Kerr-Stuart Tattoo

  • Hallo Wolfgang,
    trocknen schon, aber die Hitzebeständigkeit stellt sich erst nach erstmaliger Erwärmung über 160° ein.
    Grüße,
    Reinhold

    Dr.B
    ...und immer 'ne handbreit Wasser über der Feuerbüchse!

  • Hallo Reinhold,
    dass mit dem Erhitzen ist schon klar. Bei diesem Lack ist es aber nicht unbedingt erforderlich, wenn man wegen der gleichen Farbe einige Teile mit lackiert, die später nicht der Hitze ausgesetzt sind. Andere hochhitzefeste Lacke werden aber erst gar nicht richtig trocken und kleben solange bis sie im Bachofen waren. Noch ein Tipp vielleicht, vor dem lackieren erst mal die Sprühdose richtig warm machen. Ich nehme dazu einen Topf mit heißen Wasser aus der Leitung und stelle die Sprühdose dort hinein. Zwischendurch immer wieder mal schütteln und wenn die Dose sich richtig gut Warm anfühlt, sollte so irgendwie zwischen 35 und 40° sein, kann das Lackieren beginnen. Man glaubt kaum, was das für ein Unterschied in der Qualität zu einer normal temperierten Spraydose ist. Der Farbnebel ist viel feiner und der Farbauftrag wird gleichmäßiger. Aber VORSICHT, die Dose darf wirklich nicht wärmer werden, daher nehme ich das fertige Wasserbad und nicht eine nachheizende Wärmequelle. Habe so die besten Erfahrungen gemacht.
    Grüße
    Wolfgang

    † 2017

    Einmal editiert, zuletzt von Wolfgang Weißert (12. März 2015 um 12:08)

  • Hallo Reinhold,

    schöne Baugruppen hast Du da gebaut, gratuliere zur vollendeten Etappe :thumbup:

    Eine Frage zur Zylinderentwässerung: Ich nehme an, in den "Zylinderhähnen" sitzen Kugeln, die durch die Schubstange gegen Dichtungsringe gepresst werden, die durch ihre Elastizität etwaige Differenzen zwischen den Hähnen ausgleichen - korrekt?

    Dank und Gruß...
    Kristian

  • Hallo Reinhard,
    wenn die Kugeln nicht richtig dicht sein sollten, kannst du immer noch einen kleinen O-Ring einpassen / unterlegen.
    Die Kugel werden sowieso, wenn der Regler zu ist, in Richtung Zylinderinneres gezogen. Da hast du auch gleich den Effekt der Schnüffelventile erfüllt, sei denn sie werden noch mit einer entsprechend Feder belastet. Hoffe ich liege mit meinem Gedanken nicht daneben. Bei meinen Zylinderventilen verdrehe ich nur eine Welle die eine Kerbe besitzt, um die Bohrung zum Zylinder freizugeben
    Grüße
    Wolfgang

    † 2017

    Einmal editiert, zuletzt von Wolfgang Weißert (12. März 2015 um 13:05)

  • Hallo Wolfgang,
    nein, federbelastet sind die Kugeln nicht, und mit dem schnüffeln bei geschlossenen Regler, rechne ich schon.
    Deine Entwässerung mit der Welle ist klasse, da bin ich leider nicht drauf gekommen. So, jetzt geht's wieder in die Werkstatt, Späne machen!!!
    a schön's Grüßle,
    Reinhold

    Dr.B
    ...und immer 'ne handbreit Wasser über der Feuerbüchse!

  • Hallo Gemeinde,
    heute hab ich mich mal mit dem Rahmen beschäftigt, und festgestellt, das wird Rahmenbau nach Vorväterart. Die Zeichnung ist wie immer am Küchentisch entstanden, also kein CAD. Auch kein Laser-Cut oder Wasserstrahlschneiden. Nicht das ich was gegen diesen neuen Techniken hätte, nein im Gegenteil, aber sie stehen mir leider nur selten zur Verfügung.
    Also, arbeiten wie früher, das heist anreisen, ankörnen, bohren und sägen (Säge, dem die Säg' gegeben, Zitat v. H.Wittmann, in Werkstattheft Nr.1).
    Das Material ist kaltgewalzter Flachstahl 140x6mm 1020mm lang. Auch meine kleine Wabeco-Fräse ist an der Grenze ihrer Möglichkeiten angekommen.
    Die Feinbearbeitung, also der Abstand der beiden Achlageröffnungen werde ich wohl mit der Schlichtfeile machen und messen, messen, messen und beten :saint: ,das es kein Murks wird. Die Achslagerführungen kann man auch noch seitlich verstellen, somit bin ich guter Dinge.
    Schönen Sonntag noch,
    Reinhold

  • Hallo Reinhold,
    wie sieht es denn nach dem einbringen Ausschnitte für die Achlagerführungen mit Verzug der Rahmenwangen aus? Kaltgewalzter Flachstahl hat ja besonders große Eigenspannungen, daher gehe ich mal davon aus, dass die Rahmenwangen jetzt eine leichte "Bananenenform" haben , oder?

    Die Wangen meiner 64er habe ich damals auch aus kaltgewaltzem Flachstahl hergestellt. Die waren aber nach dem Fräsen der Achslagerausschnitte so krumm, dass ich auch die komplette Rahmenoberkannte fräsen musste, um den Pi..bogen zu entfernen.

    Gruß Uli

  • @ Martin,ein Lob von einem tollen Handwerker wie Dich, geht runter wie Öl. Verfolge den Bau von Deinem Rolliwagen genau, und klau mir so manche Idee.

    @ Uli, bis jetzt noch nicht,aber ab jetzt hab ich Bauchschmerzen. Hoffentlich wird's keine Banane. Zumal noch die große Aussparung für die Nachlaufachse ansteht.
    Danke und Gruß,
    Reinhold

    Dr.B
    ...und immer 'ne handbreit Wasser über der Feuerbüchse!

  • Hallo Dampfergemeinde,
    hab die letzten Tage mit dem Sauwetter genutzt, um an meinem Rahmen weiter zu werkeln. Die Achslagerführungen wurden eingepasst, die Front und Endplatten wurden mit Winkelstücke versehen. Diese wurden mit 4er Nieten (eigentlich Kerbnägel) auf die Platte fixiert, so das der Nietkopf außen, und die Gegenseite in eine Senkung getrieben wurde. Hält bombenfest und man kann's anschauen, denke ich.
    Anbei noch ein paar Bilder.

    Schöne Ostern,
    Reinhold


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    Dr.B
    ...und immer 'ne handbreit Wasser über der Feuerbüchse!

  • Moin Reinhold,

    beim durchsehen Deiner schönen Bilder fiel mir auf, das Du zum
    schlagen des Schließkopfes die Finne des Hammers verwendest.

    Hast Du diese glatt geschliffen?

    Den bei der üblich gerundeten Finne kann man schnell den Nietschaft
    zerdengeln und oder ihn schief klopfen.

    Außerdem gibt es durch die Verwendung der Finne unschöne Dellen
    im Material neben dem Schließkopf.

    Beim Nieten habe ich bisher immer die Bahn des Hammers verwendet
    oder wenn Niete dicht zum Winkel eines Profils liegen einen Schlagdorn
    mit entsprechendem Durchmesser und abgerundeter Außenkante.

    Die Bahn des Hammers bietet auch den Vorteil, dass man den Nietschaft
    besser Pilzförmig vorstauchen kann, so dass er sich gleichmäßig in die
    Senkung einfügt und es gibt auch keine Dellen im Material.

    Versuch ‘s halt mal und Frohe Oster

    "Man kann den Wert einer Sache daran messen, wieviel Zeit man sich dafür nimmt!"

    Grüße Andreas

  • Hallo Andreas,
    hast schon richtig gesehen, mit der Finne hab ich den Schaft in die Senkung getrieben, nicht mit der Bahn. Die Finne meines 300g-Hammers ist ca.5mm breit und ganz leicht verrundet. Diese setze ich sauber auf dem Nietschaft auf (nach Augenmaß rechtwinklig) und schlage dann mit einem 1000g-Hammer auf die Bahn des 300g-Hammers. Dann die Finne 90° gedreht, und wieder Schlag. Der Schaft staucht sich wunderbar in die Senkung und zum Schluß kommt ein großer Durchschlag zum Glätten zum Einsatz. Mit dem Winkelschleifer wird die Fläche anschliesend noch abgezogen und somit ist von dem Gedengele (fast) nichts mehr zu sehen. (siehe 4.Bild)
    Ich werde mir demnächst ein Werkzeug in Form eines Hammers bauen, wobei das den Schlag übertragende Teil, rund ist und ähnlich wie ein dicker Durchschlag aussieht.
    Werde dann auch mal ein Bild davon einstellen.

    Schöne Ostern,
    Reinhold

    Dr.B
    ...und immer 'ne handbreit Wasser über der Feuerbüchse!

  • Werde dann auch mal ein Bild davon einstellen.

    ...gesagt,getan! Und das am Ostersonntag :saint: !!
    Und auf die Schnelle probiert und für "gut" befunden.
    Grüßle
    Nietenreinhold
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    Dr.B
    ...und immer 'ne handbreit Wasser über der Feuerbüchse!

  • Hallo Reinhold,

    Zitat

    ... gesagt,getan! Und das am Ostersonntag !!

    Du machst mir Angst ;););) . Hast Du das "Werkzeug" auch gehärtet oder hast Du ein spezielles Material verwendet?

    Grüße und viel Erfolg
    Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.