Chris,
Du hast natuerlich recht. Die Dampfmaschine ist in der Tat ca. 10% zu klein. Auf laengere Sicht werde ich sie durch einen Eigenbau ersetzen. Plaene dazu habe ich und ausserdem bin ich in Kontakt mit John Lewis, einem der Autoren des grossen Climax Buches und Experte fuer die Dampfmaschine. John hat Zugang zu einer der letzten erhalten gebiebenen Maschinen. Nachdem ich jetzt wieder ein 3D CAD-Programm habe (http://cubify.com/products/design), sollte es mir nicht zu schwer fallen, die Gussteile zu konstruieren. Ich kann uebrigens dieses Programm sehr empfehlen. Ich hatte kuerzlich damit eine komplette Bakersteuerung inklusive Animation fuer einen Freund erstellt.
Regards
Henner
Beiträge von henry945
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Hallo,
ich lebe noch und auch meine Climax hat deutliche Fortschritte gemacht. Seit heute habe ich ein rollendes Chassis:
und
und
Hier noch einmal ein Drehgestell mit den 3D-gedruckten Zahnraedern:
Die Holzteile wurden von meinem Freund Eric gesaegt. Nachdem ich die Ausklinkungen fuer Wiegebalken, Maschinenrahmen sowie die Bohrungen fuer die Rungentaschen erledigt habe, gehen die Holzteile wieder an Eric zurueck, um sie entprechend zu verwittern/altern. In der Zwischenzeit werde ich mich mit dem stehenden Kessel beschaeftigen. Material ist schon vorhanden und alle Rohrwaende sowie der Bodenring gebogen. Ich werde jetzt zunaechst die Konstruktion mit einem hiesegen Experten von den Golden GAte Live Steamern absprechen, ehe ich Feuerbuechse und Rohre einbaue.
Regards
Henner -
Rudi,
Du bist schwer zu ueberzeugen und ich hoffe, dass die Moderatoren diese Diskussion noch ein bischen mit einem gnaedigen Auge ansehen
. Vergiss nicht, dass die "Weichen" auch zum Ueberfahren mit kompletten Zuegen, zum Ein- Aussetzen von Wagen und zum Rangieren von Gueterwagen zum Schuppen verwendet wurden. Das geht mit einer geraden Drehscheibe nicht, da ganze Zuege darueber fahren muessen. Die Konstrukteure dieses Systems waren recht gute Ingenieure, die wussten, was sie machen. Die Loks z.B. wurden von keinem Geringeren als Anatole Mallet patentiert und entworfen.
Regards
Henner -
Rudi,
mit den "Weichen" kann man auch drehen, nur nicht direkt.
Lok kommt von "Platform" B, bleibt auf der "Weiche" stehen und wird nach "Loop" A gedreht. Sie faehrt dann (gedreht) weiter zur naechsten Weiche auf der anderen Seite des Umfahrgleises (Loop), wo sie ohne Drehen wieder auf "Platform" umsetzt.
Ohne Drehen geht das so:
Lok kommt von "Platform" B und faehrt auf "Main" Dann wird die leere Weiche auf A gedreht und die Lok faehrt auf "Loop", ohne gedreht zu werden. Wie gesagt, das System ist recht raffiniert ausgedacht.
Regards
Henner -
Michael,
Deine Beschreibung ist fast richtig, nur Original und Nachbau hatten eine einfache Kurve ohne Gegenbogen. Spurplan des Nachbaus und eingen Photos ueber das Rangieren hier:
http://irishwaterwayshistory.com/about/miscella…il-in-listowel/
Rudi,
habe Deine letzte Antwort nicht ganz verstanden. Im gegenwaertigen Spurplan gibt es nur eine (gerade) Drehscheibe, alle anderen sind "Weichen".
Regards
Henner -
Hmm - worin liegen denn die Vorteile einer asymmetrischen Drehscheibe?
Nochmal zum Startbeitrag: wie konnte das überhaupt mit einem Seil funktionieren? Das Stützrad müsste ja ständig in der Höhe nachjustiert werden, da das Seil bei Belastung unweigerlich nachgibt!?
Es gab auch "echte" Drehscheiben; die waren symmetrisch.
Zum indischen Lokmodell: Das Seil lag gespannt am Boden, d.h. es gab praktisch keine Hoehenschwankungen..
Regards
Henner -
Da sich die Diskussion auf die Lartigue Monorail (mit Stuetzraedern) verlagert (das von mir angefragte Modell ist offenbar verschollen), noch einige Anmerkungen:
- Die Bahn war fuer Wuesten/Steppeneinsatz konzipiert, wo durch die Konstruktion Sand/Schneeverwehungen weniger stoerend sein sollten. Auch bei extrem felsigen Gelaende war die Bahn einfacher zu bauen. Eine Strecke dieser Art wurde tatsaechlich in Spanien(?) gebaut und in der Sahara gab es ein weitlaeufiges Streckennetz mit "Tierantrieb". Irland war eigentlich eine Notloesung und nicht der ideale Ort, das System zu testen. .
- Als Weichen wurden asymmetrische Drehscheiben verwendet (Abgaenge nicht bei 180Grad). Diese geniale Konstruktion erlaubte es, unterschiedliche Abgaenge miteinander zu verbinden.
Regards
Henner -
Dirk,
das erste Video in Deinem Nachtrag ist der (leicht) illegale Mitschnitt einer Vorfuehrung des originalen Films. Erstaunlich, dass youtube das bisher noch nicht blockiert hat. Das zweite Video der Lizard Valley Monorail stammt von Marc Horovitz (Herausgeber/Editor von Garden Railways). Leider wurde die Anlage vor Jahren von einer Schneelast zerstoert, die die Weissmetallteile der Monorail verbog. Ich bin seither mit ihm in Kontakt, wie man solche Stuetzen einfach und billig neu herstellen koennte. Wir hatten an Zamak gedacht, das aber wieder verworfen. Bisher haben wir noch keine zuendende Idee
. Dies hat auch verhindert, dass ich den "Teapot" (Baulok) der L&B in Angriff genommen habe.
Regards
Henner -
@Volker,
ja, diese Lok meinte ich. Verschollen?
@Johannes,
die "wiederentstandene" Einschienenbahn in Listowel/Irland ist ein Nachbau von Alan Keef ohne jegliche Verwendung von Originalteilen. Die Loks sind dieselhydraulisch(?). Es gibt ein ausgezeichnetes Buch darueber mit vielen Zeichnungen:
http://test.bookfinder4u.com/detail/0853613761.html
Ich hatte mal angedacht, die Stehkessellok in 1:20 zu bauen.Bei meinem Besuch kuerzlich in Deutschland war ich im Berliner Technikmuseum. Dort gibt es in der Schifffahrtsabteilung eine elektrische Treidellok, die auf einem aehnlichen Prinzip wie die indische Monorail funktioniert: Doppelflanschraeder und Abstuetzrad auf der Strasse.
Regards
Henner -
Vor etwa 30..40Jahren hatte ich auf einer Dampfveranstaltung in Sueddeutschland eine eigenartige Konstruktion gesehen. Es war ein 1:10(?) Echtdampmodell der
Patiala State Monorail (http://en.wikipedia.org/wiki/Patiala_S…orail_Trainways)
Die Lok war eine 0-3-0 von O&K. Die Lokraeder mit Doppelflansch liefen auf einer einzelnen Schiene, ein Ausleger zum Halten des Gleichgewichts fuhr auf der Strasse. Der Erbauer hatte ein Stahlseil quer ueber den Parkplatz gespannt und liess seine Lok darauf fahren. Das Ganze funktionierte recht gut. Meine Frage: Gibt es das Modell noch und hat jemand es zwischenzeitlich irgendwo gesehen?
Regards
Henner -
Die Drehgestelle sind fast fertig. Mein Freund Dennis hat die "Journals" in Zamak gegossen und ich habe sie mit 4-kant Stahl verstaerkt. Die Achslager sind aus Alu (teilweise CNC gefraest) und die Deckel wieder in Zamak gegossen. Die Achsen laufen in Nadellagern, die ich aus einem abgebrochenen Projekt meines ehemaligen Arbeitgebers gerettet hatte.
Die Wiegen sind aus Hartholz, von meinem Freund Eric gefertigt. Er wird auch den Holzrahmen(!) dieser Lok bauen
Die laengsverschieblichen Kardanwellen sind auch schon so weit fertig, zusammen mit dem CNC gefraesten Deckblechen des Maschinenrahmens. Ein Modellbahner aus Deutschland hat mir speziell gefertigte Federn zukommen lassen, die als Naechstes eingebaut werden:
Die kardangelenke der 12Tonnen A-Climax sahen denen von LKW's aehnlich, sodass ich auf kaeufliche Teile zurueckgreifen konnte. Alle anderen Typen hatten ringfoermige Gelenke. Bei meinem augenblicklichen Deutschlandaufenthalt hat mir Dampfspieler noch die Zahnraeder zwischen Maschine und zentraler Laengswelle besorgt, sodass es jetzt zuegig weitergehen kann.
Regards
Henner -
Wie bringt man aber so ne Tri-, Quadru- oder Mehrplex durch die engen Parkbahnbögen...
Da kommt man ja schon mit normalen Normalspurloks ins Schwitzen 
Dachte nicht, dass die Amis das Design des Wobblin´ Goblin vom Talgo abgeguckt haben

Die tschechische Stromlinienlok hat natürlich die Nummer 386

K.
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Hallo Chris,
ein interssanter Link. Meine Freunde und ich stehen auf solchen Kuriositaeten. In der Tat haben wir solche nachgebaut, allerdings in 1:20. Z.B. wird im Video gesagt, dass nie eine Quadruplex gebaut wurde. Stimmt nicht ganz, hier ist die von meinem Freund Bill (in 1:32):
Leider ein schlechtes Photo, aber die Lok laeuft sehr gut und leidet auch nicht unter Dampfmangel. Zur Zeit baut er eine Verbundheisler, die ebenfalls nie ueber das Reissbrettstadium herausgekommen ist:
Im Video fehlt der beruehmte Vorlaeufer der Cab-Forwards, die NPC21 in Schmalspur. Mein Freund Dwight hat sie gebaut:
Ich war auch nicht ganz untaetig. Mir hat es die Guinness Brauerei Lok mit ihrem seltsamen Adapterwagen fuer Breitspur angetan (Lok wird zur Zeit in ME in 7 1/4" bzw. 5" beschrieben:
Alle Loks sind in http://www.mylargescale.com/Community/Foru…11/Default.aspx genauer zu sehen. Alle natuerlich Echtdampf!
Regards
Henner (Henry) -
Was lange waehrt... Ich war im Oktober/November in Deutschland und hatte mir die Radguesse von Atelier MB bestellt. Auf dem Rueckflug war zwar mein Gewichtslimit fuer das Gepaeck fast erreicht, das machte aber nichts, da ich auf dem Hinflug ein zerlegtes Dreirad (der klassische rote Radio Flyer)fuer meine kleine Enkeltochter im Gepaeck hatte, das etwa genausoviel wog :). Ich hatte also "leicht" gepackt. Inzwischen haben wir die Raeder auf der grossen Drehmaschine meines Freundes Dennis bearbeitet. Bis auf einige wenige harte Stellen in der Aussenhaut (heisst das so auf Deutsch?) liessen sie sich sehr gut bearbeiten. Hier das Ergebnis:

und eine Nahaufnahme des Getriebes:

Inzwischen bin ich dabei, die Archbar (Fachwerk-?) Seitenblenden aus 1/2" x 1/8" (ca. 13mm x 3mm) Flachstahl zu fertigen. Dazu habe ich mir eine Biegevorrichtung gebaut, die ich in dem Shay Buch von Harris gefunden hatte (Ich hatte es zwar schon mal erwaehnt, aber die Original Harris Lok steht bei mir in der Garage


Der erste Biegeversuch ging schief, der Radius war zu gross. Ich habe dann die Biegevorrichtung veraendert, mal sehen, was jetzt draus wird.
Regards
Henner -
Meine im Bau befindliche Climax wird LPG Feuerung bekommen. Der wesentliche Grund ist die Feuergefahr hier im trockenen Kalifornien. Nachdem wir mit einer Kohlelok nach einer Entgleisung fast einen Flaechenbrand verursacht hatten, wurden alle Loks auf Gas umgebaut. Die Keramikbrenner scheinen dabei am Besten zu funktionieren. Wie gesagt, bei einem Unfall kann man bei Gas das Feuer sofort loeschen.
Regards -
Rudi,
wenn Du sich kreuzende Achsen verwenden willst, musst Du entweder Hypoidverzahnung oder tatsaechlich Climax Raeder nehmen. Bill, der mir die urspruenglichen Zeichnungen zur Verfuegung gestellt hat, hat inzwischen die Teile bei Shapeways zur allgemeinen Bestellung eingestellt (nicht ganz billig...), siehe:
http://www.shapeways.com/shops/climaxshop
Regards
Henner -
Das ist ja hochinteressant!
Ich bräuchte für ein anderes Projekt 2 einfache Winkelgetriebe ähnlicher Größe. Belastbarkeit sollte dem eines Tretantriebes für Kinder-Trettrecker entsprechen(z.B. Rolly-Toys). Eingebaut werden soll es in einen Seilbagger(Vorbild: Weserhütte W 4 Vorkriegsmodell http://www.youtube.com/watch?v=O_JsLa3iXL4 ) zum Tretantrieb für Schwenkwerk und Raupenfahrwerk(passend zu meiner Garteneisenbahn).
Bevor ich mit dem Bau beginnen kann brauche ich die Winkelgetriebe, weil sich die Gesamtkonstruktion nach diesen richtet(Maßstab etwa 1:4 oder 1:5). Leider habe ich noch nichts gefunden.Die Climax Winkelgetriebe sind vermutlich falsch fuer einen Bagger, da sie im Gegensatz zu normalen Winkelgetrieben erlauben, dass sich zwei Achsen aussermittig kreuzen. "Normale" Getriebe sind vermutlich billiger und kommerziell erhaeltlich. Vielleicht liesse sich sogar das Winkelgetriebe einer einfachen Handbohrmascine aus China verwenden.
Regards
Henner -
Hallo, ich lebe (und baue) noch. Inzwischen habe ich die restlichen Zahnraeder bekommen und mit Hilfe meines Freundes Dennis (meine Drehbank ist etwas klein) Achsen/Getriebeboxen der Lok fertiggestellt. Radguesse (danke fuer den Tip) sind schon in Berlin bei meinem Sohn und werden bei meinem naechsten Besuch mitgenommen. Auch die Maschine (D10) ist vorhanden. Sie ist vermutlich ein bischen klein, aber 1..2 Personen sollte die Lok schaffen. Die Dampfmaschine der 3 1/2" Lok von Kozo hat etwa die gleichen Abmessungen und zieht 4..5 Erwachsene. Ich wollte gerade mit den Archbar Drehgestellen anfangen, als mein Laptop mit den Zeichnungen abgeraucht ist. Es wird etwas dauern, bis ich Alles wieder rekonstruiert habe (nicht die Zeichnungen, sondern den Rechner/Software). So sieht es zur Zeit mit meinem Projekt aus:

und

Danke nochmals fuer den Tip mit den Radguessen!
Regards
Henner -
Chris,
laut Shapeways
http://www.shapeways.com/materials/steel
soll das Material die gleiche Festigkeit wie rostfreier Stahl haben und durch die Bronze koennte ich mir vorstellen, dass der Abrieb sich auch in Grenzen halten wird. Mal sehen....
Johannes,
danke fuer den Link, ich habe mir die Raeder alle genau angesehen und werde dann mal entscheiden, welches sich am Besten eignet. Beschaffung sollte kein Problem sein, da ich wegen meiner kleinen Enkeltochter jetzt mindestens 2x im Jahr nach Deutschland komme.
Regards
Henner -
Das war ja superschnell. Danke! Mal sehen wie ich das Zeugs ueber den Teich schaffe.
Henner