Kittel Dampftriebwagen in 5"

  • hast Du dabei eine glatte Oberfläche erreicht? Ich hätte erwartet, dass viel von den Eigenschaften der spiegelglatten Oberfläche des Teils, bzw. der entsprechenden Spritzform zu verdanken ist.

    Hallo Christian!

    Die befeilten und z.T. die gefrästen Oberflächen bei den Gleitbahnen sind etwas rau, was aber hier nicht stört. Beim Drehen und nach dem Bohren reiben sind die Oberflächen glatt. Das W300 läßt sich sehr gut bearbeiten.

    Gruß Gerd

    V20, pr. AT1, würt. Kittel DTW, (Ur-) galloping Goose

  • Hallo zusammen!

    Um den Wagenkasten mit seinen Innereien endgültig fertig zu stellen, hab ich erstmal den Gastank als wichtigsten "Bewohner" gebaut.

    Da bei B. Hartmann anscheinend nur noch die Shopsaftware arbeitet, mußte ich auf seine Ronden verzichten.

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    Stattdessen hab ich 3mm Platten (Deckel) gedreht , die in das 80x2mm Rohr passend eingelötet wurden. 5 Zuganker sorgen für Stabilität. Eine Dampfheizschleife soll den Tank bei niedrigeren Themperaturen aufheizen um ausreichend Gasdruck zur Verfügungung stellen zu können (2Bar, Butan knapp 20ºC).

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    Nun der fertige 850ml Tank nach erfolgreicher Wasserdruckprobe mit 11Bar. Oben DN2,7 Füllventil mit Absperrventil. Rechts das 2 Wege-Absperrventil, womit wahlweise oben Gas oder unten Flüssiggas entnommen werden kann. Ventile und sonst. Druckluftteile von https://www.landefeld.de/katalog/de/kug…EA3642916CB4%7D.

    Weiterhin ist der dampfgesteuerte Gasregler entstanden, den ich schon 2mal gebaut habe.

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    U.A. im Anhang vom MTB 42 (Modellschiffe mit Dampfantrieb, VTH) entdeckt, habe ich es mit einem weiteren Druckregler zur Aufrechterhaltung der Flamme erweitert. Wie ich auch im Gasregler bei meiner 45mm Lokomotive von Cheddar werden hier Autoreifenventile verwendet.

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    Hier die Funktionsübersicht. Von links nach rechts, der dampfgesteuerte Gasregler und die Druckminderer für maximalen und minimalen Gasdruck. Die Autoreifenventile (schwarz) werden durch Federn (nicht eingezeichnet) von oben aufgedrückt. Durch den Gasdruck in den Druckminderern und dem Dampfdruck von unten werden die Ventile gegen den Federdruck geschlossen. Über einen Kanal vom Minimaldruckregler (gelb) wird der Gasbrenner ständig versorgt um eine Minimalflamme sicher zu stellen. Der Maximalgasdruck (grün) wird dem Brenner nur so lange zugeführt bis der Dampfdruck (rot) seinen eingestellten Maximalwert erreicht hat.

    Als Membranen wird Neopren vorgeschlagen was ich nur in >0,5mm Stärke bekommen habe, daß sich leider so nicht so richtig eignet, da zu dick. Dergl. 0,5mm Teflon. Ein freundliches Mitglied eines anderen Forums hat mir ein Stück Membran der Firma Freudenberg Typ nr. MT 479, NBR, Polyamid Einlage, max. Zugkraft 11N/mm2, Dicke 0.17 mm, zukommen lassen, welches ich nun mit Erfolg verwende. Bei Druckprüfungen mußte ich einige Undichtigkeiten wegen der Oberfläche der 25x25mm Aluviereckprofile feststellen, die die Membrane nicht vollständig abdichtete. Hier mußte ich an entsprechenden Stellen etwas Hylomar zusätzlich dünn auftragen.

    Da die Membran im Minimaldruckregler auch mit dem Maximaldruck beaufschlagt wird, sollte man das Spiel für den Federteller nach oben gering halten um die Membran hier nicht zu überdehnen.

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    Hier nun der "fertige" Gasregler. Mit der nächsten Federbestellung erhält Er auch die passenden Federn.

    Einen guten Rutsch :*

    Gruß Gerd

    V20, pr. AT1, würt. Kittel DTW, (Ur-) galloping Goose

  • Hallo zusammen!

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    Nun ist gehäusemäßig der "Lückenschluß" vollzogen. Aber erstmal der Reihe nach.

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    Aus 8mm Buchensperrholz ist der Wagenkasten verschraubt und verleimt. Die "Fenstehöhlen", die nachher schwarz abgesetzt sichtbar bleiben, sind nach den gelaserten Verkleidungen aufgezeichnet. Außerhalb dieser Flächen sind die Schrauben für die Trennwände und Einschlagmuttern für die Dachschaniere angeordnet. Wegen der Druckbelastung des auf dem Wagenkasten sitzenden Bedieners, sind die Seitenwände auf den Boden gesetzt.

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    Nach probeweisen Anbau eines "störenden" Scharniers wird der aufgeständerte Standort des Gastanks festgelegt, bei dem die Bedienelemente ungehindert zugänglich sind.

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    Trennwände dienen neben der Aufteilung der zusätzlichen Abstützung der Sitzfläche. Die Kammern für den Gastank (unten) und dem Reservegasflaschenlager (oben) haben Öffnungen nach unten erhalten, um evt. austretende Gase abfließen lassen zu können bevor eine gefährliche Konzentration entsteht. Weiterhin sind Fächer für Hilfsmittel und Ausrüstungsteile vorhanden.

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    Hier die Ansicht von vorne. Rechts der Gastank an seinem zukünftigen Standort und links die Versorgung der LED-Beleuchtung. In der Mitte das Fach für die Batterie (RC-Akku), darunter die Verteilerplatte mit den LED-Vorwiderständen und oben die Lichtschalttafel. Die vorstehenden Nasen an den Seitenwänden dienen der seitlichen Fixierung zum vorderen Gehäuseteil (Führerhaus/Packabteil).

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    Nun der endgültige Wagenkasten mit den gelaserten Verkleidungen und div. Leisten. Letztere erleichtern das farbliche Absetzen ungemein.

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    Die Endbühne hat nun weitgehend ihr endgültiges, farbliches Aussehen bekommen. Nach evt. Beschriftung kommt noch eine Klarlackschicht dazu. Der Beschriftungssatz ist bei http://hartmann-original.homepage.t-online.de/ bestellt.

    Gruß Gerd

    V20, pr. AT1, würt. Kittel DTW, (Ur-) galloping Goose

    Einmal editiert, zuletzt von gerd23029 (15. Januar 2019 um 12:48)

  • Hallo zusammen!

    Nun ist die erste Baugruppe fertig 8).

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    Bei http://hartmann-original.homepage.t-online.de/ hab ich je einen Beschriftungssatz in 1:11 und 1:32, nach dem Werksfoto vom DW8 anfertigen lassen. So hat mein Kittel DTW von Regner,45mm Spur, diese Beschriftung gleich mit erhalten.

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    Fertig lackiert und beschriftet präsentiert sich der Personenwagenkasten mit Endbühne und Laternen. Das Dach wurde aus mehreren Buchen-Sperrholzschichten, bis auf die Sitzfläche, verleimt und zurechtgehobelt.

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    Das Laternendach-Sitzpolster beim Akkutriebwagen hatte ich anfangs mit dem "härtesten", erhältlichen Sitzpolsterschaumgummi versehen, welches sich noch als deutlich zu weich erwies und auch schnell unbequem wurde. Mehrere Schichten Isoliermatte aus dem Campingbereich unter dem Kunstleder waren da schon angenehmer, ähnlich wie auf einem Fahrradsattel.

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    So präsentiert sich nun der Wagenkasten mit Dach. Die Sitzfläche ist so positioniert daß die Last des Bedieners annehmbar auf die Achsen verteilt ist, d.h. daß die Antriebachse für die Antriebsaufgabe ausreichend belastet ist.

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    Über "Küchenmöbel"-Scharniere ist das Dach aufklappbar, so daß Gastank, Lichtschalttafel und Lagerräume zugänglich sind. Das hintere Lagerfach hat einen Einsatz, welches die Steckverbindung zu den hinteren Laternen abdeckt. Damit ist eine einfache Demontage der Endbühne möglich.

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    Die letzten Rohrverbindungen sind nun fertiggestellt. Jetzt stehen nur noch die längeren Farbarbeiten an, die ettappenweise erfolgen um das Puzzle nicht zu groß werden zu lassen.

    Gruß Gerd

    V20, pr. AT1, würt. Kittel DTW, (Ur-) galloping Goose

  • gerd23029 26. Februar 2019 um 18:31

    Hat das Label Baubericht hinzugefügt.
  • Hallo zusammen!
    Nachdem sich das Wetter beruhigt hat, konnte ich Arbeiten außerhalb meiner kleinen Werkstatt im 2.OG ausführen.
    Um den DTW nacher lagern und transportieren zu können, habe ich mir einen "Transportkäfig", nach Anregung aus der "Gartenbahn Werkstatt" gebaut. Da der DTW mit 37Kg relativ leicht ist, habe ich ihn hauptsächlich aus 25x25x1 Messing-Vierkantrohr hart zusammengelötet. Damit ist er nur 9Kg schwer und rostfrei.
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    Wie man hier sieht, kann man damit auch Ein- und Ausgleisen. Nach ein paar Verfeinerungen und Zusätzen wird auch für den ATW so ein Käfig in gleicher Breite gebaut, womit die Fahrzeuge gestapelt werden können.
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    Während unser Bahnmeister überlegt, was Die vom Betriebsmaschinendienst mal wieder an seiner Versuchsstrecke zu meckern haben, beginnen wir mit der "Endmontage" des DTW.

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    Als Erstes wird die Kesselbaugruppe, mit Führerhausboden, Kessel, Brenner, Gasregler usw, auf das Fahrwerk gesetzt und verbunden.

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    Als Nächstes das Führerhaus mit Anschlüssen für Wasserversorgung, Bremse und Pfeife. Dazu Einbau der Bedieneinrichtungen für Dampfregler und Zylinderentwässerung.

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    Zum Schluß der Wagenkasten u.A. mit den Gastank. So zeigt sich der DTW zum erten Mal in seinem endgültigen "Autfit". Dahinter auf dem 45mm Gleis, der Kittel DTW von Regner.

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    Danach ging es in "artgerechter Käfighaltung" in den Schuppen.

    Heute ging es dann bei schönsten Wetter an die erste Probefahrt. Hierzu hatte ich eine 12,5mtr lange Teststrecke auf dem ehem. Parkplatz errichtet, wo sich auch meine Anlage in 45mm Spur befindet.

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    Der ATW war wegen seiner elektrodynamischen Bremse eigendlich als Last gedacht, was sich wegen des Gefälles zum Entwässerungsgulli erübrigte. Dann mußte Er eben als mechanisch festgebremster Prellbock am Gefälleende herhalten. Dieses wurde aber nicht nötig, da die Dampfbremse gut arbeitete. Die Zugkraft war da eher ernüchternd.

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    Das Gefälle, bzw. die Steigung hatte ich dann mit ~1,3% ausgemessen. Das Bremsverhalten des ATW war auch schon entsprechend, bzw eine Vorwarnung . Anfahren mit meiner 90Kg "Fleischbeilage" ging in der Steigung nicht. Ein Pfeifen am Zylinder machte mich stutzig.

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    Bei der Schieberkastendeckeldichtung auch kein Wunder. Wurde im Schneidplotter identisch mit der Zylinder-Schieberkasten-Dichtung hergestellt. Hab nun Dichtungen ohne die mittlere Öffnung gemacht. Mal sehn, ob wir am 30.3. in Klein Vollbüttel damit doch noch etwas mehr als nur etwas zum anschauen bekommen ;).

    Gruß Gerd



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    V20, pr. AT1, würt. Kittel DTW, (Ur-) galloping Goose

  • Moin Gerd,

    schön, dass Du einen Abschluß - zumindest vorläufigen - Deines Projektes zeigen konntest.

    Das Problem der "weggepusteten" Schieberkastenkeckeldichtung dürfte meiner Meinung in der unzureichender Stabilität des Schieberkastendeckels begründet sein, so dass er sich nach oben durchbiegt, sobald der Dampfdruck im Schieberkasten einen bestimmten Wert überschreitet.

    An meiner großen Dampfmaschine habe ich den ursprünglich sehr dicken Schieberkastendeckel "abgemagert" und ihn mit Rippen an der Oberseite versehen. Damit ist er noch ausreichend stabil bei einem Schieberkastendruck von acht bar und außerdem finde ich die Optik jetzt deutlich stimmiger als vorher. Unten zwei Bilder, die den Zustand "vorher - nachher" zeigen.

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    Ob Du das in der Kürze der Zeit oder überhaupt umsetzen kannst und/oder möchtest, liegt natürlich bei Dir, aber vielleicht .... - was mich freuen würde.


    Bezüglich der Zugkraft kannst Du wirklich keine Wunder erwarten, in der Ebene sollte es aber sehr gut gehen. Zumindest nehme ich das nach meinen Erfahrungen mit der gasgefeuerten 5"-O.S. ROCKET an, mit der ich 2008 in Sinsheim viele Runden ziehen konnte. Versuche es doch noch mal auf ebenem Grund.

    Viele Erfolg

    Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Hallo Dietrich!

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    Da ich den Zylinder aus 32mm Sechskant-Profil gebaut habe, war die Schieberkastenbreite von 18mm praktisch vorgegeben. Da ist dann kein ernst zu nehmender Platz mehr für weitere Verschraubungen. Da der Deckel aus 2mm Messing-Flachprofil besteht, ist eine Dichtung mit mittleren Ausschnittnicht nicht nur überflüssig sondern kontraproduktiv. Ich hab nun 0,5mm statt 0,25mm Dichtungen, nur mit den Schraubenlöchern angefertigt. Damit sollte es gehen. Die untere Dichtung wird durch den Schieberkasten hoffendlich besser angedrückt, so daß das Wegpusten hier nicht passiert. Ein kräfigerer Deckel wäre eine Option. Schaun wir mal ;).

    Große Zugkraft erwarte ich von beiden Triebwagen nicht. Der DTW bekommt bestenfalls einen, nicht zur Personenbeforderung vorgesehenden Beiwagen.

    Gruß Gerd

    V20, pr. AT1, würt. Kittel DTW, (Ur-) galloping Goose

  • Hallo zusammen!

    Eben habe ich den DTW mit neuen Dichtungen an den Schieberdeckeln, die nur Löcher für die Schrauben bekommen haben probiert. 0,45mm Dichtungspapier von Artein war so gut, als ob gar keine Dichtung drin waren. Dann habe ich 0,5mm Abil N Dichtungen verwendet und die Schieberkästen waren dicht.

    Der DTW hat sich mit mir in der Steigung langsam in Bewegung gesetzt. Den Rest werden wir nächsten Sonnabend in Klein Vollbüttel sehen.

    Gruß Gerd

    V20, pr. AT1, würt. Kittel DTW, (Ur-) galloping Goose

  • Hallo Gerd,

    notfalls kann ich die Taigatrommel als Schublok mitbringen...

    Die Steigung in Vollbüttel ist nicht ohne.

    Bis Samstag.

    Holger

    Fueled by coffee, powered by steam.

  • notfalls kann ich die Taigatrommel als Schublok mitbringen...

    Die Steigung in Vollbüttel ist nicht ohne.

    Hallo Holger!

    Ich glaube, wegen der Steilrampe in Klein Vollbüttel müssen wir unsere Fahrzeuge noch ein klein wenig umbauen. Ich hab da was von einer Zahnstange läuten hören 8o^^.

    Bis Samstag

    Gruß Gerd

    V20, pr. AT1, würt. Kittel DTW, (Ur-) galloping Goose

  • Hallo zusammen!

    Nun, wo sich mein Rechner von einer "Herzoperation" erholt, kann ich weiter berichten.

    Beim Andampfen in Klein-Vollbüttel hat Mc Murphy kittelmäßig alle Register gezogen }:( .

    Schon bei der "Kaltüberführung" mit dem Akkutriebwagen fiel der höhere Motorstrom, gegenüber früher mit der "Holzfederung" an der Treibachse auf. Also ein Indiz für einen schwereren Lauf. Auf einem ebenen Nebengleis wurden dann die nächsten Fahrten ausgeführt. Bei 19 Triebfahrzeugen auf der Anlage war an eine Streckenfahrt nicht zu denken. Eine Jungfernfahrt bei so einer Veranstaltung ist zwar keine gute Idee aber es passte gerade.

    Auf dem Gleis ging es stellenweise. Dann nach ~15Sek Injektorspeisung versagte das Speiseventil.

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    Bei der Verformung der Ventilkugel auch kein Wunder. Hab jetzt eine Bronzekugel eingerieben, die nun auch dicht hält.

    Nach dem Ausfall wurde der DTW auf ein Gleis mit anderen "Tagespechvögeln" abgestellt und war so in guter Gesellschaft. Der ATW mußte nun den Tag retten.

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    Zur Lokparade wurde Er dann vom ATW geschoben mit vorgeführt, was ihm als "Neuling" verziehen wurde. Muß ja nicht alles auf Anhieb klappen.

    Der "kleine" Kittel in 45mm Spur, fiel dann auch aus ;( . Der untere Wasserstandsanschluß und der Speisesyphon war dicht.

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    Einer Vermutung folgend hab ich die Treibachslager ausgebaut und die Führungsflächen nachgearbeitet, so das die Achse seitlich noch geführt wird und das Lager trotzdem noch etwas kippeln kann. So kann bei seitlich ungleichen Ausfederungen keine Verkantung in den Lagern entstehen. Eine Probefahrt auf meiner kleinen Versuchsstrecke hat ergeben, daß der Wagen leichter läuft und seitliches Kippeln wegsteckt. Die Leistung ist aber trotzdem ernüchternd. Beim nächsten Fahrtag in Klein Vollbüttel wird Er zeigen müssen ob Er die Strecke schafft.

    Gruß Gerd

    V20, pr. AT1, würt. Kittel DTW, (Ur-) galloping Goose

  • Moin Gerd,

    meine Super Claud kann sich problemlos einreihen:

    -schlechte Kohle, riesige Schlackeklumpen schon bem Anheizen. (Feuer gezogen, neu angeheizt)

    -undichtes Injektor-Speiseventil (muss ansteckend sein)

    -abgefallener Petticoat (trotz neuer Verschraubung)

    -als großes Finale: abgebrochenes Eckventil.

    Für Deinen DTW können wir mal eine Testfahrt bei mir ansetzen. Da hast du alle worst-case Szenarien zusammen.

    Steigung, enge Radien usw.

    Seitliches Kippeln der Achsen ist notwendig. Das Problem hatte ich beim Tender meiner Minx. Da kippelte ncihts und in Vollbüttel kamen dann Schwergang und Entgleisungen.

    Seit ich die Achslagerhalter etwas ballig gefeilt habe, kippeln die Achsen leicht und der Tender liegt gut und läuft leicht.

    Viele Grüße

    Holger

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  • Hallo Gerd,

    ich hab mir die Bilder vom DTW noch mal angesehen.

    Wie es schient, hast du viel zu kleine Zylinderdurchmesser verwendet.
    Wen noch genügend Material vorhanden ist, solltest du die Zylinderbohrung soweit wie möglich vergössern.

    E.v. kannst du auch den Hub noch etwas verlängern. Die Kurbeln scheinen mir etwas sehr kurz zu sein.

    Wen dies nicht ausreicht, wirst du wohl neue Zylinder anfertigen müssen, um die Leistung zu erhöhen.

    Gruss Daniel

  • Hallo Daniel!

    Die Zylindermaße sind maßstäblich vom Original umgesrechnet auf 20mm Dm und 27mm Hub. Der Kessel kommt damit auch schon über seine Leistungsgrenze. Bis jetzt ist der TW auch nur kurze Strecken gefahren. Bei einer längeren Fahrt in der Ebene müßten die Teflon-Kolben auch auf Themperatur und Normalgröße kommen. Dann müßte es auch besser gehen. Mit Luft geht nichts mehr. Vielleicht müssen andere Kolben ran.

    20mm DM macht 3,14cmº x 3Bar = 9,42Kg = ~94,2 Nm 45/13,5=3,33 Kurbel/Rad-Übersetzung macht 94,2 / 3,33 = 28,26 Nm am Rad maximal. Damit sollte Er nicht stehen bleiben. Da ist also noch einiges an Ursachenforschung drin.

    Die Motoren (MFA Torpedo 800) vom ATW bringen Max 82Nmm X Übersetzung 10,5 = 861 x2 =1722Nmm an den Rädern und was zieht Der we.

    Gruß Gerd

    V20, pr. AT1, würt. Kittel DTW, (Ur-) galloping Goose

  • Hallo Gerd,

    Deine Berechnung gilt aber nur für den stehenden DTW! Bei Fahrt wirken die Strömungswiderstände vor und hinter dem Zylinder, d.h. "vor dem Kolben" kommen schon weniger bar an (Druckabfall in der Dampfzuleitung) und auf der Kolbenrückseite sind nicht 0 bar (Überdruck gegenüber der Atmosphäre), sondern so viel Gegendruck, damit der Dampf durch Abdampfrohr und vor allem Bläserdüse mit der notwendigen Geschwindigkeit rauskommt (Kolbengeschwindigkeit mal Verhältnis Kolben/Bläser). So sinkt z.B. die Zugkraft der größten tschechischen Schnellzuglok Albatros bei Höchstgeschwindigkeit auf rund ein Drittel (falls ich mich recht an das Diagramm im Bahnmuseum Lužná erinnere). Wenn Dein DTW zwar losfährt, aber dann schwächelt, könnte die Ursache in zu geringen Querschnitten liegen - Regler (max. Querschnitt), Dampfleitungen, Schieber, Schieberschlitze, vielleicht auch unnötig kleine Bläserdüse.

    Gruß

    Kristian

    PS: Auch einer der Brünner Dampfbahner musste bei seiner Lok die Dampfleitungen neu machen, weil die Lok nicht in Fahrt kam.

  • Hallo Kristian!

    Die Berechnung hatte ich auch für den Stand gedacht, wo der DTW nicht gegen die Steigung anfährt. 5mm Gesamt und 4mm Einzelrohrdurchmesser (0,5 Wandstärke) sollten als Zuleitung reichen. Ist schließlich keine große Maschine und die Kesselleistung ist auch begrenzt.

    Mit der Fehlersuche hab ich es nicht eilig. Erst mal an einem ruhigeren Tag in Klein Vollbüttel oder Braunschweig sehen, wie Er nun läuft.

    Gruß Gerd

    V20, pr. AT1, würt. Kittel DTW, (Ur-) galloping Goose