Befestigung Kupplungshaken

    • Offizieller Beitrag

    Moin zusammen,

    wenn man auf dem Beiwagen / Tender sitzt gehört für mich einfach eine 2. Sicherung in Form eines kleinen Stahlseils ( oder in Form der originalen 2 Notkuppeleisen ) dazu. Ich hab sowas mal erlebt, Opa hintendrauf, Enkel fährt, zu lose Kettenkupplung geht auf, Regler geht nach hinten ( !!! ) auf, Enkel hält sich am Regler fest bis er es nicht mehr schafft, Lok rast mit voll geöffneten Regler auf den Bahnhof zu und hat sich Gottseidank ab der Einfahrtweiche selbst in den Schotter gekickt....

    Gruss
    Hinrich

    Wie soll ich wissen was ich denke bevor ich höre was ich sage ?(

  • Nachdem mein Freund Wilfried Wagner vor einigen Jahren den Regler meiner 96 falsch bediente und die Maschine darauf mit ihm machte was sie wollte blieb ihm nur noch als Notbremse den Fuß gegen einen zufällig vorbeikommenden Weichenhebel zu stemmen. Der Erfolg war ein geradegezogener Messing-Kupplungshaken am Bedienwagen und einer flüchtig gewordenen Lokomotive, die gottseidank eingefangen werden konnte, bevor sie sich und Anderen Schaden zufügen konnte. Fazit: Die Befestigung der Haken in Wagen und Maschine hat dank M5-Gewinden und Stopmuttern am hinteren Ende der Haken gehalten. Um ein unbeabsichtigtes Lösen der Verbindung von Lok <=> Bedienwagen zu vermeiden fahre ich seitdem nur noch wie bei den Kupplungen landwirtschaftlicher Fahrzeuge mit einer mit Bolzen in einer Gabel befestigten Stahllasche anstatt von Haken. Das ist zwar nicht mehr so ganz vorbildmäßig, hält dafür aber. Außerdem verhindert eine Lasche geeigneter Länge zuverlässig ein Überschneiden und verhaken der Puffer!
    Heinrich

    Der liebe Gott gab uns die Zeit
    (von der Eile hat er nichts gesagt!)

    4 Mal editiert, zuletzt von heinrich (4. März 2016 um 12:09)

  • Schönen guten Morgen allerseits,

    auf der Suche nach einer passenden Antwort habe ich das Forum durchforstet und sehr viel wissenswertes gefunden! Eine Frage bzgl. Kupplunghaken habe ich jedoch noch.

    Wie viel sollte denn die Feder beim Einbau eigentlich vorgespannt werden?
    Ich verwende das Kupplungshakenset der Fa. Knupfer...

    Danke und bleibt gesund!
    Grüsse Andreas

    Grüße

    Andreas

  • Hallo in die Runde,

    ich denke, eher als Vorspannen ist die Steifheit der Feder wichtig - bei was für einer Zugkraft sollte eine Lokfeder völlig zusammengedrückt sein? Maximale Zugkraft plus wie viel Reserve? Und wie dimensioniert ihr die Pufferfedern?

    Dank und Gruß

    Kristian

  • Hallo

    Zughakenfeder und Pufferfeder sind bei mir gleich stark.

    Dimensioniert habe ich nach: Ganze Einfederung = Lokomotivgewicht x Reibungskoeffizient (0,2)

    Bei meinem aktuellen Projekt ist das ein ganz schön strammes Ding geworden, Federweg 20mm, Federrate 5 Kg/mm:

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    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

  • Hallo Thomas,

    da baust Du ja einen schönen Brummer mit 100 kg Zugkraft ;)

    Diese Überlegung hatte ich auch, dachte aber, vor allem in den Puffern müsste etwas Reserve sein für Stöße. Aber so wie Du das schreibst, scheint die maximal aufzunehmende Schubkraft doppelt so groß zu sein wie die Zugkraft (2 Puffer vs. 1 Haken), das dürfte wohl genügen.

    Dank und Gruß

    Kristian

  • Moin zusammen,

    aus Erfahrung habe ich stärkere Federn verbaut (5" Hochbordwagen) und sie stark vorgespannt, das der Kupplungshaken ca. 3mm weg macht.

    Bei einem schweren Zug haben sich die Waggons selbst entkuppelt, bzw. längt sich die Kupplung. Bei schweren Lasten wird jetzt sehr stramm

    gekuppelt, mit wenig Federweg. Das funktioniert sehr gut.

    Bei Leerfahrten kann etwas loser gekuppelt werden.

    Im Großen und Ganzen kommt es auch darauf an, wie und was man fährt, und ob die Kupplung einen Knebel hat, damit sich die Gewindespindel

    nicht mit dreht bzw. herausdreht unter Last ...

    Gruß Bucki