Hallo
Heute ist mein neuer Injektor vom Anthony/EE, dessen Einbausituation ich weiter oben gezeigt habe, das erst Mal in Betrieb gewesen.
Es ist die Größe „Standard“ mit 4 L Fördermenge in der Minute.
Zuerst hat er ein wenig pulsiert, bis die Luft aus der langen Speiseleitung zwischen Führerhaus und Rückschlagventil, ca 55 cm, ausgetrieben war.
Danach war es nur noch ein Handgriff am Kugelhahn der Dampfzuleitung und er sprang sofort an. Der Hahn in der Wasserleitung bleibt den ganzen Fahrtag in der Stellung, in der der Injektor trocken läuft.
Dabei macht er beim Fördern fast keine Geräusche! Er ist im Betrieb so leise, das ich promt vergessen habe, ihn wieder ab zu stellen und erst beim Blick auf den Wasserstand festgestellt habe, das der Kessel voll ist.
Abends beim Putzen haben wir dann auch noch probiert, bei welchem Mindestdruck er noch anspringt.
Bei 4 Bar speiste er noch in einem weiten Regelbereich der Wasserzuleitung. Bei 3 Bar gab es nur noch eine Stellung des Wasserhahns, in der er förderte, ohne das Wasser aus dem Schlabberrohr lief. Das ist der niedrigste sinnvolle Betriebsdruck.
Der maximale Betriebsdruck bei mir ist 8,5 Bar gewesen. Bei diesem Druck kann ich die Fördermenge am Wasserhahn in einem relativ weiten Bereich regeln.
Verglichen mit meinem zweiten 4 Liter Injektor, der vom Thomas Krämer stammt, ist er mechanisch kleiner und die Zuleitungen haben mit 8mm einen geringeren Durchmesser als die 10 mm vom Thomas. Das hat keinen Einfluss auf die Fördermenge. Gefühlt würde ich eher sagen, das die Fördermenge vom Krämer Injektor ein wenig geringer ist.
Der größte Unterschied ist, das der EE injektor auch bei 8,5 Bar noch in einem weiten Bereich fördert, ohne das Wasser aus dem Schlabberrohr läuft. Das schafft der Injektor vom Thomas nicht. Bei ihm bekomme ich keine vollständig „trockene“ Speisung am Wasserhahn eingestellt. Allerdings ist der Krämer Injektor bei mir in nicht saugender Position montiert, so das der Vergleich etwas hinkt.
Nachdem ich jetzt aber einen funktionierenden, saugenden Injektor habe, wird der Zweite über den Winter ebenfalls nach oben ins Führerhaus wandern.
Der automatische, selbst ansaugende Betrieb ist unvergleichlich Komfortabel und auch während der Fahrt mit einem Handgriff zu betätigen, ohne das die Aufmerksamkeit von der Strecke abgelenkt wird.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas