Bau einer Baguley-Drewry Dieselkleinlok der RNAD

  • Hallo Jonas,

    der Versuch mit der Stichsäge ging trotz mehrerer neuer Stichsägeblätter unterschiedlicher Art (Dünnblech, Nirosta, HM) komplett in die Hose. Auch die Lärmemmission stieg nochmal um einiges an.
    Das Blech ist halt zu dünn und wird vom Sägeblatt komplett verhauen. :cursing::cursing:
    Ich habe die Bleche nun doch alle mit dem Nibbler geschnitten und sogar mit Übung einigermassen glatte Kanten hinbekommen. Am Ende muss ich dann doch immer noch etwas Nachfeilen.
    Nachdem ich um den Schaft des Nibbelwerkzeugs einige Magneten befestigt hatte, blieben auch die sehr scharfkantigen Späne in den Schuhsohlen aus. Die Magneten haben alles angezogen und festgehalten.

    Viele Grüße,

    Harald
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    "Sicheres Auftreten trotz vollkommener Ahnungslosigkeit."

    • Offizieller Beitrag

    Hi Harald,

    das Sägen mit der Stichsäge geht auch bei dünnen Blechen. Ich habe dazu immer alte Holzleisten under das Blech geklemmt um das Blech zu stützen. So wird es beim Sägen nicht verbogen und man erhält eine schöne Kante.
    Aber du hast es ja auch so geschafft . Freue mich schon auf die Bilder.

    lg Jonas

  • Hallo Jonas,

    da ich Bleche auch mit der Stichsäge säge, gestatte ich mir eine Frage: Wie/womit machst Du die runden Ecken? Nach gebohrt sehen sie nicht aus, soweit man nach dem Foto urteilen kann. Meine HM-Blätter sind in Schnittrichtung ca. 7 mm "lang", damit komme ich nicht mal um solch einen Bogen.

    Dank und Gruß...
    Kristian

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Kristian und Volker

    Kristian hat schon recht. Ich habe die Ecken NICHT gebohrt. Sie haben etwa einen Radius von 7mm und einen so großen Bohrer habe ich nicht. Ich habe in den Radien die Säge eher wie eine Fräse genutzt. Habe sie also senkrecht zur eigentlichen Schnittrichtung verschoben und so vorsichtig den Radius geformt. Geht erstaunlich gut!

    lg Jonas

  • So,

    hier ist mal das letzte Seitenteil, welches ich mit dem Nibbler geknabbert habe. Oder heißt es mit dem Knabber genibbelt, Nibbler genibbelt, Knabber geknabbert... :wacko:
    Mahlzeit. Knuspern macht hungrig.
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    Mit etwas Übung sind die Kanten auch schön gerade. Wie ich das mit dem Fensterdichtgummi hin bekomme, steht noch auf einem anderen Blatt. Jetzt noch mit der Feile die Rundungen und Linien etwas glätten, dann wärs das mal.
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    Unten links ist das Frontteil des Motorraums. Jetzt geht's dann ans Verschweißen. Schönes Wetter muss her. :whistling:

    Viele Grüße,

    Harald
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  • Hallo Harald

    mit den Fenstergummis hätte ich einen Tip.( Habe das zwar noch nie selber gemacht aber der Glaser welcher meine Lok verglast hat ist folgendermassen vorgegangen.) Glasscheibe ca 2 mm kleiner als die Öffnung.Von einer Seite die zu verglasende Öffnung mit Glas ( ca 10 mm überstehend ) abdecken und mittels doppelseitigem Klebeband fixieren.Die einzubauende Glasscheibe ebenfalls mit doppelseitigem Klebeband fixieren .Schmale Streifen.Diese Seite ist dann plan
    mit dem Blech.Die Fuge vorsichtig mit schwarzem Silikon ausfüllen .
    Ruhe bewahren und nach ca 1 Woche überstehenden Silikon mit Cutter abschneiden.Ergebniss kannst Du Dir unter ja was gibt denn das anschauen.
    Über die Größe der einzubauenden Scheibe bestimmst Du die Fuge,

    Grüße
    Bärni

    Ich lebe zum ersten Mal ; wie soll da alles auf Anhieb klappen ???

  • Hallo Bärni,

    die Fotos in Deinem Bericht sind zwar etwas klein, aber ich habe verstanden, was Du da meinst. Ich werde mich erst einmal mit dem 2 zu 1 Fenstergummi von Knupfer auseinander setzen. Statt hier den Rahmen mit 2mm zu machen, sollen die Scheiben diese Dicke haben und der Rahmen 1mm. Mal sehen, wie das hält. Ich habe da noch den Profilgummikleber von PETEC (Profilgummikleber 70 ml - PETEC) in der Garage liegen, mit dem ich meine maroden Türgummis in meinem Ford geklebt habe (Gummi auf Metall). Dieses Zeug ist der absolute Geheimtipp, da er zwar wie Kontaktkleber verarbeitet wird, jedoch wesentlich bessere Klebeigenschaften als z. B. Pattex hat, der nicht UV-beständig ist und sich mit der Zeit zersetzt.

    Viele Grüße,

    Harald
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    Einmal editiert, zuletzt von Hotel Papa (11. März 2016 um 20:15)

    • Offizieller Beitrag

    Moin zusammen,

    ich habe dieses Fensterprofil mal zusammen mit dem alten Herrn Knupfer verbrochen, es ist ( das Grössere ) für eine Wand- und Blechstärke von 1,5 mm ausgelegt, der Steg ist des H ist 0,8 mm, die Scheibe sollte also ringsum 1 mm kleiner sein als das Loch im Blech. Scheiben kann sich gut wasserstrahlschneiden lassen.

    Verarbeitungstipps hat sicher Matthias 1965, der ( seine Frau ) hat seine BGHWs damit gemacht.

  • Hallo Hinrich,

    ich habe vor einigen Monaten Deinen Beitrag zu den Scheibenprofilen gelesen. Nach langer Suche nach geeignetem Material habe ich das von Herrn Knupfer genommen, ein anderer Anbieter, dessen Material die m. E. optimalere Form eines langgezogenen Hs hatte, wollte nur in 100m-Gebinden ans Gewerbe liefern, also uninteressant.
    Was für ein Material nehme ich für die Fenster optimalerweise? Acryl, Plexi, Echtglas ...

    Viele Grüße,

    Harald
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  • Hallo Harald

    Als Scheibenmaterial hat sich bei mir der klare Kunststoff aus IKEA Bilderrahmen bewährt.
    Am besten aus Rahmen in Postergröße, da ist das Material 1mm stark.
    Es ist recht kratzfestes Thermoplast, warscheinlich Makrolon.

    Als Bilderrahmen immer noch billiger als irgendein Material aus dem Fachhandel.

    Bearbeitung mit der Trennscheibe und Dremel.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

  • Hallo Harald,
    wenn Dir IKEA zu weit ist, kannst Du im Baumarkt mal nach Bastlerglas schauen. Das Material läßt sich wunderbar mit der Band- oder Kreissäge schneiden. Die Scheiben gibt es ab 1mm und Du findest sie in der Nähe der Holzabteilung. Die Scheiben sind von beiden Seiten mit Schutzfolie überzogen.
    Grüße
    Wolfgang

    † 2017

  • Hallo Harald

    ich habe mich aus folgendem Grund für Glas entschieden .
    Statische Aufladung der Kunststoffe.
    Durch die statische Aufladung der Kunststoffe verstaubt die Scheibe und wenn
    man da nicht gut zum reinigen rankommt ist Glas nach meiner Meinung von
    Vorteil.

    Grüße
    Bärni

    Ich lebe zum ersten Mal ; wie soll da alles auf Anhieb klappen ???

  • Ich war in den vergangenen Tagen auch wieder tätig. Ich muss zugeben, das es zur Zeit sehr schleppend im Lokbau läuft. Das hängt zum einen mit Zeitgründen und zum anderen mit Unlust zusammen, die mir das Elektrodenschweißen bereitet. Es ist zum <X
    Da ich nicht auf teure Schweißgeräte zurückgreifen kann und auch nicht darf, habe ich mir ein Fülldrahtschweißgerät zugelegt, welches nun an dem Motorgehäuse zum Einsatz kommt. Hier sind nun schonmal ein paar Bilder des Führerhauses und der darin enthaltenen Akkuverkleidung aus abgekantetem 0,7mm-Blech. Zumindest das Abkanten verlief zufriedenstellend. Meine manuelle BEMA-Biegemaschine funktioniert gut. Eine Biegebreite von 400mm ist gerade ausreichend.
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    Das Blechgehäuse wird in den Führerstand eingenietet, vorher kommen noch Öffnungen für den RC- und den Hauptschalter, sowie dem Fahrtrichtungshebel und dem Gashebel für den Lokführer hinein.
    Ich habe die Bleche mal mit Magneten zusammengefügt, nun kann man die Dimension von 45cm Höhe und 70cm Länge gut erkennen.
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    Viele Grüße,

    Harald
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  • Es geht langsam voran.
    Nachdem ich mit den 1,6er Elektroden und dem 1mm Blech einen schier aussichtslosen Kampf geführt habe, kam ein neuer Schweißapparat mit Fülldraht daher. Obwohl ich damit nur Punkte machen kann, konnte ich das Führerhaus nun viel sauberer schweißen.
    Mittlerweile habe mir aus einem Stahlwinkel und einem 23er Stahlrohr die bereits früher besprochene Blechbiegevorrichtung gefertigt und damit erste Erfolge erzielen können. Das Biegen geht etwas mühselig vonstatten, anschließend kann man das Blech aber auf dem Rohr schön rund klopfen (Plastikhammer!) und mithilfe der Vorrichtung auch sehr gute Korrekturen vornehmen.
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    In den schmalen Spalt an der Unterkante der Rundung kommt noch ein kleiner Winkel als Regenrinne. Der Spalt hat sich eher zufällig ergeben. :rolleyes:

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    Rechte Ecke mit Elektrode, linke Ecke mit Fülldraht geschweißt.

    Viele Grüße,

    Harald
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  • Hallo Harald
    Tip vom Typ
    besorge Dir mal einen Alu-Hammer
    da macht Blech dengeln richtig Spass.

    Grüße
    Bärni

    Ich lebe zum ersten Mal ; wie soll da alles auf Anhieb klappen ???

  • Weiter geht's.
    Anpassung der Bleche für die Motorhaube soweit fertig und Probestehen.
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    Nebenbei das Deckelbrett (4mm Siebdruck-Sperrholz) auf den Rahmen aufgeschraubt
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    Die leider sehr lose Antriebskette durch einen zusätzlichen POM-Gleiter etwas umgeleitet und fixiert. Wenn die Kette sich etwas gedehnt hat, fliegt das POM-Stück wieder raus.
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    Aufschweißen von Eckprofilen mit dem Fülldrahtschweißgerät. Das macht jetzt richtig Spaß und geht ruckzuck. Herstellen der 2 Öffnungen für die Betriebsschalter.
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    Fertigstellung der Pufferverschraubung
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    Viele Grüße,

    Harald
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  • Hallo erstmal.

    Schreibpause heißt nicht Baupause. Die Lok hat sich in den Sommerferien natürlich weiter entwickelt. Sämtliche versenkte Schrauben und Vertiefungen im Holz wurden gespachtelt und das Holz mit Vorstreichfarbe gestrichen und verschliffen. 2 Spachtel-Schleif-Schritte später kam die Lackierung mit hochglänzendem Schwarz auf Acrylbasis.
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    Die kleine viereckige Vertiefung oben mitte ist für das Imitat des Akkunotschalters vorgesehen. Bekanntlich fährt das Original dieselelektrisch., kann also zwischen reinem Batteriebetrieb innerhalb des unterirdischen Munitionslagers und Dieselunterstützung im Freien umgeschaltet werden. Um die Umwelt zu schonen, fahren wir nur über die Akkus. :saint:

    Viele Grüße,

    Harald
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    Einmal editiert, zuletzt von Hotel Papa (11. September 2016 um 20:42)

  • Mittlerweile hatte ich mich entschieden, für die Fahrerkabine ein neues Bedienpult (als Abdeckung für den hinteren Fahrakku) zu machen. Der Deckel passte nicht wirklich gut und ich hatte auf beiden Seiten einen toten Raum von ca. 15mm der mir nicht gefiel. Zur Vorebreitung strich ich den betroffenen Teil der Kabine in dem Elfenbeinweiß an, den diese mal später bekommen soll. Rechts und links fügten wir auch gleich die von außen sichtbaren 4 Schraubenköpfe in M2 flach ein. Die Griffe an den Türen wurden ebenso schonmal vorgebohrt.
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    Zwischendurch machte ich mich mal an die Verkabelung . Die gelbe Blechbrücke dient als Kabelträger, Schmutzfänger und Akkuhalter (vorne) gleichzeitig. Da man durch den Kühlergrill dieses gelbe Blech sehen kann, malte ich mal schnell die Vorderansicht des Dieselmotors darauf.
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    Dann entdeckte ich bei Ebay ein Kofferradio von Barbie, welches per Sofortkauf den Besitzer wechselte.
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    Und ich machte mir erste Gedanken über die Gestaltung des Fahrpults.
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    Viele Grüße,

    Harald
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