützen mit der Kesseloberfläche verschweißt sind.

    Die weiter oben geäusserten Befürchtungen können deshalb bei einzelnen Loks zutreffen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas