Bauprojekt "HEIDI"

  • Hallo Jonas,

    das könntest Du recht einfach mit einer Nockenscheibe und einer Konstruktion nach dem Prinzip der folgenden Skizze erledigen.

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    Der Klöppel sollte aus Federbronze oder Federstahl sein, damit er nach Passieren des Absatzes der Nockenscheibe zurückschnellt und die "Kugel" (kann auch ein Niet sein, muss die Glocke nur ordentlich anschlagen - Material höherer Härte als das der Glocke) an der Glocke anschlägt. Im Ruhezustand sollte "die Kugel" etwa 1 mm von der Glocke entfernt sein, damit die wirklich nur dann ... .

    Ich hoffe Du kannst damit etwas anfangen und bin schon mal gespannt, welche Lösung Du umsetzt.

    Grüße Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

    • Offizieller Beitrag

    Hi Dietrich,
    ja die Idee sollte ich so umsetzten können. Allergings muss ich erst noch warten bis der Motor da ist, hab ihn erst vorhin bei ebay bestellt. Die von dir gezeichnete Scheibe am Motor werde ich wohl nicht so leicht fertigen können, aber eine Scheibe mit einem Bolzen drauf sollte die gleiche Funktion haben. Also wenn der Motor da ist geht's los. Wird sicher klappen...

    lg Jonas

  • Hallo Jonas,
    ich habe so eine Glocke in meiner IIm Mallet eingebaut. Ein kleiner Getriebemotor hebt dort den Klöppel.
    Wegen der Baugröße ist das Fahrradglöckchen natürlich sehr klein ausgefallen.
    Es hat einen ziemlich hohen Ton, aber der Effekt ist trotzdem beeindruckend weil niemand damit rechnet.
    Ich habe den Klöppel aus einem dicken Kabelbinder hergestellt. Ist sehr leicht zu besorgen.
    Der Klöppel muß federnd die Glocke anschlagen und sollte sie danach nicht mehr berühren.
    Die Nockenscheibe die Dietrich gezeichnet hat kannst Du doch einfach aus Sperrholz ausschneiden.
    Sollte einem Holzwurm wie Dir doch nicht schwer fallen. ;)
    Gruß
    Frank

    Praxis ist was theoretisch nicht funktioniert.

  • Hallo Jonas,

    Zitat

    ... Die von dir gezeichnete Scheibe am Motor werde ich wohl nicht so leicht fertigen können,...


    ich denke doch.
    Es icht einfacher als man denkt, es ist prima zu konstruieren und dann zu feilen. Dass Du letzteres kannst, hast Du unter Beweis gestellt und die Anleitung, wie man so etwas aus einem Dreieck und mehreren Kreisbögen konstruiert, gibt es heute Abend (ich hoffe mal, dass ich dazu komme).

    Grüße Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

    • Offizieller Beitrag

    Hi,
    ja logisch, aus Holz kann ich das Teil ohne Probleme herstellen, aber irgendwie baue ich solche Funktionsteile nicht so gerne aus Holz. Wie du das aus einem dicken Kabelbinder gebastelst hast, kann ich aber nicht so ganz nachvollziehen.
    Mal sehen ob Dietrich es nachher noch schafft die "Dreieckkreisbogenkonstruktion" hier reinzuschreiben, dann werde ich wohl mal wieder feilen müssen :D

    danke für eure Beiträge
    Jonas

  • Hallo Jonas,

    im Folgenden die Vorgehensweise, um eine Spirallinie zu konstruieren. Zuerst mal die Zeichnung.
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    - konstruiere ein gleichseitiges Dreieck 1 - 2 - 3,
    - verlängere die Seiten über die Ecken hinaus,
    - schlage mit 1 - 3 den Bogen 3 - I um 1,
    - schlage mit 2 - 1 den Bogen I - II um 2,
    - schlage mit 3 - II den Bogen II - III um 3,
    - schlage mit 1 - III den Vollkkreis um 1,
    - ziehe eine Gerade von 1 zum Kreisbogen.

    Die fertige Zeichnung legst Du auf einen Kopierer und skalierst die auf die benötigte Größe. Bei einer Kantenlänge des gleichseitigen Dreiecks von 15 mm hat die Strecke 1 - III eine Länge von 59,85 mm.

    Grüße Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Hallo Jonas,
    der Kabelbinder ersetzt die Federbronze oder auch den Federstahl den Dietrich vorgeschlagen hat.
    "Gerader Strich zwischen "Festlager" und "O" des Klöppels.
    Ein Bolzen auf der Scheibe wird nicht funktionieren. Es Fehlt die, ich nenne sie einmal "Treppe".
    Der Bolzen hebt den Klöppel gleichmässig an und senkt ihn auch wieder gleichmässig ab.
    Wenn die Spirale den Klöppel angehoben hat fällt er schlagartig zurück.
    Durch die elastizität des Kabelbinders (der Federbronze) schlägt der Klöppel die Glocke an.
    Je höher um so lauter!
    Danach hat der Klöppel bis zum nächsten Schlag keinen kontakt mehr zur Glocke.
    Du kannst die Konstruktion ja schon einmal ohne Motor testen, dann wird Dir klar was ich meine.
    In meiner Mallet (1 : 22,5) hat ein "kleiner" Kabelbinder gereicht. Der Klöppel ist eine halbe Lüsterklemme.
    Gruß
    Frank

    Praxis ist was theoretisch nicht funktioniert.


  • Ein Bolzen auf der Scheibe wird nicht funktionieren. Es Fehlt die, ich nenne sie einmal "Treppe".
    Der Bolzen hebt den Klöppel gleichmässig an und senkt ihn auch wieder gleichmässig ab.

    Einspruch, Euer Ehren!
    wenn man den Bolzen zur Hälfte abfeilt/fräst/kaut wird der Klöppel genauso plötzlich abfallen wie bei einer Kurvenscheibe!
    Heinrich
    ;)

    Der liebe Gott gab uns die Zeit
    (von der Eile hat er nichts gesagt!)

  • Hallo Ihr,

    ich würd den ganzen Kram umdrehen, so wie beim alten Wilesco-Hammerwerk. Drehpunkt in die Mitte, Langes Ende zur Glocke, kurzes Ende wird vom Bolzen runtergedrückt und fertig. Dann reicht ein Bolzen und den Rest macht die Schwerkraft.

    Viele Grüße

    Holger

    Fueled by coffee, powered by steam.

  • Hallo Jonas,
    in meine Akku-Kleinlok habe ich auch ein Läutewerk eingebaut. Da bei M 1:8 mehr Platz, habe ich die Glocke einer Kranklingel verwendet. Bei dem Ganzen habe ich mich aber von einer Fahrradklingel inspirieren lassen. Es gibt welche die außenliegend einen kleinen Daumenhebel und einen etwa 5mal längeren Klöppelhebel haben und nur Einzelschläge abgeben (nicht die billigen mit dem Federklöppel). Mein Läutewerk habe ich dann genau so, nur in Größer nachgebaut. Bei Dir könnte man mit einer Nocke am Motorabtrieb direkt an den Daumenhebel gehen. Wichtig ist, dass der Klöppel die Glocke nur einmal kurz berührt. Sonst klingt das Ganze wie ein Schrankenläuterwerk.

    Gruß Lokfummler

    • Offizieller Beitrag

    Hi, also jetzt habe ich schon so viele Vorschläge dass ich gar nicht mehr weiß, wie ich's machen soll :)
    Ich werde wohl einfach mal versuchen eine Art Mixlösung aus allem zu bauen. Sobald ich was baue, werde ich euch natürlich darüber informieren... Danke für die tollen Ideen und Anregungen.

    Lg Jonas

    • Offizieller Beitrag

    Hi,

    so heute kam nun endlich der Motor an (fünf Wochen Lieferzeit ... :S ). Allerdings habe ich mein "Klingelkonzept etwas geändert. Die Bimmel soll nun nicht mehr mit einem vom Motor angehobenen "Schläger" angeschlagen werden, sondern durch einen Metallbolzen, der durch einen Elektromagneten angehoben wird. Der Elektromagnet diente einst mal zum Umschalten einer H0-Weiche und funktioniert auch mit 12V super. Wenn nun eine Spannung angelegt wird, wird der Metallbolzen ruckartig angehoben und schlägt oben an die Glocke, schaltet man den Strom wieder aus, so fällt der Bolzen wieder hinab und bringt dabei die Glocke ein zweites Mal zum schwingen. Damit die Glocke ungehindert schwingen kann, wird der Bolzen beim herrabfallen von einer kleinen Feder kurz über der Glocke gehalten.

    Der Motor dient mir so nur noch als Taktgeber. Durch eine Scheibe an der Motorachse wird eine kleiner Taster so gedrückt, dass die Spannung pro Sekunde einmal angelegt und einmal unterbrochen wird. Das Ganze sitzt momentan nur profisorisch auf einer alten Holzplatte. Sobald ich die Bimmel fertig habe werde ich euch natürlich die Bilder und Töne nicht vorenthalten.

    lg Jonas

  • Hallo Jonas
    Du bist ganz schön pfiffig.
    Nach dem gleichen Prinzip bauten Wir Lehrlinge 1964 bei Siemens die Klingel / Bimmel / Glocke.
    Den Klangkörper haben Wir aus einer 1,5 mm St 37 Scheibe mit dem Kugelhammer in einer Bleiunterlage zu
    einer Halbkugel von ca. 65 mm Ø getrieben.
    Die wellige Außenkontur wurde mittels Radius Schablone auf Maß gefeilt.
    Im 3 Lehrjahr poliert und in der Galvanik hart verchromt.
    So könnte man auch Dampf, Sanddome herstellen.
    Aber in gut sortierten Haushalt Geschäfte gibt es genügend Kochlöffel.
    Ich finde Deine Berichterstattung Super.
    Vor allem dass Du Dir vor jedem Bauabschnitt überlegst, was auf Dich zukommt. !!!
    Mach weiter so.

    Grüße Peter

    † 21.11.2017

  • Hallo Jonas,
    den Motor kannst Du Dir einsparen. Der Klöppel kann sich selber steuern. Nach diesen Prinzip arbeiten die einfachen Türklingeln.
    Guckst Du hier.
    Die Schlagfrequenz kannst Du über Federstärke und Gewicht des Hammers bestimmen.
    Du solltest antiparallel zur Spule eine Schutzdiode schalten. (z.Bsp. 1N4007 o.ä.)
    Gruß
    Frank

    Praxis ist was theoretisch nicht funktioniert.

    • Offizieller Beitrag

    So, nun ist es so weit: Die Bimmel funzt 8) !!

    Ich habe leider Frank's Beitrag erst gelesen, nachdem ich die Bimmel fertig hatte. So und hier nun ein Filmchen, was die Funktion der Bimmel zeigt.

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    lg Jonas

  • Hallo Jonas
    Mit einfachsten mittel Genial gelöst ohne Elektronik und mit kleinem Geldbeutel dass beweist mir unser Hobby ist immer Bezahlbar mann muss nur Ideen haben
    und sich etwas Zeit nehmen .
    Gruss Hannibal

    * 1940 † 2017