• Moin in die Runde,

    zur Zeit zerfräse ich Material um daraus Kreuzkopfe zu bauen. Gestern bin ich auf die Suche nach Rotguß Material als Gleitlager auf der Kreuzkopf Gleitbahn gegangen. Die angebotenen Maße würden beim runterfräsen auf eine Dicke von 3mm soviel Späne produzieren dass ich mich frage ob es eine andere Lösung gibt. Hat einer von euch Erfahrungen mit Kunststoff Gleitlagern gemacht? Oder eine Quelle für dünnes RG Material (Fertigmaß wäre 3x14x50mm)

    Viel Grüße

    Wolfgang

  • Moin Wolfgang,

    schau mal hier - Artikel- und Preisliste Wilms.
    Da der Webshop gerade noch nicht funktioniert, musst Du wissen, wie man telefoniert.;);)

    Ansonsten gibt es bei IGUS mit Sicherheit etwas Brauchbares, damit Du schnell zu Ergebnissen kommst, schau mal hier, aber auch da solltest Du telefonieren können, weil ich - vorsichtigerweise - dazu rate, die Anwendungsberatung zu konsultieren. Damit die Kollegen es dort leichter haben, mache Dir klar, welche "Verfahrgeschwindigkeiten" (mittlere und maximale) denn da bei Maximalgeschwindigkeit der Lok erreicht werden.

    Viele Grüße
    Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Hallo Wolfgang

    Um die Schmerzen in der Geldbörse beim Einkauf von passendem RG7 Material etwas zu lindern, kann ich dich trösten, das sich das Zeug gut Zerspanen lässt.

    Bei der Materialpaarung HSS-RG7 habe ich bei keiner meiner Lokomotiven bisher nennenswerten Verschleiß festgestellt.

    Da man das im Alltag sieht, würde ich keinen Kunststoff für die Gleitplatten einsetzen. Dazu kommt, das schon bei einer leichten Undichtigkeit der Kolbenstangen-Stopfbüchse an der Kreuzkopfgleitbahn für Kunststoff recht hohe Temperaturen erreicht werden.

    Solltest du trotzdem Kunststoff verwenden, so kann ich dir das Material IGLIDUR Z von IGUS empfehlen. Das hat sich in meiner Lok z.B. als Kolbenstangen-Tragbuchse im Zylinder bewährt. Da ist bei mir die Materialpaarung: verchromte Kolbenstange-Iglidur-Z.

    mit freundlichen Grüßen

    Thomas

  • Da von 1:1, ist das Stück doch etwas größer als ich es in Erinnerung hatte.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Stärke 8mm - Länge bestimmt 20cm.

    Gegen die Versandkosten kann ich dir das gerne zukommen lassen. Thematisch würds jedenfalls auch passen - das war schon einmal Teil einer Kreuzkopfführung :D


    Viele Grüße

    Manuel

    -

  • Guten Tag Wolfgang,

    Hat einer von euch Erfahrungen mit Kunststoff Gleitlagern gemacht?

    Ich habe in meiner Simplex mittlerweile Kunststoff Gleitlager in manchen Stangen der Steuerung (Lenkerstange, Voreilhebel) sowie gedruckte Schwingensteine. Fahre nun seit einem 3/4 Jahr damit (und das an vielen Wochenenden meistens an der Lastgrenze) und muss sagen das ich sehr zufrieden mit der Lösung bin. Man muss natürlich auch beachten das dann die Bolzen Gehärtet/Nitriert sein sollten.

    Ich beziehe die Gleitlager von IGUS sowie die 3D-Druck Teile über den 3D-Druck Service von IGUS.

    Grüße Luke!

  • Hallo in die Runde,

    mittlerweile sind die Rotgussteile von Manuel bei mir angekommen und zerfräst, will sagen die Gleitschuhe sind fertig gefräst und in die Kreuzköpfe eingepasst.

    Danke Manuel

    Viele Grüße

    Wolfgang Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da er nicht mehr verfügbar ist.

  • Moin zusammen,

    die Öltaschen kommen noch und für die Gleitbahnen bin ich auf der Suche nach 12x12mm 42CroMo. Im Augenblick ist die eine Gleitbahn, die ich gefräst habe, aus 1.4305

    Wünsche euch ein schönes Wochenende

    viele Grüße

    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang

    Die Gleitbahnen aller meiner Dampflokomotiven sind aus HSS Co 10 Vierkant Rohlingen hergestellt.

    Dabei ist der Drehling auf die Länge der eigentlichen Gleitbahn gekürzt. Die Befestigungsenden aus S 235 sind mit WIG an die Enden angeschweißt.

    Damit die Härte nur in einem kurzen Bereich verloren geht, habe ich immer nur tropfenweise Geschweißt und danach wieder abkühlen lassen, ohne das die Gleitbahn heiß wurde.

    Die sichtbare Einfräsung an der Aussenseite ist mit einem Korund Scheibenschleifer mit der entsprechenden Dicke, mit höchster Drehzahl eingeschliffen worden. Dabei habe ich den Staubsauger die ganze Zeit laufen lassen, damit der Keramik Schleifstaub nicht in die Führungen meiner Fräsmaschine gelangt.

    Verschleis kenne ich an diesen Gleitbahnen nicht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas