A3_Switcher will be born

  • Hallo,

    bevor die Düsen weiter optimiert werden, wurde die Zylinderentwässerung umgebaut. Der Grund ist, daß weder meine Entwässerungshähne noch die von der Fa. Polly dicht waren. Deswegen wurde eine automatische Entwässerung eingebaut:

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    Und hier eingebaut:

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    Bin gespannt, wie das funktionieren wird.

    Saludos

    Jorge

  • Hallo,

    auf Vorschlag von Martin, wurde ein neuer Feuerrost erstellt. Damit soll eine gleichmäßigere Verbrennung möglich sein. Dazu lobt man sich eine Koordinatenbohrmaschine.

    Was war das früher für eine Plackerei:

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    Auf der Unterseite werden die Bohrlöcher kegelig vergrößert.

    Die Oberseite schaut so aus:

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    Hier noch der Vergleich von alt und neu:

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    Jetzt bin ich nur noch auf die erste Brennprobe gespannt.

    Gruß

    Jorge

  • Hallo Simon,

    dieser Rost ist für die Kohlefeuerung und soll eine gleichmäßige Feuerverteilung über die gesamte Rostfläche gewährleisten. Angeblich konzentriert sich das Feuer beim alten Rost auf die Mitte. Ich vertraue da einem alten erfahreren Eisenbahner.

    Gruß

    Jorge

    Einmal editiert, zuletzt von jorge (10. Februar 2020 um 21:04)

  • Moin zusammen,

    es freut mich sehr, dass der "Rosebud-Rost" langsam an Anhängern gewinnt. Ich habe etwas mit mir gerungen, ob ich diesen Hinweis jetzt hier platzieren soll. Schließlich bin ich als Herausgeber nicht wirklich unabhängig.

    In der vorletzten Gartenbahn-Werkstatt (NR. 4) hat Felix Kruse über seine Erfahrungen, und vor allem über die Theoretischen Hintergründe, zum Löcherrost berichtet. Es ist nicht nur die gleichmäßigere Verbrennung. Auch kann jede Form eines Funkenfängers demontiert werden, weil fast nichts mehr aus dem Schornstein fliegt. Das ist auch für den Lokführer sehr angenehm. Der Wirkungsgrad des Kessels steigt zudem erheblich. Ich habe inzwischen selbst eine Lok damit ausgerüstet und werde in der nächsten Gartenbahn-Werkstatt von den Betriebsergebnissen berichten. Das Fazit vorweg: Die restlichen Loks bekommen auch neue Roste.

    Bitte entschuldigt die Eigenwerbung. Ich denke, dass der Hinweis nützlich sein kann.

    MfG Peter

  • Hallo,

    hier noch die Unterseite des Rostes. Die Bohrungen sind mit einem 40 Grad Senker (hatte ich gerade bei der Hand) aufgeweitet.

    Das Material ist eine 6mm St37 Platte.

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    Über den Einsatz werde ich demnächst berichten. Zuvor muß ich noch meine neuen Düsen für den Abdampf

    und den Hilfsbläser fertigen.

    Gruß

    Jorge

  • Tach zusammen,

    Peter-HH: hier geht es ja um die Technik, Funktion, Erklärung, und nicht um Zeitschrift als solches.

    Daher ist dein Gewerbe für mich unverfänglich ...

    jorge: da ich auch vorhabe, meinen "tropfenden GG Schmelzrost" gegen einen "Bohrungsrost" zu tauschen,

    bin ich für Testergebnisse immer empfänglich. Auch auf die Testergebnisse von Peter-HH ;)

    Bestimmt wird nicht der erst gebaute Rost in dieser Form zu 100% überzeugen, da wird sich wohl ein "Testgebiet" öffnen.

    Könnte mir vorstellen, ja nach Lok und Aschekasten Typ, das die Bohrungen nicht alle den gleichen Durchmesser haben dürfen,

    sondern das es je nach Luft Mangel und/oder Überschuß an den Seiten variable Durchmesser geben kann.

    panki: es soll bei dieser Rostbauart wohl keine Probleme geben, Asche und Krümel durchfallen zu lassen.

    Die Schlacke soll weniger entstehen, obwohl das auch sehr "Kohlensorten Typ" abhängig ist.

    Wer Anthrazit fährt hat Schlacke, wer Gasflamm fährt hat keine ... aber dafür 3 Rohrbürsten mehr an Bord und keine weißen Stellen mehr im Gesicht ... :D

    Gruß Bucki

  • Hallo Jorge

    Darf ich dich fragen, welchen Lochdurchmesser du gebohrt hast?

    Wir möchten den Rosebud Rost ebenfalls in unseren 7 1/4 Zoll G 3/4 und G 3/3 ausprobieren.

    Da wir runde Feuertüren haben, werden wir die Bohrungen auf mehrere einzelnen Streifen verteilen.

    Mein Vater hat angemerkt, dass sich die 6mm ST37 Platte wahrscheinlich sehr stark verziehen wird. Dies passiert auch bei unseren normalen Rosten aus stehenden 30x6mm Flacheisen. Teilweise sind die Flacheisen sogar schon abgebrannt. Trotzdem wollen wir den Rosebud Rost testen. :)

    Gruss Simon

  • Guten Morgen Simon,

    es handelt sich um 4mm Löcher, die auf der Unterseite mit einem Senker auf 8mm erweitert wurden. Die Lochwahl war für den Beginn rein intuitiv. Bezüglich des Verziehens hat Dein Vater recht. Vor dem Einbau werden noch zwei Stege unten angeschweißt.

    Gruß

    Jorge

  • Hallo,

    jetzt kann es an die neuen Düsen gehen. Die Düsenkanäle sollen um ca. 5 Grd geneigt sein, deswegen dieser seltsame Aufbau:

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    Hier wird die Oberläche auf 5 Grd abgefräst, um für den Bohrvorgang eine ebene Fläche zu haben. Die Bohrungen werden

    noch etwas aufgeweitet:

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    Die Symetrie der Bohrungen ist wohl daneben gegangen, aber zum Testen ist das zuerst ok. Vier Bohrungen werden

    deshalb gewählt, um die Oberfläche des Gaskegelumfangs zu vergrößern.

    Für den Hilfsbläßer wird auf das 3mm Cu-Rohr ein Gewinde M3x0.35 geschnitten. Auf dem weichen Cu ist es gar nicht so einfach:

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    Die Hilfsbläserdüse erhielt ein 0,8mm Bohrung:

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    Zum Schluß der Einbau:

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    Der Dampfausgang wurde jetzt auch nächer an die Kaminöffnung gebracht.

    Zum Testen muß der Rollenprüfstand noch umgebaut werden.

    Gruß

    Jorge

  • Hallo Simon,

    hier noch ein Bild mit dem neuen Feuerrost und den angeschweißten Stegen. Bin gespannt, ob das genügt:

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    mit diesesn Stegen schließt der Rost die Brennkammer unten ab:

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    Und hier eingeschoben:


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    Nach all den Ergänzungen wird heute wieder angeheizt.

    Gruß

    Jorge

  • Hallo,

    getestet wurde

    - automatische Zylinderentwässerung > mit Erfolg, arbeitet einwandfrei

    - neuer Rost > keine Beanstandung > Feuer heizt richtig gut ein:

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    - Abdampfdüse - da habe ich den Eindruck, daß die Lok noch zu viel Dampf verbraucht, d.h. die Düsenöffnungen mit 4mm sind noch zu groß? (habe keine Erfahrung damit).

    - Hilfsbläser - der Zug läßt sich sauber regeln, evtl. auch noch kleinere Düsenöffnung als 0,8mm.

    - die Steuerung - Lok läuft selbstständig an, allerdings erst bei hohem Druck (6 -7 bar). Außerdem läuft die Lok relativ schwerfällig auf dem Rollenprüfstand. Bei hochgebockter Lok laufen Räder leicht und problemlos. Sie lassen sich auch gut mit der Hand bewegen.

    Alles in allem bräuchte ich jemanden, der mir beim Feintuning hilft, da mir da doch die Erfahrung fehlt. Das sind halt die letzten paar Prozent, bis alles rund läuft.

    Gruß

    Jorge

    Einmal editiert, zuletzt von jorge (17. Februar 2020 um 17:00)

  • Hallo Jorge

    Vielen Dank für die Berichterstattung.

    Auch mein Vater war fleissig und hat neuen Rost für unsere G 3/3 erstellt.

    Ich werde die Bilder dazu in meinem Thread posten um deinen nicht zu sehr zu strapazieren.

  • Moin Jorge,

    Ferndiagnosen sind immer schwierig, aber vielleicht kann ich ein paar Hinweise für das weitere Vorgehen geben.

    Am wichtigsten ist, dass die Lok leichter läuft. 6 - 7 Bar zum Loslaufen auf dem Rollenprüfstand sind nicht akzeptabel. Da die Lok aufgebockt leichter läuft, scheinen deine Achslager das Problem zu sein. Ich habe mit gedichteten Nadellagern gute Erfahrungen gemacht, was aber entweder Innenringe oder eine harte Achse voraussetzt. Stell die Lok mal auf eine Gleis, leg die Steuerung nach vorne aus und versuch sie zu schieben. Läuft sie leicht? Ansich sollte eine Lok mit 1 bar laufen, besonders, weil die Zylinder in der Regel ohnehin viel zu groß sind.

    Zwischen Blasrohrdüse und Dampfverbrauch der Lokomotive besteht nur ein indirekter Zusammenhang über den Staudruck auf der Auslassseite der Zylinder. Grundsätzlich ist es jedoch so, dass ein engeres Blasrohr die nutzbare Druckdifferenz im Zylinder verkleinert und damit den Wirkungsgrad wesentlich verschlechtert. Daher muss das Blasrohr immer so weit wie möglich sein. Bis dann die Feueranfachung nicht mehr ausreicht. Auch dann gibt es noch Möglichkeiten Konstruktionen mit wesentlich besserem Wirkungsgrad zu verwenden (Lempor, Kylchap, Giesl,...). 4 mm scheinen mir sehr eng. Versuch einfach mal 6 mm oder sogar noch mehr. Wenn die Lok leicht läuft und dicht ist, müsste das reichen. Das hängt von Vielem ab. Einfach mal probieren. Nur nicht noch enger.

    Wieviel % freie Rostfläche hast du jetzt? Ich hoffe, dass dir jemand eine Kopie des Artikels aus der Gartenbahn-Werkstatt 4 gegeben hat. Darin sind ganz konkrete Konstruktionshinweise enthalten.

    Zur Steuerung: Wenn die Lok einigermaßen rund läuft, ist die Steuerung fürs erste hinreichend gut eingestellt. Sobald es wirklich nicht stimmt, bleibt die Lok immer an einer Stelle hängen. Mach doch mal ein Video, wie sie läuft. Läuft sie rückwärts? Lässt sich die Füllung reduzieren, ohne, dass sie stehen bleibt?

    Achso, lass den Bläser wie er ist. Wenn der Rest läuft, lohnt es sich nicht, daran was zu machen. Dann brauchst du den eh so gut wie nicht.

    Viel Erfolg!

    MfG Peter

  • Hallo Peter,

    vielen Dank für die Hinweise. Im Augenblick bin ich am Überarbeiten der Steuerung. Sobald das fertig ist, gehe ich an Deine Vorschläge und werde berichten.

    Gruß

    Jorge